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Gestörtes Vater Tochter verhaeltnis

LWuiwgili hat die Diskussion gestartet


Hallo Community,

Meine Frau hat sich entschlossen zum psychologen zu gehen. Ziel ihr gestörtes Verhältnis zu Vater und Mutter zu analysieren. Nun der Hammer. Nicht das mir da einer abginge aber schon die erste Sitzung ergab, die psychologin goss mir Benzin ins Feuer oder blies mir den Wind in meine Segel. Dennoch bleibt mir bei aller Euphorie einiges an fragen offen. Meine Frau 42, gutausenhend und Mutter meiner drei Söhne ist nämlich gerade im Begriff zu erkennen das ihr Vater ein ex Oberst der nationalen Volksarmee sie schon und zielstrebig von Kind auf klein gehalten hat. Sie lernt mit Hilfe ihrer Psychologin kennen das Unterdrückung und sträfliche Missachtung unser beider Person der Fall ist, wenn es nicht so läuft wie Opa X Y es will. Zudem kann ich erkennen, das meine Frau eine irre Energie aufbringt ihren Frust gegen ihre Eltern zu Bündeln. Letztendlich stellt meine suess gerade fest, das Sie ihre letzten 25 Jahre , als auch die 12 Jahre von uns gemeinsam in verachtender Diskriminierung und totaler Missanerkennung ihrer Eltern gelebt hat. Hier die Frage. Glaubt ihr das so eine Erkenntnis plus der folgenden Therapie gravierende folgen oder gar ausrasten haben kann 8-)

Antworten
MConFstexrX


Hallo,

ich kann mir vorstellen, dass sich bei deiner Frau jetzt sehr viel Wut sammelt. Wie sie damit umgeht, bleibt abzuwarten.

Ich war auch einmal an einem ähnlichen PUnkt. Seitdem verachte ich meine Mutter, habe jegliche emotionale Bindung zu ihr verloren. Die Wut, die ich schon immer hatte, die sich z. T. auch gegen mich richtete, ist zwar immer noch da, aber nicht mehr in dem Ausmaß. Außerdem wurden mir die Augen geöffnet, dass ich nichts falsch gemacht habe, sondern sie. Also sollte sich die Wut gegen meine Mutter richten und nicht gegen mich. Nun vermeide ich seit Jahren den Kontakt, da ich selbst nicht weiß, was passieren wird.

Und so kanni ch mir das auch bei deiner Frau vorstellen.

Sei für sie da und unterstütze sie. :)*

E?leonxora


Sowas zu erfahren bzw. sich die Erkenntnis zu erarbeiten und dann damit um zu gehen ist verdammt hart – alleine wegen dem Konflikt zwischen Liebe und (wie Monster auch schrieb) Verachtung gegenüber den Eltern oder einem Elternteil.

Natürlich könnte es sein das sie ausrastet, resigniert, frustriert, deprimiert oder agressiv wird. Was, oder ob, eintritt ist aber nicht vorher zu sehen.

Wie Monster schon schrieb: Sei für sie da und unterstütze sie.

L|uigPili


Mein Mann hat's mir gebeichtet. Mich als Gegenstand eines Forum gemacht. Jetzt ist es eben so.

Nun es ist auch recht gut beschrieben. Selbst bis dato bin ich nichts anderes als das kleine Mädchen welches auf keinen Fall Widerspruch einlegen darf. Geschweige eine eigene Meinung haben darf.

Selbst meine drei Söhne als Beitrag des Lebens zählen da nicht. Egal um was es geht. Null Annerkennung im leben ist garantiert. Und mein Mann der als nicht akademischer Imperialist des Westens ist ist da noch das roteste aller Tücher und Sinnbild des West Kapitalismus. Ich Scheine gerade wachzuwerden und die Spätfolgen der Wiedervereinigung zu entdecken. Traurig aber war. Selbst der Hinweis meiner Psychologen auf ein ausgeprägtes neidpotiential meiner Eltern mir Gegenüber wollte ( konnte und kann ) ich gar nicht klauben. Tut verdammt weh. Grund weshalb ich diesen Schritt getan habe war im übrigen die Tatsache, das es grundsätzlich immer Stress gab wenn mein Eltern im anmarsch waren. Ähnlich dem chem einer Grippe. Fuenfi Tage kommt sie fünf Tage steht sie und fünf geht sie. Das ging Jahre so. Doch vor Ostern hat mir mein Mann die rote Karte angedeutet. Dashboard für mich der sogenannte " Last call " mal gespannt was da in der Therapie auf mich zukommt,

Danke für eure rege Anteilnahme und auch Kommentare. Und auch danke das mein Mann mir das gezeigt hat. Luigilina :-)))))

C2ornelKiax59


Das klingt für mich doch sehr danach, daß auf Seiten deiner Eltern – vermutlich unbewußt – eben doch Neid im Spiel ist. Sie sind nie in der Gesellschaft angekommen, in der wir heute leben, sie klammern sich mit aller Gewalt an Vorstellungen von vorgestern und meinen noch, sie wären im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit! Eigentlich sind sie traurige Fälle, mit denen man nur Mitleid haben sollte. Arme Würstchen, die sich verzweifelt an eine Lebenslüge klammern, denn daß der ach so tolle Sozialismus nicht funktioniert, ist ja wohl zwischenzeitlich perfekt bewiesen – oder möchten sie sich vielleicht die letzten Staaten dieser Erde näher anschauen, in denen das noch umgesetzt wird... Nordkorea oder Kuba? ]:D

Ich hoffe, daß die psychologische Aufarbeitung des ganzen Problems dir dazu verhilft, daß du irgendwann in der Lage bist, dich entweder einer Konfrontation zu stellen oder aber schlicht und einfach den Kontakt abzubrechen. Mein Rat wäre: hau auf den Tisch und verlang den Respekt, der dir als erwachsenem Menschen, der seine Frau im Leben steht, zusteht! Und wenn sie nicht bereit sind, den zu gewähren, dann setz sie vor die Tür! Dein Mann steht hinter dir, also können sie dir gar nichts!

m@nb


denn daß der ach so tolle Sozialismus nicht funktioniert, ist ja wohl zwischenzeitlich perfekt bewiesen

Tja, leider dürfte genau so klar sein, dass die "Alternative" – der Kapitalismus – genau so wenig funktioniert. Wer's noch nicht bemerkt hat, braucht nicht mehr lange zu warten ;-D

Aber zum Thema... die Wut und die Gefühle, die man in sich trägt, zu erkennen, ist nur ein erster Schritt... danach geht es daran, sich diesen Gefühlen zu stellen... sie als Teil von sich anzunehmen, ihnen zuzustimmen. Und den ganzen Schmerz zo fühlen, der dahintersteckt.... ohne Schuldzuweisungen an irgendjemand (Eltern), und ohne jegliche Erwartungen (z.B. von Verständnis oder von einem "harmonischen" Kontakt zu ihnen). Auf diese Weise hat man Chancen, das Vergangene aufzuarbeiten und hinter sich zu lassen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, zu lernen, Grenzen zu setzen... auch den eigenen Eltern. Die Verantwortung für sein eigenes Leben (und das seiner Kinder!) zu sehen... der Blick zu den Eltern ist nach hinten gerichtet, ihre Probleme kann man nicht lösen (das könnten nur sie selbst). Jedoch gibt man die Last an seinen Kinder weiter (allein schon durch die eigene Energielosigkeit), wenn man den eigenen Eltern für alles (insbesondere für ihr achtungsloses Verhalten) zur Verfügung steht. Aber wie gesagt – Schuldzuweisungen sind hier ein Schritt zurück in die Abhängigkeit... vielleciht hilft es zu wissen, dass auch die eigenen Eltern ihre Geschichte haben, dass sie hart zu tragen haben... das ist zwar kein Grund, ihnen die Verantwortung für ihr Leben abzunehmen, aber es hilft dabei, sie zu achten... auch in ihrem Schmerz zu achten.

MbollBienchxen


@ Luigili (bzw. seine Frau)

Ich hab die Phase auch durch. Da war zuerst grenzenlose Wut, dann Verachtung, Kontaktabbruch, Gefühle abgeschaltet, und jetzt so langsam wieder ein klitzebisschen Annäherung, wobei sich die Kontakte auf 2-3x im Jahr begrenzen, weil ich mich (noch) nicht genügend im Griff habe. Mir geht es da ein bisschen wie MonsterX, ich weiß, was passiert, und es passiert auch praktisch immer, wenn Kontakt da ist, und das will ich weder meinen Eltern noch (vor allem!) mir öfter zumuten als nötig.

Ich denke schon, die Psychologin kann helfen, wenn schon nach der ersten Sitzung so viele Gefühle aufgewühlt wurden…

Ach und tröste Dich, ich musste auch erst Mitte 30 werden um die Sache mal anzugehen und mich ein Stück weit aus den inneren Fesseln zu befreien...

