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Das Zwischenmenschliche fehlt mir, wie erlernen?

O$ptimiksmuxs


Stop! Alles, was ich in meinen letzten Posts geschrieben habe, meine ich sehr ernst und nicht mal ansatzweise ironisch. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass der TE vermutlich weitaus mehr in eine psychische Erkrankung reinschwappt, als es auf den ersten Blick erkennbar ist. Ich arbeite seit geraumer Zeit mit psychisch kranken Menschen in einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Und immer wieder, wenn ich die Einzelaussagen und Reaktionen von Bärentatze auf andere Postings lese, steigt in mir EIN Begriff auf: Aspergersyndrom im Erwachsenenalter. Es gibt so viele Schattierungen davon, dass er sehr schwer erkenn- und diagnostizierbar ist. Ich will hier bestimmt keine psychiatrische Diagnose in den Faden werfen und alles damit abtun – ich finde dennoch, dass es möglicherweise eine Spur ist, die den Wert hat, weiter verfolgt zu werden... Möglicherweise liegt da der Hund begraben. Und so lange das nicht erkannt (oder auch ausgeschlossen) und somit nicht fachlich entsprechend reagiert wurde, hat der TE wenig Chancen aus seiner Tretmühle rauszukommen. Der Blick war und ist vom TE stets auf das Physische gerichtet, da es dort ja nachweislich Einschränkungen gibt, die den Umgang mit einem möglichen Asperger sicher nicht gerade leichter machen. Er hat aber erkannt, dass ihm das Zwischenmenschliche/Soziale fehlt und er leidet darunter. DAS ist eventuell ein erster, aber sehr wichtiger Schritt. Die Frage bleibt, in welche Richtung. Der TE hat aber irgendwie tierische Angst vor Psychiatern und Psychologen. Ich vermute, er fühlt sich dadurch als "Idiot" oder "Irrer" degradiert, was ja keineswegs zutrifft. Wenn er sich von diesen Vorstellungen lösen kann, "verrückt" zu sein, kann vielleicht eine Heilung (zumindest zu einem gewissen Grad) möglich werden. Aber eben, dazu müsste er sich zu einer entsprechenden Fachperson in eine entsprechende Einrichtung begeben und von DORT aus beginnen, ein sinnvolles Leben, das seinen Fähigkeiten entspricht, aufzubauen. Ich könnte mir vorstellen, dass es dann auch möglich sein kann für den TE, seine wahren Fähigkeiten und Stärken zu entdecken und aufzubauen.

Einige kleine Literaturempfehlungen meinerseits:

[[http://www.aerzteblatt.de/archiv/63173]]

[[http://www.asperger-informatik.ch/asperger/]]

Ich will dem TE bestimmt keinen Stempel aufdrücken – und wie schon gesagt, bin ich zu wenig Fachperson – aber dennoch vielleicht genug, um gewisse Muster erkennen zu können.

Bärentatze – ich hoffe, Du verstehst, dass ich Dir damit eigentlich nur helfen will. Ob Du diese Spur weiterverfolgen möchtest, oder ob Du noch einige Jahre in Deiner jetzigen Welt verbringen magst, bis Dein Leidensdruck gross genug ist, auch andere Wege zu gehen, kann ich nicht sagen. Es wäre zumindest eine Chance für Dich, da mal genauer hinzuschauen, bzw. hinschauen zu lassen. Deswegen hast Du weder einen an der Klatsche, noch bist Du ein Irrer. :)*

EYhemaliGger Njutzer (8#393u910x)


Mit Sicherheit ist in seiner Kindheit durch die Eltern etliches total schief gelaufen. Klar, kann er das Versäumte auch nicht mehr aufholen. Aber er kann an sich arbeiten und das geht ohne psychologische Hilfe nicht. Er muss lernen, sich zu akzeptieren, wie er ist. Erst dann hat er eine Chance, weitere Fortschritte zu machen.

Das hatte ich ihm ja schonmal versucht deutlich zu machen, aber er hat es einfach ignoriert. Er sieht sein Problem an der falschen Stelle.

Ich kenne eine Asperger Autistin und ich bewundere diese Frau (Doktor der Mathematik) wie sie ihr Leben meistert. Sie hat es warlich nicht leicht, aber sie pakt die Probleme an und meistert sie äußerst erfolgreich.

Aber Tatze will es halt einfach nicht einsehen, dass er dringenst psychologische Hilfe benötigt. Die Therapien die er gemacht hat, haben wohl alle am falschen Punkt angesetzt. Aber vermutlich nur deshalb, weil er seinen Fokus auf Freundin und Sex legt.

BjärDenNt4atze


Ganz im Ernst? Daran habe ich auch schon gedacht, so ließe sich auch erklären, das ich das Problem welches ich habe, hier so nie wirkllich erklären konnte.

