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Emotionslosigkeit

D)ingyenxsda hat die Diskussion gestartet


Hallo,

in der letzten Zeit leide ich verstärkt an totaler Emotionslosigkeit, meine Gefühle/Reaktionen, die andere von mir wahrnehmen spiele ich, um nicht aufzufallen.

Ich habe eine schwere depressive Phase hinter mir aber eigentlich denke ich, dass es mir jetzt besser geht und wenn ich unter guten Freunden bin, dann ist das nicht so, dann empfinde ich auch Freude, Dinge machen mir Spass und ich bin einfach wie ich bin und fühle was ich fühlen müsste, aber wenn ich unter losen Bekannten oder Kollegen bin, dann bin ich wie ausgewechselt, fühle mich total leer. Ich will nicht, dass irgendwer merkt, dass etwas mit mir nicht stimmt und so spiele ich einfach alles, ich spiele überrascht, traurig, ich lache über lustige Sachen, immer so wie man es in dem Moment erwarten würde. Dabei habe ich die totale Kontrolle über meine "Emotionen", aber will eigentlich nur in Ruhe gelassen werden (eigentlich wäre ich sehr froh, wenn ich auch das Empfinden würde was ich spiele, aber ich kann es einfach nicht). Ich denke, ich spiele meine Rolle sehr sehr gut. Wer hat ähnliches erlebt, wann geht das wieder weg, ist das normal bei einer Depression?

Antworten
ECquilxizer


Ich glaube nicht, dass deine Emotionlosigkeit etwas mit deiner Depression zutun hat. Vielmehr ist es so, dass man sich unter Bekannten und Kollegen nicht einfach so "öffnen" möchte.

Ich will nicht, dass irgendwer merkt, dass etwas mit mir nicht stimmt und so spiele ich einfach alles,

Dass finde ich auch garnicht weiter schlimm. Man muß seine persönlichen Probleme oder Emotionen ja nicht unbedingt jedem aufs Auge drücken.

ist das normal bei einer Depression?

Ich denke, ja! :)_

D5ingiensdxa


Hi,

habe gerade erst gesehen, dass mir doch wer geantwortet hat :-) .

Ich glaube nicht, dass deine Emotionlosigkeit etwas mit deiner Depression zutun hat. Vielmehr ist es so, dass man sich unter Bekannten und Kollegen nicht einfach so "öffnen" möchte.

Ja, das stimmt, aber irgendwie fühle ich ja nicht wirklich was außer totale Leere, könnte mich also auch nicht öffnen, wenn ich es denn wollte :°( , aber mit meinen Freunden bin ich dann wie ausgewechselt (meistens), wahrscheinlich weil sie mich dann irgendwie von der Leere ablenken.

EplBeon0ora


Ich glaube nicht das es daran liegt das sie dich von der Leere ablenken, sondern das du bei ihnen keine Leere empfindest. Gute Freunde kenne einen, behandeln einen vertraut, man muss keine Angst haben das sie etwas von einem 'erfahren' könnten, weil man nichts dagegebn hat wenn sie etwas erfahren.

Bei Bekannten schaut das anders aus. Man weiß nicht wirklich wie die anderen zu einem stehen, hat Bedenken das sie Schwächen 'bewerten', das man dazugehören muss ...

Bei Freunden MUSS man sich keine Gedanken über Zugehörigkeiten machen oder darum, ob jemand einen komisch findet weil man über einen Witz nicht lacht, eine Meinung nicht teilt o.ä.. Es ist völlig normal das man unter Freunden entspannter ist.

Kaum jemand ist er selbst, wenn er in einer 'Bekanntengruppe' hockt. Jeder hat da eine Art Image.

S*üßFe Qeulxe


Hallo dingendsda! Ich habe heut deinen Eintrag gelesen. Und es kam mir schon sehr bekannt vor... Meine frage ist hattest du schon öfter Depressionen? Warst du mal beim Arzt ? Hast du mal Medikamente verschrieben bekommen? Also für mich hört es sich ganz sicher nach einer depressiven Phase an! Weil ich dein verhalten kenne und auch schon durchgemacht habe . Wenn man alleine ist kommt man mit vollem bewusstsein die Depression zu spüren, und unter Stress noch m

ehr. Aber bei mir ist es auch so, wenn ich bei anderen bin das ich wie eine Rolle spiele, als wenn ich nur was vorspiele ich weis wie ich sonst reagiere aber irgendwie fühle ich nichts dabei deswegen kommt mir das wie vorspielen vor. Das kommt von der Depression. Deine gefühlswelt ist gestört, es gibt ja mehrere Episoden bei einer Depression. Man kann rastlos , agressiv sein, zutiefst getrübt und gleichgültig. Am schlimmsten ist diese gleichbleibende emotionslose Stimmung wo einem alles gleichgultig wird weil man keine Freude mehr empfinden kann. Wenn man das selbst aushalten kann und das irgendwann übersteht hat man Glück . Die frage ist noch was der Auslöser der Depression ist, eine stoffwechselsstörung im Gehirn?! Da helfen meist gute antidrepressiva wie venflaxin (hat die wenigsten Nebenwirkungen) oder man steckt in einer belastenden Situation die man klären muss. Wichtig ist auch schildrüse oder andere autoimmunerkrankungen ausschließen lassen , die oft für eine Depression verantwortlich sind. Man darf sich nicht hängen lassen. Viel Glück und liebe Grüße *:)

DCin!genxsda


Hallo Süße Eule,

danke für dein Antwort, habe sie eben erst gelesen.

Ich denke ich hatte früher schon depressive Phasen, konnte das alles aber nicht einordnen und beim Namen nennen, dass es möglicherweise schon früher depressive Phasen waren, ist mir jetzt erst bewusst seit dem ich mich etwas mehr mit dem Thema auseinandersetze. So richtig bewusst ist es mir erst seitdem ich vor einigen Monaten zu überhaupt nichts mehr in der Lage war und Selbstmordgedanken hatte.

Die Phase habe ich aber hinter mir und es ging/ geht wieder bergauf. Was ich einfach nicht verstehe, ist dass ich plötzlich diese Emotionslosigkeit habe aber im anderen Moment wieder völlig "im Leben stehe". Manchmal frage ich mich ob diese Emotionslosigkeit einfach eine Art Schutzmechanismus ist, die Angst etwas negatives zu fühlen und deshalb besser gar nichts zu fühlen?

Ist es besser gar nichts zu fühlen oder etwas negatives? Gerade diese Emotionslosigkeit ist es doch, was viele Depressive nicht mehr ertragen können, oder? Als es mir so schlecht ging, habe ich eigentlich nur Schmerz gefühlt aber nicht nur diese Leere.

Ich weiß auch nicht so recht, was ich denken soll...

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