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Hemmungen und nicht ernst genommen werden

e*ine {motdiviertxe hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Eigentlich geht es mir nach einer langen, inzwischen fast beendeten, Therapie nun ziemlich gut. Aber ein paar Sachen treiben mich immer noch um und eine davon möchte ich hier besprechen.

Ich war früher sehr stark introvertiert, sehr schüchtern und hatte kaum Selbstvertrauen. Dennoch habe ich (vor allem in meinen Zwanzigern) nicht etwa still in der Ecke gesessen, sondern ziemlich anspruchsvolle Dinge gemacht, u.a. zwei Studienabschlüsse, eine ganze Menge Auslandsaufenthalte in exotischen Ländern, meinen Lebensunterhalt verdient, etc. Ich hatte immer das Gefühl, viel leisten zu müssen, um Anerkennung zu kriegen. So richtig hat das aber nicht funktioniert, wohl weil ich mich selbst nicht anerkannt/geliebt habe. Ich war also oft unglücklich und auch mein Beziehungsgeflecht war eher nicht schön. Das hat sich alles stark gebessert. Heute stehe ich eigentlich ganz gut im Leben da, wie ich finde. Bin selbstständig, arbeite ständig mit Menschen, was erstaunlicher Weise sehr gut läuft, habe eine funktionierende Beziehung (auch wenn das das nicht immer einfach ist) und einige liebe Freunde. Das Verhältnis zu meiner Ursprungsfamilie ist ganz okay, wir sehen uns aber nicht oft.

Dennoch fühle ich mich im Umgang mit einigen Menschen immer sehr gehemmt. Das tritt besonders bei Leuten auf, die sehr selbstbewusst sind, scheinbar fest im Leben stehen, viele Kompetenzen haben und bei denen ich die Schwächen nicht oder kaum kenne (weil diese Menschen mir meist auch nicht so nahe stehen). Und umgekehrt habe ich dann oft das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Und je mehr das so ist, desto stärker bin ich gehemmt. Irgendwie ist das ein Teufelskreis.

Ein Beispiel sind meine Vermieter. Mein Freund und ich wohnen mit ihnen in einem Haus und das Verhältnis kann (eigentlich) besser nicht sein. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden, sie sind total locker und prinzipiell mit uns auf einer Wellenlänge. Hab ich jedenfalls immer gedacht (wir wohnen seit anderthalb Jahren hier). Für MICH ist es aber langsam nicht mehr so schön, denn genau der oben beschriebene Kreislauf ist da im Gange. Die beiden haben (eigentlich schon von Anfang an, aber das habe ich eine Weile verdrängt) den wesentlich besseren Draht zu meinem Freund. EIN Grund dafür mag auch das Alter sein, denn ich bin sozusagen das Küken. Ich bin Anfang 30, mein Freund Mitte 40 und die beiden ca. 60. Dennoch glaube ich, dass es auch viel an der Art meines Freundes liegt, der (jedenfalls nach außen hin) immer locker, witzig, nett und kompetent wirkt. Er ist der Alleskönner bei uns, der nicht nur handwerklich begabt ist und den grünen Daumen hat, sondern auch noch kochen kann. Außerdem hat er mehrere Kinder. Und wie gesagt, eine lockere und witzige Art. Ich habe also den Eindruck, dass sie meinen Freund total toll finden, an mir aber irgendwie nichts finden. Ich glaube zwar nicht, dass sie mich grundsätzlich nicht mögen oder irgendein Problem mit mir haben, aber ich habe den Eindruck, sie halten mich für die blasse Freundin meines Freundes, die nichts weiter zu bieten hat, immer irgendwie verklemmt wirkt, nach Worten sucht, manchmal seltsame Dinge sagt, nicht besonders witzig ist, handwerklich nichts drauf hat (ist auch so) und im Garten auch nicht viel macht außer Unkraut jäten und Laub harken (ist im Prinzip auch so, Pflanzaktionen, etc. macht immer mein Freund). Meine Vermieterin dagegen ist quasi genau wie mein Freund, schmeist neben ihrem Job den kompletten Haushalt und den Garten und kann auch super mit Werkzeug umgehen. (Ich erwähne diese Dinge, da wir auf dem Land wohnen, wo diese Dinge offenbar wichtig sind). Ihr Mann ist zwar nicht ganz so ein Alleskönner, verdeckt dies aber mit einer ebenfalls sehr lockeren Art und Witzen non-stop.

