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Kein Wehren bei Vergewaltigung?

S,hojoo


echt?

wie geht das denn? konnte der täter auch kampfsport oder so

Kampfsport wird sehr überschätzt. Du trainierst mit Partnern, nicht mit Gegnern. Das ist etwas fundamental anderes als der Ernstfall. Straßenkampf und Ernstfall sind ein vollkommen anderes Kaliber als Dojo-Erfahrung.

SDirTelaemvark


...der ein paar Drinks springen lässt, um Madame ein wenig lustiger zu machen.

wenn das aber zum ziel hat, daß die dame nicht mehr so richtig was mitkriegt oder sie kriegt es zwar mit, aber ist nicht mehr in der lage sich körperlich zu wehren weil sie geschwächt ist durch den alkohol, das ist das aber auch eine straftat, wohl schwer zu beweisen, aber es ist definitiv eine evtl. weil die frau sich nicht mehr körperlich wehren kann und nur ein nein ne lallen kann mehr nicht.

deshalb treffe ich ja die strikte Unterscheidung "etwas lustiger machen" und "willenlos und wehrlos machen"

Sie hat sich übrigens gewehrt, allerdings ist sie nach der Vergewaltigung duschen gegangen, sie war angewidert und wollte diesen Geruch von sich kriegen. Ihr Wort stand gegen seins.

Wie entscheidet das Gericht bei einem 20 jährigen ohne vorstrafen von Sexualdelikten....

Im Zweifel für den Angeklagten...ich bin froh in einem Staat zu leben, in dem dieser Grundsatz gilt. Das ist entsetzliuch, wenn man Opfer ist - aber was würdet ihr sagen, wenn morgen euer Bruder oder Freund auf der Anklagebank sitzt, weil er angeblich eine Frau vergewaltigt haben soll. Wie würdet ihr über ein Gericht denken, das sagt "wir können die Tat zwar nicht beweisen, aber wir verurteilen ihn trotzdem"

liebes äpfelchen ich glaube, du bist an dem tag opfer von drogen bzw. k.o. tropfen geworden, denn von ein paar schlücken wird man NICHT betrunken.

das passiert nur, wenn man dir was ins glas reintut.

den solltest du anzeigen.

Äpfelchen hat ja ihre besondere Situation geschildert, nach der es zumindest vorstellbar ist, dass bei ihr auch leine Mengen Alkohol stark wirken.

man kann niemandem einen Vorwurf machen, der sich an die Worte seines Gegenübers hält. Er hat ja auch in den Moment nichts anderes. In uns reinschauen kann er nicht, also verlässt er sich auf unser OK.

also wenn bei mir eine Frau stammeln würde, dass alles in ordnung sei, dabei aber zittert, verkrampft und blass wird, hätte ich ernsthafte Zweifel, dass alles in Ordnung ist. (Das aber nur ganz grundsätzlich und auf kein Beispiel in diesem Faden bezogen)

s@of8ia3v4-39 \jahr<e alxt


Kampfsport wird sehr überschätzt. Du trainierst mit Partnern, nicht mit Gegnern. Das ist etwas fundamental anderes als der Ernstfall. Straßenkampf und Ernstfall sind ein vollkommen anderes Kaliber als Dojo-Erfahrung.

Shojo

und wie geht man mit dieser problematik um?

(also ich nehme an, daß alle die es betreiben und die trainer das auch wissen aber auch andererseits wissen, daß einige frauen es ganz gerne auch zur selbstverteidigung nutzten würden im ernstfall)

was macht man dann dagegen? bzw. wie geht man mit der problematik um daß training das eine ist und erstfall was anderes? :-/

werden dann zusätzliche psychologische schulungen gemacht? oder trainigs wo überraschungseffekte/straßenszenen nachtrainiert werden oder so?

s<ofia534-39K jahr2e axlt


man kann niemandem einen Vorwurf machen, der sich an die Worte seines Gegenübers hält. Er hat ja auch in den Moment nichts anderes. In uns reinschauen kann er nicht, also verlässt er sich auf unser OK.

also wenn bei mir eine Frau stammeln würde, dass alles in ordnung sei, dabei aber zittert, verkrampft und blass wird, hätte ich ernsthafte Zweifel, dass alles in Ordnung ist. (Das aber nur ganz grundsätzlich und auf kein Beispiel in diesem Faden bezogen)

SirTelemark

:)= :)= :)= :)= :)=

sFofia34-N39e jahrex alt


Straßenkampf und Ernstfall sind ein vollkommen anderes Kaliber als Dojo-Erfahrung.

