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Kann keine engere Beziehungen zu Menschen aufbauen

gf.gedkxko hat die Diskussion gestartet


Hey Leute,

in letzter Zeit wird mir (18, m) iwie klar, dass das was ich immer für "normal" hielt, nicht so "normal" ist. Erstmal finde ich das wort "normal" im Zusammenhang mit Menschen und Verhalten eh total bescheuert, aber das ist ne andere Sache.

Ich hielt mich immer ziemlich für Durschnitt, aber seid ich mich in letzter Zeit mit den unterschiedlichsten Leuten unterhalte, merke ich, dass die meist eine andere Ansicht von menschlichen Beziehungen haben als ich.

"Ich bin halt mein leben lang schon eher der Typ, der lieber sein eigenes Ding macht und jetzt nicht so die tiefsten Beziehungen zu Menschen hat egal ob Familie, Freunde oder sonst was." habe ich letztens nem Bekannten geschrieben, dass beschreibt es halt ganz gut.

Die Beziehung zu anderen Menschen ist da, mal stärker mal weniger stark, aber wirklich wichtig ist mir keiner. Sobald eine Beziehung enger wird nehme ich automatisch Abstand. Ich hab viele Kontakte, aber meistens so, dass man sich hi sagt und vllt mal bisschen redet, aber nicht wirklich enge Freunde oder sowas. Danach habe ich auch gar kein Bedürfnis.

Auch wenn ich was mache, mach ichs am liebsten alleine, dann weiß ich egal was passiert ich bin für verantwortlich und muss den Erfolg nicht durch andere kaputt machen lassen, weil sie ihren Teil vom "Projekt" nicht so gemacht haben, wie ich es gedacht habe und es klappt dann nicht. Muss ich sowas machen, weils nicht anders geht, übernehme ich halt gern die Führung.

Zurück zu den menschlichen Beziehungen. Auch bei Mädchen ists eher so, dass ich eigentlich nur Lust auf das körperliche habe, der Rest ist mir eigentlich ziemlich egal und danach habe ich kein Bedürfnis.

Im Allgemeinen muss ich nicht unbedingt unter Menschen sein. Ich habe absolut kein Problem damit unter vielen Leuten zu sein, aber ich brauch es auch nicht. Allein auf dem Motorrad unterwegs sein ist teilweise tausendmal besser für mich.

Oder auch überhaupt Gefühle gegen andere Menschen sind mir unangenehm, also wenn jemand mich ehrlich bemitleidet oder so, das ist mir äußerst unangenehm.

Ich meine ich hab Freunde, ich lass keine Party ausfallen, hab Spaß und bin immer gut bei allem, aber trotzdem ists halt ja ich kanns nicht erklären.

Was mir auch aufgefallen ist, als mein Opa sowie meine Oma gestorben sind, hatte ich auch nicht wirklich Trauer empfunden, obwohl ich sehr viel Zeit bei ihnen verbracht habe. Sie waren einfach weg. Ich fand es schade um das Wissen, dass mein Opa hatte und das somit verloren ging aber sonst war da irgendwie nicht viel.

Der religiöse Typ bin ich jetzt allerdings auch nicht, dass ich meine dass sie woanders jetzt sind. Das ganze halte ich mehr für Humbug, obwohl meine Eltern recht religiös sind. Ich bin da mehr der nüchterne, wissenschaftlich geprägte Typ.

Gründe dafür kenne ich eigentlich nicht offensichtlich. So das wichtigste in meinem Leben ist die Musik und ich stelle mir auch seit einigen Jahren täglich mehr so philosophische Fragen und denke drüber nach. Das klingt jetzt grad so gequollen -.- Ne aber ich weiß es nicht, teilweise geht mir auch das momentane gesellschaftliche Verhalten, von einem großen Teil der Masse einfach auf die Nerven.

Warum muss man erst dieses ganze Zeug beim kennenlernen abhalten mit mehrmals trefenn..., wenn beide sowieso nur Sex wollen und ihren Trieben nachgehen?

Warum glauben die Menschen einfach alles was man ihnen vorsetzt?

Warum ziehen die Menschen diese Sache mit Gefühlen und Moral ab? Am Ende wenns um den eigenen Kopf geht kommen die Instinkte eh durch und der Stärkste gewinnt.

....

Ich hoffe irgendjemand wird aus meinem Text schlau.

Antworten
K<yna


Hey

hier mal in Kurzform meine Sicht auf dein Problem. Für Dich ist dein momentaner Status soweit in Ordnung, du fragst dich nur zunehmend häufiger, warum du nicht "normal" bist bzw halt so bist wie Du dich verhälst ?

Ich habe den Eindruck, dass sich da mehr bei Dir abspielt im Kopf als nur diese Gleichgültigkeit, du kannst es evtl. nur nicht angemessen beschreiben. Deine Darstellung klingt sehr danach als seiest du emotionslos, ich glaube, dass möchte Niemand absichtlich sein, aber manchmal verhält man sich so, um bewusst weniger spüren (im Sinne von aushalten) zu müssen.

Gruß

gU.ge~kkxo


Hmm ja da könntest du recht haben.

i@nne*re SCtimmxe


Jeder Mensch ist individuell. Verschiedene Menschen haben auch verschiedene Bedürfnisse. So wie es Personen gibt, die kein Interesse an sexuellen Kontakten haben, giebt es auch Personen, die von Natur aus kein Bedürfniss nach emotionaler nähe haben. Das muss auch nicht gleich bedeuten, dass diese Person generell emotionslos ist.

Solange es dir mit deiner Haltung gut geht, kümmer dich nicht darum, dass viele Menschen in dem Punkt anders empfinden als du. Wer entspricht schon der Norm?! (Normalität im Bezug auf den Menschen wird durch die Erkenntnis über das Individuum ad absurdum geführt.)

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