Allerdings, mit den Begabungen muss ich leider Enttäuschen, die sind bei mir nicht im geringsten vorhanden.

Aber Optimismus, Hut ab für diesen Beitrag. :)*

BZärendtatzxe


Ich weiß erhlich gesagt nicht, warum du das mit der Freundin und dem Sex so betonst, dies sind Grundbedürfnisse und es ist doch wohl mehr als verständlich, das man sich danach sehnt, zumal man das noch nie hatte.

Aber auch dies sind sachen, die man in der Kindheit hätte lernen müssen. Ich kenne selbst Menschen, die haben eigentlich alles und kommen trotzdem nicht auf die Ebene, eine Frau kennen zu lernen, bzw. eine Beziehung zu erreichen. Kann man aber alles auch im AB Forum nachlesen.

Übrigens, es ist keines Wegs so, das ich keine psychologische Hilfe in Anspruch nehmen möchte, sondern ich finde einfach keinen Platz.

OiptimYismuxs


Bärentatze

Ja, das meine ich ganz im Ernst.

Allerdings, mit den Begabungen muss ich leider Enttäuschen, die sind bei mir nicht im geringsten vorhanden.

Ich glaube, da irrst Du Dich. Aber solltest Du tatsächlich eine Asperger-Persönlichkeit sein, verstehe ich, dass Du es so siehst.

Da Dir dieser Gedanke auch schon gekommen ist, würde ich Dir wärmstens empfehlen, dem nachzugehen. Wer könnte Dich dabei unterstützen? Deine Mutter? Deine Betreuerin von der Nikolai-Stiftung? Dein Bruder? Gibt es eine Person Deines Vertrauens, die auch vor Ort ist? Beim Fadeneingang erwähntest Du Freunde – was ist mit denen?

OWpt7imismxus


Bärentatze

Übrigens, es ist keines Wegs so, das ich keine psychologische Hilfe in Anspruch nehmen möchte, sondern ich finde einfach keinen Platz.

Ich kenne eine excellente Psychologin in Reutlingen – ist halt nicht Stuttgart, aber immerhin nicht von der Welt. Aktuell ist sie gerade nicht erreichbar. Aber wenn Du möchtest, rufe ich sie an und frage, ob sie wen kennt, der Dich nehmen würde. DAS würde ich allerdings nur und ausschliesslich tun, wenn Du Dich dann auch dorthin begibst, sonst mache ich mich total zum Affen und die Beziehung zu dieser Frau ist mir zu wichtig, um sie aufs Spiel zu setzen.

Ich betone Partnerschaft und Sex nicht speziell – es sind halt einfach menschliche Grundbedürfnisse und Punkt. Ich habe nie etwas anderes behauptet.

B+äre0natatxze


Dies Bezüglich bin ich wohl auf mich selbst gestellt, da mein Eltern so wie mein Bruder ja meinen, ich würde mir diese Problemchen alle einbilden und es wäre ja nicht so.

Klar, meine Betreuerin könnte ich durchaus mal ansprechen, zumal ich ihr das Problem mal erläutert habe.

Was die Freunde anbelangt, mit denen treffe ich mich öffters mal, jedoch merke ich, das ich einfach anders bin und nicht viel zu erzählen habe.

B-ärentxatze


Ich betone Partnerschaft und Sex nicht speziell – es sind halt einfach menschliche Grundbedürfnisse und Punkt. Ich habe nie etwas anderes behauptet.

Sorry, das war nicht auf Dich bezogen, sonder auf die Vorrädnerin.

O8ptimiJsmus


Bärentatze

Klar, meine Betreuerin könnte ich durchaus mal ansprechen, zumal ich ihr das Problem mal erläutert habe.

Könntest Du oder wirst Du? Es ist eine grosse Chance für Dich und vielleicht hat sie durch ihre berufliche Position noch eher Möglichkeiten, die Dir als Privatperson und Nutzniesser ihrer Arbeit zu einem grossen Stück verwehrt sind.

Was die Freunde anbelangt, mit denen treffe ich mich öffters mal, jedoch merke ich, das ich einfach anders bin und nicht viel zu erzählen habe.

Könnte es dann vielleicht gerade deshalb eine Chance sein, ihnen zu sagen, dass Du Hilfe brauchst und sie fragen, ob sie gewillt sind, Dich ein Stück weit zu begleiten, bis die ersten Schritte eingeleitet sind?

Sei mal nicht so hart mit Deiner Familie. Sie sind auch keine Fachpersonen und haben sicher – wie viele andere auch – versucht, Dich in eine gesunde Richtung zu schubsen, die Du halt nicht gehen konntest. Wenn Du ihnen erklärst, dass es möglicherweise doch eine Ursache/Erklärung für all das gibt, Du aber ihre Hilfe benötigst, um weiterkommen zu können, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass sie dazu im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr wohl bereit sind. Versuche es doch einfach – was hast Du zu verlieren?

B5äredn$t_atze


Ich habe ja schon mit meiner Betreuerin darüber gesprochen, zumal ein Ziel auch sein soll, das ich einen Therapieplatz bekomme. Sie hat mir aber keine großen Hoffnungen gemacht, da diese Plätze einfach Mangelware sind und sie kennt auch keinen, wo es vielleicht doch hätte klappen können.

Was meine Freunde anbelangt, die sollen das auch gar nicht wissen und sie wäre auch nicht die jenigen, die ich mit ins Boot holen würde.

Bezüglich deinen Kontaktes nach Reutlingen würde ich via pn auf Dich zukommen, im Vorfällt muss ich erstmal gucken, ob ich in Süddeutschland verbleiben kann.

EKhe&m\aliger *Nutrzer4 (#393x910)


Klar sind Partnerschaft und Sex Grundbedürfnisse. Aber trotzdem liegt dein Fokus genau auf diesem Bedürfnis. Und glaube mir, solange Du Dich nur im Kreis drehst, wird es für Dich immer ein Traum bleiben. Dieses Bedürfnis musst Du erstmal ganz hinten anstellen.

Kümmer Dich auch selbst um einen Therapieplatz. Hättest Du Dich bei deinem ersten Stuttgartversuch auf eine Warteliste setzen lassen, hättest Du jetzt warscheinlich einen oder auf jeden Fall einen in Kürze in Aussicht. Beantrage bei der Kasse eine stationäre Psychotherapie. Beantrage die JETZT und nicht erst, wenn Du weisst, wo Du irgendwann mal leben wirst.

Da die Niko eh nicht das Richtige für Dich ist, wende dich an die anderen Organisationen, die sich um Behinderte kümmern. Die Links dazu, habe ich Dir gegeben. Auch wenn Du sie wie immer mal wieder nicht kommentiert hast. Gerade die Lebenshilfe ist eine sehr große, weit verzweigete Organisation. Die haben viel mehr Möglichkeiten als die von der Niko. Also, warte nicht auf die Betreuerin, sondern besorge dir von der KK einen Antrag auf stationäre Psychotherapie und nimm Kontakt zu den anderen Organisationen auf.

EEhemaaliger nNutzer (k#4790x13)


@ Bärentatze

Eine Frage bitte noch, sofern ich mir diese erlauben darf: Aus welchen Gründen möchtest du eine Freundin?

BVär$ent+atze


Aus den Gründen wie millionen andere auch einen Partner haben. Man kann im Leben noch so viel haben, ob Geld Freunde und sonstiges, jedoch ohne den richtigen Partner ist das Leben doch sehr einsam und glaube mir, auch wenn der Sex eine wichtige Rolle spielt, so ist er lang noch nicht alles.

Ich kann da durchaus schon aus Erfahrung sprechen.

O~ptibmisgmus


**Bärentatze

Was meine Freunde anbelangt, die sollen das auch gar nicht wissen und sie wäre auch nicht die jenigen, die ich mit ins Boot holen würde.

Ich kann Dich verstehen. Ich glaube, Du hast Angst, sie würden Dich dann ganz fallen lassen – ist es das? Sollte das wirklich passieren, stellt sich für mich die Frage, ob diese Menschen wirklich Freunde für Dich sind/waren...

Die Crux am Ganzen ist, dass Du Dich öffnen musst, um weiter zu kommen und da liegt doch genau Dein grösstes Problem. Hmmm – wie könnte es dazu kommen, dass Du Dich an den richtigen Stellen und bei den richtigen Leuten zu melden wagst... ":/ Ich wünsche Dir, dass Du es irgendwann schaffst, jemandem wirklich zu vertrauen, obwohl dieser Mensch im Vorfeld noch nichts für Dich getan hat, um es auch zu "verdienen" – denn nur so wirst Du auch eine Chance haben, wirklich man zu beginnen zu leben und aufzuhören, traurig vor Dich hin zu vegetieren.

B>äHrentaxtze


Dieser Mensch könnte zum Beispiel dein Kontakt sein, den Du vermitteln könntest, bzw. der Kontakt über den Kontakt. Ich glaube schon, dass ich mich auch öffnen kann, jedoch muss da auch der richtige gegenpart sein, der auch die Zusammenhänge versteht und mir auch wirklich helfen kann.

Also die Freunde die ich da ansprach, sind zunächst mal oberflächlich, da ich sie ja auch nicht lange kenne. Richtigen Freunde kann man alles erzählen und braucht sich nicht dafür zu schähmen.

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