Shojo

was sind da die besonderen unterschiede? also nur daß man halt nicht überrascht wird, daß man im training halt weiß was kommen wird?

aY.lfixsh


also wenn bei mir eine Frau stammeln würde, dass alles in ordnung sei, dabei aber zittert, verkrampft und blass wird, hätte ich ernsthafte Zweifel, dass alles in Ordnung ist. (Das aber nur ganz grundsätzlich und auf kein Beispiel in diesem Faden bezogen)

Die hättest Du wahrscheinlich zurecht, aber mal andersherum gedacht: Willst Du besser wissen als der Betroffene selber, was ok ist und was nicht? Das lässt man sich im Normalfall nicht gerne sagen. Verantwortung übernehmen, z.B. für die eigenen Aussagen und deren Konsequenzen, bringt auch unangenehme Dinge mit sich. Aber ich möchte lieber in jedem Fall ernstgenommen werden, auch, wenn ich mir damit mal selber schade.

ai.fixsh


PS.: Wobei es natürlich nicht zu beanstanden ist, wenn man mit dem Hinweis auf das eigene Befinden aus der Situation aussteigt, also sagt, dass man selber sich unter diesen Umständen nicht wohl fühlt.

Ächz, kapiert das noch irgendwer..

O}l_xi


was sind da die besonderen unterschiede? also nur daß man halt nicht überrascht wird, daß man im training halt weiß was kommen wird?

Im KampfSPORT gibt es Regeln, auf der Straße nicht. Deshalb sollte man, wenn es um Selbstverteidigung geht, auch eine KampfKUNST wählen.

Aber auch dort gibt es natürlich Probleme. Zu wissen, wie man jemandem den Arm bricht ist eine Sache, jemandem den Arm zu brechen eine andere. Im Training findet der Kampf immer unter mehr oder weniger kontrollierten Bedingungen statt, schließlich achtet man darauf, den Gegner nicht zu verletzen.

Es gibt dennoch einige Möglichkeiten, das Training so realitätsnah wie möglich zu gestalten (und ein guter Trainer weiß auch, wie man sie anwendet). Mir fallen da spontan folgende ein:

- Routinierung elementarer Abläufe (bspw. Block – Schlag – Flucht)

- Überwindung der Schlaghemmung durch Polsterschlagen

- Überwindung der Kontaktangst durch Partnertraining

- Simulation realistischer Kampfbedingungen mit Schutzausrüstung (!)

- Waffenschulung – wer weiß, wie man mit dem Messer kämpft, kann einen Messerangriff besser einschätzen

- Dirty Tricks

- korrekte Prioritätensetzung – ein guter Trainer wird ständig betonen, dass Flucht die beste Möglichkeit ist

S"hojxo


Sofia, das ist relativ komplex, andererseits aber auch naheliegend - der Unterschied ist, wie hier auch schon mehrfach und ausführlich beschrieben wurde, der, dass im Training niemand einem ernstlich wehtun will, im Ernstfall schon. Das ist ein Schock, auf den man sich mental nicht wirklich vorbereiten kann. Der Ernstfall ist deshalb nicht zu trainieren, weil er nicht simulierbar ist - wenn du weißt, dass dein Gegenüber ein Trainingspartner ist, der dir nicht wirklich wehtun will und dem du ebenfalls nicht wehtun willst, dann hast du eben genau jene Hemmungen, die du im Ernstfall nicht gebrauchen kannst - und die auch dein Gegner nicht haben wird. Du kannst nicht im Training erfahren, wie weit du zu gehen bereit bist, du kannst nicht (außer bei einem Unfall) erfahren, was für ein Gefühl es ist, beispielsweise mit Stahl mit voller Wucht auf Knochen zu treffen - das knockt einen selbst ganz schön aus, das tut richtig weh, da hast du unter Umständen tagelang eine taube Hand, die du nicht richtig einsetzen kannst.

Du kannst ein paar Kleinigkeiten in Erfahrung bringen, die unterschiedlich nützlich sind und die auch im Training nicht ungefährlich sind - ich habe im Training geschaut, wie lange man noch handlungsfähig bleibt, wenn man ernsthaft gewürgt wird (und tatsächlich fallen da mindestens neunzig Prozent aller Techniken, die man für Wettkämpfe erlernt, ganz schlicht weg). Ich habe auch wissen wollen, wie sich ein Solarplexustreffer und ein ehrlicher Treffer in den Magen auswirken und was man dann noch macht, und die Antwort ist ganz schlicht: nix mehr.

Kampfsport ist genau das: Sport. Du erlernst Techniken. Das ist gut fürs Körpergefühl, auch fürs Selbstbewusstsein, und einige Reflexe prägen sich tatsächlich stark genug ein, dass der Körper möglicherweise auch im Ernstfall darauf zurückgreift (am stärksten hat sich das bei mir bei den Falltechniken bemerkbar gemacht, die wir immer exzessiv vor dem eigentlichen Training betrieben haben und die ich täglich zu Hause geübt habe). Aber Kampfsport hat mit dem Ernstfall ungefähr so wenig zu tun wie Sportschießen mit einem Kriegseinsatz.

was macht man dann dagegen? bzw. wie geht man mit der problematik um daß training das eine ist und erstfall was anderes?

werden dann zusätzliche psychologische schulungen gemacht? oder trainigs wo überraschungseffekte/straßenszenen nachtrainiert werden oder so?