Ansonsten denke ich, mnb hat es gut auf den Punkt gebracht.

M[onstxerX


@ Luigilina :)

Ich glaube, du hast einen ganz tollen Mann, der sich viele Gedanken um dich und dein Wohlsein macht. Deswegen denke ich, egal, was ist und wie es dir geht, er steht hinter dir und fängt dich auf. Von daher versuche dich voll und ganz auf das einzulassen was da kommt. Es wird sicherlich Tage in deiner Therapie geben, an denen du locker darüber sprechen kannst, es wird aber auch Tage geben, da wird dein Kopf leer sein und es wird Tage geben, an denen es dich wütend und traurig macht und du nur noch weinst. Aber: Das ist ein Weg, ein Prozess, den du gehen musst. Denn dein Ziel ist Erkenntnis und innere Ruhe, da du eine jahrelange Last deines Unterbewusstseins los lässt. Zumindest war es bei mir so.

Mit der Zeit hört es auf weh zu tun, Schritt für Schritt. Vielleicht wird es auch nie aufhören. Man weiß es nicht.

Ich wünsche dir viel Kraft und würde mich freuen, wenn du mich / uns auf dem Laufenden hälst, wie es voran geht. Denn wie gesagt – ich hätte da auch noch so einiges aufzuarbeiten und vielleicht kann ich mir von dir was abschauen. :)*

LOuiHgixli


Also hier ein Danke an alle. Dieses Mal ist von uns beiden verfasst. Jahrelang ging der Stress. Nichts war recht wenn die Schwiegereltern Bzw Eltern kamen. Keine Disziplin an der Tagesordnung. Zu viel Wasche im Waschraum, keine Ordnung im Haus wenn Papa und Mama ankamen. Und vor allen Dingen immer diese Blicke des Vater wenn die Mahlzeiten nicht rechtzeitig auf den Tisch kamnen. Punkt 7 punkt 12 punkt 15 punkt 18 Uhr und wehe es gab Abweichungen. Das wurde als Schlampe gewertet und als Schwiegersohnd der die Hosen nicht an hat. Wenn dann die kleinen am Tisch noch rumgenörgelt haben und wir immer noch nett mit diesen kleinen umgingen waren wir laut Eltern unfähig disziplin zu vermitteln. Dabei sagen allen auserhalb dieses kreises unsere Kinder seien Top

Und dann immer dieser Generalistische, militärische Ton nach dem Motto " Ihr werdet schon sehen was Passiert

" Also ich, Mann, konnte das meiner Frau immer nicht verzeihen das Sie das so mitmachte. Ich hatte jedesmal Streit mit Ihr aus unverständniss. Schliesslich bin und war ich der Mister ober selbstbewust.

Ich Frau stand immer zwischen den Stühlen es meinen Eltern recht machen zu wollen aber auch gleichzeitig meinem Mann. Was mir am Ende den Hohn beider Parteien einbrachte. Das Problem darin bestand das denn Stress mit meinem Mann wieder zu normalisieren Tage kostete

Wir hatten also immer stress wenn die Eltern im Anflug waren. Wir lassen es nun beide entspannt angehen. Morgen ist der nächste Termin bei der Psychotherapeutin. Die Kenntnis dieser Web Seite und die Aussagen von euch haben uns da schon sehr geholfen. Doch wissen wir selbst das es einer Aufarbeitung dringend bedarf. Schliesslich müssen wir an einer Lösung finden die über das klare Bewusstsein hinausgeht. Ausrasten werde ich nicht. Aber ich bin mir sicher das ich meinen Eltern künftig total anders gegenüber treten werden. Das Problem werden die Kinder sein die nach Opa und Oma Fragen. Nicht der Grosse von 16 , aber die kleinen von 5. Doch auch das werden wir mit grosser Distanz und Abstand sowie einem hoffentlich korrigierten reellem Bewustsein schaffen. Wir melden uns also irgendwann in 4-6 Wochen wieder. Solange passiert erst einmal nicht obgleich die Erkenntnisse von euch allen sehr schmerzen. Schliesslich fühle ich mich 42 Jahre lang verarscht. Und das zu begreifen tut echt weh

Eure Luigili & Lina

M.ollSieuncfhexn


@ Lina

Der Weg "da durch" (durch das Aufarbeiten) wird sicherlich nicht immer einfach und manchmal vielleicht auch schmerzhaft, aber Du schaffst das. :)*

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