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Ich fühle mich nicht mehr

etngeGlchxen81 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich bin 30 Jahre alt, habe 3 Kinder, die beiden jüngsten sind 2 un 1 Jahr alt. Verheiratet bin ich seit 3 Jahren. Ich bin an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich einfach nicht mehr weiter weiß und meine Probleme werden gerade immer breitgefächerter.

Wir leben auf dem Land, was für mich immer schwerer wird, da ich mich sehr sehr einsam hier fühle. Unsere Freunde und Familien wohnen weit weg von uns, zwischen 150 und 800 km.

Seit der Geburt meiner Jüngsten haben wir auch mehr und mehr Eheprobleme, wir haben uns regelrecht auseinander gelebt, haben uns fast nichts mehr zu sagen, mir fehlt auch leider der Gesprächsstoff. Für meinen Mann hat sich nichts geändert, er hat genug Freizeit, arbeitet natürlich auch, ist aber auch oft schon mittags wieder da, dann schläft er erst mal, ab und zu klinkt er sich für 2-3 Tage aus und fährt Urlaub machen, er fragt mich da schon aber es ist ihm sehr wichtig. Auch sonst verbringt er viel Zeit mit sich selbst, schläft morgens aus, wenn Wochenende ist oder wir Urlaub haben, oder besser gesagt, wenn er Urlaub hat. Mir wird hier nur alles zu viel und das schon sehr lange. unsere beiden Jüngsten waren Schreikinder, wobei es sicher bei der älteren der beiden recht bald gelegt hat nur die Jüngste ist nach wie vor schwierig.

Seit einigen Wochen merke ich an mir, dass ich sehr viele Ängste habe, auch unrealistische Ängste. Ängste vor der Zukunft, dass ich mein Leben so auf keinen fall weiterleben kann, allein, ohne Familie und Unterstützung, habe so gut wie nie Zeit für mich oder einfach mal eine Auszeit, ich bin stets müde, fühle mich nur noch gereizt, könnte oft weinen, aber ich kann es nicht. Ich hatte schon immer Probleme Gefühle zuzulassen. Manchmal stehe oder liege ich einfach nur da und kann mich einfach nicht mehr bewegen, weil ich keine Kraft mehr habe. Immer wieder raffe ich mich auf, versuche positiv zu denken, ich liebe meine Kinder sooo sehr und finde es traurig, dass ich sie nicht richtig genießen kann weil ich einfach keine bis wenig Unterstützung habe. MEin Mann sieht mich hier als Häufchen Elend, nicht immer, aber oft, aber dann lässt er mich links liegen, geht dann halt joggen oder beschäftigt sich in seinem Zimmer. Das war schon immer so bei ihm: WEnn es mir schlecht geht, ignoriert er mich. Ich habe schon oft mit ihm geredet in letzter ZEit, ihm gesagt wie ausgebrannt ich mich fühle, dass ich keine Zeit mehr für mich habe, ein Frisörtermin ist längst überfällig, nicht mal meinen Rückbildungskurs konnte ich machen, weil wir hier niemanden hatten, der die Kinder in der Zeit betreut und meinem Mann war es zu viel. Mir scheint, als sei es ihm egal, ich kann 100 mal sagen, dass ich nicht mehr kann, aber mehr als mir zu sagen, wenn ich mal wieder viel zu wenig geschlafen habe und der irgendwann mal um halb 10 aufsteht: Na, bist müde oder? – und dann geht er weiter...mehr kann ich nicht erwarten. IHm ist seine eigene Freizeit viel zu wichtig.

Ich habe mich total aufgegeben, weiß nicht mehr wer ich bin, fühle mich hier zu Hause unwohl und eigentlich fühle ich mich auch nicht zu Hause, Habe vor allem Angst, auch Angst, dass jetzt plötzlich was vom Himmel fällt, also völlig unrealistische Ängste, aber sie sind da. Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll. Ich will hier nicht bleiben, nicht mehr neben meinem Mann herleben, will mich einfach wieder wohlfühlen und auch mal etwas für mich tun. Laut meinem Mann geht sowas aber nur, wenn ich die Familie verlasse,mich von ihm trenne, oder sonst was. Er meint, dann kann ich wieder tun was ich will, aber er ist der Ansicht, dass ICH die Kinder und alles wuppen muss und irgendwann wenn sie aus dem Haus sind, darf ich auch mal wieder was für mich tun, während sein Leben ja seinen gewohnten Lauf nimmt. Ich finde es einfach soo ungerecht :-(

