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Das Zwischenmenschliche fehlt mir, wie erlernen?

Rdoisd Louixs


Ey Mann! Willst Du uns verarschen? >:(

Im Moment besteht Dein Tag zu 100 % aus Freizeit und Du weißt mit der ganzen Freizeit nichts anzufangen. Denkst Du nicht, dass Du mal versuchen solltest die freie Zeit etwas zu reduzieren? Vielleicht lernst Du dann Deine "Freizeit" auch zu schätzen und entsprechend zu nutzen.

Ich hoffe Dir wird bewusst wie beleidigend Deine Aussage gegenüber Leuten ist, die nicht die Gelegenheit haben sich von früh bis spät die Eier zu schaukeln. :|N

s2ungshiHne83


Da kommt dann nur wieder die Mitleidsmasche: Ich bin behindert, habe kaputte Knie und und und %-|

B?ärenTtatxze


Nö, man grenzt das Thema Job einfach aus. Mir gehts darum, erstmal Interessen zu finden.

Rooihesxse


Mir gehts darum, erstmal Interessen zu finden.

Bärentatze, sei doch mal ehrlich – oder liege ich falsch (Antwort erbeten!):

Dir geht es doch eher darum, jemand zum Pimpern zu finden.

Nö, man grenzt das Thema Job einfach aus.

Was meinst Du damit? Das Leben ist kein Disney-Land.

Es kann sein, dass Du niemals einen Job haben wirst, der wirtschaftlich Sinn macht. Aber Du solltest der Gesellschaft, die Dir Dein Essen spendiert, auch etwas zurück geben. Sprich: Du sollst arbeiten, und wenn es nur symbolisch ist.

Und wenn es nur zB der Tafel helfen ist. Oder der Büro-Hilfsjob, den Rois Louis angesprochen hat.

Zsacharhiasx M


Es kann sein, dass Du niemals einen Job haben wirst, der wirtschaftlich Sinn macht.

Also soll er einfach "irgendetwas" machen ?

Lohnsklave eben, ähnlich den armen Einzelhandelskaufleuten heutzutage.

Aber Du solltest der Gesellschaft, die Dir Dein Essen spendiert, auch etwas zurück geben. Sprich: Du sollst arbeiten, und wenn es nur symbolisch ist.

Das man tun sollte, was man kann, ist selbstverständlich. Aber es ist nicht immer ersichtlich, was genau möglich ist oder warum es *nicht* möglich ist, von aussen.

Soll er jetzt einfach irgendetwas machen, damit er sich nicht mehr von anderen hetzen lassen muss ?

Er hat sich ja auch nicht seinen Zustand und die Rahmenbedingungen, unter denen er leidet, ausgesucht.

Das man das Beste aus seinem Leben machen sollte, ok. Ob das aber jedem "so einfach" möglich ist, gerade dann, wie in Bärentatze's Fall ? Weiß nicht. Mal ein Jahr in seinen Schuhen gelebt ?

{ Phrasen-Alarm }

Klar: Schmerz ist unausweichlich, Leiden nicht.

Aber: "leben" ist nicht gleich "leben".

***********

Ich kann Bärentatze übrigens gut verstehen. Ähnliche Probleme habe ich derzeit auch. Zwar bin ich nicht ganz so gravierend eingeschränkt, wie er, aber einfacher wird es dadurch auch nicht.

Ich darf mich derzeit von einigen Mitmenschen ebenfalls "Belehren" lassen darüber, dass ich angeblich ja nur auf der Leistung meiner Mitmenschen mich ausruhen will, ich keine Eigenverantwortung und -initiative zeige, faul bin und noch einiges anderes, eher uncharmantes mehr.

Das Lustige dabei ist, dass keiner dieser Mitmenschen mein ganzes Bild kennt und den Rattenschwanz an Vorgeschichte und VORLEISTUNG meinerseits versteht/sieht/kennt. Trotzdem meinen einige, mich ganz genau zu kennen und werfen mir ähnliches vor, wie hier dem Bärentatze.

