» »

Hemmungen und nicht ernst genommen werden

eoine mNoPtiviUerxte


Hatte vorhin keine Zeit, auf eure Beiträge ausführlicher einzugehen. Danke jedenfalls dafür!

Flack:

Geliebt werden ist besser. Annerkennung macht manipulierbar.

Na ja, aber nicht alle Leute können mich lieben bzw. ist das ja gar nicht erwünscht. Nur möchte ich eben gerne von meinen Mitmenschen im Allgemeinen (wie z.B. von meinen Vermietern) anerkannt werden, oder ist das das falsche Wort?

Ja, das ist leider so, dass dies bei einigen schief gelaufen ist. Aber man kann dies nachholen, wurde mir gesagt.

Ja, das habe ich ja durch die Therapie versucht. Aber es gelingt nur bedingt. Werde mit dem Therapeuten nochmal darüber reden, habe allerdings nur noch wenige Stunden.

e|ineS moYtivierxte


Mollienchen:

Glaubst Du, sie machen das einfach so von sich aus, schlicht aufgrund Deiner Ausstrahlung? Oder ist mal etwas gewesen, woraufhin sie vielleicht entschieden haben, lieber Deinen Freund zu fragen? Sie haben Dich irgendwas gefragt und Du hast unsicher reagiert oder so?

Nee, einen bestimmten Auslöser gab es eigentlich nicht. Aber meine Unsicherheit habe ich ihnen wohl öfter mal gezeigt. Entweder in Momenten, wo ich mich unterlegen fühlte und entsprechend gehemmt war, nach Worten suchen musste oder ähnliches, oder einfach in Momenten, wo ich recht objektiv auf bestimmte Dinge geschaut habe, die ich nicht kann und das dann auch so zugegeben habe. Ich nehme mich dann auch gern mal selbst auf den Arm und lache darüber. Möglicherweise kommt das aber bei Leuten, die mich nicht sooo gut kennen, nicht so gut an. Weiß nicht, aber ich glaube, es ist hauptsächlich meine Ausstrahlung...

e&ineO motziviexrte


Hauptsächlich ist es wohl das, was Holladi geschrieben hat:

Wahrscheinlich hat ihr Verhalten überhaupt nichts damit zu tun, dass sie dich weniger mögen oder schätzen würden als deinen Freund. Menschen neigen eben dazu, eher andere Menschen anzusprechen, die eine besonders offene und freundliche Ausstrahlung haben.

e.ine nmotiRvierte


Lancis:

Du hast genau das beschrieben, was ich auch an der Beziehung zu meinem Freund inzwischen problematisch finde:

Manchmal habe ich den Eindruck, stille und scheue Menschen schließen sich öfters Personen an, die eine starke Präsenz besitzen. Ganz automatisch werden diese dann der Ansprechpartner nach außen, eine Art Schutzschild. Das nimmt einem dann zwar unangenehme Begegnungen ab, kann aber auch als Problemverstärker wirken, weil man sich hinter den Partner zurückzieht.

Wie ich heute am früheren Abend geschriebeben habe, hat das seine Gründe, gefällt mir so aber nicht mehr. Bzw. ist es eine ziemliche Gradwanderung, denn auf der anderen Seite gefällt es mir ja doch. Ich hoffe nur, dass die Tatsache, dass wir uns diese Entwicklung bewusst gemacht haben, uns zukünftig auch weiter hilft...

Msol8lie%nchen


@ eine motivierte

Mollienchen, magst du was über deine Vergangenheit erzählen?

Meine Vergangenheit war eher das Gegenteil von Deiner. Mir wurde immer alles abgenommen, allerdings empfand ich es nicht als Freundlichkeit und Mich-schonen-Wollen, sondern als Mir-nix-zutrauen. Folglich hab ich selbst auch nicht gelernt, mir was zuzutrauen. Ich dachte mir, bevor ich es falsch mache und Mecker kriege, lass mal lieber den anderen (in dem Fall mein Vater) machen. Na ja, dadurch lernt man natürlich nicht wirklich was.

Wenn ich heute etwas tun muss, schaffe ich es auch, aber die Unsicherheit von früher ist noch da, so dass ich immer noch heimlich drauf spekuliere, dass mein Partner schon machen wird… Nicht gut, ich weiß.

Nee, einen bestimmten Auslöser gab es eigentlich nicht. Aber meine Unsicherheit habe ich ihnen wohl öfter mal gezeigt. Entweder in Momenten, wo ich mich unterlegen fühlte und entsprechend gehemmt war, nach Worten suchen musste oder ähnliches, oder einfach in Momenten, wo ich recht objektiv auf bestimmte Dinge geschaut habe, die ich nicht kann und das dann auch so zugegeben habe. Ich nehme mich dann auch gern mal selbst auf den Arm und lache darüber. Möglicherweise kommt das aber bei Leuten, die mich nicht sooo gut kennen, nicht so gut an. Weiß nicht, aber ich glaube, es ist hauptsächlich meine Ausstrahlung...

