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Starke Lärmempfindlichkeit

B>aAslchtxer


@ all

ja, ich kenn das ziemlich gut. Über mir wohnt so ein Spuklappen, dem könnte ich regelmäßig an die Gurgel. Vor allem, wenn man das Gefühl hat, der nimmt jetzt über haupt keine Rücksicht mehr und krawallt nur noch rum nach Lust und Laune, dann wird es ätzend.

Also, ich hab sicherlich empfindliche Gehörnerven, (Musikus!) und auch Tinnitus und sowas, aber ich schieb das auch auf die Psyche. Gab nämlich schon Phasen, da hats mich nicht mehr so abgenervt. Autogenes Training hilft mir da schon bisschen. Und vielleicht einfach versuchen, das Ganze mal bisschen lockerer zu sehen. Manchmal muss man das halt auch mal ertragen. WEnn meine Mitbewohnerin z.B. ständig meckert, dass ich Klavier spiele, regt mich das auch irgendwann auf.

Ganz ohne solche Probleme wirds wohl nie abgehen. Und im Notfall gibts ja noch die Polente... ;-D

J`ohanRssonexr


Hallo !

ICh leide auch unter dem Problem und bin gerade dabei an die Decke zu gehen.

Ich habe dadurch mal wieder Blutungen im Stuhl, das ist ne "Schwachstelle" bei mir. Denn ich leide seit Kind (14) an einer colitis, jetzt bin ich 26.

Ich möchte mal kurz objektive Aufklärung: Über mir zog eine MIeterin ein, die nachts ziemlich rumpoltert. zwar muss sie arbeiten (ich auch) aber ich habe keine lust meinen schlaf nach ihr zu richten.

Sie läuft sehr laut rum, es sit vermeidbar und behauptet immer, sie tapse nur. dabei wackeln dabei so die wände, dass selbst ohrenstöpsel aus der industrie nicht helfen (leigt auch am tiefen ton).

Sie wohnt im 3. parkett, ungedämpft. der tonb ist dennoch sehr tief, bin im 1. stock, also kommt nur das tiefe durch.

dazwischen wohnt ne alte frau die nicht mehr gut hört und eh ne schlaftablette nimmt. aber selbst die sagt, es ist schon heftig.

ich weiss nicht mehr was ich tun soll. alle lieben worte haben nichts genutzt.

ich bin total traurig und so übermüdet: 01:30Uhr iengeschlfen, 6 Uhr wecker. Das ist "Körperverletzung"

natürlich nicht aber ich schlafe gerade wieder ein. habe keinen spass mehr am alltag wenn ich weiss ich habe keinen rückzugsort.

was nun ? ich bin empfindlich, sie uneinsichtig. das haus war ruhig, bis sie einzog.

ICh finds ne frechheit, ich würds nie machen.

was mach ich nun ? miete kürzen und warten dass der vermieter endlich sagt sie soll sich benehmen oder sie trägt die kosten meiner zurückgehaltenen miete?

kann die nicht einfach mal vorsichtig sein, so wie ich es tue? das halte ich uebrigens (und die älterefrau) für selbstverständlich: "einmal sagen muss reichen".

ich stehe unter stress wegen dem scheiss. :-/

übrigens: ich würde zwar auch sagen dass es evtl. psychisch ist (andere sagen: es ist dass das gehirn GELERNT hat, leises laut zu hören, also auch nicht medizinisch), aber andererseits stört sie doch arg. und war vorher nicht.

EPhuemaligeXr Nutzerx (@#4229x66)


Hallo!

Ich bin so froh, dass es Leute gibt, die das selbe Leid ertragen müssen und gleichzeitig auch so verzweifelt, weil ich hier keine wirklichen 100%igen Heilungsmethoden vernehmen konnte.

Bei mir hat es im zweiten Halbjahr 2007 angefangen: 1/2 Jahr Baustelle in der Nachbarwohnung (Stämm- und Abrissarbeiten von 7 - 19 Uhr täglich), damals Alleinkraft im Büro für 4 Chefs (keine Pausen, kein Urlaub, nur Überstunden und einfach Druck alles schaffen zu müssen), Diagnose Krebs bei meiner Mutter (was mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat), Abschlussprüfung der Ausbildung sowie einen Mann an meiner Seite der mir auch alle Kraft geraubt hat und mir alles andere als Halt und Rückendeckung gegeben hat.

Ich habe es aller überlebt, mich im Mai 2008 getrennt, aus der Wohnung raus und es ging mir super gut, meine nerven hatten sicher holt und ich hatte keine probleme bis ich im März einen neuen Job begonnen habe (offenes Büro, offene Etagen und mitten in der Stadt gelegen) und ein neuer Nachbar einzog, der bis 2-3 Uhr lautstark Fernsehen guckte/hörte. Plötzlich folgten wieder Zusammenbrüche bei Lärm, bei vielen Geräuschen auf einmal, bei unangenehmen Geräuschen, lauten Menschen, Kindern vor allem! und es wird immer schlimmer und ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Seither ist meine Migräne, die ich erbbedingt seit der Jugend habe, zunehmend schlimmer geworden. Man ist hilflos, man kann dem Lärm nicht aus dem Weg gehen. Ich fühl mich meiner Lebensqualität beraubt und es nimmt einem alles Glück und Freude. Verschiedene Mittel helfen nicht wie bachblüten, baldrian, johanneskraut etc. Der Neurologe hat nichts finden können, die Psychologin hat mich zu einer Ärztin geschickt, die auf Nervenheilkunde sowie Verhaltentherapie spezialisiert ist, dort soll ich lernen wie ich mit dem Problem umgehe, da habe ich erst einen Termin Ende November bekommen. Da ich aber nicht mehr warten kann, versuche ich es mit einem TCM-Center (Traditionelle Chinesische Medizin), dessen Therapien natürlich keine Krankenkasse übernimmt, aber einen anderen Ausweg sehe ich nicht mehr. Dort habe ich am 04.11. einen Termin. Werde gerne berichten ob und was es gebracht hat *:)

s'katFer_susxi


huhu

ich glaub ich gehöre auch zu denen, bei denen es langsam anfängt, weil mich besonders die Geräusche meiner Nachbarn stören. Das ging erst los, als ich mich zu sehr über den unter mir aufgregte, weil der nachts mein schlaf störte, er hat nun ne vernwarnung am hals, weil ich mich beschwerte. Dann die neben mir machten anfänglich laute musik an, am tag oder abends, mit nem boom boom boom, dann war einer vom haus bei denen. Ich habe das mädel zufällig im netz gefunden, die bei mir im haus wohnt und meinte, das ihr freund eben oben war bei denen, aber sie wenig einsichtig waren, und nun wollen wir uns wieder beschweren. Mich stören jede Geräusche, außer wenn ich bei den eltern bin oder draußen, das hat nur mit der wohnung zu tun. Ich nehm schon immer reißaus und fühle mich draußen echt wohler als in meiner wohnung, es ist zwar manchmal ruhig aber wenn ich den unten telefoniere höre am tag oder die neben an lachen und reden höre, nervt mich das und könnte echt durch die wand gehen gg ich mache seit 2 jahren entspanngsübungen wegen einer angsterkranung, was mir bis jetzt geholfen hat, es hilft auch und bin etwas ruhiger aber ich fühl mich dann so ausgeliefert weil ich nix tun kann, das sie den mund halten.

ich steiger mich da auch meist oft rein, ich versuche dann ruhig zu bleiben, weil ich mich dann net gut fühle, so zittrig, kloß im hals etc nervös eben.

b2oby5le


Ich leide auch unter der Überempfindlichkeit gegen den Lärm. Am schlimmsten sind Motorräder, Autos und Busse, die hier bei uns vorbei fahren. Diese Tiefenfrequenzen des Fahrzeuggeräusches vertrage ich überhaupt nicht. Das hört sich so, wie das Bohren in den Beton aber in tieferen Tönen. Ich bin besonders richtig wütend, wenn unser Nachbar bei uns sein Auto nicht innerhalb 4 Minuten parcken kann. Ich höre in dem Moment jede Betätigung sener Gaspedale. Ich könnte platzen, wenn ich dieses schreckliche Geräusch höre. Unsere Wohnung liegt schon in der Seitenstraße. Dennoch fühle ich mich immer vom Autolärm belästigt. Ich bin musikalischer Mensch und spiele Klavier. Dadurch ist mein Gehör etwas gespitzt. Ich schlafe schon seit Jahren mit den Ohrstöpseln. Ich könnte gar nicht anders. Denn ich würde schon minimale Geräusche hören und sofort wach werden. Ich habe mir die irgend wann mal zugelegt. Selbst wenn sie komisch drücken, stopfe ich die richtig tief in die Ohren, damit ich einfach abschalten kann. Denn sonst fokusiere ich meinen Gehör automatisch auf jeglichen Geräusche. Ich kann mich an die Nächte ohne die Ohrstöpsel erinnern. Grausam. So fern ich in den Schlaf versinken konnte, wurde ich durch irgend einen Lärm aus dem Schlaf rausgeholt. Ich habe mich immer wieder dabei erschreckt, habe gezittert und mein Herz schlug sehr schnell. Und das mehr mals in der Nacht. Dann irgend wann kurz vorm Aufstehen, habe ich ausgeschaltet vor Erschöpfung eher. Der Tag war dann für mich gelaufen, denn ich war sehr müde und schecht gelaunt. Ist es nicht ein Wannsin, wie der Körper und die Psyche zusammen hängen? Und heute geht es mir auch nicht besser, falls ich die nicht benutze. :|N

Also bin ich auf die angewiesen mein Leben lang. Ich brauche sehr viel Ruhe.

G#rasowachsenh öxr


Ein leises guten Tag allerseits

es beruhigt mich Eure Zeilen zu lesen. Auch ich dachte, dass mir vielleicht eher ein Zacken im dritten Stock (Kopf) fehlt. Bei mir fing es an mit Knacken im Ohr, dann war das Ohr und die Nase wie zu und schlussendlich hörte ich die Flöhe husten. Allerdings, ihr glaubt es kaum, kam noch eine Steigerung. Schlafstörungen (ich hörte die ganze Menschheit) und absolute Konzentrationsunfähigkeit, mir ging die Zeit verloren. - Diverse Untersuchungen inkl. Ohr, dann Schädel-CT. Nach dem ganzen Programm dann enorme Erschöpfung und schlussendlich die Diagnose Burnout mit Erschöpfungsdepression. - Klinikaufenthalt...ich musste vor den anderen Frühstücken oder mit Ohrstöpseln dasitzen. Das Kreischen von Metallmessern auf Porzellanfrühstückstellern hat mich die Flucht ergreifen lassen. Ist immer noch das Schlimmste für mich. Jetzt nach 3 Jahren und x Therapien geht es so langsam. Allerdings schaffe ich es mit der Konzentration (verliere den Faden wenn ich ein Buch lese) und der Hörempfindlichkeit nicht ohne Medis. Beruhigungsmittel (Valiumfamilie) helfen gut. Wünsche allen das Beste und viel Ruhe.

m4arsMup7x2


Hallo zusammen!

Wie die meisten hier bin ich erst mal echt froh dass ich nicht der einzige mit diesem Problem bin..Man glaubt ja wirklich manchmal dass man nicht alle Nadeln an der Tanne hat. Während ich hier schreibe sind die über mir seit geschlagenen 2 Stunden am rumtrampeln und mir geht langsam der Hut hoch.. >:( Ich wohne jetzt seit 4 Wochen hier und hätte eigentlich allen Grund happy zu sein. Die Wohnung ist total schön und echt bezahlbar. Und die anderen Leute im Haus sind auch total nett. Wäre da nur nicht dieses ständige Gepolter...

Ich habe dieses Problem seit vielen Jahren und hab manchmal das Gefühl es wird immer schlimmer. Als KFZ-Mechaniker hat man ja den ganzen Tag viel Lärm um sich, aber irgendwie nervt es mich immer mehr. Wenn dann mein Kollege wieder mal den Radio in der Werkstatt aufdreht und ständig mit seinem lauten Organ rumschreit würd ich ihn am liebsten erwürgen...

Hab es mit autogenem Trainin, Baldrian usw. versucht, aber nix hilft wirklich. Manchmal wünsche ich mir, irgendwo in Kanada in einer einsamen Berghütte zu wohnen. Hab aber das gefühl so nur vor dem Problem wegzurennen...

