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Burn Out, wie raus kommen?

Tzaralimndxa hat die Diskussion gestartet


Hallo, wer von Euch hat Burnout erfolgreich besiegt und kann mir sagen wie?

Klinik kommt für mich nicht in Frage. Was gäbs denn für Alternativen? Danke @:)

Antworten
mVuskat!nus6s


Wenn du keine Klinik willst, dann auf jeden Fall eine ambulante Psychotherapie bei einem Psychotherapeuten. Aber ein überschaubarer Aufenthalt in einer Klinik wäre schon ganz gut bei Burnout.

Z$entxaur


Ich hatte vier burn outs...mein Chef hat mich mal gefragt wie ich das immer gemacht habe. Ich bildete mir unheimlich was drauf ein...Stehaufmännchen und Phönix aus der Asche

Ich habe eine Schilddrüsenerkrankung Hashimoto. 3ß% der deutschen Frauen sind angeblich schilldrüsenkrank. Die Schilldrüse ist für vielleicht die hälfte wenn nicht mehr aller Burn outs und Depressionnen und Angst und Panikzuständen verantwortlich.

Da hilft endweder überhaupt eine erstmalige Einstellung auf eine ordentliche Thyroxin-Dosis, das naturidentische Hormon, dass auch dei gesunde Schildlrüse produziert. Oder bei schon bekannter Schilddrüsenerkrankung eine Erhöhung der Thyroxin-Dosis.

Vitamin D ist da auch mitbeteiligt...gerade "burn outs", keine klinischer Begriff, die im Winter oder kurz danach auftreten können auch Vitamin D Mangel als quasi fruchtbaren Boden für den burn out haben.

Da helfen Vigantol Tablettenoder Tropfen oder Sonne Sonne Sonne...ohne Sonnenbrille und ohne Lichtschutzfaktor...freie Arme, freie Haut.

T{arxalhindxa


Danke, also dass da Votamin D helfen kann, habe ich noch NIE gehört. Aber werde ich mal versuchen.

u`lscht|z_xa;ve}r04


Ich möchte deinen Arzt natürlich nicht in Frage stellen, der kennt dich sicher besser als ich und Ferndiagnosen sind ja eh nicht seriös. Deswegen möchte ich nur kurz zu bedenken geben, dass Burn Out in den letzten Jahren zu einer Modediagnose geworden ist. Wenn ich in meinen nähren Bekanntenkreis schaue, sind gut 25% in psychologischer Behandlung und von denen hat, meiner Meinung nach, genau 0% psychologische Probleme. Ich kann das als Außenstehender natürlich nur bedingt beurteilen, dennoch kenne ich eben viele ganz normale Menschen, die regelmäßig zum Psychologen gehen, was sie sich auch immer davon versprechen mögen.

Wie gesagt, ich möchte niemanden auf den Schlips treten, oder in seinem Stolz auf die "Härte seines Berufs, die schon x Burn Outs zur folge hatte" kränken. Manche Jobs sind sicher so krass, manche Firmen beschäftigen ja auch einen eigenen Psychologen, die machen das sicher nicht zum Spaß. Nur mal zur Info und zum Nachdenken.

TEar?alXinxda


Ich bin heute wieder nicht weitergekommen.

Was würdet Ihr empfehlen: Eine Verhaltenstherapie. Ich habe da sogar schon paar Termine gehabt. Komisch ist, dass der Therapeut erst meine ich hätte BurnOut und Klinik wäre gut usw.

Dann meint ich auch ich will nicht in eine Klinik und nun gibt er mit (als Alternative) keine regelmäßigen Termine (25 Stunden wurden beantragt). Denkt Ihre er will mich nicht behandeln? Ich wüsste ausser Verhaltenstherapie nicht was ich da machen soll.

Nwala8x5


Ich hatte einen und habe keine psychologische Hilfe in Anspruch genommen. Geholfen hat mir nur das Übel zu beseitigen. Bei mir war es dir Arbeit und zuviel Perfektionismus – wo alle vor einem alles nur vermurksen was geht und man selbst dennoch einen Perfektionismus an den Tag legt anstatt zu erkennen dass man unter den Umständen nix perfektes schaffen kann. Ich war über 4 Monate streng überfordert (arbeiten von 8 bis 22-23 Uhr) und rund um die Uhr Stress, teilweise auch am WE noch Anrufe etc. Irgendwann war ich dran zu kündigen und dann wurde mir doch ein Kollege zur Seite gestellt – seitdem sind wir um noch weitere 3 Personen gewachsen. Nach und nach hat es also nachgelassen. Sobald ich allerdings wieder in ähnliche Situationen wie damals komme rutsch ich schnell wieder rein – also Stress, Heulattacken etc.

Was ist bei der Grund? Und wie kannst du die Ursache dämpfen oder vermeiden?

Wie "schlimm" ist es schon?

Tdaraluindxa


Danke Euch. In der Tat habe ich nicht so wirklich Lust und Motivation für diese psychologischen Gespräche….

Was ist bei der Grund?

Es ist bei mir auch ein viel zu hoher Anspruch an mich also Perfektionismus. Und noch viel Schimmer: Es treibt mich immer in diese Kämpfersituationen die eigentlich nicht zu beältigen sind. Auch wie bei dir, stellte man mich bei dem letzen Job ein a la mach mal für einen Bereich wo in anderen Firmen ganze Abteilungen sitzen. Das fällt mir aber gar nicht auf, da fühle ich mich dann zu Hause und los geht der Kampf wieder um Leben oder Tod. Aber so bin ich es halt von klein auf gewohnt, dass ich mir alles hart erkämpfen und verdienen muss.

Ich denke, dass ich einen normalen 9-to 5 Job nicht verdient hätte. Wenn mich wer bezahlt und aushält, dann muss ich schon die Arbeit für 3 machen.

Und wie kannst du die Ursache dämpfen oder vermeiden?

Ich versuche mich gerade auf zumindest "klarere" Stellen zu bewerben wo mich keine böse Überraschung mehr erwartet. Und klar hoffe ich dann auch mal normal arbeiten zu können. Und unter normal verstehe ich schon Überstunden, aber alles eben in einem gesunden Rahmen und wenn man 3 mal länger blieb, darf man auch 1 mal oder 2 mal früher gehen.

Ich glaube am schlechtesten geht es mir gerade, weil ich mich mal über nichts identifziere und gar nicht leiste. Ich kümmere mich gerade um meine körperliche Gesundheit (ein Muss) und will eben auch gar nicht mehr was ganz besonderes leisten, nur um dazuzugehören. Und das ist mir so fremd und hat mich die letzen Tage so depressiv gemacht.

Ich hoffe ich bekomme einen normalen Job und vor allem hoffe ich, dass ich das dann auch annehme und aushalte. Verstehst Du mich?

Ndala$85


Ja ich versteh dich :°_

In deinem Fall seh ich das ähnlich wie bei mir – dir fehlt scheinbar auch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Sicher bist du jemand der anderen immer hilft ihnen Arbeit abnimmt aber selber nie fragen würde ob jemand helfen kann. Wenn man dich fragt ob du noch was übernehmen kannst, sagst du sicher immer ja, obwohl du deine Sachen schon kaum fertig bekommst, stimmts? Ich erkenne das sogar in meinem Privatleben :-| immer hab ich das Gefühl dass ich anderen was bieten muss damit sie mit mir Zeit verbringen. Tu jedem Gefallen aber hab Probleme mal wen zu fragen ob er mich mit dem Auto wo hinfahren könnte. Und so bin ich auch in der Arbeit. Wie gesagt, ich hatte nur Glück dass soviele Kollegen jetzt da sind, weil an mir konnte ich bisher nix ändern. Eine Verhaltenstherapie wäre da auf jeden Fall hilfreich – dein Selbstbewusstsein aufzubauen und vorallem deine Selbstachtung. ich weiß ich red da sehr schlau weil ichs ja selbst nicht hinkrieg ;-) aber ich umgehs scheinbar nur indem ich jetzt den Stress nimmer habe. ich hab jedenfalls schon ein gutes Buch gelesen:

Sag nicht ja, wenn du nein sagen willst

Darin fand ich mich oft wieder – es sind auch Fälle aus dem Leben gegriffen, teilweise auch Fallbeispiele von echten Patienten ... und da kommt schon gut rüber wie einem die Verhaltenstherapie helfen kann sich für sich selbst besser einsetzen zu können. Sich selbst zu bewahren und nicht zum Spielball anderer zu werden :)*

Z2ent_auxr


Mir gehts gerade genauso wie Dir, Taralinda. Liegt es vielleicht an unserem Perfektionismus? Der treibt uns doch im nächsten Job bald wieder in die Überarbeitung/Überforderung....und gar nicht mehr heimkommen..ständig Überstunden machen...Urlaub nicht nehmen können. Warum mache ich das? Warum kann ich selber keine Grenzen setzen?