Jaja, das bieten viele an. Süß ist das. Da schleichen dann stark gepolsterte Männer im Dunkeln Frauen hinterher, die mit klopfendem Herzen darauf warten, dass sie angegriffen werden, und wenn es dann so ist, schreien sie "NEIN!!!" und knüppeln feste drauf, und wenns nach dem Empfinden des gepolsterten Manns feste genug ist, lässt er von ihnen ab, und dann wars erfolgreich, und am nächsten Wochenende geht man stattdessen ins Kino oder geht shoppen, im festen Bewusstsein, dass man nun gewppnet ist für alles, was da kommt. Jedenfalls dann, wenn es ein gepolsterter Mann ist, der einem nicht wirklich was Böses will. ;-D

Du kannst psychologisch trainieren, du kannst die Technik schulen, du kannst das Körpergefühl stärken, und all das kann durchaus einen positiven Effekt haben. Dass der Ernstfall aber schlicht nicht trainierbar ist, es sei denn, Du riskierst Knochenbrüche und Tote, ist eine Problematik, die man nicht umgehen kann - das wird erst (ansatzweise) klappen, wenn endlich die Holodecks erfunden werden. Ich warte ja sehnsüchtig, wenngleich ich dann mit den Dingern noch was Besseres anzufangen wüsste. ;-D

S@irTe lemarxk


also ich finde diese Trainings gegen Polstermännchen durchaus sinnvoll. Man kann es nicht vollständig trainieren, aber wenn der Trainer im Anzug gut Gegenwehr leistet und man nebenbei Stress erzeugt (man steht in der Mitte einer Halle und alle drumherum schauen gespannt zu) kommt man dem ganzen schgon recht nahe. Das bringt schon was für die Selbstverteidigung, aber viele Kampfsportarten sind als Selbstverteidigungstechnik auch nicht geeignet. Karate wurde zum Beispiel auch entwickelt, damit vier unbewaffnete Bauern einen schwer bewaffneten Samurai erledigen können. Nicht gerade ein häufiges Problem in Deutschland ;-)

Es geht prinzipiell um zwei Fragen: Erstens sind die Techniken an sich geeignet, um im Straßenkampf zu wirken? Zum Beispiel würde ich das bei hohen Tritten generell verneinen. Ein Trainer, der sich mit Selbstverteidigung (und nicht Kampfsport) beschäftigt, kann wirksame Techniken vermitteln

Zweitens muss der einzelne Lerner in der Lage sein, die Technik umzusetzen. Dabei können Schlaghemmungen im Weg stehen, wo man aber zumindest teilweise durch das Trainin gegensteuern kann. Dann kann es noch eine "lähmende Angst" geben. Man kann im Training kaum die Angst simulieren, aber einige Angssymptome sehr wohl (durch Zeitdruck und enorme körperliche Belastung, die zum Tunnelblick und Einschränkung der Beweglichkeit etc führt)

SgupeJrkrö-te


Naja, die meisten Frauen die Vergewaltigt wurden kannten die/den Täter bereits schon aus dem Bekanntenkreis. Dieser wird sich wohl nicht an eine Frau mit schwarzem Gürtel in Karate vergreifen.

Ich denke schon das Angst und Panik lähmen kann.

Wehren kann man sich gut mit den Zähnen, damit "bleibt" wenigstens etwas dem Täter.

Kampfkunst hilft nur bedingt in manchen Situationen und auch nur wenn es sich um einen Täter handelt, möglichst unbewaffnet.

O6l_xi


Was auch gern übersehen wird, beim Thema Kampfkunst:

1.) Das Selbstbewusstsein wird massiv gestärkt, dadurch fällt man als Frau durch viele Opferschemata.

2.) Die Physis wird ebenfalls massiv gestärkt, dadurch rennt man auch einfach mal schneller davon oder löst sich aus einem Griff.

TAinaLa>ndsxhut


also wenn bei mir eine Frau stammeln würde, dass alles in ordnung sei, dabei aber zittert, verkrampft und blass wird, hätte ich ernsthafte Zweifel, dass alles in Ordnung ist. (Das aber nur ganz grundsätzlich und auf kein Beispiel in diesem Faden bezogen)

das war auch eher darauf bezogen, wenn keine Körpersprache erfolgt ist oder der Mann sie nicht versteht. Sowas gibt es nämlich auch. :)z

was machst du, wenn du die von dir genannten Signale nicht empfängst?

Syhxojo


1.) Das Selbstbewusstsein wird massiv gestärkt, dadurch fällt man als Frau durch viele Opferschemata.

Das allerdings stimmt, und Vorbeugung ist ja bekanntlich die beste Verteidigung.

MNollioe'nchpen


@ a.fish

Ächz, kapiert das noch irgendwer..

Ja, ich. *:)

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