» »

Wann weiß man, ob eine Depression vorüber ist??

G&errcChenx2 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

woran weiß ich dass ich die Depression überwunden habe? vor ca. 4 Monaten begann diese Depressionsphase. Ich bin 22, und ich hatte mit 19 schon eine phase, welche ich ohne Medikamente innerhalb von 5 Monaten eigentlich recht gut überwunden hatte und es ging mir, bis eben diese Phase begann, gut. Eben vor 4 Monaten begann sie und seit nun 3 Monaten nehme ich Anitdepressiva. Ich verspührte sofort eine Besserung, also diese "dunkeln depressionsgefühle" sind schon lange weg. Und so richtig ganz ganz tief wird es auch nichtmehr... Und ich hab jetzt schon ein paarmal gesagt, diese Phase ist vorbei. Aber dann gibt es doch noch Tage an denen ich einfach extrem und sehr sehr kompliziert grüble und dann geht das in Minuten und ich fühl mich wieder schlecht, dann kommt noch der Gedanke hinzu, dass ich es immer noch nicht überwunden habe und das es für mich viel kraft kostet normal glücklich zu sein, das ist dann die Krönung und mir gehts wieder schlecht.

Aber ich fühle mich auch wieder wohler usw... eben so depressiv ist es nichtmehr! Aber ich kann das schwer einschätzen, ob es nun vorbei ist, oder nicht. Denn was mich jetzt ständig wieder aus meiner Stimmungsbahn wirft sind einfach Ängste, Ängste vor der Zukunft mit immer wieder solchen Phasen, Angst vor der nächsten Phase.... usw. Und noch andere Sorgen, immer mit der Depression zu tun.

Nur weiß ich nicht, ist das noch Depression oder nur "normale" Ängste die man in meiner Situation hat, diese Ängste machen auf dauer aber auch zu schaffen.

Vor 2 Wochen gings mir dann eigentlich recht gut und ich hatte dort den Termin beim Psychiater,ich sagte dort dann es ginge mir recht gut, dieser sagte dann, ich sei nichtmehr depressiv und auf einem ganz guten weg. War auch immer der Meinung, doch dann hatte ich wieder darauf schlechte Tage, und mein ganzer Erfolg war irgendwie wieder zunichte. Nur so ganz tief wo sich wirklich "die welt verdunkelt" (betroffene wissen was ich meine) wirds nichtmehr.

Antworten
ZOwa@ck4x4


Zuerst: Nach einer Daumenregel soll man nach Verschwinden der letzten Krankheitssymptome das AD noch 6-12 Monate weiternehmen, um Rückfälle möglichst zu vermeiden.

Aber: Wenn Du mit dem behandelnden Arzt sprichst, solltest Du nicht nur Deine Tagesform beschreiben, sondern auch den Verlauf der letzten Wochen. Das gelingt besser, wenn man über sein Befinden (in Abhängigkeit von der jeweiligen AD-Dosis) Buch führt. Dein Arzt kann Dir nur helfen, wenn er möglichst exakt weiß, wie es Dir in den letzten Wochen gegangen bist. Aus meiner Sicht bist Du noch nicht optimal eingestellt, denn sonst dürften diese dunklen Phasen nicht mehr auftreten. Vielleicht brauchst Du eine höhere AD-Dosis, einen Medikamentenwechsel oder eine AD-Kombination.

GMerr=chenx2


Hallo Zwack,

ja ich hab ihm damals auch über meinen Zustand von der vorherigen Woche berichtet. Und da hatte ich eine recht gute Woche. Doch immer nachdem ich bei ihm war geht es mir schlechter, da ich dann meist danach ins grübeln komme usw...

Und was mich mich im Moment wirklich immer wieder schlechter gehen lässt, sind Ängste! Die meisten einfach Ängste von meiner Zukunft... usw. Und ob mir da ein Medikament dagegen helfen kann?!

Ja ich weiß nicht, Medikamentenwechsel, ich komme ja recht gut zurecht mit dem Medi, keine Nebenwirkungen und ich verspürte wirklich in den ersten Tagen eine kleine Besserung die dann irgendwann besser wurde, aber so das extrem heftige Grübeln und manchmal bin ich wirklich kraftlos, das ist halt geblieben.

Und ich kann echt nicht beurteilen, ob das nun Depri ist oder nur Ängste. Denn ich bin in dieser Zeit auch wirklich zu einem Nervenbündel geworden, bei jedem kleinsten Kopfjucken und alles, gleich die Angst, ob es wieder die Depression ist?

Was meinst du mit Kombination? Einen Stimmungsstabilisator dazu tun, oder? Das hat mein Arzt auch bei den letzen Terminen gemeint, wenn es weiter immer nur solala dahin geht. Aber weil ich eben gesagt habe mir geht es jetzt gut, was ja auch eine gewisse Zeit der Fall war. Und jetzt bin ich erst wieder in 6 Wochen bei ihm. Aber wie gesagt, so die richtige Depri ist schon weg, nur die RIEßIGE Angst, dass es wieder kommt und alles.... Bin ich auch in psychotherapie, werde das dann auch meinen Therapeut sagen.

Z/wacdk4x4


Also jedenfalls steht fest: So bist Du nicht gesund. Wenn Du bei der derzeitigen Medikation bleibst, wird sich daran auch wenig ändern. Du brauchst auch nicht darüber zu grübeln, ob derzeit die Depression oder die Ängste überwiegen. Das wird Dein Psychiater tun, wenn Du ihm Dein Befinden über mehrere Wochen schilderst (nicht nur die guten Tage!). Außerdem ist das auch deswegen nicht nötig, weil Depressionen oft mit Ängsten verbunden sind und es auch ADs gibt, die gut gegen Ängste wirken. Für Kombis gibt es viele Möglichkeiten: Wenn ein zusätzlich verordnetes Phasenprophylaktikum hilft, kann das ein Segen sein. Ich habe nur Lamotrigen probiert und mußte es wegen NW absetzen. Man kann aber die meisten ADs miteinander kombinieren. Beispiel: Du behältst das derzeitige AD bei und bekommst zusätzlich ein zweites, das besonders gut gegen Ängste wirkt. Das alles mußt Du aber gar nicht selbst eruieren: Dein Psychiater tut das - er muß nur über Deinen Zustand informiert sein. Du solltest Dir mit Hinweis auf Deine derzeitige schlechte gesundheitliche Lage einen vorgezogenen Termin bei ihm besorgen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH