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Lernen damit umzugehen, wenn man sich unbeliebt macht

Aillyx87L


Hey,

was du da beschreibst kenne ich sehr gut. Wie geht es dir mittlerweile damit?

Auch aus anderen Gründen mache ich zur Zeit eine Psychotherapie und das war dort oft Thema, weil es natürlich belastend ist im Alltag.

Oft sind es ja sogar Kleinigkeiten, die für einen total schrecklich sind und für Andere nicht mal ansatzweise schlimm. Jeder kann man sauer sein oder was nicht gut finden was der Gegenüber macht. Dafür sind wir zu individuell und das macht unsere Persönlichkeit aus.

Du bist viel interessanter, wenn du mal nicht nach der Nase der Anderen tanzt, sondern deine Meinung vertrittst und wenn dir andere am liebsten was gegen den Kopf werfen :)

Für mich war es vor einiger Zeit unmöglich so zu denken, aber es wird immer besser.

Ursprünglich hatte ich also die Aufgabe mir jeden Tag eine kleine Blamage oder einen Fehler zu leisten und zu gucken wie es mir damit geht. Ich sollte schauen wie die anderen reagieren, wie ich damit umgehe, aber ich sollte es vor allem aushalten.

Am Anfang ist mir garnichts eingefallen, was ich hätte machen können.

Wie hier schon geschrieben wurde, hat das sehr viel mit Perfektionismus zu tun und das ist ein sehr komplexes Thema. Aber man kann es üben auch mal nicht "perfekt" zu sein.

Du musst ja nicht gleich den Hass der ganzen Nation auf dich ziehen, aber wenn Jemand mal so ein bisschen sauer ist (vor allem Leute, die du eh nicht magst), heisst es nicht gleich, dass die zwischenmenschliche Beziehung daran zerbricht.

Aber ich weiß ganz genau wie es dir geht und ich kämpfe selber täglich damit ;-)

liebe Grüße

Sahojxo


Du bist viel interessanter, wenn du mal nicht nach der Nase der Anderen tanzt, sondern deine Meinung vertrittst und wenn dir andere am liebsten was gegen den Kopf werfen :)

Ich empfinde das als eigenartigen Ansatz. Und zwar deshalb, weil das ja schon wieder so sehr nach außen gerichtet ist, weil es wieder um die Wirkung auf andere geht - zuerst möchte man irgendwelche ominösen "sie" nicht verärgern, dann möchte man interessant sein, wieder für alle oder zumindest die meisten oder jedenfalls in einem ziemlich allgemeinen Kontext. In meinen Augen ist das eher eine Verlagerung des Problems als eine wirkliche Veränderung. "Bei sich" ist man mit beidem nicht.

Die Frage ist und bleibt: Was ist denn so interessant daran und so bedrohlich, was irgendwelche Leute von einem denken könnten? Mich interessiert, was Leute von mir halten, die ich mag, die ich selbst prima finde, da kann ich durchaus traurig sein, wenn meine Sympathie nicht erwidert wird. Ist zwar selten, kam aber auch schon mal vor. Doch, das frisst mich an, ist dann aber halt so. Aber ... irgendwer? Ist das erziehungsbedingt - sind da Eltern im Hintergrund, von denen die Betroffenen oft so etwas gehört haben wie "Das macht man nicht" oder "Was sollen denn die Nachbarn denken, wenn du unterschiedliche Socken anhast?" Da hab ich gestern eine Frau erlebt, die so mit ihrem trotzenden Kleinen geredet hat ... zischte ihn im Laden an: "Jetzt sei endlich still, was sollen denn die Leute denken, sei still, so was macht man nicht, jetzt reicht es, hör sofort auf damit, die Leute gucken schon!" Da hat es mich schwer gegruselt, und ich fürchte, der Lütte hat tatsächlich nur zwei Optionen. Entweder wird er lange oder gar zeitlebens viel darüber nachgrübeln, wie sein Verhalten wohl auf andere wirkt, statt zu schauen, wie es ihm eigentlich geht, was er will und was er tun kann. Oder er lehnt sich dagegen auf und scheißt aus Prinzip drauf, was irgendwer denkt, was ja auch ganz schön übersteuert ist. Manchmal sind andere Leute nämlich ein prima Korrektiv und Kritik eine wichtige Hilfe, um das eigene Verhalten klarer zu sehen.

