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1 Packung Alprazolam 0,5 mg (50 Stück) pro Monat zu viel?

MFon!ika28)06


Antidepressiva gegen Ängste - das wird so selbstverständlich gesagt, so als wäre es das normalste der Welt. Ich finde es aber seltsam, dass ein Antidepressiva gegen Ängste hilft. Denn dann wäre es doch kein Antidepressiva mehr, sondern ein Angstlöser. Also wirkt es antidepressiv oder gegen Ängste. Wenn es beides tut, müsste es eigentlich Antidepressiva-Angstlöser genannt werden. Oder nicht? Oder wirkt es gegen Depressionen indem es die Ängste killt? Oder wirkt es angstlösend indem es die Depression heilt? Oder es ist ein schlechtes Antidepressiva, da es nur gegen Angst hilft? Oder ist es ein schlechter Angstkiller, da es nur Depressionen heilt? Oder ist es einfach nur Mist und zu nichts zu gebrauchen? (meine Vermutung oder Befürchtung).

Bin ich die einzige die sich daran stört?

MfG

MponikIa2k80x6


"Keiner möcht dir die Benzos abstreitig machen wenns dir scheisse geht. Citalopram nem angstgestörten zu geben halt ich für sehr grenzwertig, weils selber angstartige Zustände induzieren kann. Und nochmals. Alprazolam ist ungeeignet, rede mit nem Psychiater ob ein Umstieg auf Diazepam / Oxazepam möglich ist. Flutet nicht so schnell an, wirkt länger, mehr Metabolite, flutet langsamer ab => Suchtrisiko nicht ganz so hoch."

Na toll. Alprazolam - der beste Angstlöser der Benzodiazepingruppe soll angeblich ungeeignet, aber Diazepam und Oxazepam - ausgerechnet eines der schlechtesten Angstkiller der Benzogruppe soll geeignet sein und zwar nur deswegen, weil da angeblich das Suchtrisiko etwas geringer ist.

Ich bin entsetzt. Soweit ist es also schon gekommen. Vor lauter Wald sieht man die Bäume nicht mehr. Sehr schade.

Aber was, wenn dann Diazepam und Oxazepam so unzufriedenstellend wirken, was sehr wahrscheinlich ist, dass man nach einziger Zeit dann doch zu Lorazepam oder Alprazolam wechselt?? Dann wäre die Gesamteinnahme von Benzodiazepinen - erst das eine und dann das andere Benzodiazepine - länger als wie wenn man gleich mit Alprazolam therapiert hätte.

Und somit hat man durch die lange Gesamteinnahme von Benzodiazepinen das Risiko der Abhängigkeit vergrößert statt vermindert!!!!!

MfG

M1oniCk>a280x6


"Ums jetzt verständlich zu machen: Der Schmerzcharakter / und die Qualität überwiegt derart, körpereigene Gegenmaßnahmen dekompensieren, dass starke Anageltika die Lebensqualität halt zumindest so zurücksetzen dass das Leben halbwegs erträglich wird. Und sich – eben weil nur der Schmerz reduziert und auf ein erträgliche Niveau zurückgeworfen wird keine keine Sucht sich einstellt."

Es gibt keine opioiden Analgetika die nur den Schmerz lindern. Entweder nimmt man das ganze Paket an Wirkungen oder gar nichts.

MfG

M8onKik~a28x06


"Aber hier Leuten die vielleicht ne GAS, Panikattacken oder sowas haben, gleich pauschal mit Benzodiazepinen zu versorgen – das halt ich für höchst fragwürdig."

Ich musste lange nach einem Arzt suchen, der mir ein Päckchen Alprazolam verschreibt. Aber für mich war es eine äußerst effektive Therapie, ganz besonders deshalb, weil es mir seit Jahren genügt stets eine Tablette Alprazolam zur Hand zu haben. Ich nehme sie nie ein, allein das Wissen, dass ich sie jederzeit nehmen könnte, macht mich nahezu angstfrei. Der Arzt der mir das Alprazolam verschrieben hatte, gab mir diesen Tipp und ich bin ihm auf ewig dankbar dafür. Alle anderen sagten ganz pauschal und ohne darüber nachzudenken und besonders ohne mit mir überhaupt über die Angst gesprochen zu haben, immer nur, ich soll eine Verhaltenstherapie machen soll, anstatt Pillen zu schlucken. Doch dieser Arzt nahm sich für mich Zeit, sprach lange und intensiv mit mir und hat im Zuge dessen erkannt, dass eine Verhaltenstherapie bei mir gar nicht nötig ist, weil das Ausmaß meiner Angst nicht so groß ist, keinerlei Vermeidungstaktik usw.