Ich fürchte, dass sich da bei mir viel im Kopft abspielt, denn wirklich WISSEN kann ich ja nicht, wie sie mich genau sehen, aber ich meine es halt zu spüren. Auch ihr Verhalten spricht Bände. Sie sind zwar nett zu mir, reden aber VIEL mehr mit meinem Freund. Auch nennen sie zumeist nur seinen Namen, wenn sie eigentlich uns beide meinen, wenden sich mit (selbst völlig banalen) Erzählungen hauptsächlich an ihn, auch wenn wir alle zusammen sitzen, etc. Da heißt es dann z.B. "Hast du [Name meines Freundes] schon erzählt, dass..." Und das ziemlich häufig, nicht etwa nur bei Themen, für die sich nur mein Freund interessiert. :-( Auch wenn sie mal irgendwas brauchen, wenden sie sich IMMER zuerst an ihn und nur wenn er nicht kann, auch mal an mich. Das nervt und verletzt, gerade heute zieht es mich total runter und macht mich echt traurig. Aber darauf ansprechen mag ich sie auch nicht, ich glaube, das wäre nur peinlich...

Was kann ich denn da machen? Ich glaube, früher hätte ich mir ein Bein ausgerissen, damit die anderen mich zu schätzen wissen, und versucht, irgendwas Tolles zu machen, was mir Bewunderung einbringt. Aber erstens habe ich (vor allem bei anderen) festgestellt, dass man meist gar nicht für tolle Leistungen, sondern für Lockerheit und Witzigkeit gemocht wird. Aber ich kann mich da eben nicht verbiegen, ich bin wie ich bin. Ich KANN ja sogar auch witzig sein, z.B. mit den Leuten bei der Arbeit, die mich meistens mögen, oder mit meinen Freunden. Aber bei Leuten wie meinen Vermietern geht das irgendwie nicht...

Zum anderen ist ein Teil von mir auch ziemlich sauer und hat absolut keinen Bock, den anderen irgendwas zu beweisen! Ich weiß noch nicht, welcher Teil stärker ist, aber Fakt ist, dass ich unter der Situation leide... Hat jemand einen Tipp?

Antworten
MwolliXenchen


Ich habe keinen Tipp, bin allerdings Leidensgenossin. Mit dem Unterschied, dass ich nicht anspruchsvolle Dinge wie Studienabschlüsse, Auslandsaufenthalte etc. vorweisen kann. Ansonsten ist bei uns auch mein Mann sozusagen der Ansprechpartner nach außen hin, ich nur wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Beispiel: Ich bin die Wohnungseigentümerin der Wohnung, in der wir zusammen wohnen. Wenn wir zusammen bei der Eigentümerversammlung sind, werde trotzdem nicht ich angesprochen, sondern er... Na ja. Mich findet deswegen keiner doof, unfreundlich, oder hasst mich gar, aber ich scheine eben einfach "unwichtiger" zu sein. Oder man erwartet von mir halt einfach nix (oder nix Brauchbares... :-( )

Ich bin allerdings auch ziemlich verklemmt und rede nur, wenn ich dazu gezwungen werde ;-), insofern, wirklich wundern tut mich die Reaktion der Außenwelt jetzt gerade nicht.

Ich würde gern Tipps geben, kann ich aber nicht, und fürchte, man ist, wer man ist, und alles andere wäre nur Schauspielerei. Ich bin halt nicht für's "Everybody's darling"-sein geboren.

Mwollie?nxchen


Achja, und mir geht es wie Dir, mit Leuten auf der Arbeit oder so ist das alles nicht so das Problem.

e1ineC motixvierte


Mollienchen: Danke für deinen Beitrag. Schön, zu wissen, dass man nicht alleine ist.

