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Ist ein Leben ohne Mutterliebe trotzdem möglich?

BFirne_xApfel


Erstmals, ich habe nicht die ganzen Antworten durchgelesen und bezieh mich einfach mal wieder auf die eigentliche Frage von dir.

Ich hab auch nicht immer unbedingt Mutterliebe gehabt, meine Ma und ich haben ein sehr angespanntes Verhältnis und mit meinem Dad ist es auch nicht immer sehr leicht, aber trotzdem lebe ich und kann auch mein Leben genießen weil ich noch Freunde hab die mich so hinnehmen wie ich bin. Gut ich bin auch erst 16 und weiss nicht wie das jetzt zb. in 10 Jahren sein wird aber ich denke man kann auch damit leben wenn man nicht immer bedingungslose Mutterliebe hat(te)

lg @:)

D}askWleinxeN.


Hallo Hoffnungslos,

ich möchte erstmal zu deiner Ausgangsfrage sagen: Ja, es ist möglich ohne Elternliebe ein Leben zu führen. Aber es ist sicher nicht leicht. Zumindest nicht am Anfang.

Ich kenne einige, die ähnliches erlebt haben wie du. Und die haben es auch geschafft.

Aber jeder Weg beginnt mit den ersten Schritt. Und den hast du ja hier gemacht. Du hast von dir erzählt und du hast gemerkt, das es NICHT richtig war/ist, wie deine Eltern sich behandelt haben.

Den Ansatz mit dem innerem Kind finde ich gut. Du könntest damit anfangen bei schönem Wetter einfach ein Eis essen zu gehen, oder ins Kino...was man mit Kindern so macht. Was hast du vermisst? Mache es!

Tiefer würde ich aber wirklich nur mit einem Therapeuten gehen. Wie dir schon geschrieben wurde, du kannst dir einen aussuchen. DU bist der Patient. DU suchst dir die Menschen aus, mit denen DU reden willst.

Auch, wenn dein inneres Kind sicherlich viel Nachholbedarf hat, du bist erwachsen und hast somit jedes Recht, das andere Erwachsene auch haben. Vom Kopf her weißt du das sicher. Es muss nur im Herz und Bauch ankommen.

Hast du noch Kontakt zu deinen Eltern? Wie ist das Verhältnis zwischen euch jetzt? Kannst du dir vorstellen, den Brief an deinen Vater wirklich zu schreiben, so dass er ihn lesen kann?

Ich bin selbst als Kind emotional sehr kurz gehalten worden, nichts im Vergleich zu deiner Lebensgeschichte, aber meine Kindheit hat sich nachhaltig auf mich ausgewirkt. Ich bin 33, habe studiert und 2 Stiefkinder großgezogen und 2 eigene Kinder. Bis vor nicht wirklich langer Zeit habe ich alles sehr lustlos durchgezogen, heftige Depressionen gehabt, Angststörungen und mich fast 2 Jahre nicht aus dem Haus getraut.

Jetzt kann ich mein Leben genießen, vor 3 Jahren habe ich tagtäglich meinen Selbstmord geplant.

Es ist für mich nicht immer leicht, aber es wird immer leichter.

Und es lohnt sich für mich. Und für dich auch!

@:)

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

:)*

hyoffnumngslbos8x3


hallo zusammen,

danke für eure beiträge.

mir hat jemand eine PN geschickt mit dem INhalt:

Lieber hoffnungslos,

es macht mich immer totaaaaal wütend und traurig, wenn ich Threads wie deinen lese. Ich kann es überhaupt nicht verstehen, wie Eltern ihr Kind nicht bedingungslos über alles lieben (oder warum sie es nicht können, warum auch immer).

Ich habe dann immer das Bedürfnis, diese Kinder zu trösten, ihnen quasi Liebe zu geben (auch, wenn ich sie gar nicht kenne).

Naja, das hilft dir jetzt auch nicht viel. Aber vielleicht hilft es dir ja ein bisschen hier im Forum mit anderen lieben Menschen zu schreiben.

Alles Gute für dich


mir sind die Augen feucht geworden und 2-3 Tränen sind mir geflossen als ich es gelesen habe.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

Danke, die werde ic hauch brauchen, wenn ich weiter machen will. Ich wünsche dir auc halles Gute für die zukunft und den anderen natürlich auch.