Momentan trau ich mir soundso keinen normalen Job zu.

T|ara|linxda


Sicher bist du jemand der anderen immer hilft ihnen Arbeit abnimmt aber selber nie fragen würde ob jemand helfen kann.

Nein kann ich nicht ;(

Deshalb dachte ich ja auch schon, dass der Therapeut mich da bisschen zum Positiven erziehen will, indem ICH mich melden "MUSS", wenn der Leidensdruck zu groß wird.

Danke wg dem Buchtipp.

Warum mache ich das? Warum kann ich selber keine Grenzen setzen?

Momentan trau ich mir soundso keinen normalen Job zu.

Ich glaube, dass Nein sagen nicht reicht. Das kann ich sogar mittlerweile ABER, wenn das Gegenüber noch spürt, dass man Grenzenlos ist, bereit alles zu tun um nicht verlassen oder gekündigt zu werden, dann wird man wieder ausgebeutet ;(

Wie man das verinnerlicht, sich zu sagen: So ich bin bereit pro Woche so viel für dieses Gehalt mit dem Aufwand zu leisten, kann das Gegenüber vielleicht nicht so ausbeuten, als wenn man schon Grenzenlos ankommt.

Ich weiß es auch nicht und habe auch keine Kraft mehr für Arbeit ;(

N[alax85


dass man Grenzenlos ist, bereit alles zu tun um nicht verlassen oder gekündigt zu werden

das lässt sich auch mit Selbstbewusstsein beheben. Indem du lernst dass du wertvolle Arbeit leistest, und auch andere Arbeitgeber dich mit Handkuss nehmen würden @:)

ZCent#a6ur


ES hat lange gedauert..aber ich fange an mich damit abzufinden...ich denke mir für irgendwas wars gut, muß es gut gewesen sein..ich habe dazu gelernt..ich kenne diese Symptome ich hab Literatur dazu gelesen, mich mit Gleichgesinnten ausgetauscht...hab jetzt einige Strategien gesammelt wie und was ich wann tun kann...und habe gelernt, dass ich kien Opfer mehr sein will, das ich mich wehren will, dass ich mich bemerkbar machen möchte, das ich die Mißstände bei mir und in Systemen aufdecken (helfen) kann.

Ich werde nicht mehr in den alten Bereichen arbeiten...wo einfach zu habende Jobs Ausbeuterjobs oder Selbstmordkomados waren, die kein bereits in der Firma/Organisation befindlicher und die Lage einschätzen könnender Arbeitsnehmer anzunehmen bereit war.

Ich verharre jetzt solange bis die neue Aufgabe mich findet..und solange mache ich das wozu ich noch Kraft aufbringe...was mir also Kraft gibt. Und vielleicht ist es das, was man als Mensch sich immer suchen sollte..einen Job der einem liegt, den man aus dem Ärmel schüttelt.

T>araliinda


dass man Grenzenlos ist, bereit alles zu tun um nicht verlassen oder gekündigt zu werden

das lässt sich auch mit Selbstbewusstsein beheben. Indem du lernst dass du wertvolle Arbeit leistest, und auch andere Arbeitgeber dich mit Handkuss nehmen würden @:)

Danke ;-)

Komisch daran ist, dass ich wirklich nicht ganz schlecht dastehe und die Krisenzeiten sind noch dazu vorbei. Aber wenn’s wo schwierig werden könnte (Job, Männer, Problemleute), dann finde ich das traumwandlerisch.

Ich weiß nicht was andere an mir erkennen, dass ich immer ausgebeutet werde ;(

Ich hatte das Gefühl, dass ich beim letzen Job wirklich selbstbewusst war. Aber kann ja nicht sein, sonst wäre die nicht so mit mir umgesprungen. Denn gebraucht haben die mich schon…

Tlarali.ndxa


Ich verharre jetzt solange bis die neue Aufgabe mich findet..und solange mache ich das wozu ich noch Kraft aufbringe...was mir also Kraft gibt. Und vielleicht ist es das, was man als Mensch sich immer suchen sollte..einen Job der einem liegt, den man aus dem Ärmel schüttelt.

Wenn Du es Dir leisten kannst... Ich bekomme keine staatlichen Förderungen und muss mich da einfach zusammenreissen.

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