:)_ :)*

F=lma0cxk


Selber finde ich diese "locker vom Hocker" Fraktion nicht sehr anziehend. Oft ein bisschen flach, verleugnen sie die schwierigen Seiten des Lebens. Instinktiv öffne ich mich solchen Menschen nicht, weil ich fürchten muss, sie sind dann unangenehm berührt, und sagen dann so Sachen wie: "Kopf hoch, wird schon wieder, oder geh mal eins trinken, oder Du bist super, nimm es nicht schwer", irgendso ein positivistischer Spruch halt. Vielleicht tue ich ihnen damit unrecht.

Hast Dir die Antwort ja schon selber gegeben: Du bist wie Du bist und willst Dich nicht verbiegen.

M@olli;endchexn


Was mich daran so stört ist, dass die "Locker-vom-Hocker"-Typen es oft im Leben leichter haben. Kommen leichter an Informationen, kriegen mehr mit, lernen mehr Leute kennen (und müssen sich dafür nichtmal überwinden), werden eben tatsächlich ernster genommen oder sogar auch für schlauer gehalten.

Ich meine damit nicht die Zu-lockeren, sondern die, die halt einfach drauf los machen und sich keinen so großen Kopf darum machen, wie sie wirken, ob sie auch schlau daher reden, ob sie jemand für dumm halten könnte usw.

@ eine motivierte

Ich bin gerade an einem Punkt, wo ich mir meist sage: Gott ja, ist halt so, ich kann mich eh nicht ändern. Trotzdem nehme ich immer mal wieder zur Kenntnis, dass es ganz gut ist, dass ich meinen Mann als "Kommunikator" habe…

e[in~eq mot@i!viert)e


Flack:

Hast Dir die Antwort ja schon selber gegeben: Du bist wie Du bist und willst Dich nicht verbiegen.

Nee, das habe ich so nicht gesagt. Ein kleiner Teil von mir denkt vielleicht so, ja. Aber der größere Teil leidet darunter und wäre gerne anders. Ich würde gern gemocht werden und vor allem anerkannt. War schon immer so und im Moment empfinde ich es gerade wieder ganz stark (habe aber eh keinen guten Tag heute und bin total empfindlich, auch meinem Freund gegenüber :°( ). Aber ich fürchte auch, dass das eigentlich ein Trugschluss ist. Solange ich mit mir nicht zufrieden bin, werden andere das auch spüren und es passiert wieder das wie im Eingangsbeitrag beschrieben. {:(

TJa, ich weiß auch nicht. Eigentlich könnte ich stolz auf mich sein. Ich hatte keine guten Startvoraussetzungen (ziemlich suboptimale Eltern) und habe doch einiges erreicht im Leben. Na ja, aber es fällt trotzdem schwer, da Selbstwertgefühl ja eigentlich schon in der frühesten Kindheit gebildet wird...

@ Mollienchen:

Ich habe noch nicht so richtig rausgelesen, wie sehr du unter der Situation leidest bzw. ob überhaupt. Kannst du mit deinem Mann darüber sprechen? Wenn ja, was meint er dazu, dass immer ER angesprochen wird statt du? Ich würde einerseits schon gern mit meinem Freund darüber sprechen, aber irgendwie ist mir das ziemlich peinlich. Ich fürchte, ich würde mich sehr schwach fühlen, wenn ich ansprechen würde, was mir derzeit so im Kopf rum schwirrt, vor allem in Bezug auf unsere Vermieter. Er wäre total überrascht, glaube ich, da wir ja ein soooo tolles Verhältnis haben... %-| Na ja, statt mit ihm zu reden, reagiere ich schon den ganzen Tag total gereizt und wir streiten dauernd wegen irgendwelcher Kleinigkeiten. Auch keine Lösung, ich weiß... %:|

FLlaxck


und vor allem anerkannt

Geliebt werden ist besser. Annerkennung macht manipulierbar.

MJollie1nchen


@ eine motivierte

Je nach Stimmungslage leide ich mal mehr, mal weniger darunter. Manchmal finde ich es ganz okay, als "die Kleine Ruhige Harmlose" gesehen zu werden, dann wieder beneide ich andere Frauen, die nicht nur aufs "Anhängsel des Manns" reduziert werden. Ich weiß ja, dass das nicht von allein passiert, sondern dass diese Frauen das entsprechende Verhalten an den Tag legen, das die anderen sie ernst nehmen lässt, und wenn ich dasselbe Verhalten an den Tag legen würde, hätte ich dasselbe Ergebnis. Allerdings weiß ich ziemlich genau: Das werde ich nicht schaffen. Illusion. Dafür müsste ich meine Vergangenheit verändern.

Wenn ich gut drauf bin, denke ich mir: Dafür leiste ich halt andere Dinge, die die anderen nicht sehen und somit nicht beurteilen können, aber ich weiß es. Die können mich mal.

Mit meinem Mann kann ich darüber sprechen.

Wenn ja, was meint er dazu, dass immer ER angesprochen wird statt du?

Da er mich gut kennt und ja auch meine Außenwirkung kennt, wundert es ihn genauso wenig wie mich, dass es so ist. Er gibt mir jede Menge Tipps, was ich tun kann, z.B. mich mehr in die Angelegenheiten reinhängen, damit ich eben nicht dieses Mitläufer- und Begleitungs-Image ausstrahle. Leichter gesagt als getan, allerdings…

Nochmal zu Deinen Nachbarn.

Auch wenn sie mal irgendwas brauchen, wenden sie sich IMMER zuerst an ihn und nur wenn er nicht kann, auch mal an mich.

Glaubst Du, sie machen das einfach so von sich aus, schlicht aufgrund Deiner Ausstrahlung? Oder ist mal etwas gewesen, woraufhin sie vielleicht entschieden haben, lieber Deinen Freund zu fragen? Sie haben Dich irgendwas gefragt und Du hast unsicher reagiert oder so?

Was mich betrifft, denke ich nämlich, dass ich manchmal aus allen Poren ausstrahle, dass es mich gerade nervt, wenn jemand etwas von mir will, egal wie freundlich ich nach außen tue, und das schreckt viele Leute vielleicht ab.

F0laxck


[...] Selbstwertgefühl ja eigentlich schon in der frühesten Kindheit gebildet wird...

Ja, das ist leider so, dass dies bei einigen schief gelaufen ist. Aber man kann dies nachholen, wurde mir gesagt.

Hyoladki


Dennoch fühle ich mich im Umgang mit einigen Menschen immer sehr gehemmt. Das tritt besonders bei Leuten auf, die sehr selbstbewusst sind, scheinbar fest im Leben stehen, viele Kompetenzen haben und bei denen ich die Schwächen nicht oder kaum kenne (weil diese Menschen mir meist auch nicht so nahe stehen).

Genauso geht es mir auch mit manchen Leuten. Ich kann (mittlerweile) mit den meisten Menschen ganz locker reden, aber hin und wieder treffe ich auf jemanden, bei dem ich mich irgendwie minderwertig fühle und dann bin ich auch gehemmt. Allerdings habe ich schon öfter festgestellt, dass diese Menschen auch ihre Probleme haben und bei ihnen auch nicht immer alles so läuft wie sie es sich vorstellen. Sie zeigen das nach aussen hin nur weniger als andere.

Was deine Vermieter angeht: Wahrscheinlich hat ihr Verhalten überhaupt nichts damit zu tun, dass sie dich weniger mögen oder schätzen würden als deinen Freund. Menschen neigen eben dazu, eher andere Menschen anzusprechen, die eine besonders offene und freundliche Ausstrahlung haben. Aber auch wenn du diese Ausstrahlung nicht oder weniger hast als dein Freund heisst das ja nicht, dass das immer so sein muss. So etwas kann man lernen.

E`hemali^ger. NutzeIr (i#69928x)


Ich kenne das, allerdings aus der umgekehrten Position: Es gibt ein Paar in meinem Umfeld, bei dem ich das auch beobachten kann. Er ist eine recht schillernde Persönlichkeit, charmant und mit einem schnellen Verstand ausgestattet. Sie ist... nicht schillernd. Man kann nicht sagen, dass sie dumpf oder uninteressant wäre, sie geht nur neben ihrem Freund völlig unter. Auch ich merke, dass ich ganz automatisch mit ihm rede und weniger mit ihr. Es ist nicht so, als wäre sie mir unsympathisch. Wenn ich mit ihr rede, verstehe ich mich gut mit ihr. Dazu kommt es bloß seltener, weil er sofort die Aufmerksamkeit in Anspruch und sie eben still und lächelnd daneben sitzt.

Manchmal habe ich den Eindruck, stille und scheue Menschen schließen sich öfters Personen an, die eine starke Präsenz besitzen. Ganz automatisch werden diese dann der Ansprechpartner nach außen, eine Art Schutzschild. Das nimmt einem dann zwar unangenehme Begegnungen ab, kann aber auch als Problemverstärker wirken, weil man sich hinter den Partner zurückzieht. Um einen Menschen schätzen zu können, müssen wir ihn zuerst wahrnehmen.

M<olmlienxchen


@ Lancis

Da magst Du Recht haben, dass ruhige, scheue Menschen sich gern einen Schutzschild als Partner suchen. Unbewusst natürlich, ich bin ja nicht losgegangen und habe geguckt, wer diese Kriterien am besten erfüllt.

Ich selbst bin ja bei anderen nicht besser, wenn es da z.B. um ein Paar geht und einer davon hat eben die führende Rolle, rede ich oft auch eher mit dem als mit dem anderen. Deswegen finde ich den anderen (ruhigeren) ja nicht zwingend blöd. Wahrscheinlich handelt der Mensch da intuitiv rein wirtschaftlich: Auf welche Art ist das beste und schnellste und unkomplizierteste Ergebnis zu erwarten? Das ist gar nicht gegen jemanden als Person gerichtet, nur ahnt man vielleicht, dass es mit dem anderen vielleicht etwas umständlicher wäre – weil der schwerer zugänglich ist, die Wellenlänge nicht ganz so hinhaut etc., auch wenn das Ergebnis am Ende dasselbe wäre.

Andersherum gibt es Leute, mit denen mein Mann nicht so viel anfangen kann und die nicht mit ihm, mit denen ich mich wieder super verstehe. Auf der "etwas regeln"-Ebene ist allerdings trotzdem er eher der Ansprechpartner.

M"ollienPchen


Ich kenne übrigens ein Paar, da ist sie die "Führungsperson" und er der ruhige Mitmacher, aber ich mag ihn trotzdem auch, auch wenn ich mich eigentlich fast nur mit ihr unterhalte.

efine m>otivier'te


Ich habe mit meinem Freund mal über das Problem geredet, obwohl mir das nicht leicht gefallen ist. Er war ziemlich überrascht, besonders was das Beispiel mit unseren Vermietern betrifft, das hatte er so noch nie wahrgenommen. Er kann natürlich nichts machen, aber ich finde es schon wichtig, dass er das weiß.

Was das unbewusste Suchen nach einer "Führungsperson" betrifft, das ihr hier angesprochen habt, so haben wir das auch thematisiert. Es spielt ja auch für die Beziehung eine Rolle. Ich muss sagen, das mein Freund bei uns schon ziemlich den Ton angibt bzw. der Vorreiter ist für alles, was so gemacht wird. Er fängt meist Dinge an und ich leiste dann ggf. auch noch nen Beitrag dazu, aber die treibende Kraft ist meist er. Das hat sich irgendwie ganz stark so entwickelt. Ich habe auch eine starke Vermutung, wo das herkommt: Früher hatte ich nämlich immer nur wenig Unterstützung seitens meiner Familie und habe in meiner Jugend sehr, sehr viel allein gemacht und organisiert. Dabei habe ich mir immer jemanden gewünscht, der mich unterstützt und auch mal was für mich macht. So jemanden habe ich nun in meinem Freund gefunden und mich wohl eine ganze Weile darauf ausgeruht. Aber nun scheine ich mehr und mehr in die Rolle der unbedeutenden Mitläuferin abzugleiten und das will ich nicht. Von einem Extrem ins andere also! Das wäre gar nicht gut, vor allem nicht für die Beziehung. Aber wir haben drüber geredet und wollen dran arbeiten...

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