Na, jedenfalls habe ich mich bei dem Kleinen gefragt, ob er eigentlich wirklich eine Chance hat, ein gutes Gefühl dafür zu entwickeln, wer er selbst ist, wenn er so extrem darauf gedrillt wird, immer an seine Außenwirkung zu achten. Und hier und jetzt frage ich mich, wie es bei denen, die hier so sehr damit zu kämpfen haben, eigentlich dazu gekommen ist, dass die Meinung irgendwelcher Leute (die ja de facto quasi null Auswirkung auf den eigenen Alltag hat, wenn man sich nicht groß darum schert) ein so übertriebenes Gewicht bekommen hat.

S+hojxo


"Jetzt sei endlich still, was sollen denn die Leute denken, sei still, so was macht man nicht, jetzt reicht es, hör sofort auf damit, die Leute gucken schon!"

Übrigens habe auch ich unwillkürlich geguckt, aber nicht, weil ich ein trotzendes Kleinkind ungewöhnlich oder schrecklich fänd (solange es nicht mein eigenes ist, das mir zufrieden tatsächlich sehr viel lieber ist ;-D ), sondern weil ich wirklich entsetzt war, als ich dieses feindselige Zischen gehört habe. Begegne ich einer souveränen Mutter mit trotzendem Nachwuchs, tausche ich oft einen kurzen, solidarischen Blick mit ihr aus, beide lächeln kurz ein bisschen, verdrehen die Augen, eine stumme gegenseitige Versicherung: "Anstrengend, ja, aber es ist ja zum Glück nur eine Phase, die nahtlos vom nächsten Übel abgelöst wird." ;-D

Es ist also so: Daran, dass ich, einfach mal als selbsternannte Vertreterin der "Öffentlichkeit", mir eine Meinung bilde, kommt ja eh keiner drumrum, der mir kurz in den Fokus gerät. Ich habe aber nur einen ganz kurzen Eindruck. Ich weiß nicht, wie lieb dieselbe Frau vielleicht abends ist, wenn sie ihrem Lütten noch was vorliest. Ich weiß nicht, welche eigene Geschichte sie mit sich rumschleppt, ich habe keinen Schimmer, ob sie sich dessen, was in meinen Augen ein Problem ist, bewusst ist, daran arbeitet, vielleicht eigentlich schon weit gekommen ist und ob sie abends ihrem Kleinen sagen wird: "Du, das vorhin beim Einkaufen, das war total blöd von mir, ich war so müde und angestrengt, aber du ja auch. Ich sollte so etwas nicht zu dir sagen und strenge mich an, es nicht mehr zu tun." ich weiß GAR nichts über sie, außer dass sie in dem Moment nicht gut aushalten konnte, dass ihr Kleiner rumkreischt und irgendwer denken könnte, sie habe die Sache nicht im Griff. Und wir sehen uns vermutlich nie wieder.

Warum dann sollte meine Meinung wichtig für sie sein? Außer eben als Anreiz, mal selbst zu durchdenken, ob sie findet, dass ich zu Recht entgeistert rübergeschaut habe - worauf ihre Antwort ja oder auch nein lauten kann? Warum sollte jemand mich "beeindrucken" wollen, dessen Leben sich mit meinem überhaupt nicht überschneidet, der mich nicht kennt, der nicht weiß, was ich selbst für Baustellen habe?

Und in etwas modifiziertem Rahmen gilt das auch für Leute, mit denen man etwas näher bekannt ist. Die Frage, welche tatsächliche Relevanz ihre Meinung für einen hat, ganz praktisch gesehen, ist doch fast immer: fast keine.

ad.fisxh


Ursprünglich hatte ich also die Aufgabe mir jeden Tag eine kleine Blamage oder einen Fehler zu leisten und zu gucken wie es mir damit geht. Ich sollte schauen wie die anderen reagieren, wie ich damit umgehe, aber ich sollte es vor allem aushalten.

Hart. :-o Hast Du es gemacht und hat sich dadurch wirklich etwas verändert?


Ja, man sollte es nicht glauben, aber ich bin ja auch so ein konfliktscheues Ding. Nicht immer, nicht mit jedem, aber grundsätzlich schon. Und ja immer alles "richtig" machen, auch wenn man keine Ahnung hat, wie dieses "richtig" aussehen mag und man also sowieso nur Wasser tritt.

Und gleichzeitig sträubt sich in mir alles, wenn ich mich irgendwo anpassen soll und bei vielen Themen kann ich meine Klappe nicht halten - tja. ;-D Um nicht einfach in der Mitte durchzureißen wie Rumpelstilzchen halt ich mich möglichst von Mitmenschen fern.

Doch ich habe oft Angst dass meine Denkweise falsch ist, ich dann plötzlich nicht begründen kann wieso und weshalb, mir die Worte ausgehen..

Pinky838

Jupp.. Gerade immer das Gefühl, vielleicht doch falsch zu liegen, macht es mir schwer, überzeugend für irgendetwas einzutreten. Mir fallen meistens auch schon selber Gegenargumente oder andere Sichtweisen ein, meist genau in dem Moment, in dem ich etwas sage und dann bin ich vollends verunsichert. %-|

a\.?fNixsh


PS.: Hier im Forum ist das natürlich leicht zu überspielen - da schreib ich einfach auf, was ich meinen wollen will und dass ich dabei fingernägelkauend über der Tastatur grübele, dass andererseits.. und so gesehen.. kriegt keiner mit. ;-)


Ich empfinde das als eigenartigen Ansatz. Und zwar deshalb, weil das ja schon wieder so sehr nach außen gerichtet ist, weil es wieder um die Wirkung auf andere geht - zuerst möchte man irgendwelche ominösen "sie" nicht verärgern, dann möchte man interessant sein, wieder für alle oder zumindest die meisten oder jedenfalls in einem ziemlich allgemeinen Kontext. In meinen Augen ist das eher eine Verlagerung des Problems als eine wirkliche Veränderung. "Bei sich" ist man mit beidem nicht.

:)z

Das habe ich schon auf den ersten Seiten gedacht. Immer, wenn - auch mir gegenüber - betont wird, dass man sich mit einer eigenen Meinung und Äußerung dieser viel interessanter macht, denke ich: "Ich WILL mich nicht mehr interessant machen müssen. Ich will endlich weg von dieser Denke, dass ich es anderen Recht machen muss."

Die Frage, welche tatsächliche Relevanz ihre Meinung für einen hat, ganz praktisch gesehen, ist doch fast immer: fast keine.

Naja, man fällt sicher nicht tot um. Aber fürs Selbstbild kann das durchaus bedrohlich sein, wenn dieses eben stark von andere abhängt.

mLalguDcknx31


Wer kennt diese Problematik nicht, jeder Mensch will beliebt sein. Selbst die größten Angeber und Rabaucken wollen das.

Ich habe lange damit zu kämpfen gehabt, eine Lösung zu finden und irgendwann habe ich mal in einem sehr guten Buch gelesen,

machen sie so, wie sie es für richtig halten, denn kritisiert werden sie sowieso. Das stimmt!

Bist du zu erfolgreich, dann kommen die Neider und kritisieren dich, dass du arrogant bist oder einfach nur Glück hast.

Bist du weniger erfolgreich heißt es, na das kann man schon besser machen oder du wirst sogar fertig gemacht, weil es als ein Zeichen der Schwäche ausgelegt wird.

Wenn du mittendrin bist und nie Kanten zeigst, dann schwankt es zu den beiden obigen Verhaltensweisen, denn mal wirst du etwas gut machen, mal machst du etwas falsch.

Also muss man sich damit abfinden, dass egal wie du es machst und egal was du machst, es wird immer Menschen geben, denen es nicht passt, weil sie einfach deine Art nicht mögen, deine Art sie vielleicht an andere Menschen erinnert usw.

Du kannst also nur probieren, es dir selbst recht zu machen, so, dass du am Ende sagen kannst: ich habe alles getan, was ich tun konnte, mehr kann ich nicht tun.

Es gibt gewisse Dinge, die liegen außerhalb deines Machtbereichs. Diese Dinge kannst du nur akzeptieren, anderfalls wirst du immer dich verantwortlich fühlen für Dinge, die das Leben nun mal so macht, wie es sie macht.

NPatBhanikel D+emerexst


Mahlzeit ,

Das kenne Ich nur zu gut. Auch Ich bin eher der Harmonieorientierte Typ, der lieber einer Konfrontation aus dem Wege geht, des "lieben Frieden wegens". Mittlerweile bin Ich jedoch ein Stück weiter gekommen. Wenn man versucht, es allen recht zu machen, stellt man seine Bedürfnisse unter die der Anderen. Ich nenne mal ein Beispiel : Schnell hat sich damals rumgesprochen, dass Ich ziemlich gut mit Rechnern umgehen kann. So wurde Ich auch des öfteren mal gefragt, ob Ich eine Neuinstallation vornehmen kann. Sowas mache Ich auch sehr gerne, weil das halt auch zu meinen Hobbys gehört. Irgendwann fühlte Ich Mich jedoch wie ein "Werkzeug", welches man bei Bedarf einfach mal ebend benutzen kann. Das ignorierte Ich jedoch, da Ich es Mir ja mit niemanden verscherzen wollte. Ein anderes Beispiel von der Arbeit : Ich mache gerne mal Späße während der Schicht, und die kommen auch sehr gut an. Des öfteren kommen dann Kollegen an und wollen, dass Ich wieder loslege mit Scherzen und Quatsch machen. Anfangs tat Ich das denn auch, aber die Qualität nahm ab, weil es nicht von Herzen kam, sondern eingefordert wurde. Das selbe geschah übrigens auch beim Rechnerbeispiel. Ich konnte dann plötzlich ein Problem nicht mehr lösen. Teils unbewusst habe Ich meine Hilfsbereitschaft von innen heraus sabotiert – und das war, wenn Ich jetzt darüber nachdenke, auch gut so.

In Meinem Fall stehen dahinter Ängste wie Verlustangst, Angst abgelehnt zu werden, Angst vor Zurückweisung, Angst vor der Einsamkeit. Die Unfähigkeit, auch mal Nein zu sagen, war Mein aus diesen Ängsten resultierendes Verhalten.

Mittlerweile bringe Ich mir selber bei, auch mal Nein zu sagen. Ich helfe immer noch gerne bei Pc Problemen, aber zu Meinen Bedingungen. Ich mache immer noch Quatsch auf der Arbeit, aber auch nur dann, wenn Mir danach ist. Ich versuche nach folgenden Prinzipien zu Leben :

1. Jeder ist sich selbst der Nächste. Niemand kann Mir näher kommen, als Ich mir selbst. Opfere Ich Mich nur für andere auf, verliere Ich mein Selbst und es geht mir schlecht. Dabei rede Ich nicht vom Egoismus. Egoismus stellt die eigenen Bedürfnisse über die der Anderen, quasi das andere Extrem.

2. Geben und Nehmen gehören zusammen. Wenn Ich nur gebe und niemals auch mal zugreife, dann ist irgendwann die innere Kraft aufgebraucht und es kommt zur Symptombildung. Das Spektrum reicht dann von Niedergeschlagenheit bis Wut.

3. Meine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die der Anderen, sie stehen weder darüber noch darunter.

4. Rückfall in alte Verhaltensmuster sind kein Untergang. Es dauert halt, bis sich neue Verhaltensweisen im Gehirn verankern.

5. Nicht das Leben ist schwer, sondern nur die Gedanken, die Ich Mir darüber mache.

Da jeder Mensch anders ist, hat jeder seine eigenen Prinzipien. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Suche.

a}.fCisxh


OT:

Nathaniel, Du hast vergessen [[http://www.thinkgeek.com/tshirts-apparel/unisex/frustrations/388b/ DAS]] T-Shirt für IT-begabte Menschen zu tragen. ;-)

PIink'y838


@ Ally87L

was du da beschreibst kenne ich sehr gut. Wie geht es dir mittlerweile damit?

Also, ich habe mich mit den Jahren ein wenig verbessert, wie ich finde. Und ich beginne mittlerweile auch, Menschen die ich nicht so "gut" finde, auch mal Dinge abzuschlagen, bzw. auch mal etwas unsympathischer, also eher neutral zu sein. "Neutral" und nicht freundlich sein, das setze ich schon mit unsympathsich gleich :-) ..denn ansonsten mache ich vieles mit einem freundlichen Unterton, lächle ziemlich oft %-| , sodass ich mir manchmal denke ich wirke bekloppt, also im Nachhinein ;-) ..

Du bist viel interessanter, wenn du mal nicht nach der Nase der Anderen tanzt, sondern deine Meinung vertrittst und wenn dir andere am liebsten was gegen den Kopf werfen :)

Ja genau das denke ich mir auch.. Was für eine Therapie machst du denn wenn ich fragen darf?

@ Shojo

Die Frage ist und bleibt: Was ist denn so interessant daran und so bedrohlich, was irgendwelche Leute von einem denken könnten? Mich interessiert, was Leute von mir halten, die ich mag, die ich selbst prima finde, da kann ich durchaus traurig sein, wenn meine Sympathie nicht erwidert wird. Ist zwar selten, kam aber auch schon mal vor. Doch, das frisst mich an, ist dann aber halt so. Aber ... irgendwer? Ist das erziehungsbedingt – sind da Eltern im Hintergrund, von denen die Betroffenen oft so etwas gehört haben wie "Das macht man nicht" oder "Was sollen denn die Nachbarn denken, wenn du unterschiedliche Socken anhast?"

Ja das ist ne gute Frage, ich weiß nicht genau was daran so schrecklich sein soll.. ich fände es irgendwie schlimm wenn man falsch über mich denken würde... An der Erziehung liegt es sicherlich nicht, da war meine Mum eher schmerzfrei was Peinlichkeiten angeht :) sie hat mich ab und an mal in der Öffentlichkeit gestillt, z.B., ich fände das als Mutter SEHR peinlich.. aber nun gut ;-D

Ich habe in den vergangenen Jahren einfach öfters gehört dass ich so arrogant rüberkomme, bzw. für eingebildet eingestuft werde, was aber nicht der Fall ist. Kann gut möglich sein dass ich seitdem angefangen habe mehr zu lächeln, um diese Gedanken der Menschen umzustimmen/nicht aufkommen zu lassen... ":/

@ a.fish

Nicht immer, nicht mit jedem, aber grundsätzlich schon. Und ja immer alles "richtig" machen, auch wenn man keine Ahnung hat, wie dieses "richtig" aussehen mag und man also sowieso nur Wasser tritt.

:)z genau ich will auch immer alles richtig machen, so wie ich mir denke dass es richtig sein soll :|N :-/ völlig bekloppt eigentlich!

Und gleichzeitig sträubt sich in mir alles, wenn ich mich irgendwo anpassen soll und bei vielen Themen kann ich meine Klappe nicht halten – tja. ;-D Um nicht einfach in der Mitte durchzureißen wie Rumpelstilzchen halt ich mich möglichst von Mitmenschen fern.

Ja, das mache ich auch.. bin dann einfach ruhig und beteilige mich nicht so an Gesprächen.. weshalb ich auch denke dass die Leute auf der Arbeit komisch von mir denken :-( !

Aber genauso hasse ich Mainstream! :(v

PS.: Hier im Forum ist das natürlich leicht zu überspielen – da schreib ich einfach auf, was ich meinen wollen will und dass ich dabei fingernägelkauend über der Tastatur grübele, dass andererseits.. und so gesehen.. kriegt keiner mit. ;-)

Naja das ist wieder etwas anders, ich liebe es zu schreiben, das fällt mir einfach viel leichter, und da sprudelt es nur so aus den Gedanken.. wenn es doch nur so in Gesprächen der Fall wäre.. naja manchmal habe ich eine Glückssträhne, und alles passt und bin zufrieden mit dem was ich bei Gesprächen sage.

@ malguckn31

Also muss man sich damit abfinden, dass egal wie du es machst und egal was du machst, es wird immer Menschen geben, denen es nicht passt, weil sie einfach deine Art nicht mögen, deine Art sie vielleicht an andere Menschen erinnert usw.

Du kannst also nur probieren, es dir selbst recht zu machen, so, dass du am Ende sagen kannst: ich habe alles getan, was ich tun konnte, mehr kann ich nicht tun.

genau das ist es ja, und das versuche ich meinem Verstand klarzumachen, Geschmäcker sind verschieden, irgendwer wird immer innerlich meckern obwohl er nichts dafür kann..

@ Nathaniel Demerest

Wenn man versucht, es allen recht zu machen, stellt man seine Bedürfnisse unter die der Anderen. Ich nenne mal ein Beispiel : Schnell hat sich damals rumgesprochen, dass Ich ziemlich gut mit Rechnern umgehen kann. So wurde Ich auch des öfteren mal gefragt, ob Ich eine Neuinstallation vornehmen kann. Sowas mache Ich auch sehr gerne, weil das halt auch zu meinen Hobbys gehört. Irgendwann fühlte Ich Mich jedoch wie ein "Werkzeug",

Genau das habe ich derzeit auch, doch bei mir ist es eher das Aufsetzen von Schreiben oder das Formulieren von Angeboten, Bewerbungen, bzw. Verbessern irgendwelcher Präsentationen.. weil ich nunmal relativ gut darin bin, und auch immer zugestimmt habe, darf ich das in letzter Zeit öfter machen.. Freundinnen fragen dann immer, ja du machst das doch so gut, bitte kannst du nicht... %-|

Ich meine ab und an ist es kein Problem, aber wenn ich merke, dass die Leute dann aus Bequemlichkeit einfach Aufgaben abgeben, weil sie keine Lust haben sich damit selbst zu beschäftigen, dann nervt es einfach nur noch!

Denn ich muss sagen, ich bin kein Mensch der ständig um etwas bittet, auch wenn ich etwas nicht lösen kann, versuche ich mir im Netz Anhaltspunkte zu holen, bevor ich jemanden reales um Hilfe frage!

Und das mit dem PC reparieren, das brauche ich auch immer mal wieder und ich habe auch einen Verwandten der Spezialist ist, doch ich schäme mich ihn danach zu fragen, weil ich jedes Mal auf Familienfeiern o.Ä. beobachte, wie er von der Verwandtschaft, genauso wie du, immer damit konfrontiert wird, wie gut er das doch kann und sie Hilfe brauchen :(v %-| ! Finde das unmöglich!

A3lly87xL


Ich mache eine ganz normale Psychotherapie, aber auch wegen anderen Lastern der letzten Jahre.

Ich muss sagen, ich übe beständig und es hilft.. man hat das Gefühl man wird mit der Zeit "abgebrühter", auch wenn es Tage gibt, an denen es mir so garnicht gelingt.

Nach außen hin wirke ich sicherlich manchmal komisch, wenn ich lächel und eigentlich was unfreundliches vorher gesagt habe. Aber ich glaube meine Definition von Unfreundlich ist für viele Andere noch lächerlich ;-) du kennst das sicher.

Aber man muss da dran bleiben und irgendwann sind die Gefühle immerhin nicht mehr so extrem, dass man denkt es zerreißt einen bald. und daher hoffe ich, dass einen das irgendwann garnicht mehr juckt

EOhemalivger Nutz!er (#69x928)


Ich kann schlecht damit umgehen wenn jemand mich unhöflich oder sonstwie unsympathisch findet..

