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Alles läuft schief

S&chiGefläxufer hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Bei mir läuft irgendwie alles schief im Leben. Wer kennt das noch und was kann man dagegen tun? Anpassen? Gegenrudern? Aufgeben? Schönreden? Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Ich melde mich heut abend zurück und hoffe, dass es ein paar Leidensgenossen gibt.

Bis dann! :)D

Antworten
Kcanafillxe


Spontan: Gegenrudern. Manchmal vielleicht auch Anpassen, dafür müsste man "alles" genauer definieren. Genaugenommen hilft in vielen Dingen sicher auch "aufgeben", je nach dem was es ist, muss das nichts schlechtes sein.

S5ch4ief$läufxer


Das ging ja schnell! Huhu! *:)

"Alles" ist bei mir irgendwie wirklich alles. Wobei ich gar nicht unzufrieden bin, weil es viele gibt, denen es schlechter geht. Vllt. will ich auch nur zu viel und bin ungerecht zum Leben. Aber es ist so, dass ich den Eindruck habe, wenn das Leben einmal zu kippen beginnt, rutscht man immer mehr ab und kriegt ständig die Brote auf die Butterseite. Glück haben hört dann irgendwie auf und egal, was man sich vornimmt, es geht garantiert so aus, wie man es nicht brauchen kann.

M,adamqe= CharenDtoxn


oh ja, jetzt grade ist es so >:(

bevor ich mich gehen lasse: einfach sich selbst beruhigen - auch wenn nichts so läuft wies sein soll, da kommt man auch wieder raus

und wenn was vollkommen schief läuft, dann hats halt nicht sollen sein ;-D

und es gibt meist alternative Wege und Möglichkeiten

M`ollivenchexn


Ich würde auch gern mal wissen, was "alles" ist, was bei Dir so schief läuft.

Ich kenne es generell aber, dass das Schieflaufen in einem Bereich manchmal das Schieflaufen in anderen Bereichen nach sich zieht, und man sich fragt, ob man jetzt irgendwie "ausersehen" wurde zum Schieflaufen…

Manchmal hilft: Abstand. Dann kann man schauen: Ist das, was schief läuft, jetzt einfach nur Pech? Habe ich etwas verkehrt gemacht? Kann ich etwas ändern, wenn ja was?

ntordmfraxnk76


Ich würde auch gern mal wissen, was "alles" ist, was bei Dir so schief läuft.

Wollte ich auch gerade schreiben...

Schreib doch mal ein bissl genauer...

LuaadySxue


Du mußt schon etwas konkreter werden.

Ansonsten find ich eine Situationsanalyse und Selbstreflexion der eigenen Herangehensweise hilfreich, ggf auch ein Gespräch mit einer vertrauten Person – vlt hat man "nur" die falsche Sichtweise (oder Wahrnehmung) auf die Dinge.

K_acnailxle


Vllt. will ich auch nur zu viel und bin ungerecht zum Leben. Aber es ist so, dass ich den Eindruck habe, wenn das Leben einmal zu kippen beginnt, rutscht man immer mehr ab und kriegt ständig die Brote auf die Butterseite. Glück haben hört dann irgendwie auf und egal, was man sich vornimmt, es geht garantiert so aus, wie man es nicht brauchen kann.

Viel wollen macht ja noch nichts, als Antrieb vielleicht gar nicht schlecht, sofern man sich nicht selbst überfordert. Nur der Umgang damit wird problematisch. Wenn man ungeduldig ist und schnell resigniert oder so verkrampft ist, dass ein "nicht-bekommen" gleich unglücklich macht und in den Mittelpunkt gerückt wird, dann wirds unangenehm. Wie wäre es denn, dir als Ziel setzt, mehr das Positive zu sehen? Daran kannst du selbst arbeiten und hast auch selbst in der Hand, ob dein Brot auf die Butterseite fällt ;-D Du sagst ja selbst, dass "alles" eben nicht alles ist (sondern maximal von dir als "sehr viel" empfunden wird)

S$chie@fl[äuf3er


Mollienchen

Ich kenne es generell aber, dass das Schieflaufen in einem Bereich manchmal das Schieflaufen in anderen Bereichen nach sich zieht, und man sich fragt, ob man jetzt irgendwie "ausersehen" wurde zum Schieflaufen…

Manchmal hilft: Abstand. Dann kann man schauen: Ist das, was schief läuft, jetzt einfach nur Pech? Habe ich etwas verkehrt gemacht? Kann ich etwas ändern, wenn ja was?

Das drückt es ganz gut aus.

Man schaut ja hin und wieder zurück, um zu sehen wo man steht im Leben, Tendenzen. Dann vergleiche ich das mit meinen Zielen und Möglichkeiten und bitter ist, wenn man die ganzen Weichen sieht, bei denen ich falsch abgebogen bin.

Kanaille

Wie wäre es denn, dir als Ziel setzt, mehr das Positive zu sehen?

Ich sehe schon auch das Positive, aber ich sehe auch die Dinge, die problemlos hätten besser laufen können. Ich glaube, es gibt Vorgänge, die einen in einen Sumpf ziehen, in dem man nichts zu suchen hat. Plötzlich drängen sich Gedanken in den Kopf, die einem fremd sind. Man beginnt auf Unschuldige zu schimpfen, ärgert sich darüber und wird nun noch mehr missachtet oder missverstanden - im Endeffekt gemieden.

Eins baut sich auf das andere auf, Positionen verhärten sich, Lebenszeit verstreicht.

Und wenn man das alles ignoriert, ist man ignorant. Geht man die Probleme an, ist man ein Dickkopf. Versucht man Lösungen, ist man ein Phantast. Versucht man realistisch zu sein, ist man ein Versager.

Und eins mischt sich ins andere. Und streckt man dann selbstbewusst die Brust heraus und lächelt, dann ist man bekloppt.

Ich glaube wirklich, dass ich langsam wahnsinnig werde, wobei ich glaube, dass es nicht soweit ist, solange ich das denke. Ich glaube, es wird erst dann ernst, wenn ich glaube normal zu sein. Ich denke, also bin ich - nur was?

Mvasterxp


Juhuu, win Leidgenosse ;-D

So wie Dir gehts vielen Menschen. Mir zur Zeit auch.

Was man dagegen tun kann ? Kommt immer auf den Charakter, der eigenen Stärke und den eigenen Möglichkeiten an. Ich z.B. kenn das kaum anders. Versuche, so gut es geht durchzukommen. Wie lang sowas gut geht ? Bis irgendwann die Kraft versagt.

Viel Glück.

Stchie>fläufLer


Masterp

Ich weiß ja, dass ich nicht der einzige bin, vllt. nimmt das sogar zu, weil die Welt (angeblich) immer perfekter wird. Da fühlt sich jeder unter Stress gesetzt, will besser dastehen, als andere und das raubt einem die Zeit, über die wirklich wichtigen Dinge nachzudenken, auch mal zu entschleunigen. Es ist dieser Druck, den man sich selbst macht, weil man glaubt, andere würden einem den Druck machen.

Ich sehe die Menschen, die immer dickere Masken aufsetzen, damit ihr wahres Ich nicht sichtbar ist. Sind arrogant wirkende Menschen wirklich arrogant?

Konkrete Frage: Sind arrogante Frauen - ich meine die typischen Gutaussehenden, die glauben, sich diese Arroganz leisten zu können - auch im Bett arrogant? Wäre das überhaupt ein lohnende Ziel, diese erobern zu wollen?

Sind arrogante Männer - ich meine die typischen Reichen, die glauben, sich diese Arroganz leisten zu können - auch als Freunde arrogant? Wäre das überhaupt ein lohnendes Ziel, diese für sich gewinnen zu wollen?

Die Verlierer zerren an mir, die Gewinner stoßen mich weg.

Lebe ich dafür? Ich in der Mitte dieser Pole, die das Leben bietet?

Vermutlich schon und definitiv mache ich mir zu viele Gedanken darüber. Wohl dem, der dümmer ist. Intelligenz ist ein Fehler der Natur, ein bedauerlicher Missgriff der Evolution. Eva, du hast die falsche Frucht gegriffen...

Nein: Adam, du Idiot, hast davon genascht! ]:D

n ordf:rank7x6


Schiefläufer

Was mir an deinem Text aufgefallen ist:

aber ich sehe auch die Dinge, die problemlos hätten besser laufen können.

Sowas find ich problematisch, das solltest du nicht tun, das zieht einen nur runter.

Mund abputzen und weiter, es ist wie es ist.

Es ist nicht einfach, das durchzuziehen, das weiß ich selber, aber du solltest das versuchen, ich denke es könnte helfen....

Muoll>ieCnchxen


@ Schiefläufer

Man schaut ja hin und wieder zurück, um zu sehen wo man steht im Leben, Tendenzen. Dann vergleiche ich das mit meinen Zielen und Möglichkeiten und bitter ist, wenn man die ganzen Weichen sieht, bei denen ich falsch abgebogen bin.

Es besteht hier die Gefahr, sich nur noch daran aufzuhängen.

Ich kenne auch solche Menschen, die ewig immer nur sagen: "Hätte ich damals nur dies und das, dann hätte ich jetzt (nicht)…" Und das wird bei jeder passender Gelegenheit auf den Tisch gepackt.

Was viele gern vergessen: Aus damaliger Sicht gab es vermutlich einen Grund, warum man diese oder jene Sache anders gemacht hat, als man sie heute machen würde. Mit dem heutigen Wissen aber setzt man dasselbe für damals auch voraus. Man glaubt, man hätte dies und das doch ahnen müssen und wirft sich vor, es nicht geahnt zu haben. Hinterher ist man immer schlauer! Daran wird sich aber nie was ändern!

Auch wenn man heute etwas tut, von dem man denkt: So, jetzt hab ich aber nix übersehen und es richtig gemacht, kann sich genau das später rückblickend wieder als "falsche Weiche" herausstellen und man fängt an, sich Vorwürfe zu machen. Das ist aber total müßig, weil man jetzt und heute lebt und eben nicht hellsehen kann.

Die Verlierer zerren an mir, die Gewinner stoßen mich weg.

Was meinst Du damit konkret?

SYchi@eflnäufer


nordfrank76

Mund abputzen und weiter, es ist wie es ist.

Klar, das ist letztlich das einzige, was einem bleibt. Gut ist es trotzdem nicht. Es geht ja nicht um die normalen Dinge, die schieflaufen. Es ist eine Verkettung falscher Entscheidungen, die nicht aufgefangen werden von einem sozialen Umfeld, das diese "Nichthilfe" sogar als korrekt begründet. Das ist sehr kompliziert, was da zwischenmenschlich geschieht, wenn man in eine völlig falsche Bahn rutscht. Ich kann dies alles nachvollziehen, dass man noch nachtritt, wenn es einem schlecht geht oder wenn jemand etwas zurückhaltender ist. Es ist wohl ein Urinstinkt oder so. Wir leben ja auch in einer Konkurrenzsituation. Dabei habe ich ganz andere Möglichkeiten gehabt. Das fängt dann harmlos an, schiefzulaufen, wird schiefer und schiefer und schließlich ist man so in Fahrt in die falsche Richtung, dass niemand mehr einen aufhalten WILL!

Wie gesagt, ich kann dies verstehen, doch das macht es nicht besser für den Betroffenen.

Mollienchen

Was viele gern vergessen: Aus damaliger Sicht gab es vermutlich einen Grund, warum man diese oder jene Sache anders gemacht hat, als man sie heute machen würde. Mit dem heutigen Wissen aber setzt man dasselbe für damals auch voraus. Man glaubt, man hätte dies und das doch ahnen müssen und wirft sich vor, es nicht geahnt zu haben. Hinterher ist man immer schlauer! Daran wird sich aber nie was ändern!

Natürlich! Du hast völlig recht. Trotzdem gibt es einen Punkt, an dem ich mir sage, wieso ist das so? Andere leisten fast gar nichts und schütten (sinnbildlich) ein Puzzle auf den Tisch und es liegt koplett zusammengesetzt da, während andere die Puzzleteile tolpatschig ins Klo schütten und deshalb nie zusammenkriegen.

Bei mir ist es noch viel schlimmer: Ich weiß oft genug, wenn eine Weiche VOR mir liegt, dass ich jetzt so oder so gehen müsste. Doch ich traue mich nicht und nehme die falsche Abzweigung - aus Angst. Vor allem im Zwischenmenschlichen zieht sich das durch mein ganzes Leben und es wird mich nie mehr verlassen.

Und in Momenten, in denen man sich seiner aktuellen Situation bewusst wird, trauere ich den verlorenen Chancen nach, vermisse so schmerzlich, was ich hätte haben können. Das tut sehr weh!

Die Verlierer zerren an mir, die Gewinner stoßen mich weg.

Was meinst Du damit konkret?

Leute, denen es noch schlechter, als mir geht (die es leider auch gibt), klammern sich an mich. Ich nennen sie mal "Verlierer". Sie wollen meine Hilfe, weil ich auch Hilfe gerne gebe. Das ist so schwer, weil ich nicht nein sagen kann. Dabei tut mir das teilweise nicht gut. Andererseits will ich diese sozialen Kontakte auch nicht völlig abschneiden. Doch die "Gewinner", die mich vielleicht auch mal aufbauen könnten, die kommen nicht zu mir, sondern die wollen nichts mit mir zu tun haben. Da ist irgendeine Trennwand, die ich mir nur so erklären kann, dass andere instinktiv spüren, wenn jemand auf die schiefe Bahn geraten ist. Und dann meidet man diese Menschen, als sei das ansteckend.

Und schon hänge ich in einem Konflikt: Ich will helfen und mache das gerne, doch das zehrt an den eigenen Kräften. Und die Batterie nachfüllen bei einer Person oder mehreren, die das leisten können, geht nicht, weil die von ihrem Saft nichts abgeben wollen.

So werde ich immer weniger.

Wenn sich das nur auf einen Lebensbereich bezieht, wäre das intern zu kompensieren, d.h. ich könnte in mir andere Kraftquellen aktivieren und Energie verschieben. Doch da ich spüre, wie sich ALLE Lebensbereiche so negativ entwickeln, kann ich das nicht (mehr).

Und irgendwann stellt man eine so jämmerliche Figur dar, dass man sich nur noch verkriechen kann.

M8ollPiencxhen


@ Schiefläufer

Klar, das ist letztlich das einzige, was einem bleibt. Gut ist es trotzdem nicht. Es geht ja nicht um die normalen Dinge, die schieflaufen. Es ist eine Verkettung falscher Entscheidungen, die nicht aufgefangen werden von einem sozialen Umfeld, das diese "Nichthilfe" sogar als korrekt begründet.

Du lieber Himmel, das kommt mir alles so erschreckend bekannt vor, dass es mir eiskalt den Rücken runterläuft. %:|

Natürlich! Du hast völlig recht. Trotzdem gibt es einen Punkt, an dem ich mir sage, wieso ist das so? Andere leisten fast gar nichts und schütten (sinnbildlich) ein Puzzle auf den Tisch und es liegt koplett zusammengesetzt da, während andere die Puzzleteile tolpatschig ins Klo schütten und deshalb nie zusammenkriegen.

Yo, das beobachte ich auch immer wieder. Ich versuche mir gerade abzugewöhnen, jedes mal wieder eine Krise zu kriegen, wenn ich das bei anderen sehe. Ist nicht einfach. Ich denke mir: Es muss einen Grund haben, warum das bei anderen so ist und bei mir nicht. Einer allerdings, den ich nicht ändern kann. Ich bin sozusagen mit so einer Art "Behinderung" (ohne jetzt irgendjemandem, der wirklich behindert ist, auf den Schlips treten zu wollen!) auf die Welt gekommen, für mich ist eben alles schwerer als für andere, ich muss andere Wege gehen. Manchmal bin ich zuversichtlich, dann auch wieder nicht. Das Gefühl, den "Gewinnern" einfach nur gegenüber zu stehen und für den Rest des Lebens nur davon träumen zu können, wie es wäre, auch so einer zu sein, ist nicht immer leicht.

Ja, was kann ich Dir raten? Lernen, egoistischer zu sein? Lernen, eben auch mal nein zu sagen? Den anderen sozusagen beibringen, dass Du eben nicht jederzeit hilfreich zur Verfügung stehen kannst, weil Du Dich zur Abwechslung auch mal um Dich selbst kümmern musst.

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