Habt ihr einen Tipp für mich, wie ich diese Situation meistern kann, ohne vor die Hunde zu gehen? Teilweise habe ich in letzter ZEit sogar das Gefühl, ich werde verrückt oder geisteskrank, habe auch irgendwie keine Meinung mehr, kann mich Konflikten nicht stellen, weil ich dann nur noch wie versteinert dastehe, nicht mehr reden kann, nichts mehr, ich weiß einfach gar nichts mehr. Ich fühle mich nur noch wie eine Maschine, die funktionieren muss, die aber einen leeren Akku hat, der sich kurzzeitig lädt, aber bei der kleinsten Kleinigkeit die volle Energie benötigt und schon stehe ich wieder machtlos da. Ich kann so einfach nicht mehr :-(

Verzweifelte Grüße

Antworten
HeirschhaornsXalz


Hallo engelchen!

Erstmal: @:) :)* :°_

Das ist eine wahrlich beschissene Situation.

Ich möchte deine Situation auf keinen Fall mit meiner vergleichen, aber doch kann ich irgendwie verstehen, wie du dich fühlst.

Ich habe mich in meiner erst 4 Jahre währenden Beziehung bereits total aufgegeben, mein Leben richtet sich nur noch und ausschließlich nach ihm. Deine Freunde wohnen weit weg von dir, ich habe kaum noch Freunde, und die, die ich noch habe, sind weit weg.

Einsam fühle ich mich auch, obwohl ich ihn ja noch habe.

Auseinandergelebt. Du triffst den Nagel auf den Kopf.

Hast du dich denn mit dem Gedanken einer Trennung schon einmal getragen?

Ich kenne dich und deinen Mann und auch dein Leben nicht, aber das was du beschreibst klingt wirklich sehr unfair :(v

Ich drück dich! :°_

eunngelc8hen81


Danke für deine liebe Antwort.

Ja, diese Gedanken habe ich immer wieder aber ich schiebe sie dann auch sofort wieder weg. Die Kinder lieben ihren Vater, ich fühle mich in der Verantwortung, ihnen eine Familie zu geben, wie ich sie nie hatte. Ich hatte nie eine richtige Mutter und nie einen richtigen Vater. Meine Mutter hatte soo viele Männer, hat sich immer wieder scheiden lassen, Männer waren für sie immer sehr wichtig, wichtiger als wir. Das möchte ich meinen KIndern nicht antun. Ich hätte Angst diesen Schritt zu gehen, was ist dann? Wird es dann besser? Dann bin ich ganz alleine. Meine Mutter will mich nicht wirklich, sie ist psychisch auch wirklich sehr angeschlagen, wo sollte ich hin? Ich fühle mich einfach machtlos. Das verrückte ist ja, dass mein Mann ja eigentlich sehr lieb und verständnisvoll ist, man kann auch mit ihm reden aber ich glaube, da er selber im Psychologischer Behandlung ist, und das schon seit Jahren, will er jeglichen Stress vermeiden. Er würde vor die Hunde gehen, wenn ich ihn mit den Kindern verlassen würde. Ich fühle mich einfach in einer ausweglosen Situation.

Was komisch ist: In den letzten Wochen ging es mir immer, wenn ich mal mit meinem Mann zusammensaß und mit ihm über meine Sorgen geredet habe, schlimmer als vorher, ich bin regelrecht in ein Loch gefallen. Es tut mir grad gar nicht mehr gut, mit ihm zu reden. Das macht mich sehr traurig. Ich habe auch keine Lust auf kuscheln oder sonstwas, dieses Bedürfnis ist vollständig durch meine Kinder gestillt, zu meinem Mann zieht es mich gar nicht.

Es ist einfach nicht schön, sich so alleine zu fühlen, ohne feste Freunde an der SEite, einer Familie, die man immer wieder besuchen könnte. Uns ist hier einfach so langweilig. Meine große Tochter geht hier auch regelrecht ein, sie weiß hier auch nichts mit sich anzufangen. Bei uns ist irgendwie immer eine komische Stimmung, einfach nichts Wohliges. Ich kann mich einfach nicht mehr freuen, jeder Tag ist gleich, jeden Tag sehe ich nur leere Straßen und Felder vor mir, wenig Menschen. Im Winter und Herbst ist es am schlimmsten hier, da sehe ich hier niemanden. Es ist zum Verzweifeln. So habe ich mir ein Familienleben nicht vorgestellt. Eigentlich müsste man sich doch wohl fühlen in einer Familie, sich auch selber genügen, aber so ist es nicht. Ich laufe hier rum in irgendwelchen Klamotten, fühle mich auch nicht mehr als Frau. Arbeiten gehen wird für mich hier auch schwer, denn wir wohnen einfach so abgelegen, da müsste ich sooo weit fahren jeden Tag und mit 3 Kindern ist das einfach nicht wirklich machbar, zumal wir auch nur ein Auto haben, welches mein Mann natürlich immer braucht. Von daher kann man hier ja nicht mal groß wegfahren um was zu unternehmen. Mich gruselts schon immer vor Wochenenden und Feiertagen, denn da ist die Langeweile und die Depression und Einsamkeit am schlimmsten. :-(

d)eyvil~indisRguixse


engelchen, kein Wunder, daß du dich schlecht fühlst. So würde es wohl den meisten in deiner Situation gehen.

Aus deinen beiden Beiträgen lese ich heraus, daß du schon selber weißt, wie das Leben für dich wieder schön(er) werden könnte:

- Dein Mann müßte dazu seinen gerechten Anteil an der anfallenden Arbeit leisten, so daß auch du dich ab und zu mal erholen könntest, und

- ihr müßtet umziehen an einen Ort, wo du und auch deine Kinder Sozialkontakte haben könnt.

Daß du selbst aus problematischen Familienverhältnissen kommst, macht es nicht gerade leichter für dich. Und ich kann mir gut vorstellen, daß du sehr große Hoffnungen in deine eigene Familie gesetzt hast: DANN kannst du – anders als deine Eltern – alles richtig machen, ein schönes Zuhause haben mit deiner Familie, die einfach so super ist, daß sie sich vollkommen selbst genügt.

Durch deine eigene Kindheit hast du kein realistisches Beispiel für "normales" Familienleben erlebt. Darum laß dir bitte gesagt sein: Eine solche "Idealfamilie", wie sie dir vorschwebt (und vielleicht auch deinem Mann): Mann geht zur Arbeit, Frau ist Hausfrau, Mann kommt nach Hause und sofort beginnt seine Freizeit während seine Frau eh superglücklich ist und die Hauarbeit und Kindererziehung gar nicht als anstrengend empfindet, sondern quasi als Freizeit, weil es ja ihre Erfüllung ist – eine solche Familie gibt es nicht. Nirgendwo auf der Welt.

Damit will ich nicht sagen, daß Hausfrauen niemals glücklich sein können. Nur gehört da einiges dazu: Z.B., daß es Menschen gibt, mit denen du dich austauschen kannst. Und daß es auch für dich Zeiten der Erholung gibt. Und Zeiten, wo du "nur du selbst" bist, nicht "Mama" oder "Ehefrau". Genau so wie dein Mann das für sich einfordert, genauso ist es auch für sich absolut notwendig.

Dein Mann ist auf der Arbeit unter Menschen. Und du?

Dein Mann macht Urlaub. Und du?

Dein Mann geht einfach mal alleine raus, joggen etc. Und du?

Jetzt ist die Frage, was DU daran ändern kannst.

Also, dein Mann weiß, daß du dich nicht gut fühlst. Du hast es ihm schon oft gesagt und er sieht es auch selbst.

Offenbar sieht er sich dadurch aber nicht veranlaßt, dich zu entlasten und seinen gerechten Anteil Arbeit zu übernehmen. (Es geht nicht, daß er an 5 Tagen die Woche 8 Stunden Dienst hast und du an 7 Tagen die Woche je 24 Stunden!)

Ich rate dir, konkret zu überlegen, was dein Mann wann übernehmen soll und ihm dies konkret mitzuteilen, in Form einer eindeutigen Aufforderung. Also nicht als Info "ich bin total fertig, ich bin so müde" sondern "Ich bin müde und muß mich ausschlafen. Deshalb mußt du heute nach der Arbeit für 2 Stunden die Kinder übernehmen."

"Ich möchte nächstes Wochenende meine Freundin XY in Z besuchen fahren. Paßt du übers Wochenende auf die Kinder auf?"

(Wenn das Kleinste noch gestillt wird, kannst du ja nur das Kleinste mitnehmen. Wenn es nicht gestillt wird, brauchst du dir keine Gedanken zu machen: Es wird definitiv zweieinhalb Tage ohne dich auskommen. Ich spreche aus Erfahrung.)