Auf alles andere werde ich später noch eingehen.

M\oluliPe&nchen


Man tut den Eltern oftmals unrecht, auch wenn einem das im Ergebnis nicht wirklich hilft, denn "entscheidend ist, was hinten rauskommt" (Helmut Kohl). Ich unterstelle mal ganz frech, dass alle Eltern ihre Kinder lieben. Nur sind einige unfähig, sich so zu verhalten, dass das Kind das merkt. Sie können teilweise gar nicht anders. Sind selbst Opfer der eigenen Kindheit. Das soll auf keinen Fall entschuldigen, was viele tun (vor allem körperliche Gewalt!), aber ein bisschen helfen zu verstehen.

Ich habe mal einen TV-Bericht gesehen, da kam ein Mädchen drin vor, das auch so lieblose, mit sich selbst viel zu beschäftigte Eltern hatte, auch noch total arm, zu allem Überfluss. Die hatte dann die Chance, in so eine Art Ferienlager oder sowas zu fahren (ich weiß nicht mehr genau, was das war), und da hat sie bei den Gasteltern das erste Mal Zuwendung und Zuneigung erfahren.

Kinder, hab ich geflennt bei dem Bericht. Und ich hätte das Mädchen am liebsten adoptiert. Insofern verstehe ich die Regungen des/derjenigen, der/die Dir diese PN geschickt hat, total.

hhoffnfuXngsloxs83


hallo zusammen

Hast du noch Kontakt zu deinen Eltern? Wie ist das Verhältnis zwischen euch jetzt? Kannst du dir vorstellen, den Brief an deinen Vater wirklich zu schreiben, so dass er ihn lesen kann?

Ich bin 28 Jahre alt und lebe noch zuhause bei meinen Eltern und einer Schwester. Ich schämem ich dafür.

Ich habe noch nie mit meinen Eltern mich normal über alltägliche dinge unterhalten. Ich gucke meinen Eltern, besonders meinem Vater nie wirklich ins Gesicht wenn ich mit ihm rede, wegen der Vergangenheit, aus demut, aus angst. Dabei bin ich mitlerweiler meinem Vater körperlich gesehen weit vorraus, ich könnte ihn zusammenschlagen.

Aber ich verhalte mic hja so ihm gegenüber, wegen der Vergangenheit.

hkofFfnungasl-os83


Was ich jedes mal vergesse zu erwähnen,

ich habe seit 4 Moanten einen Hörsturz und Tinnitus am linken Ohr. Ich war für 8 Tage im Krankenhaus, hat aber alles nichts genützt. Und dabei bin ich erst 28 Jahre alt. Der Auslöser vom Hörsturz ist sehr wahrscheinlich die Depression/Angst/Wut/Agressionen/Frust.

MeolclieZnchxen


@ hoffnungslo83

Was hindert Dich am Ausziehen in eine eigene Wohnung?

FWlasc=k


Ich unterstelle mal ganz frech, dass alle Eltern ihre Kinder lieben. Nur sind einige unfähig, sich so zu verhalten, dass das Kind das merkt.

Dann war es keine Liebe. Alles Flehen, alle Bitten um Vergebung können da nichts ändern. Liebe kann nur gelebt werden. Ersehnte Liebe, erwünschte Liebe, erhoffte Liebe... ist keine Liebe. Die Zeit der Lügen und Ausflüchte ist vorbei.

hfoffnuDngslxos83


Was hindert Dich am Ausziehen in eine eigene Wohnung?

Weil ich absolut keinen Sinn mehr im Leben sehe. Mir fehlt jede Motivation, ich bin hoffnungslos. Mir fehlt die kraft, ich habe angst, das ich alleine total vereinsame.

Trotz all dem bin ich schon seit mehr als 6 Monaten auf wohnungssuche. Gestern habe ich mich bei zwei neue Wohnungsgesellschaften für die Wohnungssuche gemeldet.

Mir ist klar, dass für mich hier zu hause keine Zukunft mehr ist.

Vielleicht könnt ihr mir bei eienr Sache etwas weiter helfen:

Ich wohne 20 km entfernt von Bielefeld. Bis jetzt hatte ich mich für eine Wohnung in Bielefeld interessiert. Aber mittlerweile habe ic hdas Gefühl, das ich einfach noch viel zu nahe bin von zuhause und Meiner Familie.

