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Den inneren Schweinehund überwinden

S.chehe\zeraxde hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Gemeinde,

ich suche nach dem einen oder anderen Tipp, wie ich meinen inneren Schweinehund überwinden kann. Hauptsächlich geht es bei mir um die Heimarbeit, bin Lehrerin (Korrekturen besonders, auch Unterrichtsvorbereitung).

Ich schiebe und schiebe immer alles auf, ehe ich dann am Ende stundenlang bis tief in die Nacht noch am Schreibtisch sitze und arbeiten muss. Ich krieg es einfach nicht hin, mir mal Sachen zu portionieren, einfach mal ohne schon den inneren Druck zu haben, dass es fertig werden muss, ein bisschen vorzuarbeiten.

Das wäre okay, wenn ich damit glücklich und zufrieden wäre. In der Uni früher war ich das z.B. immer, aber im Job nagt es zunehmend an mir, da ich die so erschlichene Freizeit nicht wirklich genießen kann, sondern mir immer im Magen drückt, dass ich ja EIGENTLICH arbeiten könnte. Dennoch beruhige ich mein Gewissen nicht, indem ich dann einfach mal ein wenig mache, sondern schiebe weiter.

Kennt jemand dieses Gefühl, diesen Zwang, einfach nicht anfangen zu können? Hat jemand eine wirkliche Idee, damit umzugehen? Dieses Klick im Kopf hinzubekommen? Manchmal habe ich schon Angst, dass ich zu lange gewartet habe, dieses falsche Verhalten mal zu ändern...

Antworten
S)chehFezexrade


Hat keiner einen Tipp oder eine Idee?

GGrot$tig


Vielleicht hilft dir ein Plan, der konsequent umgesetzt wird. Nach getaner Arbeit eine Belohnung, z.B. 30min im Wintergarten sitzen und entspannt einen Kaffee trinken (Das Beispiel ist mal so aus der Luft gegriffen).

Kennt jemand dieses Gefühl, diesen Zwang, einfach nicht anfangen zu können?

Ja, nur zu gut. Und es kann ein Teufelskreis werden.

Wie lange geht das bei dir schon so? Hat es sich so eingeschlichen?

Pass einfach auf, dass du nicht in eine handfeste Depression rutschst, mag jetzt übertrieben klingen, aber das sind bei mir immer die Alarmzeichen, wenn sich eine schwere Episode ankündigt. Allerdings ist meine Depression chronisch.

S{che%heze)radxe


Hallo Grottig,

vielen Dank für deinen Beitrag und Entschuldigung für meine späte Antwort.

Ich belohne mich (leider) auch so genug, es ist also nicht so, dass ich mich damit locken könnte. Wie lange das bei mir schon so geht? Mein ganzes Leben lang. Schon in der Schule war das so. In gewisser Weise bin ich einfach so.

Ich vermute nicht, dass ich in eine Depression rutsche, ich bin nur einfach frustriert, weil ich so unorganisiert bin. Ich habe nun aber versucht, mir einen festen Arbeitsplan aufzustellen, an den ich mich jetzt halten will, also quasi feste Arbeitszeiten für die Heimarbeit. Vielleicht klappt es.

MSaeB82


Ich bin auch Lehrerin und kenne das Problem. Allerdings schaffe ich es, mich immer wieder zu disziplinieren. Ich beneide manchmal die Leute, die einen Bürojob haben und, wenn sie das Büro verlassen, Feierabend haben. Daher kommt auch mein Vorschlag:

Wie wäre es, wenn du Korrekturen und Vorbereitungen in der Schule erledigtest? Bleib nach Unterrichtsschluss einfach dort und gehe erst heim, wenn du den nächsten Tag fix und fertig vorbereitet hast (inkl. Kopien etc.). Dann hast du, wenn du zu Hause bist, wirklich Feierabend. :)*

l~e srangY reaxl


Kommt mir auch sehr bekannt vor, nur dass ich eh kaum Freizeit hab momentan (Ref). So ne wirkliche Lösung hab ich nicht...

S`chehaezerxade


Mae82: Ja und nein. Ich habe mal im Büro gearbeitet und habe es so sehr gehasst, das wäre auch keine wirkliche Alternative! Und Korrekturen und Vorbereitungen in der Schule zu erledigen, hatte ich mal überlegt, ist aber total unrealistisch. Zum einen habe ich alles Material zu Hause und in der Schule haben wir keine Räumlichkeiten, die sich dafür eignen würden. Ist leider so!

le sang real: Im Ref ist alles noch ein bisschen anders. Da sind viele ganz unterschiedlich mit belastet, vielen geht es so wie dir, ich hab es glücklicherweise auf der linken Pobacke absitzen können – aber egal, wie es läuft, es endet irgendwann. Kopf hoch, das geht schneller, als man denkt!

Was mir Sorgen macht, ist, dass das ich jetzt nichts aussitzen kann, sondern mich halt organisieren muss, weil es so bleiben wird. Ich versuche das mit dem Stundenplan, die letzten paar Tage hat es geklappt. Mal gucken, wie es weitergeht!

MOae8c2


Ich habe mal im Büro gearbeitet und habe es so sehr gehasst, das wäre auch keine wirkliche Alternative!