Oder wenn er dich nächstes Mal fragt "ich will am Wochenende wegfahren, ist das o.k.?", dann könntest du auch einfach mal antworten: "Nein, das ist nicht o.k. – ich muß auch mal frei haben und dafür mußt du an diesem WE jeden Tag ein paar Stunden auf die Kinder aufpassen und das Kochen übernehmen."

Alternativ bzw. wenn we sich weigert, hast du noch die Möglichkeit, es genauso zu machen wie er: Wenn er nach Hause kommt, kannst du zur Tür rausgehen und ihm mitteilen, daß du jetzt spazieren gehst und zwar allein.

Ebenso solltest du ihm ausdrücklich sagen, daß du unbedingt umziehen willst und daß das für dich und letztlich auch für die Kinder eine Notwendigkeit ist.

Wenn er sich grundsätzlich weigert, kannst du ihm mal euer beider Arbeitsstunden vorrechnen. Und wenn das nichts hilft... Dann muß ich deinem Mann zustimmen: Wenn ER nicht bereit ist sich zu ändern, dann muß er sich wohl von euch trennen. Das gibt dir die Freiheit, mit den Kindern eine Wohnung in der Stadt zu beziehen, die Kinder in den Kindergarten/Krippe zu schicken und arbeiten zu gehen.

Das bedeutet NICHT, daß du es deswegen machen mußt wie deine Mutter. Niemand zwingt dich, einen Mann nach dem anderen nach Hause zu bringen. Meine Mutter hat uns allein erzogen, war berufstätig und bei uns sind NIE irgendwelche Männer aufgetaucht, wir sind NIR vernachlässigt worden etc. sondern hatten eine ganz normale Kindheit (mit Konflikten und Problemen wie in jeder Familie und zugleich mit Geborgenheit und Verläßlichkeit). Da du aus deinen Kindheitserfahrungen gelernt hast, wirst du es besser machen!

dzeviklindAisgxuise


NIR=NIE (nicht etwa "nur"!)

dbeviliendis}guixse


Zur Ermutigung: Mir ging es nach der Geburt meines Kindes ähnlich wie dir (mit dem Unterschied, daß meine Mutter vor Ort lebte – aber durch eine postnatale Depression war ich nicht in der Lage, zu erkennen, daß sie mir helfen könnte; ich dachte, ich müßte alles allein schaffen). Ich saß zu Hause fest ohne jegliche Sozialkontakte. Alle Freundinnen 400 km weit weg. Lebhaftes Kind mit sehr geringem Schlafbedürfnis und dafür sehr hohem Aufmerksamkeitsbedarf. Ich: total fertig, übermüdet, depressiv, wütend. Mann: kommt und geht, wie es ihm gefällt. Sogar als ich krank war, durfte ich mich allein ums Baby kümmern. Ganz toll. Ich war auch nur in der Lage zu sagen, wie fertig ich bin und er sah es, er ärgerte ihn aber bloß. So nach dem Motto "andere Frauen sind 2 Wochen nach der Geburt dynamisch, wollen Sex, spielen begeistert mit dem Baby und schmeißen den Haushalt und DU jammerst rum und machst noch nicht mal den Abwasch." (Anders als dein Mann half er im Haushalt, war dann aber stinkig, weil er fand, es wäre eigentlich allein meine Aufgabe.)

Es war keine Verständigung möglich.

Dann schrieb ich Bewerbungen und eine hatte Erfolg. Bedingung: Umzug, und die Haushaltsarbeit mußte mindestens halbe-halbe geteilt werden. Mein Mann sagte sofort ja! Sein Eindruck war gewesen "ich gehe arbeiten und meine Frau kuschelt den ganzen Tag mit dem Baby und ist zu faul für den Haushalt" (entgegen allen Erklärungen). Daß ich vollzeit arbeiten gehe, läßt die Sache in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Vielleicht habe ich damit nur Glück gehabt. Aber ich will damit unterstreichen: Einen Versuch ist es wert. Es wäre ja interessant, welcher Gedanke, welcher Eindruck oder welche Befürchtung deinen Mann davon abhält, seinen Anteil zu übernehmen.

HOirIschhorxnsalz


devilindisguise

Ich kann dir nur vollumfänglich zustimmen.

Ein großes Problem sehe ich in der Umgebung. Es ist schlimm, wenn man mit seinen Gedanken und Gefühlen allein ist und dann auch noch in einer Umgebung lebt, in der man auch einsam ist und an Ablenkung gar nicht zu denken ist.

Verbindet euch etwas mit dem Ort und dem Heim? Oder läge ein Umzug im Bereich des Möglichen?

Und wegen der Erlebnisse mit deiner Mutter: Das muss nicht so laufen, engelchen!

Meine Mutter hat mich und meinen Bruder auch allein großgezogen und sie hatte definitiv nicht einen Mann nach dem anderen.

D|ie 8SehSerin


kannst du nicht – um überhaupt mal wieder zu kräften zu kommen – eine mutter-kind-kur beantragen? du scheinst nämlich gar keine enrgie mehr zu haben, die gespräche mit deinem mann auf sachlicher ebene zu führen?!

@:)

e<ngel5cehenx81


Vielen vielen DAnk für eure lieben Antworten. Jetzt sind die Kinder im Bett und ich habe endlich wieder ein bisschen Zeit :-)

Was das Umziehen betrifft:

Das könnten wir tun, nur müssen wir aus beruflichen Gründen meines Mannes noch 1,5 Jahre warten, bevor wir etwas in der Hinsicht unternehmen können. Für mich gäbe es eine Möglichkeit für einen tollen Job, nur dafür müssten wir ziemlich weit weg ziehen, das will mein Mann nicht, also muss ich mir andere Dinge überlegen. Nur hier habe ich keine berufliche Zukunft.

Also das heißt: Erst einmal kann diese Situation nicht geändert werden. Ich habe nur Angst, dass ich bis dahin vollkommen durchgedreht bin.

Zur Arbeitsteilung:

In den Gesprächen mit meinem Mann hörte ich klar raus, dass es MEINE Aufgabe ist, er bringt das Geld nach Hause, der Rest ist mein Job. Tja, was soll ich dazu sagen außer Verzweifeln? Ich habe einfach sooo wenig Kraft für irgendwelche Auseinandersetzungen. So ausgebrannt war ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Zwar bekomme ich ständig Komplimente von anderen, wie ich das alles schaffe, ich wäre ja so eine starke Frau, selbst meine Hebamme hat mich bewundert, wie ich mit meinen Schreikindern zurechtgekommen bin, ohne mit der Wimper zu zucken. Aber irgendwann ist selbst bei mir der Punkt erreicht, in dem ich der Welt zeigen muss, dass ich eben auch ein ganz normaler MEnsch bin und keine Maschine :-(

Ich komme an meinen Mann einfach nicht mehr ran, ich weiß nicht, wie ich es anpacken soll, wie ich IHN anpacken soll.

Den Vorschlag mit dem Wochenende habe ich ihm schon gemacht, aber da ist Voraussetzung, dass seine -Eltern Zeit haben, denn alleine macht er das nicht mit den Kindern und Haushalt. Selbst als ich nur mal einen Tag weg war (da habe ich mir einen schönen Tag mit meiner großen Tochter gemacht, die ja leider bei den Kleinen oft untergeht) da hat er seine Eltern kommen lassen und sich am Ende beschwert, dass er an diesem Tag ja ganze 4 Stunden alleine mit ihnen war, weil die Eltern erst spät gekommen sind und recht bald wieder gefahren. Ach, es ist einfach zum Heulen. Die familie kann eben auch nicht immer kommen, sie müssen alle arbeiten und die weite Fahrt und und und.

Ich habe einfach so das Bild meiner Mutter im Kopf, es begleitet mich immer und immer wieder und ich versteife mich so darauf, dass doch alles gut laufen muss, damit wir ein gemeinsames Leben führen können, aber ich bin ja schon nach 3 Jahren am Ende :-(

Traurige Grüße aber auch liebe Grüße, weil ihr alle so lieb geantwortet habt und vielen Dank für euren Zuspruch...

d8evi~lin~disIguise


dass doch alles gut laufen muss,

Das wäre schön, da stimme ich dir zu. :°_

Aber so, wie es JETZT läuft, ist es doch eindeutig NICHT schön!

Den Vorschlag mit dem Wochenende habe ich ihm schon gemacht, aber da ist Voraussetzung, dass seine -Eltern Zeit haben

Hm, und wenn ER weg will... dann könntest du nächstes Mal auch sagen "aber nur, wenn deine Eltern können, allein mache ich das nicht."

Aber ich verstehe schon: Du gehst davon aus, daß es dann richtig Streit gibt und dafür hast du jetzt nicht die Kraft. Würde mir genauso gehen.

Du könntest ihm stillschweigend einen Zettel hinlegen mit SEINEM Tages- und Wochenablauf und DEINEM Tages- und Wochenablauf. Unten drunter die jeweilige Summe der geleisteten Arbeitsstunden. (Nächtliches Aufstehen nicht vergessen mitzurechnen.)

Und wie gesagt, du könntest ihm mal, wenn er heimkommt, die Türklinke gleich aus der Hand nehmen und sagen "ich geh jetzt 2 Stunden spazieren, tschüs". Dann hat er keine Zeit, Bedingungen zu stellen. Und er würde ja wahrscheinlich seinen Ärger nicht an den Kindern auslassen, nehme ich an.

Übrigens reduziert sich die Belastung sofort, wenn er weg ist, also wenn er sich trennen sollte (ja, er, nicht du. DU tust doch gerade alles für die Familie). Er tut ja nichts im Haushalt und hilft nicht bei den Kindern. Aber du darfst seine Wäsche waschen und bügeln, für ihn kochen und ihn dann möglicherweise auch noch befriedigen (sorry, aber ist doch so, oder nicht?). Das würde dann alles schon mal wegfallen.

Das aber nur nebenbei. Ich stimme dir zu, daß Trennung nicht gerade die schönste Option ist. Aber wenn es nicht anders gehen sollte... helfen würde es schon.

"Umziehen" muß ja nicht heißen, hunderte von Kilometern weit weg zu ziehen. Aber ihr scheint ja momentan wirklich abgelegen zu wohnen und könntet dir und den Kindern zuliebe in die nächste Stadt ziehen, Kleinstadt geht auch. Dann könnten die Kinder in Kindergarten und Krippe gehen und du könntest vormittags etwas Schlaf nachholen. Ich denke, das ist das Mindeste, was dein Mann für dich tun sollte. Es erhöht noch nicht einmal seine Arbeitsbelastung (außer für die kurze Zeit des Umzugs).

Bisher geht ALLES nach ihm – ihr KÖNNT nicht umziehen wegen seiner Arbeit. Aber was ist damit, daß DU ein tolles Jobangebot hast? Im umgekehrten Fall würde er doch sicher sagen "wir MÜSSEN umziehen wegen meiner Arbeit"?

Dein Mann verhält sich im Moment unfaßbar egoistisch und rücksichtslos. Liebe sieht anders aus.

H,irscBhhorn#s<alxz


Den Vorschlag mit dem Wochenende habe ich ihm schon gemacht, aber da ist Voraussetzung, dass seine -Eltern Zeit haben, denn alleine macht er das nicht mit den Kindern und Haushalt. Selbst als ich nur mal einen Tag weg war (da habe ich mir einen schönen Tag mit meiner großen Tochter gemacht, die ja leider bei den Kleinen oft untergeht) da hat er seine Eltern kommen lassen und sich am Ende beschwert, dass er an diesem Tag ja ganze 4 Stunden alleine mit ihnen war, weil die Eltern erst spät gekommen sind und recht bald wieder gefahren. Ach, es ist einfach zum Heulen. Die familie kann eben auch nicht immer kommen, sie müssen alle arbeiten und die weite Fahrt und und und.

Das verstehe ich nicht... Sind doch seine Kinder? Wie schlimm kann es sein, einen Tag mit denen allein zu sein? :|N ???

Kann er es nicht oder will er es nicht?

Ich habe einfach so das Bild meiner Mutter im Kopf, es begleitet mich immer und immer wieder und ich versteife mich so darauf, dass doch alles gut laufen muss, damit wir ein gemeinsames Leben führen können, aber ich bin ja schon nach 3 Jahren am Ende :-(

Das finde ich total schwierig.

Mein Freund hat auch so dieses Bild im Kopf, seine Eltern sind mit 16 zusammengekommen und sich seitdem in Liebe ergeben (meint er...) und das möchte er unbedingt auch. Deshalb hat er sich irrsinnig an seine erste Freundin geklammert. Bis er dann mich kennengelernt hat.

Aber so ist das nicht mehr. Du kannst dich doch nicht selbst kaputt machen, nur um den Traum der heilen Welt und Familie aufrecht zu erhalten (auch wenn ich das gut verstehen kann!).

Dass ihr nicht umziehen könnt, das ist natürlich ein Problem – und das du deswegen ein gutes Jobangebot sausen lassen musst. Das ist sehr schade, da ein Job dir vielleicht wieder neue Perspektiven und auf jeden Fall neue soziale Kontakte vermitteln würde!

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