MConiwka27806


"Silvelie du hast natürlich Recht damit, dass eine Dauermedikation, z.B mit Benzodiazepinen, nicht gerade gesundheitsfördernd ist. Der Punkt ist aber, und weder ich noch Sinnenstäter propagieren für den Langzeitmissbrauch, wie du ihn netter Weise genannt hast, dass Ärzte dieses Medikament als Dauermedikation verschreiben wenn wirklich gar nichts mehr anderes hilft. Richtig, nicht gerade gesund,"

Im Vergleich zu anderen Medikamenten, die allgemein und sogar von Ärzten als harmlos eingestuft und oft verwendet werden (z.B. Aspirin, Paracetamol...) eher lächerlich und darum vernachlässigbar. Benzodiazepine und Opioide sind die unschädlichsten Wirkstoffe schlechthin. Das einzig ungesunde ist die Abhängigkeitsproblematik; ein Entzug ist für Körper und Seele extrem belastend und von daher selbstverständlich ungesund.

MfG

M4oni`ka2"806


"Den Haken sehe ich in deiner, für dich gesehen, durchaus verständlichen Argumentation hauptsächlich im Gewöhnungseffekt und der Auswirkung auf deine körperliche Gesundheit. Wobei es sicherlich Ausnahmefälle gibt, in denen eine lebenslange Einnahme das kleinere Übel sein mag. Nur daraus einen generellen Anspruch abzuleiten – das finde ich falsch. Allzu schnell gäbe es Menschen die die "Gelegenheit", jede Arbeit an sich selbst zugunsten dieser Tabletten fallenzulassen, aufgreifen würden, ohne dass es wirklich notwendig wäre (was auch ein Psychiater nicht immer zuverlässig im Vorfeld schon entscheiden kann, meine ich). Was in meinem Verständnis heißen kann, sich selbst aufzugeben."

Muss nicht so sein. Oftmals ermöglichen die Benzodiazepine das Gespräch über z.B. Traumata und das sich damit Auseinandersetzen mit Problemen erst. Ein Patient mit Benzodiazepinen im Körper ist meist weit zugänglicher und viel weniger bedröhnt als einer mit Antidepressiva oder Neuroleptika. Mit solchen Wirkstoffen im Blut habe ich wie ein Tier dahinvegetiert, habe mich nur für Essen, Schlafen und Fernsehen interessiert, alles andere und alle andere Menschen waren mir vollkommen egal. Ich war sogar mir selbst gleichgültig, so dass es mir z.B. total wurscht war, dass ich wegen diesen Psychopharmaka über zehn Kilogramm zugenommen hatte. Eine der schrecklichsten und groteskesten Erfahrungen meines Lebens... Mit Benzodiazepinen wäre mir sowas höchstwahrscheinlich nie passiert.

Ich sah mal jemanden auf Neuroleptika durch den Krankenhausflur torkeln Unfalls er mich ansprach nuschelte er so stark dass er kaum zu verstehen war. Als ich ihm dies sagte, erwiderte er, dass ihm weder das Torkeln noch das Lallen aufgefallen war. Teufelszeug...

MfG

MKoneikah2806


"Keiner möcht dir die Benzos abstreitig machen wenns dir scheisse geht. Citalopram nem angstgestörten zu geben halt ich für sehr grenzwertig, weils selber angstartige Zustände induzieren kann. Und nochmals. Alprazolam ist ungeeignet, rede mit nem Psychiater ob ein Umstieg auf Diazepam / Oxazepam möglich ist. Flutet nicht so schnell an, wirkt länger, mehr Metabolite, flutet langsamer ab => Suchtrisiko nicht ganz so hoch."

Alprazolam und Lorazepam sind die am stärksten angstmindernden Benzos. Sie machen kaum müde und sind deshalb besonders gut dafür geeignet tagsüber genommen zu werden.

Diazepam ginge wohl auch, vor allem, wenn eine mehrtägig anhaltende Wirkung gewünscht wird. Die müde machende Komponente macht sich etwas bemerkbar, aber weniger stark als bei vielen anderen Benzodiazepinen.

Oxazepam ist gegen Angst völlig ungeeignet. Für eine ziemlich geringe Angstlinderung wird man unverhältnismäßig stark müde und wird wohl den Rest des Tages verschlafen. Es ist ein Benzodiazepin gegen Schlafstörungen. Dafür ist es beliebt, weil die Halbwertszeit um die acht Stunden beträgt, weswegen man Morgens nicht oder nur wenig müde sein wird.

MfG

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