Ja, bei Lichte betrachtet, will ich auch gar keinen anderen Beruf ;-) .

habe ich alles Material zu Hause und in der Schule haben wir keine Räumlichkeiten, die sich dafür eignen würden

Ein Traum von mir wäre ein Arbeitsplatz für jeden Lehrer an der Schule. Dann hätte man alles beisammen, könnte zwischendurch mit dem Kollegen reden ("Sag mal, wie macht sich der xy denn so bei dir?...", Projekte planen etc.) und hätte Feierabend, wenn man die Schultür hinter sich zumacht *träum*.

Ich versuche das mit dem Stundenplan, die letzten paar Tage hat es geklappt. Mal gucken, wie es weitergeht!

Das klingt doch ganz gut :)^ . Am besten ist es, wenn sich das richtig einschleift. Ich habe das Glück, noch eine schulpflichtige Tochter zu haben. Wenn die sich nach dem Mittagessen an die Hausaufgaben macht, setze ich mich auch an den Schreibtisch. Wenn sie allerdings Mittagsschule hat und erst spät nach Hause kommt, dann neige ich auch dazu, die Mittagspause zu lang auszudehnen :=o . Da hilft nur: "Mae, du gehst jetzt an den Schreibtisch!!! Hinterher darfst du auch ... . Aber erst, wenn mindestens ... ! >:( "

8-) ;-D

D9ie FSehexrin


Ich versuche das mit dem Stundenplan, die letzten paar Tage hat es geklappt. Mal gucken, wie es weitergeht!

wenn es nicht klappt, weil du eher der "endspurt-druck-typ bist", dann versuche dir doch die frage anders zu stellen: wie komme ich dahin, dass ich meine "erschlichene freizeit" wirklich genießen kann und dann nachts mit power meinen kram erledige ;-)

ich bin nämlich genau so ein letzte-sekunde-mensch :=o

Lwian-vJill


Ein Traum von mir wäre ein Arbeitsplatz für jeden Lehrer an der Schule.

Und sofort würde das Finanzamt dir dein häusliches Arbeitszimmer streichen ;-D .


Ich habe das selbe Problem, nur umgekehrt: Ich kann und kann mich nicht aufraffen, mich meinem Haushalt zu widmen. Lieber mache ich Überstunden im Büro, um das Gefühl zu haben, meine Zeit sinnvoll zu nutzen.

Deshalb lade ich mir von Zeit zu Zeit Besuch nach Hause ein, um unter Zeitdruck doch noch was im Haushalt zu machen.

BtubblWebat_hxbally


Mir gehts leider auch genauso wie dir. Alle gut gemeinten Tipps nutzten mir bis dato nix. Mein Schweinehund scheint einfach riesig zu sein. Ich bin noch Schülerin, ist ja das gleiche Problem.

Aber ich finde, to-do-Listen können durchaus helfen! :)z

S8irxat


Willkommen im Club. Ich hatte das auch schon in der Shcule, da habe ich mir immer gesagt wenn du in der Oberstufe bist, fängst du richtig an zua rbeiten, kosnequent durchgehend etc ind er oberstufe sagte ich okay beim abi, beim abis agte ich mir dann im studium, im studium sagte ich mir nunja am ende des Studiums, wenns wichtig wird, am Ende des Studiums sagte ich mir dann beid er Doktorarbeit, jetzt bei der Doktorarbeit hab ichs aufgegeben;)

Wobei das teilweise besser geworden ist, also früher hab ich bei ner hausarbeit 3 tage vorher angefangen, da shat sichd ann doch irgendwann geändert;)

Aber ich hab imemrnoch tage ode rgar wochen wo ich rein gar nichts mache, ich glaube ich wäre total aufgeshcmissen, wenn ich so nen job hätte wie ihr wo ich jedne Tag konsequent arbeiten müsste *grusel*

SEcheIheuzjerxade


Sirat... und auch DieSeherin, ich bin mit diesem Modell vermutlich auch viel zu lange viel zu gut gefahren. Leider ist das Arbeitspensum bei mir jetzt so hoch, dass es auf den letzten Drücker eben *nicht* mehr geht. Wenn ich überlege, dass ich meine Masterarbeit an einem Wochenende incl. Literaturrecherche geschrieben habe... die Staatsarbeit genauso... aber 50 Klausuren LASSEN sich einfach nicht in diesem Zeitraum korrigieren, da ist nichts zu machen.

Mae82, das würde ich auch gut, aber nicht zwingend umsetzbar finden. Ich brauche mittags unbedingt mal eine Auszeit mit meinem Mann, einfach weiterarbeiten ginge nach dem Unterricht für mich vermutlich nicht, so dass ich die Sachen dann aus dem Büro nach Hause schleppen würde, um abends mit ihm vor dem TV noch etwas vorzubereiten. In gewisser Weise mag ich diesen Luxus, aber... tja, man muss ihn auch anwenden können.

L\i6an-,JDill


Wenn du am Anfang deines Berufslebens stehst, solltest du dir unbedingt eine gewisse Regelmäßigkeit angewöhnen, bevor der innere Schweinehund unüberwindbar wird ;-) . Ich denke tatsächlich, dass es eine Frage der Gewöhnung und Erfahrung ist, dass es einem irgendwann nicht mehr so schwer fällt.

VHaga bundixn


Oh, ich kenne dieses Gefühl so gut; ich leide auch an Schieberitis ;-) Bei mir betrifft es aber eher den Haushalt und privaten Papierkram. Die Unordnung um mich herum, macht mir wirklich Stress. Pläne haben mich auch nicht weiter gebracht. Man fühlt sich mitunter wie gelähmt... :-(

Ich leise mal weiter mit und hoffe auf die eine oder andere Motivationshilfe.

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