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Was kann man gegen Sozial Phobie tun?

C|hiQ&uitxaa hat die Diskussion gestartet


Bin im Moment in Therapie, aber ausser "mich selbst annehmen, bla bla & bla" weiß ich noch immer noch wirklich was ich genau dagegen tun kan..?

Ich weis, dass diese ganzen Ängste, die ich habe, unbegründet sind, also in vielen Fällen zumindest. Z.B. alleine im Cafe einen Kaffee trinken und so. Man kann ja sagen "tu es einfach" Aber solche Vorschläge helfen mir herzlich wenig..

Danke schon einmal! :-)

Antworten
H!oneyH_Bunnyx91


da hilft leider nur konfrontation und konditionierung :°_ :)*

ich hab das auch schon durchgemacht, aber helfen kann einem leider niemand, außer man selbst :)_ :)* :)*

Cdhi]Quitaa


warst du in Therapie? Wenn ja, wie lange und hat es dich daraus gebracht?

Hfone"y_Bu3n/ny9x1


ja war ich.. glaube 3 jahre lang? :)z davon 10 wochen stationär – geholfen hat GAR NIX.

ich hab erkannt dass ich selbst aktiv werden muss.

und kurz nachdem ich wieder angefangen hab schrittweise raus zu gehen (mit der hilfe meines besten kumpels, der damals der einzige war den ich außer meinen eltern und großeltern noch hatte) hab ich meinen jetzigen freund kennen gelernt und das hat mich aus diesem "loch" rausgebracht.

denn durch ihn MUSSTE ich rausgehen und MUSSTE mein leben auf die reihe bekommen :)z

C.hiQu]itaa


ich hab leider auch keinen mehr. ich kenne zwar viele leute aber bin mit keinem gut befreundet. bin irgendwie allein mit mir selbst. manchmal werde ich gefragt ob ich mit feiern gehen will, aber sage dann immer ab, weil ich mich so unwohl fühl bei so vielen leuten. einen freund hatte ich noch nie und ich bin 22. das liegt nicht dran das ich hässlig bin, ich lerne oft typen kennen und mir wird auch gesagt, dass ich keinen grund habe so zu sein wie ich bin, weil ich ein hübsches mädchen bin, aber im endeffekt wollen die dann von mir nix mehr wissen, weil ich so ruhig bin und man mit mir nichts anfangen kann. ins kino oder was trinken gehe ich nicht mit typen, da fühl ich mich so unwohl und denke immer die andern leute fragen sich wieso so ein typ, was mit mir unternehmen will. verrückt..

einerseits weiß ich, dass men denken schwachsinn ist und andereseits steckt es so tief in mir drin.

s!unshxine83


Mir hat eine Selbsthilfegruppe gut geholfen. Ich war eine Zeitlang genauso drauf. Habe aber die Erfahrung gemacht dass es anderen genauso geht. Ansonsten geh in einen Verein. Dort wird man auch meistens gut aufgenommen.

CAhiQuxitaa


Selbsthilfegruppen wären glaube ich nichts für mich..

mXuskTatmn*usxs


Hallo Chiquitaa,

hab ja vor einiger Zeit schonmal einen Thread von dir hier beantwortet und meine mich noch an deine Story zu erinnern.

Das was du beschreibst, dass du gefragt wirst zum feiern gehen und dann aber absagst kenne ich von mir. Manchmal verfalle ich auch wieder in dieses Muster uns sage ab.

Das schlimme ist eigentlich, dass das nicht mitgehen bzw. das absagen für dich eine Belohnung darstellt. Du gehst nicht, weil du dich unwohl fühlst und wirst zu Hause dann belohnt, weil du "sicher" bist. Diese Belohnung dauert dann vielleicht den Abend an und du fühlst dich gut, aber am nächsten Tag fällst du wieder in ein Loch, weil du nicht mitgegangen bist!?

Jede Angst die du dich nicht aussetzt wird belohnt mit einem guten Gefühl. Aber immer nur kurzzeitig. Denn für den Rest der Woche fühlst du dich nicht so gut und auf lange Sicht hat es ja fatale Kosequenzen.

Der erste Schritt wäre hierbei mitzugehen, aber du hältst dir jederzeit die Möglichkeit offen zu gehen. Sagst einfach "Joa, ich komm mal auf ein Bierchen mit.". Und dann bleibst du mal ein Stündchen und schaust wie es ist.

Das ist der allererste Schritt, es bringt nichts in den Supermarkt gehen oder wie du sagst alleine einen Kaffee trinken gehen, denn die soziale Angst beginnt immer in einer sozialen Gruppe. Also ab zwei Personen aufwärts.

Also versuch dich mal zu überwinden mitzugehen, aber nimm dir die Freiheit jederzeit das Experiment abzubrechen.

Ich weiß ja nicht was das für Freunde sind die dich da fragen, aber es gibt Veranstaltungen oder Partys oder Feiern die so ein bisschen verpflichtend sind. Da sprechen wir dann von sozialen Kompetenzen. Es einfach aushalten mit Freunden, Studienkollegen oder sogar Arbeitskollegen ganz unkompliziert sich einen Moment unterhalten oder vielleicht auch mal auf ein Getränk treffen.

Freunde denen du immer absagst, die fragen irgendwann nicht mehr, Kollegen werden sich abwenden, Leute die sich allem verschließen sind Zielscheiben für Mobbing,...

Es geht nicht darum jeden Scheiß mitzumachen, oder immer alles. Aber es geht darum gekonnt mit der Situation umzugehen, ohne den Eindruck zu vermitteln das man sich verschließt.

Also wenn du auf der Feier bist und da sagt einer "jetzt tanz doch mal", dann kannst du das tun, oder wenn nicht dann sagen "naja weißt du, wer tanzt hat zu wenig Geld zum trinken", oder "tanzen sollte man denen überlassen die es können".

Wenn dir einer sagt "erzähl doch mal was", sagen "frag mich was".

Wenn dich deine Freunde wieder fragen "kommst du mit feiern?", sagen "ja klar, wo geht ihr hin, ich glaub auf 1-2 Bierchen komme ich mal mit und schaue mir das an."

Gekonnt mit solchen Situationen umgehen, ohne sich auszuschließen oder ausgeschlossen zu werden.

Es geht nicht darum jeden Mist mitzumachen und nachher mit 3,5 Promille auf dem Tisch zu tanzen. Solche Leute will niemand und solche Leute gehen einem nur auf die Nerven. Und es geht auch nicht darum wenn dich deine Freunde fragen ob du feiern kommst, bis 8 Uhr morgens zu feiern, sondern einfach nur darum mitzugehen.

Vielleicht nimmst du dir da einfach zu viel vor bzw. hast da zu verkrampfte Vorstellungen was von dir erwartet wird. Es wird erwartet das du da hingehst, das du lustig sein sollst, gesprächig, usw. aber vielleicht hilft es dir ja, wenn du dir einfach nur mal sagst, es wird nur von mir erwartet mal mitzugehen. Nicht mehr und nicht weniger.

Was hältst du mal von 2 Wochen Work&Travel? Kannst du das machen, bist du Studentin und hast Semesterferien? Dann informier dich mal unter [[http://www.wwoof.org/]] .

Muss nicht mega kompliziert irgendwo in Peru sein, sondern kann auch Schweiz oder Österreich oder sogar Deutschland. Aber da bist du gezwungen in einem sozialen Gefüge (Gastfamilie) dich zu bewegen und das tolle du wirst durch nichts bewertet, es spielt keine Rolle, wer du bist, oder wo du her kommst oder ob du viel oder wenig sagst.

Sieh es einfach so ein bisschen als Übung an.

Denn da sind wir an einem wichtigen Punkt angekommen, wie hier schon geschrieben wurde...

weiß ich noch immer noch wirklich was ich genau dagegen tun kan..?

...kannst du nur durch Konfrontation der Gefahrensitutation die Angst bezwingen. Und was glaubst du wie gut du dich fühlst, wenn du die ersten paar Mal es geschafft hast. Und irgendwann klappt das schon fast ganz von alleine. Aber dafür sind einige Versuche vonnöten und du musst anfangen.

*:) @:)

D(eCvianxt


@ muskatnuss

Danke!

Ich habe meine soziale Phobie mittlerweile zwar ziemlich gut in den Griff bekommen, aber dein Beitrag gehört zu den besten Texten die ich jemals zu dem Thema gelesen habe und auch in meiner jetzigen Situation schadet es mir sicher nicht, mir deine Worte zu Herzen zu nehmen.

Konfrontationstherapie ist tatsächlich so ziemlich das Einzige das wirklich nachhaltig hilft, auch wenn andere Strategien zusätzlich unterstützend wirken können.

Und ja, man fühlt sich zwar "belohnt" wenn man eine potentiell gefährliche Situation vermiden hat, aber man fühlt sich grossartig, wenn man sich ihr immer wieder aussetzt und irgendwann merkt, dass man zu viel mehr fähig ist als man es sich zugetraut hätte. Es ist wie mit dem Sport: Beginnt man, ist man schnell überanstrengt und es ist sehr verlockend sich eifnach wieder auf die Couch zu setzen. Irgendwann wird es leichter, auch wenn die Couch immer noch sehr verführerisch im Wohnzimmer steht. Und plötzlich, ohne das man es merkt, grinst man schon beim Gedanken an die Sportsachen die nach der Arbeit auf einen warten...

Es ist wie mit vielen Dingen die sich im Leben lohnen:

Die Lösung ist eigentlich einfach, nur ist es schwierig sie tatsächlich in Angriff zu nehmen und sie nicht aus den Augen zu verlieren.

Viel Glück dabei!

BJlacikU Guxn


ich hab leider auch keinen mehr. ich kenne zwar viele leute aber bin mit keinem gut befreundet. bin irgendwie allein mit mir selbst. manchmal werde ich gefragt ob ich mit feiern gehen will, aber sage dann immer ab, weil ich mich so unwohl fühl bei so vielen leuten. einen freund hatte ich noch nie und ich bin 22. das liegt nicht dran das ich hässlig bin, ich lerne oft typen kennen und mir wird auch gesagt, dass ich keinen grund habe so zu sein wie ich bin, weil ich ein hübsches mädchen bin, aber im endeffekt wollen die dann von mir nix mehr wissen, weil ich so ruhig bin und man mit mir nichts anfangen kann. ins kino oder was trinken gehe ich nicht mit typen, da fühl ich mich so unwohl und denke immer die andern leute fragen sich wieso so ein typ, was mit mir unternehmen will. verrückt..

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/618994/]]

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sBchn eere&gen


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