Ich denke, das kommt nicht deswegen nicht gut an, weil es ein schlechtes Licht auf Dich als Person wirft (im Gegenteil, eine Schwäche zugeben kommt meist ganz gut an), allerdings bringt es den anderen dann halt nicht an sein Ziel, und weil der Mensch eben so gestrickt ist, dass er schnell ans Ziel will, sucht er sich 'n anderen Weg, und der geht dann halt in diesem Fall über Deinen Freund. Mit persönlicher Zuneigung oder Abneigung hat das gar nichts zu tun.

eline wmo;tivierxte


Mollienchen:

Ich habe nochmal darüber nachgedacht und mir ist aufgefallen, dass das hier aber auch bei mir der Fall war, jedenfalls in meiner früheren Kindheit und Jugend:

Mir wurde immer alles abgenommen, allerdings empfand ich es nicht als Freundlichkeit und Mich-schonen-Wollen, sondern als Mir-nix-zutrauen. Folglich hab ich selbst auch nicht gelernt, mir was zuzutrauen.

Als ich klein war, habe ich dauernd gehört: "Das kannst du noch nicht" oder "Das verstehst du noch nicht". Nicht sehr pädagogisch. :-| Insofern habe ich zu Hause auch nicht viel gemacht und insofern da auch nicht viel gelernt, glaube ich. Hobbies gab es auch keine, da hieß es ähnlich "Das kannst du noch nicht" oder "Die Kleine hat mit der Schule ja eigentlich genug zu tun". Finde ich im Nachhinein schade. Eine gute Schülerin war ich auch. Emotional hat allerdings immer einiges gefehlt, auch wenn ich materiell versorgt war.

Später wandelte sich allerdings einiges. Als ich 16 war, bekam meine Mutter noch zwei Kinder und war sowieso schon mit sich und dem Leben überfordert und insofern habe ich mein Leben von da an meist selbst organisiert. Habe noch bis zum Abi zu Hause gewohnt, dann aber völlig allein entschieden, was und wo ich studiere, mir dort eine Unterkunft gesucht, meine Auslandsaufenthalte selbst organisiert, etc. Damals war ich gerade 18/19 und bekam in dieser Zeit quasi null Unterstützung mehr von zu Hause. Meine Freunde haben wegen jedem Pups, der bei ihnen in der Uni oder so schiefgegangen war, ihre Eltern angerufen, ich dagegen wurde von meinen Eltern und Großeltern angerufen und mit deren Problemen zugetextet... Na ja, ist alles lange her, aber spielt sicher alles mit eine Rolle...

Hast du mal über THerapie nachgedacht oder meinst du, du kommst auch so ganz gut klar?

Mnolli%eAnchxen


Hast du mal über THerapie nachgedacht oder meinst du, du kommst auch so ganz gut klar?

Ich hab schon eine hinter mir. ;-D Es geht mir besser als vorher seitdem. Vom Idealzustand noch weit entfernt, aber ich komm wesentlich besser klar als vorher. Vielleicht versuche ich später nochmal eine, mal schauen, momentan geht's aber.

Ich denke, selbst wenn man es schafft, selbst was zu organisieren und so, wie Du es gemacht hast, hilft es dem eigenen Selbstbewusstsein dann nicht allzuviel, wenn im Kopf die Dinge nicht richtig liegen. Ich hab ja auch so das eine oder andere geregelt in meinem Leben (regeln müssen), allerdings immer als Horror empfunden und hinterher statt Stolz eigentlich nur Erleichterung, dass es vorbei war. Also, Motivation für's nächste Mal gab's da für mich eher nicht so...

Da hat mir tatsächlich die Therapie ein wenig bei geholfen.

fCiammxa


@ motivierte

Erst mal: freue Dich darüber, dass Ihr so tolle und unkomplizierte Vermieter habt! :)^

Die sind dann vielleicht auch nicht so streng, wenn es um Lärm geht oder die Treppenreinigung etc. – bzw. die Atmosphäre im Haus stelle ich mir mal als relativ entspannt vor.

Sind Deine Vermieter Personen, die Du menschlich gesehen besonders sympathisch findest, würdest Du gerne mit ihnen befreundet sein, oder siehst Du mehr Dich mit Deinem Freund in einer Art Konkurrenzsituation bezüglich der "Gunst" durch andere Leute?

Wenn Du die Leute gerne magst, lade sie doch mal (allein) auf einen Kaffee ein und komme ungezwungen mit ihnen ins Gespräch.

Wobei ich persönlich mit Vermietern das Verhältnis auch bei Sympathie nicht zu extrem vertraut gestalten würde, letztendlich ist man ja doch in einer Geschäftsbeziehung miteinander....

Und sieh' es mal so: wenn Dein Freund in erster Linie Ansprechpartner ist (was auch damit zu tun haben kann, dass er eben fachliche/technische Dinge etc. rund um Haus und Garten übernimmt), dann ist er es vermutlich auch im Falle von Konflikten (unwahrscheinlich bei diesen Vermietern, aber irgendwann vielleicht bei anderen...).

Unabhängig davon ist es auch normal, dass nicht jeder zu jedem den gleichen Draht hat. Umgekehrt mag es auch Leute geben, die mit Dir besser können als mit Deinem Freund....

Warum also alles so persönlich nehmen??

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH