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Das Zwischenmenschliche fehlt mir, wie erlernen?

B|äreWnta9tfze


Nein, keiner hat sowas zu mir geäußert, jedoch ist es eine Überlegung von mir.

RZois _Louxis


Also ist es, wie so oft, Deine Entscheidung, wie Dein Leben verlaufen soll.

B!ä$re n?tavtzxe


Mal abwarten, nur wenn es garkeine Lösung gibt. Es hätte aber auch seine Vorteile. Ich würde endlich mal eine eigene Wohnung bekommen. Hier in Stuttgart ist mann ohne Arbeit nichts und auch nicht, wenn man einen schlechtbezahlten job hat.

In Stuttgart residieren nur die reichen.

SVaue4rgu+rkxe


Mann was Du schon die Gesellschaft an Steuergeldern gekostet hast... Schon mal daran gedacht?

[Zitat aus einem zwischenzeitlich gelöschten Beitrag]

Als Behinderter kann ich sagen, ja sicher, wir sind für die Gesellschaft teuerer. Unsere Schulausbildung, wenn Sonderschule ist teurer, weil wir in kleinen Klassenverbänden unterrichtet werden und einige andere Dinge, die mehr Geld kosten, kommen noch dazu. Die Ausbildung z. B. in einem Berufsförderungswerk ist auch nicht billig. Geschieht dies in einem Betrieb, bzw. findet die behinderte Person später Arbeit, so wird sich der Arbeitgeber so gut es geht vom Staat Fördermittel holen. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass bei den paar Behinderten, die in unserer Gesellschaft leben, das den Staat nicht ärmer macht.

Übrigens Hilfsmittel für die Arbeitsplatzausstattung von Behinderten werden grösstenteils nicht aus Steuergeldern finanziert. Die Geldentnahme/Bewilligung erfolgt aus einer Kasse die von Unternehmen gefüllt wird/werden muss, die keine Behinderten einstellen wollen.

S{a|uenrguxrke


Ach ja, und ich persönlich mache mir keine Gedanken darüber, wieviel Steuergeld ich die Gesellschaft koste. Käme einer und machte "Simsalabim" und ich hätte von Geburt an gesunde Augen, ich würde gerne annehmen. Insofern glaube ich mal, dass Bärentatze diesbezüglich auch so denkt. Ich meine, dass er liebendgerne gesunde Ohren und Augen hätte. Wie ich bereits schrieb, Eine Hörminderung und eine Sehminderung stellen eine Sinneseinschränkung dar. Auf Bärentatze wirkt beides ein.

Raoihzesxse


Wir leben in einem Solidarsystem. Da ist es moralisch geboten, dass jedem geholfen wird, der bedürftig ist. Starke Schultern müssen mehr tragen, damit alle voran kommen.

In Stuttgart residieren nur die reichen.

"Reiche" zahlen überproportional mehr Steuern und Abgaben, als "der kleine Mann", der immer wieder gerne bemüht wird. (Bin selbst leider vom "Reichsein" nicht betroffen).

Wie soll Bärentatze denn kapieren, dass es NICHTS bringt, wenn er sich selber immer wieder einmauert?

@ Bärentatze

Du wartest auf ein Wunder, aber das wird es nicht geben.

Bvärentoatze


Ich finde nicht, das es schlimm ist zuzugeben, das man vielleicht einen Fehler gemacht hat.

Der Weg wäre, da wo man war,sich dort was hätte aufbauen sollen.

SGaue%rgurxke


Der Weg wäre, da wo man war,sich dort was hätte aufbauen sollen.

Grundsätzlich gut gesagt. Ist halt eine Frage, ob sich das auch immer so durchsetzen lässt.

SHauerg7urkxe


Ihr entschuldigt, aber mir juckt es in den Fingern. Es geht nochmal um die Abgaben, die Firmen leisten müssen, wenn sie keine Behinderten einstellen.

Bei uns gibt es eine Person, die für uns Behinderte die Anträge stellt, z. B. wegen Ausstattung am Arbeitsplatz. Die Person hat zu mir gesagt, auch wenn die für unseren Arbeitgeber zuständige Stadtverwaltung auch massive finanzielle Probleme hat. Die Kasse, in die die Arbeitgeber ohne Behinderte einzahlen müssen, ist gut gefüllt. M. E. zeigt auch das auf, wie die Gesellschaft mit Behinderten umgeht. Aber Deutschland ist da noch seeeeeeehr vorbildlich.

s+chn/e&cke198x5


Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Jeder hat sein Päckchen zu tragen, nicht nur Behinderte. Klar, es ist sauschwer, mit anderen Voraussetzungen ins Leben zu starten. Aber manchmal stelle ich mir die Frage, ob der Knackpunkt nicht der ist, ob ich mich BEHINDERN LASSE oder NICHT.

Ich sehe so viele tolle, interessante Menschen, die ein Handicap haben. Kürzlich habe ich mich als Betreuerin für einen schwerst körperbehinderten jungen Mann beworben und den fand ich richtig niedlich x:)

Ich habe mit ihm über eine halbe Stunde lang gequatscht und ganz vergessen, dass dieser Mann außer seinem Kopf nichts bewegen konnte. Und er hat mir erzählt, dass er kürzlich von zu Hause in diese Wohnung gezogen ist, um auf eigenen Beinen zu stehen :)= :)^

Er studiert sogar an der Uni und bedient den Computer und das Handy mit dem Kopf :-o :-D :)^ :)=

Und ich fand ihn auch optisch richtig süß, weil er so normal, so entspannt, so nett war.

Aber wie ich Bärentatze kenne, wird er auch auf dieses Beispiel mit einer Leier seiner egozentrischen Probleme oder klischeetriefenden Phrasen antworten.

Nun, Bärentatze, das könnte dich interessieren:

Warum fand ich diesen jungen Mann so süß? Weil er sich nie in den Vordergrund gedrängt hat, weil ich in keinem Satz "Kann ich nicht!" gehört habe. ER hat MIR zugehört, obwohl er so eine starke Persönlichkeit ist und so klug. Das war eine wirkliche Ehre für mich und diese Begegnung beschäftigt mich immer noch.

Ich habe einen liebenswerten Menschen getroffen, nicht einen Behinderten. :)z

s;chneckue198F5


Ich finde nicht, das es schlimm ist zuzugeben, das man vielleicht einen Fehler gemacht hat.

SCHEISS AUF FEHLER!

Es gehört zum Leben dazu, Fehler zu machen. Manchmal größere, manchmal kleinere, aber jeder jeder jeder Mensch trifft Entscheidungen, die falsch sind. Denk mal an Hitler – der hat mal so richtig falsch gelegen, oder nicht?

Dem gegenüber, lieber Bärentatze, ist deine Entscheidung – weltpolitisch gesehen – ein Fliegenschiss. Zieh doch mal eine, nur EINE Sache mal über ein Jahr durch. Ich bin mir sehr sicher, dass sich dein Leben entscheidend ändern würde. Und zwar zum Besseren.


Eine Geschichte:

Zwei Frösche fielen in einen Topf, der mit Sahne gefüllt war. Der eine Frosch strampelte ein paar Mal, dann verließ ihn der Mut. Er würde nie aus dem Fass herauskommen, der Rand war so weit oben. "Wenn ich jetzt einfach untergehe, dann erspare ich mir einen langen Todeskampf, denn ich komme hier nie heraus!", dachte der Frosch. Und so hörte er auf zu strampeln und ließ sich auf den Grund des Topfes treiben, wo er ertrank.

Der andere Frosch hingegen war über den Sturz zwar erschrocken, aber die Kante des Topfes schien ihm erreichbar. Er ruderte an den Rand des Topfes und versuchte immer wieder in Freiheit zu kommen. Aber der zweite Frosch gab nicht auf. Immer und immer wieder strampelte er sich durch die Sahne und er wurde sehr müde. Ihm taten seine Froschbeine weh und er konnte sich kaum noch über Wasser halten. "Ich werde nicht einfach so sterben, ich werde kämpfen!", sagte sich der zweite Frosch. Minute um Minute zog er seine Kreise durch die Sahne und versuchte einen Ausweg zu finden.

Nach beinahe einer Stunde war der Frosch am Ende seiner Kräfte. Er hatte so sehr gekämpft, aber er musste sich sinken lassen. Aber er sank nicht tief. Während er Runde um Runde durch den Topf geschwommen war, hatte sich flüssige Sahne unter seinen Füßen zu fester Butter verwandelt. Die Mühen hatten sich gelohnt. Der Frosch holte tief Luft und setzte mit letzter Kraft zu einem großen Sprung an. Und dank der Butter, die er unermüdlich geschlagen hatte, konnte er auf festem Grund aus dem Fass springen, während sein Freund gestorben war.

Shauergvuxrke


@ schnecke1985

Ich erlaube mir deinen für Bärentatze bestimmten Text etwas zu kommentieren.

ob der Knackpunkt nicht der ist, ob ich mich BEHINDERN LASSE oder NICHT.

Aus eigener Erfahrung sage ich dir, wenn du dich nicht behindern lässt, machst du dich schnell unbeliebt. Davon abgesehen, es heisst ja so schön behindert ist man nicht, behindert wird man.

Ich sehe so viele tolle, interessante Menschen, die ein Handicap haben

Ja, die Leute versuchen sich zu präsentieren, so gut sie können. Aber siehst du diese Leute 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr?

Und ich fand ihn auch optisch richtig süß, weil er so normal, so entspannt, so nett war.

Da du ja bereits einen Freund hast, ist der Mann nichts für dich. Oder hat der Mann bereits eine Lebenspartnerin? Ist er jetzt allein in der neuen Wohnung?

Warum fand ich diesen jungen Mann so süß? Weil er sich nie in den Vordergrund gedrängt hat, weil ich in keinem Satz "Kann ich nicht!" gehört habe. ER hat MIR zugehört, obwohl er so eine starke Persönlichkeit ist und so klug. Das war eine wirkliche Ehre für mich und diese Begegnung beschäftigt mich immer noch.

Das ist toll! Wir hatten früher einen blinden Telefonisten, der wurde auch von allen bewundert, weil er so mobil war und sich so super zurechtgefunden hat. Nur in der Kantine, da war er am Tisch immer allein. Zugegeben er war etwas rechthaberisch. Ich persönlich bin nie in die Kantine gegangen. Wir fuhren schon mal zusammen nachmittags nach Hause, da haben wir uns gut unterhalten. Morgens nicht, weil ich immer früher anfing, als die Telefonisten.

SQa8uerguxrke


@ schnecke1985

Frösche besitzen gerade mal so viel Gehirnmasse, wie es zum Überleben reicht. Ich bezweifle, dass die von dir geschilderte Geschichte je einem Frosch passiert ist. Für gewöhnlich kommt ein Frosch aus einer für seine Verhältnisse von Menschen errichtete Falle nicht heraus.

B/ärerntaxtze


Nur zur Info, ich wohne schon seit 2 Jahren in Stuttgart.

K<ongo-^OLtto


Aber manchmal stelle ich mir die Frage, ob der Knackpunkt nicht der ist, ob ich mich BEHINDERN LASSE oder NICHT.

Sehe ich genau so. Niemand sagt, dass es leicht ist, aber letztendlich sind wir selbst dafür verantwortlich, was wir aus den Karten machen, die uns das Leben ausgeteilt hat. Hier sei noch einmal [[http://www.youtube.com/watch?v=Jlry5QbAstI Nick Vujicic]] erwähnt (falls die Untertitel auf dem Smartphone schlecht zu lesen sind, so sollte allein schon das Auftreten von Nick ausreichen, um einen Eindruck zu vermitteln, wie er mit seiner Behinderung umgeht). Und [[http://en.wikipedia.org/wiki/Jessica_Cox Jessica Cox]] hat einen Pilotenschein – obwohl sie ohne Arme geboren wurde. Auch der Film "Ziemlich beste Freunde" ist ein schönes Beispiel dafür, dass Lebensfreude nicht vom Grad der Behinderung abhängen muss.

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