» »

Macht Kinderlosigkeit unglücklich?

Bcerndx187


Meinst du:

Bis dahin wird die Arbeit verteilt (Notfälle) und der Rest bleibt bis zur Stellenbesetzung liegen.

Je nachdem WAS für eine Arbeit die Schwangere hat,kann es durchaus sein das NICHTS liegenbleiben kann....

M@onuikxa6x5


Und es gibt jede Menge älterer Leute, die Freude an ihren Kindern und Enkeln haben. Ich finde den Verlauf der Diskussion hier seltsam.

Im Grunde ist alles Spekulation, India_India, versuch das doch mal anzusprechen, dir ist diese Kollegin doch echt wichtig. Und ja, es kann sein, dass sie unglücklich ist, weil sie selbst gern ein Kind hätte. So wie du es schilderst, ist es ja nicht unwahrscheinlich, nur weil viele Leute deshalb nicht unglücklich sind, heißt das noch lang nichts in Bezug auf deine Kollegin.

Und wer sich in der Arbeit genervt fühlt wegen der Schwangeren und Mütter.. da fällt mir fast nichts mehr dazu ein. Es IST eben so, wollen wir komplett kinderlos werden, nur damit ja niemand irgendwie und irgendwo belastet wird? Wie auch immer, manche Jobs entstehen wegen Schwangeren, mein erster Job zum Beispiel war eine Mutterschaftsvertretung und ich denke heute noch gern an ihn zurück.

Brern^d18x7


Die werdenden Mütter gehen halt teilweise recht rücksichtslos vor.

Hab da mal eine gekannt,die fing eine neue Stelle an,wurde dann recht schnell schwanger und machte ihrem Arbeitgeber unmissverständlich klar,das sie das volle Programm was gesetzlich möglich ist ausnutzen wird und er nichts dagegen machen kann....und wenn er aufmuckt gehe sie direkt zum Arzt.

Sowas ist kein Einzelfall!!

M>ollieVncheJn


@ Monika65

Und wer sich in der Arbeit genervt fühlt wegen der Schwangeren und Mütter..

Ich bin nicht genervt von Schwangeren und Müttern. Ich bin aber genervt von zusätzlicher Arbeit, wenn ich in meiner eigenen schon ersticke. Der Grund – schwanger, Urlaub, krank, Kur, Fortbildung – ist für mich da sekundär. Sorry, aber meine normale menschliche Regung kann ich halt nicht unterdrücken, wenn meine ganz persönliche Arbeitsbelastung ansteigt.

Ich würde nun allerdings mein Genervtsein nicht an der betroffenen (in dem Fall schwangeren) Kollegin auslassen, aber vorhanden ist sie halt.

dAaenaex87


:)D

Dduamxal


Bernd187

Was hat das mit India zu tun? ":/

M{oni,ka6x5


Mollienchen, das verstehe ich, im Grunde ist das ja in vielen Bereichen, wie zum Beispiel in der Pflege, in der man sowieso total ausgelastet ist und auch hauptsächlich Frauen arbeiten, ein nachvollziehbares Problem.

K6lexio


India_India

Solche Dinge passieren und darauf mit Genervtheit zu reagieren finde ich unangemessen.

Genauso finden es vielleicht Deine Team-Kollegen unangemessen, dass Du nicht dieselbe Leistungsfähigkeit erbringst, wie sie. Recht haben ja beide aus ihrer subjektiven Sicht. Der Grund ist meiner Meinung nach unerheblich, denn es ändert nichts am täglichen Arbeitspensum für die Kollegen.

In einem guten Team wird so etwas mit getragen. Bislang war das bei uns so.

Vielleicht ist genau das das Problem – dass es vom Team mitgetragen wird, vor allem weil wieder eine Schwangerschaft ins Haus kommt und sie somit gleich noch mehr mittragen dürfen.

Ich wundere mich gar nicht, dass irgendwann auch dem Unmut Lauf gelassen wird, wenn sowieso schon seit längerem eine erhöhte Einsatzbereitschaft gezeigt werden muss, sondern diese jetzt auch noch einmal gesteigert wird. Meiner Erfahrung nach würden alle Team-Kollegen, mit denen ich es bisher zu tun hatte, so ähnlich oder noch verärgerter reagieren, ganz egal, was der Grund der fallenden Leistungskraft ist einer Kollegin ist.