Ich glaube, dass das ein Gefühl ist, welches den meisten Menschen vertraut ist, manchen mehr, manchen weniger. Ich bin ein eher streitbarer Mensch und auch ich kenne in Einzelfällen dieses Unbehagen. Dann steht man vor einer Gruppe Menschen und weiß, man wird gleich etwas sagen, woraufhin man die Abneigung der ganzen Gruppe deutlich zu spüren bekommen wird. Aber es nutzt ja nichts, wenn man seine Haltung nicht verleugnen will, muss man da durch. Am schlimmsten ist genau dieser Moment, bevor man die Sache ausspricht, die zum Konflikt führen wird. Sobald er dann entstanden ist, verfliegt dieses Gefühl seltsamerweise fast immer. Ein bisschen so wie die Situation, von einem hohen Punkt ins Wasser zu springen. Das Schlimme ist die Sekunde vor dem Absprung, nicht der Fall.

Solange es bei Einzelsituationen bleibt, halte ich das nicht für weiter ungewöhnlich oder bedenklich. Bedenklich wird es erst, wenn es einen regelmäßig hemmt, so wie das offenbar bei dir der Fall ist. Das ist besonders tragisch, da du dich verbiegst und dein Ziel dennoch zwangsläufig verfehlst. Manche Menschen werden dich dafür unsympathisch finden, dass du deine Meinung offen sagst. Manche Menschen werden dich dafür unsympathisch finden, dass du nicht anecken willst. Manche Menschen werden dich aufgrund deiner Hautfarbe, deiner Herkunft oder deines Geschlechtes ablehnen oder sogar hassen. Es gibt keinen Weg daran vorbei. Man kann es nicht allen recht machen, daher erscheint es mir das Klügste, wenn man es sich selber recht macht.

Vielleicht hilft es dir, wenn du hier im Forum übst. Hier gibt es oft Themen, bei denen es heiß her geht. Egal, in welche Richtung du dich äußerst, früher oder später findest du jemanden, der deine Meinung total doof findet oder dich sogar persönlich angreift. Du musst diesen Menschen nicht ins Gesicht sehen. Du entscheidest, wann und ob du eine Reaktion liest. Du kannst jederzeit ein Gespräch abbrechen und zu beleidigend darf es ohnehin nicht werden, da sonst die Moderation eingreift. Abseits des Computers kann Ablehnung anderer Menschen unter Umständen sehr reale Konsequenzen haben, aber hier im Forum? Klicke auf das "x" und schon ist alles fern von dir. Mir fällt kein harmloserer Platz ein, um sich an Gegenwind von Fremden zu gewöhnen. Von da an könntest du dich langsam an schwierigere Situationen heran arbeiten. Manchen hilft die Übung und die Erfahrung, dass dann nichts Schlimmes passiert, nur weil man auch mal aneckt.

Ich denke übrigens, du überschätzt auch ein wenig deine Wirkung auf viele Menschen. Einfach, weil umgekehrt andere Menschen so eine starke Wirkung auf dich haben und dich Kritik wirklich ankratzt. Wenn man mich kritisiert, entlockt mir das meistens einfach ein Zur-Kenntnis-genommen-Schnauben. Die Gelegenheiten, in denen ich mich – mal übertrieben ausgedrückt – heulend in die Ecke verkriechen oder meinem Gegenüber den Kopf abreißen will, sind eher selten. Auch hier glaube ich, dass das auf die meisten Menschen zutrifft. Manchmal trifft uns etwas tief, oftmals lösen Konflikte hingegen nur eine oberflächliche Reaktion aus. Sie sind eben alltäglich und meistens kein Grund, sofort einen roten Kopf zu bekommen und unser Gegenüber mit Inbrunst zu hassen.

Mmolwlie6nch{en


Ich finde es bemerkenswert, dass man meist anderen Leuten eher eine "unbeliebt machende" Meinung zugesteht als dass man erwartet, dass die anderen einem diese auch zugestehen. Darüber könnte man mal nachdenken. Wieso sollte der Rest der Welt ausgerechnet an Dich andere Ansprüche stellen?

Ich selbst habe die befreiende Wirkung eines "Nein" – gegenüber jemandem, der mich vorher zu allem überreden konnte, und ich habe immer "Ja" gesagt, um dessen Zuneigung nicht zu verlieren – eines Tages kennen gelernt und festgestellt, dass dieses "Nein" nichts, aber auch gar nichts an der Zuneigung der anderen Person geändert hat. Im Gegenteil: Die Person stellte fest, dass ich eben nicht einfach ein ewiger Ja-Sager bin und hat sogar mehr Respekt vor mir bekommen.

Vordergründig ist man vielleicht "beliebter", wenn man Konflikten aus dem Weg geht, indem man seine Meinung verschweigt, aber letztendlich ist nichts langweiliger als ein Meinungsloser oder Ja-Sager.

Ich ertappe mich immer mal wieder in Situationen, in denen ich meine Meinung der Mehrheit anpasse oder gar verschweige, aber ich habe im Laufe der Zeit gut gelernt, meine Meinung auch gegen Widerstände zu äußern. Jemanden, der mich wegen einer abweichenden Meinung zu einem Thema nicht mehr leiden kann, den brauch ich sowieso nicht.

H*irxtin


Unbeliebt machen. Ist es deshalb schlimm für dich, weil dir die Leute leid tun, die durch dich ihren Willen nicht bekommen oder nicht Rechtbekommen haben?

Oder ist es, weil du ein schlechtes Gewissen hast, wenn sie dich schelten? Also, wenn sie sich dann über dich lustig machen, dich beschimpfen, dich ignorieren. Kurz: Wenn sie dich bestrafen, weil du ein böses Mädchen warst.

Ich kenne hauptsächlich letzteres in meiner Gefühlswelt.

Ich wollte nicht anecken, weil ich Angst hatte, dann "bestraft" zu werden. Und Bestrafung heißt für mich "ausgeschlossen" zu werden. Also es nicht mehr Wert zu sein, dass andere lieb zu mir sind und mich respektieren.

Wenn das auch DEIN Hauptproblem ist, kannst du lernen damit umzugehen, indem du in KLEINEN Schritten deine begründete Meinung vertrittst. Lerne gegen die erlaubte Meinung zu bestehen.

Sehr gut kannst du das in Internetforen üben.

Mal ein Beispiel, mir fällt kein anderes ein (ich habe DIES selber noch nicht gemacht, es soll nur ein Beispiel sein).

Du gehst in linksextremes Politikforum und schreibst, dass du es eigentlich richtig findest, dass die Reichen nicht noch mehr Steuern zahlen müssen.

Dafür gibt es eine ganze Menge guter Argumente. Die hast du vorher alle parat.

Dann bestehst du in der Diskussion durch Sachlichkeit und Fachkompetenz.

Die Leute werden sehr aggressiv werden und dich persönlich beschimpfen. Du kannst fühlen, wie es ist, dies auszuhalten. Du musst aber immer sachlich bleiben. So kannst du im geschützen Raum des www üben, deine eigene Meinung zu vertreten und es auszuhalten, wenn alle gegen dich sind.

Das Ziel ist nicht, dass du andere überzeugst, das Ziel ist, dass du das aushältst.

Mein Beispiel ist nur ein Beispiel. Vielleicht hast du Themen, die dir näher sind. Hinter denen du evtl. sogar tatsächlich stehst. Aber das darf nichts sein, was die meisten auch finden. Es gibt verschiedene Meinungen und Meinungsfreiheit. Vielleicht findest du pharmazeutische Tierversuche nicht schlimm, vielleicht bist du gegen den Euro.

Am leichtesten ist funktioniert diese Übung, wenn du gegen extreme Meinungen eine andere setzt.

Schreib mal, wie du meinen Tipp findest.

aZ.fis5h


Mh. Ich finde nicht, dass das Internet ein geeigneter Raum ist, um Konflikte zu üben. Ich spreche da nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus, aber die Gefühlslagen sind doch sehr unterschiedlich und im Internet angeranzt zu werden hat es mir bisher nicht einfacher gemacht, Menschen im echten Leben vor den Kopf zu stoßen.

E<hemxaligeGr Nu7tzer (#U69928)


a.fish

Wenn ich mich recht erinnere, bist du aber generell ein Mensch, der durch solche Erfahrungen nicht emotional lernt, oder? Ich denke, dass das manchen Menschen durchaus helfen kann. Wenn bereits Konflikte im Familienkreis schwierig sind, wird es eben auch einfach schwer, anspruchslosere Situationen zu finden.

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