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Angst vor Einbruch/Vergewaltigung

Swhojxo


Wenn jemand es selbst als eher irrationale Angst begreift, mache ich mich ganz sicher nicht drüber lustig. Muss aber gestehen, dass es mir schwerfällt, den Sarkasmus nicht gleich literweise aus dem Schrank zu holen, wenn jemand auf der Notwendigkeit und Vernünftigkeit solcher Ängste besteht.

SUirRTelermxark


Unabhängig davon, wie ich dazustehe, finde ich es schon erstaunlich wie viele hier das ganze so lächerlich machen.

eure Sorge, dass jemand einbrechen könnte, finde ich überhaupt nicht lächerlich, sondern höchstens übertrieben. Eine gewisse Vorsicht ist schon berechtigt. Was ich tatsächlich lächerlich finde sind bestimmte Aufrüstungsfantatsien von wegen "zwei riesige Messer links und rechts"

Mal ehrlich – wer so drauf ist, dass er einen anderen Menschen mit einem Messer angehen würde, der kann sich gegen den durchschnittlichen Einbrecher auch so verteidigen.

Und wie, wenn er handgreiflich wird? Gehen wir mal von dem Fall aus, es wäre ein recht kräftiger (starker) Einbrecher. Egal wie unwahrscheinlich das sein mag.

Glaubst du ernsthaft eine Frau hätte DANN die Kraft, sich zu wehren mit Händen und Füßen?

Du hast Knie und Ellbogen vergssen ;-)

auch wenn es platt klingt: macht doch einen regelmäßigen Selbstverteidigungskurs oder Kampfsport, dann beantwortet sich deine Frage. Das ist kein Wundermittel gegen jeden Angriff, aber auf jeden Fall sicherer als ein Messer. Ein Training hilft, Schlaghemmungen abzubauen. Außerdem ist es ein Mythos, dass es nur auf die Kraft ankommt. Egal wie groß und stark ein Mann ist, er hat verwundbare Punkte, die auch ein körperlich weit unterlegener "bearbeiten" kann. (Augen, Ohren, Kehle, Geschlechtsteile). Rein kampfsporttechnisch ist es vermutlich gar nicht so schwer, jemanden zu besiegen, der versucht, einen am Boden auszuziehen. Es kommt allerdings darauf an, zu wissen, was man tun muss und es mit aller Entschlossenheit zu tun. Und wenn man ein Messer hat, dieses Wissen aber fehlt, dann kann das übel enden.

BSenHettBoxn


Sarkasmus Shojo, musst Du doch nicht erst aus dem Schrank holen. Den hast Du doch bemerkenswerter Weise immer griffbereit. :)D

Sehojxo


Huch, touché! Siehste? Wenn er einen überrascht, kann auch ein kolossal unterlegener Gegner mal einen Treffer landen ... Q.E.D. ;-D

a".:f7ish


Mir war sehr klar, dass das Bullshit ist, trotzdem war der Impuls sehr stark, stillzuhalten und zu hoffen. Das ist ja auch die Zivilisation, die in einem steckt, hm? Man kooperiert miteinander, das steckt uns tief in den Knochen; bei aller Angst ist es nicht wirklich vorstellbar, dass uns ein anderer Mensch einfach so schwer verletzt oder sogar tötet. Nein, man entwickelt in der Not nicht zwingend ungeahnte Kräfte. Und selbst wenn man es tut, ist die Frage, ob man sich "entscheidet", sie freizusetzen. Du brichst damit nämlich mit Deiner Erziehung und auch in gewisser Weise mit Deinem gesamten Weltbild.

Das ist sehr, sehr wahr.

Ich weiß, dass jeder in solchen Situationen anders reagiert, aber ich hab mal was für mich gelernt. Dass ich zwar misstrauisch und ängstlich gegenüber anderen Menschen bin, dass dieses Misstrauen aber nicht sehr tief geht. Ziemlich bald in meinem gutbürgerlich erzogenen Herzen, aufgewachsen in einer Welt, in der Menschen sich höflich entschuldigen, wenn sie einander versehentlich anrempeln, und Nachbarn gegenseitig einander die Blumen gießen, wenn einer im Urlaub ist, glaube ich nicht, dass Menschen einander oder speziell mir etwas tun. Nicht .. wirklich.