Ich sehe das an einer neuen Kollegin, die ein Schulkind hat. Es ist sofort klar, dass die nicht wie ihre Vorgängerin beim Monats- oder Jahresabschluss Tage- wenn nicht Wochenlang 9 – 10 Stunden da sein wird. Es ist klar, dass wenn das Kind krank sein wird, sie Pflegeurlaub nehmen wird. Das ist für viele von Anfang an ärgerlich, denn sie werden aus ihrer Sich einiges verspätet bekommen. Wenn sie jetzt schwanger werden würde – das würde ganz sicher zunehmenden ärger bedeuten. Das nur aus meiner Beobachtersicht, denn auf mich wirkt sich keines dieser Situationen aus. Aber eben für alle, die ständig unterwegs sind, ihre Geschäftsreisen so schnell wie möglich ihre Auslagen bezahlt haben wollen, etc. etc. Neid wegen ihrer Kinder kommt hier überhaupt nicht zu tragen, denn es geht rein um die Arbeit.

Auch finde ich es plausibel, dass die Vorwürfe in der Haltung oder anderweitig zwischen den Zeilen kommen, denn es wie eben jeder weiß, gibt es für Schwangere bzw. Mütter einen erhöhten Schutz. Dieser Umstand ist zwar für die Betroffenen schön, mach die Arbeitssituation zu den Kollegen in vieler Augen ungerecht. Die wären genauso verärgert, wenn jemand aus anderen Gründen vergleichsmäßig weniger arbeiten würde und dies vom Arbeitgeber toleriert werden würde.

S`w1eet ]Fanny( Adbams


Und warum ziehen sich dann meine anderen kinderlosen Kolleginnen oder meine kinderlosen Freundinnen nicht zurück?

Wirken die gar nicht unglücklich auf dich? Kann eigentlich nicht sein ;-)

dJan4ae87


India_India

Ich glaube nicht das deine These zutreffend ist. Frauen die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben werden nichts vermissen. Nicht jedem Menschen geben Kinder dies Gefühl der Erfüllung ganz besonderer Art. Ich liebe meine Tochter, bin mir aber auch sicher das ich ohne sie ebenfalls ein erfülltes Leben hätte führen können.

Wieso auch ich jedoch bei Damen so ab Ende 30 eine gewisse Bissigkeit mir gegenüber bemerkt habe seit ich ein Kind habe und das ohne jeden Arbeitszusammenhang, erkläre ich mir so: Nicht jede kinderlose Frau hat diese Entscheidung wirklich bewusst getroffen. Bei der einen weiß ich sicher das sie schon dachte das sie irgendwann ein Kind bekommt, war keine bewusste Entscheidung sondern mehr ein das-gehört-so. Quasi die logische Konsequenz einer langen Beziehung. Nun hat ihr langjähriger Partner sie verlassen als sie Mitte 30 war und bis dato hatte sie sich immer um die Karriere gekümmert, für Kind ist ja noch Zeit und so. Nun ist die Zeit rum, die Erholung von der Trennung und die Suche nach einem Partner haben zu lange gedauert, so groß war das Zeitfenster ja auch nicht mehr. Die giftet mich schon an wenn sie mich aus der Ferne sieht, dabei haben wir beruflich gar nichts mit einander zu tun. :-| :-|

Zu der konkreten Situation kann ich nur sagen das ich verstehe das es dich stört das es so latent in der Luft liegt ohne klar thematisiert zu werden. Ich kann das auch nicht ab. Das man genervt ist und einen die Zusatzbelastung stört verstehe ich und ist in meinen Augen auch ok, niemand muss sich über extra Arbeit freuen. Mich würde die Art der Kommunikation allerdings massiv stören. Daher würde ich es einmal offen ansprechen.

Aperol like

Ich finde es vollkommen in Ordnung wenn man keine Kinder bekommt, wenn man jedoch welche bekommt muss man sich darüber im klaren sein das diese Bedrfnisse haben und auf einen angewiesen sind beid er Befriedigung dieser. Will man dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht so sollte man meiner Meinung nach schlicht keine Kinder bekommen beziehungsweise großziehen.

Die Einstellung die du in diesem Thread zum Thema Bedürfnisbefriedigung von Säuglingen geäußert hast lässt sich in meinen Augen am ehsten mit jemandem vergleichen der gerne eine Partnerschaft führen möchte. Allerdings möchte er keinerlei Einschränkungen hinnehmen und bitte nicht mit Wünschen, Träumen und Bedüfnissen des Partners belästigt werden. Es dürfte schwer fallen einen Menschen zu finden der eine solche Partnerschaft bereit ist zu führen. Leider können Kinder sich hier nicht wehren, sie müssen nehmen was kommt.

K=adhi_dByxa


Und warum ziehen sich dann meine anderen kinderlosen Kolleginnen oder meine kinderlosen Freundinnen nicht zurück?

Weil Du die besser kennst und da nicht diese "Sie verbergen sicher, dass sie unglücklich sind, weil sie beneiden mich ja inenrlich"-Einstellung von Dir zum Tragen kommt?

C5hanc2e0x07


Und warum ziehen sich dann meine anderen kinderlosen Kolleginnen oder meine kinderlosen Freundinnen nicht zurück?

Ich finde das eigentlich recht logisch. Weil sie eben nicht diverse Arbeiten während der Elternzeit mit übernehmen müssen und anschließend vermehrt zurückstecken müssen, wenn Du wieder arbeitest und öfter ausfällst durch zwei Kinder. ;-)

Das kann Deinen Freundinnen nämlich ziemlich egal sein.

Ivnd^ia_I+ndia


So so und die kinderlosen Kolleginnen?

dCanaeX87


Ich habe zum Thema genervt sein weil ein Kollege keine Überstunden machen kann bzw nicht total flexibel ist (egal weshalb) eine allgemeine Überlegung: Trifft die Ablehnung nicht die Falschen? Jemand hat geschrieben das die Kollegen schon genervt waren bevor die neue Kollegin da war weil sie wussten das sie von Quartalsabschluß keine Überstunden würde schieben können anders als ihre Vorgängerin. Sollten sie nicht eher genervt sein das ihr Arbeitgeber nicht genug Kräfte einstellt um bei normalem Arbeitsaufkommen alle pünktlich nach Hause schicken zu können? Offenbar ist dieser Mehrbedarf an Stunden ja keiner unvorhersehbaren Ausnahme geschuldet sondern schlicht die Norm.

Sollten diejenigen die sich über Mehrbelastung in der Zeit des Mutterschutzes und vergleichbare Situationen aufregen nicht eher vom Gesetzgeber genervt sein und da auf Wandel drängen so das eine Ersatzkraft schneller eingesetzt werden kann?

Ich glaube das es oftmals einfacher ist die Kollegen abzustrafen für Fehler die eigentlich im System oder beim Arbeitgeber liegen. Die können sich nämlich nicht wehren, haben oftmals so schon ein schlechtes Gewissen weil sie nicht so flexibel sind und ausfallen, und sind so die Leidtragenden obwohl sie selber gar nicht die Möglichkeiten haben etwas an der Situation zu ändern. :-/

SGunnryE_317x6


Guten Morgen!

Ich habe mich jetzt mal durch den gesamten Faden gelesen.

Sollten sie nicht eher genervt sein das ihr Arbeitgeber nicht genug Kräfte einstellt um bei normalem Arbeitsaufkommen alle pünktlich nach Hause schicken zu können? Offenbar ist dieser Mehrbedarf an Stunden ja keiner unvorhersehbaren Ausnahme geschuldet sondern schlicht die Norm.

Leider gibt es genügend Arbeitsbereiche, in denen nur eine begrenzte Anzahl an Arbeitnehmern eingestellt werden kann, z.B. im sozialen Bereich, wo ich auch arbeite. Da gibt es nun mal einen sogenannten Personalschlüssel, der aussagt, auf wieviele zu betreuende Personen wieviel Fachpersonal kommt. Da kann man als AN und auch als AG kaum etwas dran ändern.

Und nun möchte ich mich auch noch zum eigentlichen Thema äußern:

Es gab in meinem Leben eine Zeit, in der ich dachte, nie Kinder bekommen zu können. Und ja, ich habe lange gebraucht, um diesen Fakt so hin nehmen zu können. Und als ich endlich an diesem Punkt angekommen war, war ich bereit, meinem Leben einen neuen Sinn, eine neue Richtung geben zu können. Und deshalb sage ich: Kinderlosigkeit muss nicht zwangsläufig unglücklich machen.

In der Zwischenzeit bin ich entgegen aller ärztlichen Meinungen doch schwanger und ich freue mich auf ein Leben mit meinem Kind!!!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH