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Völlig fertig, kurz vor "Zusammenbruch", was machen?

l\eanea-BuErxgfest hat die Diskussion gestartet


Hey Leute.

Ich glaube, ich steh das erste Mal völlig unter Strom. Meine Nerven machen es nicht mehr lange. Oder mein Körper?

Ich kann ehrlich gesagt nicht auseinander halten was nicht stimmt. Körperlich geht es mir seit gestern extrem schlecht. Ich bin völlig kraftlos, ich fühl mich erschlagen, könnte nur schlafen. Und hab null Energie. Krank fühl ich mich, aber ohne Husten oder einer Erkältung. Einfach völlig erschlagen.

Psychisch anscheinend auch, ich fühl mich weinerlich, reizbar und hab kaum Geduld, bin gleich genervt, was widerrum ein Gefühl in mir auslöst, gleich losheulen zu können.

Ich weiß nicht was das ist – geschweige denn wie ich es wieder los werde.

Ich weiß nur, dass mich mein Leben in meiner Umgebung sowie es jetzt ist völlig ankotzt. Ich bin unglücklich, mir wird alles zu viel. Und ich sehe momentan keinen Ausweg.

Ich bin nicht chronisch überfordert, es war schon schlimmer und da ging es mir nicht so. Nur jetzt, weil es wirklich an allen Ecken brennt. Es brennt gesundheitlich, es brennt in meiner Ehe weil es zu Problemen kommt, die mit meiner Ursprungsfamilie zusammenhängen. Meine Kinder haben grad eine Phase in der sie sehr schwierig sind und mir auch viel Energie rauben. Hinzu kommt meine Arbeitslosigkeit, die sich nicht beheben lässt, da meine Gesundheit nicht macht wie sie soll, dadurch gibt es finanzielle Probleme. Es gibt mometan keinen Bereich in meinem Leben, der nicht behaftet ist. Da ist kein heiler Punkt an dem ich mich zurückziehen könnte.

Ich kann nicht mehr.

Mein Therapeut ist im Krankenstand noch bis Ende diesen Monats. Ich kann also nicht hin um mich auszusprechen.

Ich will am liebsten in mein Bett und so lange heulen bis das alles endlich besser ist.

Wenn ich an nächste Woche denke wird mir ganz anders, und ich weiß nicht wie ich die schaffen soll :°(

Was macht ihr in solch einem Fall?

Antworten
SEun`floRweru_73


Immer nur im die naheliegenden Dinge kümmern. Überleben Stunde für Stunde. Und deutlich signalisieren: Ich bin nicht für alles verantwortlich und manche Kämpfe kämpfe ich jetzt erstmal nicht.

Und: Um Dich kümmern. Dinge tun, die DIR gut tun.

Hast Du jemanden in Deinem Umfeld (Freundin, Hausarzt), mit dem Du reden kannst? Oder in Gedanken Gespräch mit Deinem Therapeuten führen? Was würde er sagen? Was würde Dir helfen? Was möchtest Du loswerden?

Im alleräußersten Notfall: Stationäre Aufnahme in der Klinik, und wenn es nur für einige Tage ist. :)*

S3unfilowe^r_7x3


Achja: Bett und Heulen: Was spricht dagegen?

Klar, es ändert nichts – aber vielleicht muss der innere Druck mal raus. Oder einfach keine Kraft mehr ins Nichtheulen investieren, weil die dann woanders fehlt.

C;olibyrix_


Als Hausmittel-Sofortmassnahme: Schlafen gehen. Allenfalls raus in die Natur auf einen Spaziergang.

Mittelfristig – externe Hilfe holen.

Ncanda7na


Spaghetti carbonara kochen, und zum Nachtisch Schokolade oder Eis. Und dann ins Bett legen und schlafen. Nach dem Schlafen ist es dann meistens schon wieder besser.

S1peePdys"e


Hey Süße, ich las die Überschrift und wusste, dass Du es bist :°_

Was war der entscheidende Auslöser?- Weißt Du, ich war schon oft an so einem Punkt und mir half erstmal richtig abheulen, bis nix mehr kommt.........dann kann man meistens klarer denken, was zur Zeit am wichtigsten ist ;-)

Und ganz wichtig: DU wirst nicht die WELT retten :°_ !

Und: Du hast meine Nummer @:) :)*

ich drück Dich vorerst mal ganz dolle :)_ :-x

lnean)a-Bur[gfest


Danke dir Sunflower für deine liebe Antwort @:)

Ich bin heute nicht alleine und würd ich jetzt in mein Bett gehen und heulen, oder sonst wo würde mein Mann nur "nerven". Meine Kinder bekämen alles mit und das würde ich nicht wollen.

Das kommt sicherlich wenn er später eingepennt ist.

Mich nur um das naheliegenste kümmern ist so eine Sache, das kann ich nicht einfach. Momentan darf ich überall einfach an forderster Front sein.

Mein Mann ist eingespannt – da dieser sich um vieles in der Ursprungsfamilie kümmern muss. Praktisch ist er nun der Mann im Haus und wird ständig eingefordert. Dazu sagen kann ich ja nichts, es ist sonst keiner da und die Dinge müssen gemacht werden. Momentan ist die Renovierung in Omas Wohnung angesagt, seit Donnerstag steht mein Mann in der Bude und macht, dass sie fertig wird, wenn Oma aus dem Krankenhaus kommt. Ich helfe mit soweit ich kann, aber ich hab mich übernommen, jetzt lieg ich flach seit gestern.

Die Bude ist noch lange nicht fertig, und nächstes Wochenende ist mein Mann zum Teil auch nicht da. Ich steh einfach alleine da mit allem, bzw. mit unserer Familie. Ich bin chronisch krank, ich kann einfach nicht mehr wie früher.

Klar meine Ursprungsfamilie hat auch viel zu tun, und es ist verständlich, dass wir ihnen helfen, aber es ist zuviel. Und daran kann ich nicht einmal etwas ändern.

Hinzu kommt, dass seit der Trennung meiner Eltern meine Mutter ziemlich klammert ( unbewusst vielleicht), aber ich hab das Gefühl sie erdrückt mich immer mehr. Ich hab auch kaum noch Luft von ihr. Da wir alle gemeinsam auf einem Hof leben, kann ich ihr auch nicht einfach aus dem Weg gehen. Sie sucht eben auch den Ausbruch von der gemeinsamen Wohnung mit meinem Vater. Aber ich komm an meine Grenzen. Sie ist keine einfache Frau, gestern gab es auch mal Streit, in dem wir ihr auch einmal klar machen wollten, dass sie nicht mit allem Recht hat, da kommen emotionale Erpressungen mit Geweine ect. Sie verträgt null Kritik und sie macht immer alles richtig. Es ist so anstrengend. Aber zu ihr sagen kann ich nichts.

Ich bin nun seit Wochen gefrustet, weil kein Wochenende vergeht in dem sie nicht etwas will. Sogar bei unserem Besuch sitzt sie dabei. Aber sagen kann ich nichts, was nicht einen Familiekrieg auslösen würde.

lpeana-%Bsurgfexst


Als Hausmittel-Sofortmassnahme: Schlafen gehen. Allenfalls raus in die Natur auf einen Spaziergang.

Das werde ich auch tun, sobald die Kinder selbst im Bett liegen und versorgt sind.

Spaghetti carbonara kochen, und zum Nachtisch Schokolade oder Eis. Und dann ins Bett legen und schlafen. Nach dem Schlafen ist es dann meistens schon wieder besser.

Schokolade und Eis, aber zum Kochen fehlt mir heute die Kraft. Ich hoffe, dass es morgen wieder besser ist. Ich kann mich so kaum auf den Beinen halten ( also aufrecht)

Was war der entscheidende Auslöser?- Weißt Du, ich war schon oft an so einem Punkt und mir half erstmal richtig abheulen, bis nix mehr kommt.........dann kann man meistens klarer denken, was zur Zeit am wichtigsten ist ;-)

Ach Speedy :)_ du bist ja hier. Danke dir :-x

Ich will nicht, dass mein Mann merkt was los ist. Ok, der sieht wie es mir geht, ich seh wirklich fertig aus. Aber er versteht mich nur zum Teil.

Er ist teilweise mehr auf der Seite von meiner Mutter, da sie soviel durchmacht momentan. Das ist ja auch schön von ihm, aber ich reagier darauf so langsam sehr eifersüchtig und empfindlich. Für mich hat er kein Verständnis, bei mir heißt es immer im bösen Ton "dann leg dich eben hin und ruh dich aus". Da wird nicht geredet oder mich mal richtig in den Arm genommen, im Gegenteil jedes Mal wenn mein Mann mehr Stress bekommt, als er selbst verkraften kann ( denn chronischer Schmerzpatient ist er auch und da ist jedes WE körperlich arbeiten ja total förderlich) wird er immer abgeneigter gegenüber mir. Zieht sich zurück und ich steh an zweiter Stelle. Kein Kuss, keine Umarmung.

Da weiß ich jedes Mal, dass er zurückschalten müsste. Geht ja nicht, die Dinge müssen ja gemacht werden.

Wir standen nun die letzten drei Tagen bis abens 22 Uhr in der Bude und werkelten. Heute brauche er auch eine Pause, aber da wurde schon wieder gefragt ob er es heute fertig machen könnte :|N

Find ich einfacht beschissen :(v

a=mylxe


Liebe leana, lass dich ersteinmal umärmeln :°_

das ist wirklich nicht einfach für dich. Du kannst aber nicht überall volle Leistung bringen und dann noch lächeln. Irgendwo ist auch mal Schluß!

Setze bei deiner Mutter Grenzen, sag ihr, dass sie alt genug ist, um ihr Leben selber meistern zu können. Sicher möchtest du deiner Mutter helfen, das ist ja auch selbstverständlich, aber doch zum welchem Preis?

Gibt es denn niemanden, der die Bude deiner Oma für 10 Euro die Stunde renovieren könnte? Frag mal im Bekannten-/Freundeskreis rum, vielleicht beim Arbeitsamt anrufen ? Meldet denjenigen als Minijobber an und los gehts.

Vielleicht mal beim Arzt anfragen, ob du eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse beantragen kannst?

Erkenne deine Grenze und ziehe sie dann auch, verbring Zeit für dich allein. Schwimmengehen, Eis essen mit Freundinnen, völlig egal, aber tu etwas für dich, dass du wieder zu Kräften kommst :)*

S6peed yse


Meine Kleene :°_ , weißte, was für Dich grad am wichtigsten wäre?!: Kinder ab zu Mutti, damit sie das Gefühl hat, gebraucht zu werden ;-) und dann ab mit Dir und Deinem Mann in ein nettes Lokal und schön essen oder ins Kino und hinterher schön gemeinsam baden...........Ich denke, ihr seid beide im Moment so kaputt, dass Ihr keine Kraft habt, auf den anderen einzugehen :)* ...........Dicker Umarmer :)_

l.eanha-Bu5rgfexst


Danke amyle.

Ich hab Hilfe im Haushalt – aber durch meine Familie ( eine Schwester ist auch noch da). Ich möchte das schon lange nicht mehr ( da es irgendwie immer in einem Abhängigkeitsverhältnis steht) aber jeden Versuch das zu ändern endet im Streit. Ich bin dann das undankbare freche Gör, das nicht weiß wie gut es ihm eigentlich geht. So einfach ist das nicht. Jedes Mal diesen Familienkrach austehen, hab ich keine Kraft mehr.

Man kann sich das wirklich so vorstellen, es wird sich "beschwert" wieviel Arbeit man hat und was man alles machen muss, und ich bekomme dann ein schlechtes Gewissen, biete an mehr abzunehmen und mein Haushalt alleine zu regeln, oder mir eine Haushaltshilfe zu beantragen. Dann immer dieses Nein, ich mach das selbst, was soll das denn jetzt? Ach Leana, hör jetzt schon wieder auf damit.

Aber dann kommen solche Sprüche von meiner Mutter, was regst du denn auf? Die meiste Arbeit hab ja wohl ich? Wieso ärgerst du dich über Oma? Du musst doch gar nichts machen, außer nach ihr gucken. Wieso ärgerst du dich über Papa? Der Leitragende von der ganzen Geschichte bin ich ja wohl ich %:|

Ich kanns nicht mehr hören. Und das kann man ihr nicht sagen, das würde sie zutiefst verletzen. Aber Tatsache ist auch, dass meine Mutter nur sieht was sie macht, aber bei jeden anderen nicht :-(

Man kann ja auch mal etwas machen. Darum dreht es sich ja nicht. Sie machen ja auch genug für mich. Aber die ganze Art wie das alles abläuft ist schon fast manisch :-|

Heute war ein gutes Beispiel, wir liegen flach. Haushalt war nicht dreckig aber etwas unordentlich. Ich räumte dann einfach mal nicht auf. Mein Mann auch nicht, der musste auch eine Pause haben. Es klingelt, Familie steht vor der Tür. Der erste Satz, wie siehts hier schon wieder aus? ( Halloooo, das ist mein Leben, wieso mischt sich da jeder immer rein wie er will??) Dann fängt sie an gehetzt mit Dolldampf aufzuräumen. Ich sag gefühlte tausend Mal, ich möchte das jetzt bitte nicht, da wir jetzt einfach mal unsere Ruhe brauchen und dass ich das später mache, wenn es mir besser ist. "Halt den Mund, du brauchst ja nix zu machen, ich mach das jetzt". Da mir das mehr als unangenehm ist, mach ich eben mit, damit es gemacht ist und ich schnellstmöglich meine Ruhe habe, obwohl ich dafür eigentlich keine Kraft hätte. Würde ich es einfach machen lassen, käme wieder das schlechte Gewissen und das Gefühl kein eigenener Mensch mehr zu sein.

In dem Moment hab ich soviel Wut, dass ich am liebsten abhauen würde, weg nach Timbuktu und nie wieder kommen.

Ich hab meiner Mutter in letzter Zeit sooft gesagt, dass ich so nimmer leben kann, und dann noch so mit Papa :|N da meinte sie, dass ich ihr das nicht antun kann.

Wie soll das nur besser werden? Die Oma ist ja auch noch da, die wird gepflegt und somit würd ich nie um mehr Hilfe bitten, in Form von Kinderbetreuung – da sie selbst genug um die Ohren hat. Und ich ihr das nicht auch noch aufhalsen wollte. Hinzu kommt, dass sie sie gar nicht nehmen könnte abends wegen der Oma, und auch weil sie das nicht macht.

lqeana0-B%urg'fest


Vielleicht hört sich das grad etwas böse und undabkbar an, bitte versteht das so nicht. Ich meine das mit keinem Wort böse, wenn ich so über meine Familie spreche. Ich bin denen überaus dankbar für alles was sie tun, und ihr könnt euch grad gar nicht vorstellen wie schlecht ich mich fühle, diesen negativen Gefühlen Luft zu machen die ich seit einiger Zeit habe :°(

Aber im momentan ist es für mich ein nicht auszuhaltender Zustand, für den ich mich sehr schäme, da ich mich emotional verpflichtet fühle, alles zu machen, dass anähnernd dem gerecht wird, was sie für mich tun.

l\eanfa]-Buurgfest


undabkbar

undankbar...

SPpeedoyse


Weißt Du, ich denke, es wäre gut, wenn Ihr Euch alle mal in Ruhe zusammen setzt, vielleicht bei einem gemeinsamen Essen und Du diese gesamte Problematik ansprichst. Vielleicht ist sich Deine Mutter gar nicht bewusst, wie schlecht es Dir oft geht........Ihr müsst reden, ganz offen, denn sonst verhärtet sich alles ganz schlimm .......... :)_

ljeana-IBurgfexst


Speedy, das werd ich auch nochmal. Ich hab das schon sooft und es war auch eine ganz lange Zeit ganz gut. Seit die Oma gepflegt werden muss, ist es für "mich" sogar "besser", da keine Zeit für mich bleibt und ich alleine irgendwie schauen muss, wie mein Haushalt läuft, und das ist für mich sogar besser, da ich meine Energie besser aufteilen kann. Aber jetzt da die Oma im Krankenhaus liegt, mein Vater abgehauen ist und irgendwie eine Leere da ist, ist es ganz fürchterlich :°(

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