Krass finde ich, dass die Leute offensichtlich nicht verstehen, wie es ist, wenn man Eingeschränkt ist und man das auch von der Umwelt vermittelt bekommt, als Feedback, aber auf der anderen Seite sich dann, von oben herab quasi darüber Kommentare fängt, man müsse halt nur mal den Arsch hoch kriegen oder sich eben etwas passendes suchen. Meine Welt gerade. %:|

Das Beste ist ja, das jeder meint, es ist ja alles so einfach. Arbeit liegt ja auf der Strasse und man kan ja ach so viel machen, wenn man nur will.

Komisch ist dann, wenn bei mehreren hundert Bewerbungen nur Absagen kommen, weil man doch nicht gut genug ist, obwohl ich eben nicht die Probleme von Bärentatze mitbringe ...

Ich habe (nur) letztes Halbjahr gute 500 Bewerbungen verschickt und ganze drei (!!!) Zusagen für ein Bewerbungsgespräch erhalten, von denen bei zweien harte, für diese Stellen völlig überzogenen Tests gemacht wurden. Zwar habe ich eine Zusage und die Ausbildungsstelle bekommen, bin aber Anfang dieses Jahres gekündigt worden wegen meiner "Handicaps". So einfach ist das, etwas zu finden.

Ich könnte jetzt ja auch Strassenfeger werden, oder Müllsortierer. Klar, kann ich machen, nur garantiert mir diese Tätigkeit keinen Lebensunterhalt und meine Selbstwürde auch nicht.

Mein Job muss wenigstens vor anderen vertretbar sein, entweder durch den Verdienst, die Art der Tätigkeit oder eben dadurch, dass es mir Spass macht, wobei letzteres ja mehr Wunschdenken ist.

Lohnsklave auf Restlebenszeit, nein danke. Zumindest wenn Aussicht darauf besteht, etwas "Vernünftiges" machen zu können.

Ich bin jetzt seit gut drei Jahren auf Arbeitssuche, weil ich über eine Reha einen neuen Job lernen muss. In meinem Alter und mit den Ansprüchen des Marktes, ist das fast schon vergebene Mühe und das muss ich als jemand sagen, der eigentlich keinen Grund zum Klagen hat. Trotzdem ist es schon für mich ein Akt.

Naja. Wollt ich nur mal loswerden.

Bin dann mal wieder still und lese heimlich mit.

Nicht persönlich nehmen, so ganz sachlich kann ich das nicht schreiben und als Angriff ist das nicht gemeint. :)_

Zeacdhargixas M


Ey Mann! Willst Du uns verarschen? >:(

Im Moment besteht Dein Tag zu 100 % aus Freizeit und Du weißt mit der ganzen Freizeit nichts anzufangen. Denkst Du nicht, dass Du mal versuchen solltest die freie Zeit etwas zu reduzieren? Vielleicht lernst Du dann Deine "Freizeit" auch zu schätzen und entsprechend zu nutzen.

Ich hoffe Dir wird bewusst wie beleidigend Deine Aussage gegenüber Leuten ist, die nicht die Gelegenheit haben sich von früh bis spät die Eier zu schaukeln. :|N

Rois Louis

Unfreiwillig "100% Freizeit" ist nichts Wert, wenn man das Problemspektrum des TE hat. Du meinst sicherlich auch, Depressive müssen nur mal den Arsch hoch kriegen, oder ?

Sicher, das du das richtig verstanden hast und ihr da nicht gerade aneinander vorbei gedacht habt ? ":/

E1hemalUiger NuztzerZ (#393x910)


Für sein Möbiussyndrom die zunehmende Sehschwäche, Scherhörigkeit kann er nichts dafür. Das ist klar. Aber so andere gesundheitliche Problemchen von ihm sind nunmal hausgemacht und er gibt ja selber zu, dass er da zu bequem war, etwas zu unternehmen. Er verlässt sich da schon zu sehr auf Andere, dass sie ihm den Superarzt präsentieren, den Spitzentherapeuten etc.

Auf dem Arbeitsmarkt wird er wirklich kaum noch Chancen haben. Sehe das bei mir selber ja auch mit meinen Handicaps.

Bei Schwerhörigkeit gibts Hörgeräte und die Kassen müssen unter Umständen auch die richtig teuren zahlen, wenn mit den anderen Geräten kein optimales Hörvermögen erreicht werden kann. Da gab es vor ein paar Jahren ein Urteil dazu.

Knieprobleme, Rückenprbleme, warum geht man da nicht zum Orhtopäden? Warum lässt man sich keine KG verschreiben?

Sprachprobleme aufgrund zunehmender Kieferverschiebung. Warum ist man da nicht schon vor Jahren in Behandlung gegangen? Warum geht man nicht zum Logopäden?

Es ist nicht gesagt, dass dadurch diese Wehwehchen besser werden, aber es wird ja nichteinmal versucht. Und das ist es, was mich so sauer macht. Nichts in dieser Richtung versuchen, aber rumjammern.

sYchneGckfe19k8x5


Du meinst sicherlich auch, Depressive müssen nur mal den Arsch hoch kriegen, oder ?

Sicher, das du das richtig verstanden hast und ihr da nicht gerade aneinander vorbei gedacht habt ?

Jede Therapie für Depressive beinhaltet das "Arsch hochkriegen", oder warum werden Menschen in psychosomatischen Kliniken zu Sport, Ergotherapie, Gesprächstherapie ect. angehalten?

"Zusammenreißen" ad hoc bringt natürlich nichts, aber langfristig führt eben dieser Weg aus der Krankheit: Den negativen Gedankenstrudel so lange mit positiven Eindrücken zu bombardieren, bis er sich aufgelöst hat.

Unfreiwillig "100% Freizeit" ist nichts Wert, wenn man das Problemspektrum des TE hat.

Das kannst du doch gar nicht beurteilen, welche Probleme die anderen Mitschreiber hier haben? ":/

Ich glaube, die wenigsten hier schreiben unbelastet, sondern weil sie selbst schon eine Menge Scheiße gefressen haben und sich wieder hervorgewühlt haben.

Meine Gesamtsituation ist der von Tatze gar nicht so unähnlich – nur dass ich nicht dauernd irgendwo rumjammere, sondern mich erstmal an meine eigene Nase fasse, wenn ich im Chaos versinke. Außerdem ist Tatze in Urteilen über andere und im Pauschalisieren auch ganz große Klasse, aber ihn darf man bitte nur Heiti-Deiti behandeln? Wir sind hier keine ausgebildeten Psychotherapeuten, sondern interessierte Leser eines Laien-Forums – daher wurde z.B. von Optimismus auf fachliche Hilfe im realen Leben gedrängt, es wurden genug Vorschläge und Anleitungen gegeben. Den ersten Schritt machen und seinen Arsch bewegen muss Tatze selber – aber dazu fehlt ihm die Selbstständigkeit und vor allem die Eigenverantwortlichkeit.

Zhachagriuas M


Bei Schwerhörigkeit gibts Hörgeräte und die Kassen müssen unter Umständen auch die richtig teuren zahlen, wenn mit den anderen Geräten kein optimales Hörvermögen erreicht werden kann. Da gab es vor ein paar Jahren ein Urteil dazu.

Recht haben und Recht bekommen sind immer noch, gerade wenn es um Krankenkassen und deren Geld geht, zwei Welten.

Bekannter hat schwersten Tinitus nach einem Arbeitsunfall (!) und bekommt die Spezialgeräte, mit denen sich das Geräusch überblenden lassen würde nicht gezahlt. Aber anderes Thema.

Knieprobleme, Rückenprbleme, warum geht man da nicht zum Orhtopäden? Warum lässt man sich keine KG verschreiben?

Kenne ich. Habe Problem – > gehe zum Arzt, lass mich untersuchen – > Fazit: "Für ihr Alter typisch, nicht problematisch und kern gesund." – > wtf ? Hab ich ihnen nicht eben erst von meinen schwerwiegenden Problemen erzählt ? :-/

Typische Reaktion meiner Ärzte bisher: "Sie sollten mehr Sport machen."

Wie gut, das man mir bei der Anamnese zugehört hat, denn da hab ich erzählt, dass ich meinen Sport wegen der dann schlimmer werdenden Probleme aufhören musste...

Das ist jetzt nur mal meine Version. Wer weiß, was der TE sich alles tolles anhören durfte, obwohl es gar nicht weiterhelfen würde. Ich für meinen Teil habe in dem Punkt resigniert, den Sport bringt mir nix, weder freiwillig noch als Zwangmaßnahme gegen meine "Wehwehchen".

Sprachprobleme aufgrund zunehmender Kieferverschiebung. Warum ist man da nicht schon vor Jahren in Behandlung gegangen? Warum geht man nicht zum Logopäden?

Ich hätte auch regelmäßiger zum Arzt gemusst, hätte mehr Sport machen sollen, besser auf meine Ernährung achten sollen etc. pp...

Was damals versäumt wurde, ist jetzt unwichtig. Verschüttete Milch.

Das er jetzt nichts mehr in bestimmten Richtungen ändern kann/will... Resignation ? Keine Kraft mehr, alles zu ändern ? Überfordert, alles auf einmal zu ändern, weil er im Laufe der Zeit seine Selbstliebe verloren hat ?

Es ist nicht gesagt, dass dadurch diese Wehwehchen besser werden, aber es wird ja nichteinmal versucht. Und das ist es, was mich so sauer macht. Nichts in dieser Richtung versuchen, aber rumjammern.

Wer gibt dir (Euch hier generell) das Recht, sich über sein Unvermögen zu ärgern und auf diese Weise zu reagieren ?

Wenn alle hier mehr oder weniger ein ähnliches Päckchen wie Bärentatze tragen /getragen haben, warum dann das Unverständnis ? Ihr bietet ihm Hilfe an. Einige machen das hier sehr einfühlsam und behutsam, das ist echt repektabel und verdient ganz viel Dank für so eine ausdauernde Hilfsbereitschaft ! Mehr kann man aber nicht tun.

Das Herumhacken hier geht echt zu weit.

Jede Therapie für Depressive beinhaltet das "Arsch hochkriegen", oder warum werden Menschen in psychosomatischen Kliniken zu Sport, Ergotherapie, Gesprächstherapie ect. angehalten?

Jap, dort ist es dann konkrete Hilfe in Form einer Therapie. Die Maßnahme ist also das Arsch hoch kriegen. Ein gewatschtes "Krieg mal den Arsch hoch." aber eben nicht. War allerdings auch nicht mein Punkt, beim zitierten Text.

Unfreiwillig "100% Freizeit" ist nichts Wert, wenn man das Problemspektrum des TE hat.

Das kannst du doch gar nicht beurteilen, welche Probleme die anderen Mitschreiber hier haben?

Ich glaube, die wenigsten hier schreiben unbelastet, sondern weil sie selbst schon eine Menge Scheiße gefressen haben und sich wieder hervorgewühlt haben.

Das ist auch nicht meine Absicht, die anderen zu beurteilen.

Der zitierte Textteil bezieht sich auf genau das, was dort steht. Wenn man so sehr von seiner Situation absorbiert ist, nütz einem keine Zeit der Welt etwas. Das war alles.

Den TE aber in dieser ART anzufahren, das ist absolut genau der Punkt, der kritisch ist. Meinen Kritikpunkt hast du aus dem Zitat rausgelassen. Das war der wichtige Teil. @:)

Den ersten Schritt machen und seinen Arsch bewegen muss Tatze selber – aber dazu fehlt ihm die Selbstständigkeit und vor allem die Eigenverantwortlichkeit.

Mh, ja. Wobei ich eher von fehlender Eigenliebe sprechen würde. Wozu soll er das denn machen ? Für wen ? Für sich ? Für euch ? Und dann ? Er bleibt bei jedem Schritt, den er versucht, bei den gleichen Fragen stehen, erkennt, dass er zwar "will" aber nicht "kann".

Schrieb er ja auch. Er muss erst einmal sein Interesse finden, nicht nur beruflich, gerade auch bei seinen privaten Freizeitthemen. Wie kann er das denn ? Alles was er anfängt, wird mit der Frage "Wozu" zu Fall gebracht, sogar eine Therapie. Wozu... und wenn, was dann ?

Wer hat den ähnliches schon überwunden ? Wer hat das Wozu besiegt und zu seinem Helfer gemacht ? Das wäre nämlich auch mein Interesse. :)z

Mag jemand, ggf. auch nur für mich,h, etwas zu dieser Frage schreiben ? Würde mich freuen. *:)

Okptim_ismuxs


Zacharias M

Ich wage mich mal an eine Antwort. Ich "kenne" den TE nun ca. 5 Jahre, nicht nur aus diesem Faden, den genauen Tag habe ich mir nicht gemerkt.

Wie kann er das denn ?

DAS ist die Frage, die sich jahrelang stellt und die Antwort ist auch jahrelang die gleiche. Weg vom PC und raus gehen. Wie soll jemand Interessen finden, wo man auch andere Menschen (Frauen ;-) ) kennen lernen kann, wenn er "nur" daheim vor dem Rechner hockt und schreibt: "Ich weiss nicht, wie ich es machen soll." Und damit man wirklich mal auf einen grünen Zweig kommt, braucht es auch ein gewisses Durchhaltevermögen. Und das scheint der TE auch nicht zu "können". Jedenfalls nicht allein. Er braucht offenbar bei jedem Schritt Begleitung/Unterstützung/Anleitung. Wenn ihm jemand zur Seite steht – 1:1 – dann klappt doch einiges auf kleinem Niveau – hat er schon "gezeigt". Mit über 30 ist es an der Zeit zu lernen, wie man auch ohne Begleitung/Unterstützung/Anleitung über die Runden kommt, oder man bleibt in einer entsprechenden Institution, meckert und kritisiert dann aber nicht, sondern macht mit, statt zu erwarten, dass "die anderen" die eigene Welt für einen in Ordnung bringen.

Wer hat das Wozu besiegt und zu seinem Helfer gemacht ?

Ich hatte gesucht, für meine Eltern, meine Kinder, meine Geschwister, für ... – bis ich erkannt habe, dass es MEIN Leben ist, dass ICH es für MICH leben muss. Mein "Wozu" bin ich selbst. Und seither ist viel geschehen – Gutes und Lehrreiches.

Der TE sehnt sich nach einem eigenständigen Leben mit Hobbies, Freunden und einer Partnerin. Er hat in diesem, wie auch in allen anderen Fäden, ungezählte Tips, Links, Vorschläge, etc. bekommen. Umgesetzt hat er die stationäre Therapie. In einem anderen Faden schrieb er allerdings bereits am zweiten Tag, dass wer glaube, durch eine Therapie eine Partnerin zu finden, sich irren würde. Da bleibt einem doch schon mal die Spucke weg. Darum habe ich mir auch eine Auszeit in diesem Faden genommen – wenn Du meinen vorherigen Post gelesen hast (Du hast ja den Faden von der ersten Seite her verfolgt), weisst Du ja, warum.

Dir persönlich wünsche ich, dass Du Deine Schwierigkeiten gelöst bekommst und doch ein zufriedenstellendes, glückliches Leben führen kannst, auch wenn nicht immer alles himmelblau ist. :)*

ZnachUaridasx M


Danke für deine Antwort. :-)

Und damit man wirklich mal auf einen grünen Zweig kommt, braucht es auch ein gewisses Durchhaltevermögen. Und das scheint der TE auch nicht zu "können". Jedenfalls nicht allein. Er braucht offenbar bei jedem Schritt Begleitung/Unterstützung/Anleitung.

Was ist daran jetzt das Problem ?

Ich brauche das auch. Wenn ich mich entwickeln möche, sei es eine Weiterbildung, eine größere Aktion in meinem Leben, wie einen Umzug planen oder ähnliches, dann benötige ich auch Begleitung. Ich muss gerade einen neuen Beruf lernen und ohne entsprechendes Fachpersonal, ohne eins zu eins Betreuung schaffe ich es auch nicht alleine. Dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher, als selbständig mein Leben gestalten zu können. Werde ich nur niemals können, auf diesem Niveau.

Wenn er Betreuung braucht, auch wenn es massive ist, dann darf er die doch einfordern, oder ?

Was hat das Alter in dem Fall damit zu tun ?

Wenn ihm jemand zur Seite steht – 1:1 – dann klappt doch einiges auf kleinem Niveau – hat er schon "gezeigt". Mit über 30 ist es an der Zeit zu lernen, wie man auch ohne Begleitung/Unterstützung/Anleitung über die Runden kommt,...

Er kann eventuell tatsächlich nicht selbständig sein, ohne bösen Willen oder aus Faulheit heraus, sondern weil er es nicht kann. ":/

In meinem Fall hindert mich (unter anderem) ein starkes Asperger, übrigens erst jetzt, mit Anfang dreißig erkannt. %:|

Es beudeutet für mich, den Rest meines Lebens mit Vorurteilen und Behinderungen leben zu müssen und niemals nie nicht dem Bild der Gesellschaft, eines normalen erwachsenen Mannes zu entsprechen. Egal, wie sehr ich mich auch anstrengen würde und obwohl ich mich eigentlich gerne ändern möchte.

Meine Umwelt wirft mir gerade genau das Gleiche vor, wie ihr hier dem TE. Es trifft mich, das man nicht versteht, dass das eben nicht geht. Den Wunsch, das zu ändern, kann man aber auch nicht alleine realisieren. Eine Zwickmühle, die man nur sehr schwer lösen kann.

...oder man bleibt in einer entsprechenden Institution, meckert und kritisiert dann aber nicht, sondern macht mit, statt zu erwarten, dass "die anderen" die eigene Welt für einen in Ordnung bringen.

Die Anderen müssen aber die Welt in Ordnung bringen. Man selbst kann es nicht.

Die Anderen helfen ja auch, wenn man in einer Depression versinkt, wieder aus dem Loch heraus.

Die Anderen müssen mir zB. auch zeigen, wie es geht, selbständig meinen Weg zu gestalten, weil ich es nicht kann. Es ist also deren Aufgabe. Klar muss man mitwirken. Aber es ist auch die Aufgabe des Arztes, mich zu diagnostizieren und dann Zielführend zu behandeln. Seine Aufgabe. Es ist Aufgabe meines Körpers, zu genesen.

Durch das ständige anmeckern der Defizite oder des Unvermögens des TE, macht man doch vieles, was man zuvor versucht hat Aufzubauen wieder zunichte.

Jedesmal zeigt ihr dem TE, das er mit seiner Meinung über sich doch gar nicht so falsch liegt, scheinbar. Das ist der Punkt, der mir nicht in den Kopf will, von eurem Verhalten her. Frustration ist verständlich, aber so zu reagieren. Hm.

Dir persönlich wünsche ich, dass Du Deine Schwierigkeiten gelöst bekommst und doch ein zufriedenstellendes, glückliches Leben führen kannst, auch wenn nicht immer alles himmelblau ist.

Lieb von dir, danke. :)z

B2ären1taxtze


Naja, die Therapie hat aber wieder mal gezeigt, das es für mein Problem wohl keine Lösung gibt, leider.

Wie soll man sein Leben gestalten, wenn man keine Interessen hat?

K-ongo-|Otxto


Er kann eventuell tatsächlich nicht selbständig sein, ohne bösen Willen oder aus Faulheit heraus, sondern weil er es nicht kann. ":/

Dass er das nicht kann, ist tatsächlich nicht allzu "schlimm", sei es aus körperlichen oder geistigen Gründen. Leider geht er aber auch auf Vorschläge, was er denn machen könnte, um sein Leben erträglicher zu gestalten, kaum oder gar nicht ein. Ich persönlich finde es schwierig, wenn viele Leute gute Vorschläge machen und er immer nur sagt, dass das ja "nicht ginge".

So kommt einfach keine richtige Kommunikation mit Bärentatze zustande, und das ist a8if die Dauer frustrierend. Das hier

Die Anderen müssen mir zB. auch zeigen, wie es geht, selbständig meinen Weg zu gestalten, weil ich es nicht kann. Es ist also deren Aufgabe. Klar muss man mitwirken. Aber es ist auch die Aufgabe des Arztes, mich zu diagnostizieren und dann Zielführend zu behandeln. Seine Aufgabe. Es ist Aufgabe meines Körpers, zu genesen.

benötigt einfach mehr Mitarbeit von ihm. Denn Du musst erst einmal selbst zum Arzt gehen (machst Du ja auch), Bärentatze war meines Wissens im letzten Jahr weder beim Kieferorthopäden noch beim Orthopäden. Das wäre aber zum Beispiel sehr wichtig. Und diese "Mitarbeit" fehlt bei ihm leider fast völlig.

Zu Dir: Ich habe selbst eine leichte Form von Asperger, habe aber das Glück gehabt, mit 20 selbst zu erkennen, dass etwas mit mir nicht stimmt. Ich kann Dir nur wünschen, einen Weg zu finden, mit dieser Diagnose (ich selbst sehe es mittlerweile nicht mehr als Behinderung) umzugehen und trotzdem Freude am Leben zu haben.

ZHachaIrias xM


Naja, die Therapie hat aber wieder mal gezeigt, das es für mein Problem wohl keine Lösung gibt, leider.

Diese Therapie hat nur gezeigt, das diese Therapie für dich keine Lösung anbieten kann. So wird ein Schuh draus. :)z

Wie soll man sein Leben gestalten, wenn man keine Interessen hat?

Geht mir genauso. Ich habe eigentlich keine Interessen, keine Ziele, kein "wollen".

Weiter kommen muss ich aber. Zwar will ich auch nicht irgendwann unter der Brücke schlafen müssen, aber trotz dem Wissen um die Konsequenzen, kann ich da wenig dran drehen.

Darum mache ich beruflich halt eben das, was ich mir im Kopf am ehesten vorstellen kann, auf Dauer zu machen. Hauptsache, ich langweile mich nicht in absehbarer Zeit dann.

Privat habe ich auch keine wirklichen Interessen, die ich gezielt verfolgen kann. Ich schau mir mal dies an, dann mal das, aber dran bleiben geht nicht, ging nie.

Also beschäftige ich mich soweit eben mit allem, was ich finde, wie es mich quasi unterhalten kann. Solange wie es mich ausfüllt, zeitlich gesehen und vom Gefühl her. Wobei es mehr ein Kopffühlen ist.

Frustriert bin ich auch ständig. Ich kann nix, ich schaffe nix und ich weiß zwar um diese Probleme, kann aber nichts daran ändern. Das ist ätzend.

Darum beschäftige ich mich eben mit "Sachen", um beschäftigt zu sein.

Schön ist mein Leben auch nicht, aber immerhin besser, als auf der Strasse zu leben. Da will ich zB nicht hin.

Schön war mein Leben bislang auch nicht, aber jetzt bin ich nun mal da. Also mach ich weiter, bleibt ja nichts anderes übrig.

Solange ich meine Ruhe habe, ich mein Leben soweit regeln kann, dass ich meinen Lebensunterhalt irgendwie herbekomme und ich in meiner Freizeit frei bin, ist halt alles ok.

Vielleicht hilft dir das, vielleicht aber auch so gar nicht. Jedenfalls ist es bei mir nicht sehr viel anders, in diesen Punkten.

*:)

Bpärcentaxtze


Ja, das stimmt. So würde ich es auch beschreiben.

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