Wünsche euch einen ruhigen, erholsamen Abend..

s~kater5_susxi


ich gewöhne mich langsam an die Geräusche manchmal nervt es mich schon. Was ich mache? Ich liefere mich den Geräuschen aus und versuche ruhig zu bleiben, meist raste ich innerlich ja aus und fühle mich schlecht. Entspannungsübungen helfen mir dabei, also ich mache die meist abends.

ich höre auch jedes Geräusch, nachts um 2 "polter" zum Glück wohne ich oben, aber der unter mir "anscheinend Alkoholiker" den höre ich wenn ich früh aufstehe sogar reden mit seiner alten, nich direkt was sie reden aber gemurmel, oder höre den husten, ich hab auch schon die Spülung gehört, also wir bräuchten keine Wände wir könnten alle zusammen wohnen gg

deswegen zieh ich lieber ganz hoch, möchte keinen über mir haben.

SFeppexle


Hallo an alle, die das hier lesen.

Mich beruhigt es zwar auch, daß ich nicht alleine bin mit dieser Lärmüberempfindlichkeit, aber es macht mich auch traurig, daß es so etwas überhaupt beim Menschen geben muß.

Dieses Übel bekommt man ja aus dem Grund, daß man psychisch total am Ende ist, damit ist man wohl genug gestraft.

Bei mir ist im letzten Jahr so viel negatives passiert. Ich bin ein Mensch, der alles in sich hinein frisst und ich immer weiter kämpfe und immer denke dass es ja auch mal besser werden wird. Nur wenn man niemanden hat, bei dem man sein Herz so richtig ausschütten kann muß der Körper ja irgendwann ausflippen, aber das verdrängt man immer bis es zu spät ist.

Jetzt vor 8 Wochen habe ich einen Hörsturz mit Tinnitus (starkes rauschen und pfeifen) im rechten Ohr gehabt und bin nicht sofort zum Arzt (weil die Arbeit es nicht zugelassen hat, weil ich selbständig in der Gastronomie bin). Ich habe dann 14 Tage Infusionen bekommen, die aber nichts gebracht haben. Es wurde einfach noch schlimmer, denn es kam die Lärmüberempfindlichkeit noch dazu. Ich war dann noch stationär im Krankenhaus und habe eine viel stärkere Infusion 6 Tage lang bekommen. Hat auch nichts gebracht.

Ich höre mich selbst sehr stark, wenn ich rede. Also rede ich schon nicht mehr gerne. Kinder, Frauen, mehrere Personen, die miteinander reden und Straßenlärm machen mich fasst wahnsinnig.

Meine Arbeit kann ich nicht mehr ausüben und weiß nicht wie es weitergehen soll.

Im Krankenhaus hat man mir gesagt ich solle es vermeiden Ohrstöpsel oder Watte ins Ohr zu machen, weil ich mich sonst irgendwann nur noch verkriechen will. Das Gehirn muß lernen mit dem Lärm umzugehen. Leicht gesagt.

Fernseh schauen ist unmöglich ohne Ohrstöpsel. Ich höre dann zwar nichts mehr auf dem Ohr, aber ich kann mich wenigstens mal ablenken. Man wird ja fast wie ein Gefangener von sich selbst.

Ich muß immer aufpassen, daß ich nicht in tiefe Depression verfalle.

Nächste Woche will ich zu einem anderen HNO gehen, mal sehen was der so spricht. Ich habe mir auch aus dem Internet wegen Lärmüberempfindlichkeit was ausgedruckt, das ich ihm dann zeigen will. Da geht es um eine OP und ein Implantat, das man ins Ohr einpflanzt. Das steht auch, daß es mit beginnender Schwerhörigkeit etwas zu tun haben kann.

Es grüßt Euch ganz herzlich

swternfJli;mme@rxn


Hallo zusammen,

ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben. Ich dachte schon, ich steh alleine da mit meinem Problem (und es ist inzwischen ein existenzielles, wie ihr weiter unten lesen könnt). Eigentlich leide ich schon seit ich denken kann unter extremer Geräuschempflidlichkeit - konnte nicht schlafen, wenn ich den Fernseher meiner Eltern aus dem Wohnzimmer hörte, und wenn ich mit meiner Schulklasse in die Jugenherberge oder zum Zelten fahren musste, war es für mich der Horror weil ich wegen der "Schlafgeräusche" der anderen kein Auge zubekam. Hab nie jemandem davon erzählt aber furchtbar gelitten.

Die Ursache könnte in meiner Erziehung liegen (ich musste immer "ruhig" sein, um die nachbarn nicht zu stören), aber auch vererbt (?) sein. Meine Eltern sind innerhalb von 6 Jahren 5 mal umgezogen, weil meine Mutter den Lärm (Verkehrsgeräusche, Nachbarn) nicht ertragen konnte. Sie haben sich sogar verschuldet,wg. der Kosten für neue Küchen, Umzugsfirmen. Wie meine Mutter gelitten haben muss, wird mir erst jetzt klar.

