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Probleme den Arzt auf Depression anzusprechen?

L.etal|dosiis hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin mir ziemlich sicher, dass ich unter einer Depression leide und habe den festen Vorsatz, meinen Hausarzt darauf anzusprechen damit er mich überweisen kann, ich habe mir auch schon einen Termin geholt.

Ich denke, dass ich dringend ärztliche Hilfe brauche, die ich ja auch will, aber ich habe Angst, dass ich es nicht schaffe meinen Arzt darauf anzusprechen, wie ging es euch?

Ich weiss, dass ich mich dafür nicht schämen muss und dass ich nichts dafür kann, aber dennoch ist mir das ganze sehr "unangenehm".

Ich muss dazu sagen, dass ich es schonmal vorhatte und mir auch schon meinen Satz zurechtgelegt hatte, aber ich habe es nicht geschafft und da ich auch eh wegen etwas anderm bei ihm war, habe ich es dann einfach nicht angesprochen...Ich konnte es einfach nicht, selbst als er meinte, ob noch etwas anderes sei, habe ich geschluckt,wollte was sagen und meinte dann, "nein, das war es...".

Wie ging es euch dabei, habt ihr einen guten Tipp?

Der Termin rückt immer näher....

Antworten
M/ollivenc;hexn


Begeistert war ich von dem Gedanken auch nicht, aber es musste halt sein.

Bei mir war es allerdings so, dass ich mir erst einen Therapieplatz gesucht habe und dann zu meiner Hausärztin musste, weil die da nochwas dazu unterschreiben musste.

Sag Dir einfach: Du bist nicht die erste und garantiert nicht die letzte, die mit Depressionen zu diesem Arzt geht, das hat der schon tausendfach zu hören gekriegt wahrscheinlich, und Depressionen sind nun gar nichts, wo man sich für schämen muss.

Wovor genau hast Du Schiss? Dass er Dich nicht ernst nimmt? Dass Du Dir, wenn Du es äußerst, eine Schwäche eingestehst (und ihm)?

LtetaYldIos=ixs


Ehrlich gesagt, kann ich gar nicht so genau definieren wovor ich Schiss habe, einerseits vielleicht nicht richtig ernst genommen zu werden oder andererseits vielleicht auch dann komplett ausgequetscht zu werden.

aFugO2E3x3


Psychotherapeuten nehmen ihre Klienten ernst und quetschen niemanden aus!

Hausarzt wird wegen Überweisung nur gebraucht, wenn dort schon Praxisgebühr bezahlt wurde, sonst beim Therapeuten bezahlen; Quittung vom Hausarzt reicht leider nicht!

Die Empfehlung, erst Therapeuten suchen, ist genau richtig! Wenn der Termin steht, dann sollte es einfach sein, sich wenn nötig vom HA eine Überweisung geben zu lassen. Das muss dem nicht erklärt werden: "ich möchte ein Problem lösen, dazu benötige ich einen Psychotherapeuten!" Das sollte dem reichen!

LletalHdousxis


Mit dem Ausquetschen meinte ich ja jetzt meinen Hausarzt, ich dachte ich müsste das dann erstmal grob alles mit ihm besprechen damit er mich an irgendwen spezielles überweisen kann...

ayug23x3


Nein, das ist es eben – der Hausarzt sollte erfahren, dass man ein psychisches Problem mit einem Fachtherapeuten lösen möchte. Er vergibt sich nichts, wenn er dann eine Überweisung ausstellt.

M#ollienWchen


Zum Hausarzt muss man sogar, der muss da etwas unterschreiben, wenn ich noch wüsste, was das ist, ich glaube so etwas wie, dass es keine körperlichen Krankheiten oder sowas gibt (bzw. bekannt sind), die gegen eine Psychotherapie sprechen oder so… (Mein mieses Gedächtnis… Vielleicht hat ja wer anders bessere Erinnerungen.)

Aber das hab ich halt erst gemacht, nachdem ich den Therapieplatz eh schon hatte.

LNeta2ldosxis


Ok, danke...

aqug2x33


Zu der Stellungnahme Hausarzt: Psychotherapeuten müssen bei einem Antrag auf Genehmigung einer Therapie eine Stellungnahme des Hausarztes beifügen (den Text erhält die Krankenkasse nicht!!!). Dies bedeutet aber, dass ein erstes und weitere Gespräche mit einem Therapeuten möglich sind, bevor der Hausarzt dieses Formular ausfüllen muss.

Mögliche Reihenfolge: Therapeut suchen, Termin ausmachen, hingehen. Hat man im Quartal schon einmal die Praxisgebühr bezahlt, dann von dem kassierenden Arzt eine Überweisung zum Psychotherapeuten verlangen. Wenn noch nicht bezahlt, dann wird beim Therapeuten bezahlt. Der erteilt Quittung, die Hausarzt bei Bedarf akzeptieren muss.

Fällt alles unter den Begriff: freie Arztwahl.

_CPearxl_


@ Mollienchen

Konsiliarbericht heißt das Ding. Und die Erkärung von dir dazu ist aber richtig soweit würd ich sagen :)z ;-) Das eben keine körperlichen Dinge ursächlich sind von den Problemen.

MIolliesnchxen


@ _Pearl_

Ja, genau, so heißt das Teil! Vielen Dank! Ist echt schlimm mit meinem Gedächtnis…

L]etaldoxsis


Guten Abend.

Ich habe nun nochmal eine Frage.

Wenn man einem Arzt mitteilt, dass man hin und wieder Suizidgedanken hatte (wohlgemerkt, nicht akut), dann kann er einen doch nicht zwangseinweisen?

Oder kann er es dann so drehen, dass er meint, man stelle immer noch eine Gefahr für sich dar, da ja solche Gedanken wieder auftreten könnten?

LIetal.dosixs


Keiner eine Antwort? :)D

aSug 23x3


Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort, weil:

- jeder Arzt reagiert anders auf solche Worte,

- wie erfolgt die Mitteilung?

- in welchem Zusammenhang erfolgt die Mitteilung?

- was ist ihm über die Lebensgeschichte sonst bekannt?

Ich würde mit solcher Mitteilung ganz vorsichtig sein. Wahrscheinlich bestätigen hier im Forum sehr viele, dass sie irgendwann in ihrem Leben schon mal daran gedacht haben, dieses vorzeitig zu beenden.

M1ollie}ncxhen


@ Letaldosis

Ich glaub kaum, dass ein Arzt Dich einweist, nur weil Du sagst, dass Du mal Selbstmordgedanken hattest. Ich hab meiner Therapeutin auch gesagt, dass ich durchaus schon solche Gedanken hatte, aber mich hat niemand eingewiesen.

Hätte ich vor ihr gesessen und seufzend gesagt "Eigentlich wär's besser, wenn…", vielleicht hätte sie anders reagiert. Keine Ahnung.

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