Und als ich mich mal in einer Situation einem anderen Menschen sehr ausgeliefert gefühlt habe (und es deshalb auch war), da schwappte diese lebenslängliche genährte Erwartugshaltung – dass man im Grunde höflich und nett zueinander ist – viel stärker und machtvoller in mir hoch als irgendwelche heldenhaften Pläne zur Rettung meiner Haut und Jungfräulichkeit. Das Gefühl, dass die Situation scheiße gefährlich ist und es mir gleich ernsthaft an den Kragen gehen kann, die wurde einfach innerlich niedergebuht und nicht ernst genommen. Superkräfte hab ich auch nicht entwickelt. Ausgesprochen höflich die Flucht ergriffen, ja, und das glücklicherweise erfolgreich, aber das hatte ich sicher nicht meinen durch Gefahr geschärften Sinnen zu verdanken oder ähnlichem. Das war einfach nur Glück.

Z$Rub


@ sofia34-39 jahre alt:

Ich weiß ja nicht was du machst aber wenn jemand mir 100000 Geschichten erzählt in denen er fast Vergewaltigt wurde kommt irgend wann der Punkt wo ich mich frage ob diejenige nicht irgend was in ihrem Verhalten falsch macht. (Natürlich hast du KEINE Schuld. Die trifft immer den Täter. Aber man kann durch sein Verhalten und Auftreten durch aus enorm viel beeinflussen. Und wenn man so oft Probleme bekommt sollte man evt. durch aus auch ohne das man Schuld ist darüber nachdenken daran zu arbeiten. Natürlich ist es eigentlich falsch dass das Opfer etwas ändern muss, aber man selber kann nur sich selbst verändern.)

Der Unfall kann mir genau so in der Küche passieren. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Was soll denn passieren, wenn es im Nachtschränkchen liegt? Da stört es keinen und wäre im Notfall griffbereit. :)z

Wie gesagt: Es ist wahrscheinlicher das du Ausversehen deinen Freund oder einen anderen Verwandten abstichst als einen echten Einbrecher weil du nachts in Panik und Müdigkeit vergessen hast dass der der durch die Wohnung "schleicht" / in dein Zimmer kommt nicht unbedingt ein Einbrecher sein muss...

A&duaial


Auch wenn ich die Steine jetzt schon fliegen sehe:

ich bin als junge frau immer regelmäßig nach dem discobesuch zig männern jeweils davongelaufen die auf dem nachhauseweg mich attakieren wollten, da ich beim laufen ziemlich schnell war hatten die aber damals keine chance, einer hat mich mal bis zu meiner haustür verfolgt, ich bin gelaufen wie sonst was, hab dann alle nachbarnklingeln gleichzeitig geklingelt im schock, mein vater und ich gingen dann zusammen in mein kinderzimmer und sahen den typen noch am fenster wie er selenruhig wieder zurückging wo er her kam.

??? Und die wollten dir alle an den Kragen? Sorry, aber ich kratze mit meine Probanden mühsam zusammen, weil es gar nicht so viele Sexualstraftaten auf "freier Wildbahn" gibt und dich verfolg(t)en diese Männer scharenweise? Ich bin ganz ehrlich, das klingt für mich extrem unglaubwürdig. Tut mir leid wenn ich das so sagen muss – will dich nicht verletzen.

sDofiYa34B-39 jaJhre axlt


na ja auf die erziehung hab ich gepfiffen wenn es um sexuelle übergriffe oder gefahr von solchen übergriffen ging

mann kann schlecht sagen: das ist aber jetzt unhöfflich wenn ich mehr körperlich wehre. :-/

also ich konnte das schon trennen

s/ofia3F4-39 j:ahre xalt


Aduial

kein problem ob mir das jemand glaubt oder nicht ist mir nicht wichtig, es reicht mir, daß ich weiß das ich es erlebt habe. :-)

aJ.fixsh


sofia, ich wage anhand Deiner Schilderungen hier und bei anderen Gelgenheiten zu vermuten, dass wir in unterschiedlichen Umfelden erzogen und geprägt wurden.

s#ofi2a3O4-39 jahrTeG alxt


a.fish

ich hab solche dinge überall erlebt, in einem arbeiterviertel in hamburg, dann ihn einer schickmicki gegend in hamburg, in spanien, und in der türkei.

das umfeld war überall verschieden, mit meiner erziehung hat dies was ich erlebt habe mit sicherheit nichts zu tun.

in der türkei waren übrigens noch eine freundin und zwei freunde dabei bei einer brenzlichen situation, die jungs waren studenten, meine freundin damals verkäuferin im air port hamburg und ich arbeitete damals als großhandelskauffrau.

ar.f%isxh


Ja, siehst Du. Sowas habe ich nie erlebt und es ist für mich ganz und gar nicht normal, dass sich Männer wie wildgewordene Pottsäue benehmen. Offenbar unterscheiden sich unsere Hintergründe.

sPofiau34-|39 jdahre ^alt


Und die wollten dir alle an den Kragen? Sorry, aber ich kratze mit meine Probanden mühsam zusammen

was du bei deinen probanden so erlebst oder wieviele es sind oder nicht sind das hat ja nichts mit mir zu tun, ich weiß nur was ich selber erlebt habe und da kann ich schlecht sagen, weil es in der probanden liste nicht so ist oder die zahlen oder keine ahnung was, hab ich selber das nicht erlebt, geht ja irgendwie schlecht. ;-D

seit dem ich in einem touristenviertel lebe, hab ich keine probleme mehr, obwohl mein vierteil als sehr gefährlich gilt, es werden teilweise leute erschossen usw., aber mir persönlich ist hier in den letzten 14 jahren noch nie was passiert, ich fühle mich hier total frei, als wäre ich ein mann, ich kann hier nachts um 4 uhr oder wann ich immer raus will rausgehen und hier sind immer menschen, discogänger, touristen usw. hier fühle ich mich total sicher.

e%stryellxe


Ich schlage vor, dass sich bezüglich Einbrüchen überängstliche Menschen generell mit dem Angstproblem auseinandersetzt. Deine Angst ist irrational. Es kommen weit mehr Menschen im täglichen Straßenverkehr (auch Fußgänger) ums Leben, als eine Vergewaltigung, Verletzung oder Tod durch einen Einbrecher stattfinden. So gesehen dürftest Du das Haus nicht verlassen. Es wäre gut, professionelle Hilfe zu suchen, um diese Ängste zu bewältigen. Wichtig ist für den jetzigen Fall, nicht überall herumzuerzählen, dass Du allein in der Wohnung bist. Oft sind es Bekannte, die solch eine Situation für einen "Besuch" ausnutzen. Rollos oder Vorhänge, die man abends schließt, vermeiden, dass jemand beobachten kann wie viel Personen in einer Wohnung sind (es sei denn, man wohnt in einem Einfamilienhaus, wo man beobachten und ausrechnen kann wie viel Leute kommen und gehen). Eine Schusswaffe halte ich für keine gute Lösung, weil dafür ein ständiges Training nötig ist, um im Ernstfall zu treffen und man mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Anfall von Panik im Dunkeln den vorzeitig zurückkehrenden Partner erschießen könnte. Angemessen sind die Maßnahmen, die einen Einbruch zumindest erschweren, wie ordentliche Schlösser und eventuell auch Bewegungssensoren, die es ermöglichen, bei offenem Fenster zu schlafen.

Ich bin nachts schon 2 mal angegriffen worden und habe das mit dem Knie bzw. einen schweren Schlüsselbund erledigen können. Ich weiß nicht, warum ich nicht vor Angst in Starre verfallen bin, denn ich hatte da schon große Angst und sicher auch Glück. Deshalb benutze ich jetzt nachts ein Taxi für den Nachhauseweg.

sRofiFah34-3V9 jahrev alt


und sicher auch Glück

glück ist wohl das wichtigste

Deshalb benutze ich jetzt nachts ein Taxi für den Nachhauseweg

nachdem ich soviele negative erlebnisse hatte, beschloß ich auch ein taxi zu nehmen, von der nachtbushaltestelle aus oder mit der ersten bahn konnte man kein taxi zu station bestellen aber ich stellte dann mein fahrrad am bahnhof ab, oder teilweise wurde ich nachhause gefahren von meiner einen freundin die ein auto hatte, nach der geschichte wo ich bis zur haustür verfolgt wurde bin ich diese einsame straße nachts nach dem nachtbus oder gegen 5 uhr wenn die erste bahn kam nie wieder so zu fuß alleine lang gelaufen.

war viel grün dort und nie fast leute zu sehen wenn ich jeweils aus der disco nachhause kam

am besten sind viertel wo viel los ist und wo viele leute rumlaufen.

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