Ich glaub auch, dass ich mit meinen Nachbarn schon sehr oft (auch objektiv gesehen) ziemlich Pech hatte. Als Kind/Jugendliche wohnte ich mit meinen Eltern in einem sehr hellhörigen Wohnblock: schwerhöriges älteres Ehepaar in der Wohnung untendrunter, die sich bis Nachts laut unterhielten und dazu täglich 20 lärmende Kinder im Innenhof bis spät abends. Im Studium 1-Zimmer-Wohnung im Neubau: Ständig feiernder Yuppi obendrüber (man hörte sogar, wenn er ins klo pinkelte) und sich nachts prügelndes Paar nebendran. Damals entdeckte ich erstmals Ohropax für mich.

Wirklich glücklich war ich zum erstenmal nach dem Unzug mit meinem damaligen Freund in eine andere Stadt: Dachgeschoss, kein Balkon, altes Haus, Seitenstraße mitten in der Stadt. Aber: RUHIG! Nur ältere Alleinstehende als Nachbarn, von denen man höchstens mal den fernseher hörte (grund: das Hörgerät der Dame war kaputt). In dem Haus wohnte ich 9 Jahre, dann bin ich mit meinem jetzigen Mann zusammengezogen. Damit begann das Dilemma von vorne.

Habe inzwischen kapiert, dass mich nicht alle Geräusche so extrem nerven, sondern nur die vermeidbaren, d.h. laute Musik der Nachbarn, extrem lärmende Kinder zu Unzeiten (abends ab 8), wenn die Nachbarn täglich bis Mitternacht feiern! Straßenlärm, Baulärm, Spielplätze, eine Schule nebenan, oder ab und zu mal ein Grillabend der Nachbarn stört mich nicht. Eben nur der aus Rücksichtslosigkeit oder Dummheit erzeugte, der nicht "nötig" ist.

Momentan hab ich wirklich ein ganz ernstes Problem: Wir sind vor 3 Monaten mit unseren zwei Kindern (3 Jahre und 8 Monate) in eine Neubau-DHH gezogen. Klar wusste ich, dass hier nicht Totenstille herrschen wird. Kinderlärm hätt mich auch nicht gestört, ich hab ja selbst Kids. Aber nun ist es so, dass unsere direkten nachbarn in einer anderen Zeitzone zu leben scheinen. Ihr 5-jJähriger Sohn rennt TÄGLICH bis 22 h im Garten herum, oft mit dem Nachbarsmädchen (auch andere Zeitzone?), und die beiden schreien wie am Spieß. Zwar stören sich andere Nachbarn auch daran, können aber dem ganzen besser aus dem Weg gehn weil ihre Terrassen zur anderen Seite raus gehen. Außerdem hört man abends lautes Poltern durch die Wände. Warum hab ich diesen Mist wieder abbekommen, ziehe ich rücksichtslose Nachbarn anan! Im restlichen Viertel ist es ab 20 h ruhig!</p>
<p>Wie auch immer: Ich habe seit dem Einzug 5 Kilo abgenommen, nehme seit 3 Tagen Beruhigungsmittel (von der hausärztin verschrieben), bis ich einen Termin (in 3 Wochen) bei der Psychotherapeutin habe.</p>
<p>Bekannte raten, mit den Nachbarn zu reden: Haben wir freundlich versucht, bringt nix, die verstehen es nicht. Mein Mann möchte sich nicht zerstreiten, und kann den Lärm besser ertragen als ich. Ich habe inzwischen Angst- und Panikattaken, wenn ich nur die Stimme dieser kinder draußen höre (so wie jetzt....!!). Ich kann meiner Tochter abends nicht mehr entspannt vorlesen, weil ständig das Gebrüll von draußen zu hören ist. In den Garten gehe ich nur noch mit Widerwillen, habe dann zittrige Hände und Bauchkrämpfe, und mir wird übel.</p>
<p>Ich habe sogar schon ernsthaft dran gedacht, mit meinen Kinder in eine andere Wohnung zu ziehen - Wahnsinn, oder?! Damit würde ich unsere Ehe ruinieren und den Kindern eine glückliche Familie nehmen. Aber was haben sie von einer Mutter, die ein nervliches Wrack ist SO kann ich jedenfalls nicht leben, da geh ich kaputt. Wenn es ein Medikament gäbe, das mich diesen Lärm einfach überhören lässt, ich würds sofort nehmen, auch lebenslang.

Ich bin so traurig, wütend, hilflos. Mit meinem Mann kann und will ich nicht reden (es versteht ja auch niemand, der noch nie so gelitten hat. Im Gegenteil: Man wird ja noch ausgelacht und als hysterisch beschimpft). Ich bin nur für meine Kinder stark, und hoffe, dass ich noch durchhalte, bis zur Therapie und bis ich vielleicht die richtigen medikamente bekommen habe.

Ist z.Zt. noch jemand da draußen, der ähnliches erlebt und meine Situation nachvollziehen kann?? Habt ihr vielleicht euer Problem in den Griff bekommen und könnt mir sagen, wie??!

Danke euch fürs zuhören, sorry, dass es so lang wurde, musste mir diese Sch... aber mal von der seele schreiben :-(

S5ie3benmannx07


Hallo Leidensgenossen,

ich bin auf dem Land aufgewachsen mit 4 Geschwistern. Hatte auch immer ein Aqurium im Zimmer welches mich nur am Anfang störte.

Vor 5 Jahren zog ich mit meiner Freundin zusammen. Ins EG mit Gartensitzplatz.

Zuerst war "nur" die Kirche welche im 1/4h takt läutete. Gut mit dem konnt ich noch leben. Nach ca. 1 Jahr wurde der Mann ober uns Frühpansioniert! Das Paar begann nun mit dem nachholen der Jugend!

Jeden Abend bis min. 12.00Uhr Fernseh, rumgelaufe, rumgelalle und dann noch das ins Bett gehen da krachden Schranktüren usw.

Dazu kamen noch Besuche von Verwanten. Bis um 3.00 Uhr gerede, gelächter usw. nachher wurde noch abgewaschen!!!! Gut das haten wir dann noch 3 Jahre mehr oder weniger ausgehalten. Als es jedoch dauernd während 3 Wochen laut war, drehte ich durch! Um 1.30 ging ich mal rauf um nach ruhe zu fragen. Ha null einsicht! Es waren Eigentümer!

Da gab es nur eine Alternative ->Auszug! Gut wir sind dann auch auf den 18.06.2011 umgezogen. Am 01.06.2011 wechselte ich ebenfalls nach 5 Jahren die Stelle!

Meine Ohren nahm ich leider mit ;-)

In der neuen Wohnung ist es wirklich ruhig! Manchmal ein schritt oder ein Schrank, aber das ist normal!

Gut am Anfang gieng es noch eigentlich gut. Nachdem wir 5 Tage dort wohntnen starb dann noch der Hund! Mein treuer Freund wurde 15 Jahre alt.

Jetzt fängt es wieder an, resp. wird schlimmer!

Unwohlsein in der Wohnung, zu tage und in der nacht. Ich warte im Bett mit einem extrem pochenden Herz ob es geräusche von obern gibt. Wasserhanen, WC-Spühlung ja die normalen sachen halt! Ich kann fast nicht mehr einschalfen ohne das von oben ein Geräusch kommt wo ich mich wieder aufregen kann!

Nur nach 3 Wochen kann ich nicht schon wieder umziehen! Der Freundin gefällt es hier!

Ich habe auch das bedürfniss immer mit allen zu reden, einzuladen einfach nicht alleine sein, jedoch möchte ich trotzdem meine ruhe und auch alleine sein! Totales kaos!

Die letzten 5 Jahren haben mich gebrochen! Bin eigentlich gar nicht der Trübsahlblaser, jedoch komme ich hier kaum mehr raus!

Mit der Freundin kann ich darüber sprechen und Sie versicherte mir dass es absolute normale Geräusche sind, welche sie nicht hört oder nicht stört!

Ich drehe noch durch, vieleicht ist auch einfach alles ein bisschen viel geworden in der letzten Zeit! Jedoch kann ich so nicht unbedingt weitermachen! Mit Ohrenstöpsel möchte ich nicht unbeding schlafen, das ist ja auch nicht die Lösung!

Ich erwische mich auch während der Fahrt zum Arbeitsplatz (1.5h) das ich über dies nachdenke und alle Dachwohnungen anschaue!

Hat jemand erfahrung mit Akkupunktur? Denn Da ich doch auch von zuhause aus arbeite kann ich nicht die ganze Aufmerksamkeit den Geräuschen witmen! Wenn ich was höre, egal ob tag oder nacht muss ich dem nachgehen! Wo kommt es her, wer ist es und was ist es!

Menschengespräche, Duschen, WC-¨Spühlung oder Schränke sind am schlimmsten. Verkehr eher nicht!

Ich habe mir auch vorgenommen für meine Freundin stark zu sein, welche sonst schon eine Krankheit hat und körperlich auch die letzten 5 Jahren sehr gelitten! Seit dem Umzug ist es stark besser geworden! Erkenne sie kaum wieder, sie ist wirklich aufegblüht und leistet so viel wie schon lange nicht mehr! Jetzt bin ich der "Psycho"!

Was ich zu meiner Person sagen kann ist das ich ein sehr emotionaler Mensch bin, denke viel hat es ev. mit dem Hund zu tun! Aber möcht eigentlich wieder lachen, das leben geniessen und auch die neue Wohnung!!!!

Danke fürs lesen (zuhören), es ist immer schön zu wissen das man nicht der einzige ist mit so einem Problem!

MTiloxmi


Hallo Sternflimmern,

weil es mir GANZ GENAUSO geht wie Dir ,habe ich Dir eine PN geschrieben...

Leise Grüsse Milomi

sDtHe<rnfli*mmerxn


Ich habe ja gar nicht damit gerechnet, dass mir hier jemand antwortet! Bin echt überrascht und erleichtert, dass ich nicht alleine bin! @milomi: Habe dir in einer PN geantwortet.

@ siebenmann07:Kann genau nachvollziehen,

was du durchmachst!! Auch ich lag nachts stundenlang wach oder bin panisch aufgewacht und habe gelauscht, ob ich die Nachbarn höre! bin seit ca. 2 Wochen bei einer Psychotherapeutin, die mir ein Beruhigungsmittel (Antidepressivum) verschrieben hat, mit dem ich wenigstens abends gut einschlafe und nachts nicht aufwache! Zuerst hab ich mich geschämt, die Therapeutin mit so einer "Lappalie" zuzutexten! Aber das reden tut mir gut, und v.a. hilft mir das medikament, die panikattacken und Agressionen besser im griff zu haben, wenn wieder mal der nachbarschaftliche Lärmpegel steigt (wie jetzt: da plärrt das 5jährige Nachbarmädchen wie gestört auf der Terrasse, während meine Tochter oben ihren Mittagsschlaf machen soll! scheint mal wieder keinen zu stören, außer mich!)

Du sprichst mir noch in einer anderen sache aus der seele, wenn du schreibst: "Ich habe auch das bedürfniss immer mit allen zu reden, einzuladen einfach nicht alleine sein, jedoch möchte ich trotzdem meine ruhe und auch alleine sein!" Ich bin ja in das Neubaugebiet gezogen, weil ich für meine Kinder Spielkameraden in der Nähe haben wollte. was hab ich meine schwägerin beneidet, deren Kinder IMMER Freunde aus der Nachbarschaft da hatten... Tja, jetzt empfinde ich genau das als Horror!! Ich war schon zweimal bei den Nachbarinnen, die auch kleine Kinder haben, eingeladen. Aber ich sträube mich dagegen, sie und ihre kids zu uns einzuladen. Hab immer andere Ausreden: die Kleine ist krank, später mal wenn sie größer is etc... Wir wohnen seit April hier und hatten noch keine Freunde zu besuch!! Ich fühle mich einsam und denke immer, wie schön es wäre, Gäste zu haben - und gleichzeitig igle ich mich ein und würd mich lieber aufs Sofa verkrümeln und die decke übern Kopf ziehen!! Lieber besuche ich mit den Kleinen andere mamas oder geh in den Park, denn dann kann ich freiwillig gehn, wann ich will und mein haus bleibt ordentlich und sauber (ich bin auch sehr pingelig, was Sauberkeit anbetrifft, vielleuicht passt das alles zusammen....). Mein Mann sagt immer, ich wäre so "ungastlich" - mir wäre auch lieber, ich wäre anders und würde spontan einfach mal Leute einladen, aber ich KANN nicht.....