Ich würde am liebsten viel weiter entfernt umziehen, und Köln würde mich interessieren.

Ich habe einfach keine ahnung wie ic hdas anstelen soll. Muss ich jedes mal nach Köln um eine Wohnng zu besichtigen, muss ich jedes mal nach Köln um das Amt bescheid zu sagen das ich umziehen will. Mir fällt das alles so schwer, das ich mich nicht damit beschäftigen will.

M*ollRiencxhen


@ Flack

Ich bleibe dabei: (So gut wie) alle Eltern lieben ihre Kinder. Nur sind einige davon psychisch gestört und die Störung überlagert alles andere und macht sie unfähig, die Liebe praktisch auszuleben. Aber ihnen unterstellen, dass sie die Liebe nicht empfinden, möchte ich ungern.

Klar, entscheidend ist natürlich das Ergebnis.

@ hoffnungslos83

Vereinsamst Du bei Deinen Eltern zu Hause etwa nicht? Nur weil da noch andere Personen anwesend sind? Mit denen Du vielleicht noch nicht mal allzu gerne unter einem Dach bist?

Mit Wohnungssuchen in entfernten Städten kenne ich mich leider gar nicht aus… Schätze, wenn Du keine böse Überraschung erleben willst, musst Du schon nach Köln, um Dir die Wohnungen anzuschauen…

Aber 20 km Entfernung von Deiner Familie wäre doch schon mal ein Anfang. Die Gefahr einer zufälligen Begegnung minimiert sich doch schon mal.

F lacxk


@ Molleinchen

Aber ihnen unterstellen, dass sie die Liebe nicht empfinden, möchte ich ungern.

Ich weiss, es ist schwierig, und ich wünschte, es wäre anders. Aber, es ist keine Unterstellung, sondern die Schlussfolgerung, wenn ich vorurteilslos meine eigenen Erfahrungen und Gefühle anschaue. Warum soll ich diesen perversen Deal mitmachen, emotionale Erpressung als Liebe anzuerkennen? Das ist gerade der Kern des Missbrauchs!

M,ollice8nche{n


@ Flack

Für das Kind ist natürlich entscheidend, was ankommt. Und wenn nur Brutalität und Vernachlässigung ankommt, misst es die Eltern natürlich daran. Mein Lieblingsspruch (von Helmut Kohl): Entscheidend ist, was hinten rauskommt.

Ich will jetzt nicht für Verständnis für die Eltern werben, aber es hilft dem eigenen Seelenfrieden ein wenig, sich klar zu machen, dass sie unter Umständen Opfer ihrer selbst (oder der eigenen Vergangenheit) geworden sind.

Wenn man später merkt, dass sie null bereit sind, daran zu arbeiten, kann man ja seine Konsequenzen daraus ziehen, Kontaktabbruch zum Beispiel. Denn anzuerkennen, dass sie nur nicht lieben konnten (praktisch), heißt ja nicht, ihnen alles durchgehen zu lassen.

h)offnun)gslosx83


Hallo zusammen,

ich sitze oft vorm Monitor und würde gerne was schreiben, aber ich weiss nicht was.

Ich ist oft ein Gefühl in mir, das ic hschlecht beschrieben kann, ich versinke oft in ein "Loch von Nix".

Mein ganzes Leben wird von Hass,Wut,Angst,Ohnmacht bestimmt.

Bevor ich überhaupt was schreibe, denke ich mir immer, warum ic hes hier machen soll, denn man wird mir sowieso nur raten, eine Therapie zu machen.

Ich sehne mich eigentlich nur nach Liebe/Zuneigung, aber wer kann mir das geben ???

Mdolli=enTchen


Nur Du selbst.

Beschäftige Dich mal mit dem "inneren Kind" (Du kannst ja nach Literatur dazu mal googeln) – mir hat das sehr geholfen.

hEoffnu$ngslHos8x3


Hallo Mollienchen,

Ich habe so heftige Rachegefühle in mir, diese Gedanken beherschen mein Leben. Eine Mischung aus Rache, Wut und Angst.

Ich kann diese Gedanen nicht abstellen. Nicht in meinen Träumen, nicht wenn ich Joggen gehe, garnicht mehr.

Es ist unerträglich, es lähmt mich.

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