Ich hab echt Angst, dass ich meineKinder zu Einzelgängern erziehe, wenn ich so weitermache!Muss das morgen bei der therapeutin auch ansprechen! Langsam glaube ich, das ist genauso eine psych. Störung wie andere Zwangshandlungen (z.B. ständiges Händewaschen oder Haare ausreißen...). Warum gibts dafür keinen Namen??

LG sternflimmern

SFiebe^nmann07


Hallo Sternflimmern,

Das Problem bei mir ist dass ich dachte, mit einem Umzug seien die Probleme auch weg! Jedoch merke ich dass ich fast schon panik habe wenn ich ins Bett gehe! Mein Herz pocht auch die ganze Zeit wie verrückt! Wenn um morgens um 4 ein Geräusch (quakende Ente) mich wekt, ist die Nacht gelaufen. Ich kann kaum mehr einschlafen geschweige mich gross erholen!

Musstest du zuerst zum Hausarzt? Wie hast du dich bei der Psychotherapeutin gemeldet? überlege mir wirklich auch den Schritt! Bin Emotional und körperlich fast am ende!

Ich freue mich risig auf die Arbeit! Da bin ich aus der Wohnung! Solche geräusche geben mir ein Unwohlsein in der Wohnung vom allerfeinsten! Da ich auch von Zuhause aus arbeite ist es doppelt schlimm...........

Mit den Gästen ist es für mich eher so, dass ich auch keinen unnötigen Lärm verursachen will! D.H. wenn wir Besuch haben und der bis nach Mitternacht bei uns ist habe ich ein schlechtes Gewissen betreff Lärm!

Ich wünschte mir ein Häuschen irgendwo am Waldrand wo es Ruhig und friedlich ist! Kein Verkehr, kein Gepolter, nichts! Leider kann ich mir das nicht leisten!

s)teKr"nfl}immexrn


Hallo siebenmann,

hmm, das heißt der Umzug in eine neue Wohnung hat dir nichts gebracht?! Ich halte mich an dem Gedanken fest wie an einem rettenden Strohhalm...! Vor allem, weil ich inzwischen eine solche Abneigung gegen meine Nachbarn entwickelt habe, dass ich (sorry) das K.... kriege, wenn ich deren Auto vor der Tür stehen seh!! Ich bin so wütend, dass ausgerechnet wir den "Griff ins Klo" gemacht haben, und nicht einfach "normale" Leute neben uns eingezogen sind (ja, da bin ich spießig). Beide gehen zur Zeit nicht arbeiten, das Kind geht um halb zehn morgens bis max. 14 h in den Kindergarten und die restliche Zeit verbringen sie (mit zwei kläffenden Hunden und Bruder/Schwager/Eltern) im winzigen Garten. Den ganzen Tag über bis spät abends bin ich diesem "Stimmengewirr" ausgesetzt - dazwischen Hundegebell und Kindergeschrei (gerade jetzt auch schon wieder).

Meine Nerven liegen blank, ich merke schon wie ich zunehmend agressiv werde und auch keine Geduld mehr mit meinen Kindern habe. Deshalb auch mein Gang zur Psychiaterin. Habe mir bei der Hausärztin eine Überweisung geben lassen. Aber eigentlich kannst du doch auch zu einem Arzt für Psychiatrie/Psychotherapie gehen und dort die 10 Eur Praxisgebühr zahlen (ohne Überweisung). Ich weiß nicht, ob mir die Therapie hilft, aber ich geh ja auch erst seit 3 Wochen hin. Die Tabletten helfen mir beim Einschlafen, mehr aber bis jetzt auch nicht.

Der Gedanke an einen Umzug hat sich inzwischen in meinem Gehirn "eingebrannt" -eine Wohnung hab ich mir schon angesehen, die war aber nichts. Ich werde weiter suchen, vielleicht finde ich doch noch meine kleine Ruheoase, wo ich mit meinen Kindern in Frieden leben kann...Von diesem Häuschen am Waldrand träum ich auch - vielleicht muss es ja gar kein Traum bleiben. Lieber würde ich in einem alten, kleinen Haus OHNE Nachbarn leben, als - so wie jetzt - in einem großen, nagelneuen Haus aber dicht auf dicht mit fremden Menschen (ich glaub, selbst einer Legehenne würde man mehr Raum zugestehen...)

Viele Grüße und alles Gute!

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