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Macht Kinderlosigkeit unglücklich?

dSanaex87


Bernd

Davon ist ja aber in diesem konkreten Fall nicht auszugehen und auch bei Emma_Peel kann ich mir nur schwer vorstellen das sie diese Einstellung teilt.

flo_eck

Das ist natürlich wahr. Wenn man sich sowieso schlecht fühlt weil etwas nicht klappt ist man schon verdammt empfindlich. Eine ungünstige Konstellation und gerade die Frauen die keine Kinder bekommen können fühlen sich ja oft unvollständig.

Aber, wie gesagt, ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und das bei Personen die arbeitstechnisch nichts mit mir zu tun haben. :-/ :-/

Emma_Peel

Ob das sooo entspannend wird mit zwei Kindern zu Hause? ]:D ]:D

H3olabivene


Ich hab nicht alles durchgelsen, trotzdem mein Kommentar dazu:

Ich bin kinderlos und glücklich damit und sicherlich nicht neidisch auf Menschen mit Kindern. Ich glaube Menschen mit Kindern können manchmal kinderlose Menschen nicht verstehen und umgekehrt. Letztendlich sind meist beide Leben komplett anders.

Was die Arbeitssituation betrifft: Eigentlich ist der Arbeitgeber schuld, wenn man nicht genügend Personal hat. Leider ist das ja meist so. Ich habe hier in der Nebenabteilung 2 Mamas mit je 2 Kindern. Die sollen sich gegenseitig vertreten. Nun, ich sag mal so, wenn da überhaupt mal jemand anwesend ist, ist es schön. ]:D Nee, ganz so schlimm ist es nicht, aber es fällt schon auf, dass die beiden (logischer Weise) viel öfter fehlen als andere. Ich kann verstehen, dass direkte Kolleginnen etwas sauer reagieren, aber wie schon oben gesagt müsste der Arbeitgeber eine bessere Lösung finden.

I"ndia_I&nd8ia


Hallo,

vielen Dank für eure vielen Beiträge.

Grundsätzlich finde ich die Diskussion, so wie sie jetzt verläuft, ein wenig schräg.

Von einigen werden Aussagen von mir aus dem Kontext gerissen, falsch interpretiert, falsch wieder gegeben und schlichtweg einfach mißverstanden. Sicher hängt das auch damit zusammen, dass möglicherweise die gesamte Diskussion vor dem Posting des Schreibers nicht durchgelesen wurde. So gerate ich permanent in die Situation, mich zu rechtfertigen bzw. auf Textstellen zu verweisen, indem ich bestimmte Dinge schon benannt habe. Ich finde es inzwischen recht mühselig auf jeden einzelnen Beitrag einzugehen um ihn zu wiederlegen, auf Textstellen hinzuweisen, mich rechtzufertigen oder Beleidigungen abzuwehren.

Irgendwie ist das Ganze aus dem Ruder gelaufen. Statt einer sachlichen Diskussion um unterschiedliche Haltungen (die ja auch immer irgendeine Berechtigung und einen Grund haben) ist das Ganze hier zum "Hacken und Stechen" entartet. Unterschiedliche Meinungen zu haben, egal weshalb sie eben UNTERSCHIEDLICH sind, ist völlig okay und davon lebt auch ein Forum. Eine Meinung jedoch so auseinander zu nehmen, nur weil jemand anderer Meinung ist, finde ich nicht okay.

Es wurde hier ein paarmal genannt, dass ich andere mit meiner Haltung missonieren will oder dass meine Aussagen missionarisch daherkommen. Nein, um Gottes Willen. Ich möchte niemanden missionieren. Wer keine Kinder will, kriegt keine. Das ist völlig okay und etwas anderes habe ich NIE behauptet.

Auch solche Aussagen hier:

"hoppla schwanger...passt schon,die anderen werden mir schon helfen"

haben GARNICHTS mit meiner Grundhaltung und schon erst recht nicht mit meiner Einstellung zu meiner Arbeit zu tun und ich möchte mich davon distanzieren. Ich weiß überhaupt nicht, wie der Schreiber dazu kommt, dass dies meine Einstellung sein könnte.

Ich habe lediglich die Erfahrung gemacht, dass viele Frauen mit denen ich so zu tun habe (privat oder beruflich) auf mich wirken, als wären sie, wenn sie ab einem gewissen Alter kinderlos sind, frustriert und zum Teil auch verbittert. Sicher nicht, weil sie neidisch auf vollgekackte Windeln sind oder auf die eingeschränkte Freiheit, die Kinder mit sich bringen aber möglicherweise - und das ist meine ganz persönliche Meinung - darauf, dass "etwas" fehlt im Leben. Ferner habe ich die Erfahrung gemacht, dass manche Frauen, die zur o.g. Gruppe zählen mit schwangeren Frauen ein Problem haben, ja vielleicht sogar (auf mich) neidisch wirken. Vor allem dann, wenn der werdenden Mutter (freiwillig oder unfreiwillig) mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vielleicht ist es ja ein ganz dummer Zufall, dass ich "nur" mit Frauen zu tun habe, die vermutlich ungewollt kinderlos sind und deshalb so auf mich wirken oder ich bilde mir das, wie hier von einigen benannt in Folge von selbstherrlichen egozentrischen Mutterdaseins ein und wolle alle missionieren ??? %-| %-|

Weiterhin versuche ich meine Beiträge als "Ich-Botschaften" zu formulieren, also ich schildere meine Wahrnehmungen, meinen persönlichen Eindruck und zwar ohne mit erhobenen Zeigefinger auf andere zu zeigen und zu sagen:"Du bist neidisch, weil du keine Kinder hast..." Habe ich NIEMALS so formuliert. Leider mache ich jedoch die Erfahrung, dass viele die hier Beiträge zu diesem Thema schreiben, keinesfalls in Ich-Botschaften schreiben, sondern so etwas kommt wie z.B.: ...."DU willst missionieren", "DU bis egozentrisch", "DU strahlst aus, dass du die anderen bedauerst" oder "DIR ist es offentsichtlich egal, ob andere deine Arbeit machen müssen". ----> das hätte ich mir anders gewünscht. Kritik okay aber dann bitte sachlich und in ICH-Botschaften formuliert.

Es wurde weiterhin von euch kritisiert, dass vermutlich durch Non-verbale Signale, die ich aussende, meine Haltung auch anderen gegenüber deutlich wird. Halte ich auch für fragwürdig, da es ja "nur" diese beiden Kolleginnen betrifft. Alle anderen kinderlosen Kolleginnen und Freundinnen kommen wunderbar mit mir klar.

Jedenfalls wünsche ich mir, falls diese Diskussion hier noch weiter gehen soll, eine andere "Gesprächs"- Athmosphäre und ein bisschen mehr Sachlichkeit bzw. keine Beleidigungen.

E4hemazliger Nautzer H(#>115906)


Liebe India,

dass kinderlose Frauen auf die mit Kindern insofern neidisch sind, weil sie nicht leibhaftig erleben, wie es ist, diese kleinen Wesen bedingungslos zu lieben. Diese tiefe Verbundenheit, die man im Idealfall zum eigenen Kind verspürt selbst zu erleben.

Ich versuche es mal sachlich :-). Es ist auch gar nicht so schwer, weil ich ja eh nur von mir reden kann. Ich bin eine kinderlose Frau mit einem Kinderwunsch, der je nach Tagesform und Wetter kommt und geht. Deshalb kann ich eigentlich sagen, dass Neid nicht der Grund für meine Abneigung ist (die irgendwo wirklich vorhanden ist, dazu später).

Ich denke, Kinder haben ihre Vor- und Nachteile. Man könnte genauso sagen, Mütter sind hin und wieder neidisch auf kinderlose Frauen, die kommen und gehen können, wann sie wollen, nicht so aufs Geld achten müssen, keinen solchen Stress haben usw... Es sind ja immer zwei Seiten der Medaille. Mit Sicherheit wird es Frauen geben, die wirklich Neid empfinden, weil sie Kinder wollen, aber nicht kriegen können. Ich vermute aber, dass solche Frauen dir eher wohlwollend gegenüber stehen werden, weil es dann auch Frauen sind, die so gern mit Kindern spielen (ich rede jetzt wirklich vom tiefen, unerfüllten Kinderwunsch) und in dir reift ja ein Kind :-), es wäre für solche Frauen also eher etwas Positives.

Für mich ist es eher so: Schwangere verlangen Rücksicht. Mütter mit Kindern verlangen Rücksicht. Ich glaube dir, dass du dein Leben nicht auf andere abwälzt und dass du alles super schaffst, aber trotzdem gibt es ganz natürliche Ausnahmen im Leben und da müssen andere einspringen. Weil du schwanger bist und andere einfach nicht. Da kannst du nichts für. Kann keiner was für.

Nur ärgert das halt trotzdem. Wenn ich im Flieger sitze, bin ich sehr ärgerlich über schreiende Kinder und ich gucke Eltern mit Kleinkindern schon am Gate schief an (ich versuchs mir nicht anmerken zu lassen ;-D). Es ist einfach automatisch... Ich verstehe ja, dass die fliegen müssen und was sollen die sonst machen? Ich sag auch nix, beschwer mich nicht oder so.. Wie könnte ich? Aber ich ärgere mich dennoch.

Denn sehen wir es doch mal so: Kinder sind anstrengend. Aber die Eltern haben für diese Anstrengung einen Ausgleich: es ist ihr geliebtes Kind. Ihr Gold, Luxus... what ever... Da sind all diese Kleinigkeiten, die schon in der Schwangerschaft beginnen, absolut nebensächlich... Aber die Außenstehenden haben nur die Ärgernisse... nur die Lautstärke, nur die unhandlichen Kinderwagen in der Bahn an den man nicht vorbei kommt, nur das Einspringen für die schwangere Kollegin oder die Mutter (während die Mutter sicherlich auch den Stress hat, aber am Abend sitzt sie vor dem Bett des Kindes und der Aufwand hat sich für sie gelohnt, während ich ja mit diesem fremden Kind, seinem Wohlbefinden usw überhaupt nix anfangen kann...).

Man denkt sich dann einwenig schon: Kinder kriegen ist ja super, aber was hab ich damit zu tun?

Und es kommt auch nicht darauf an, dass es nicht immer so ist, dass man "eingebunden" wird. Es reicht, wenn es nur 1-2 Mal ist. Für die Schwangere/Mutter ist es quasi unmerklich. Für denjenigen, der dadurch aber Nachteile hat, ist es sehr wohl bemerkbar.

Ich denke, jeder Mensch ist egozentrisch. Und wir nehmen unsere Vorteile weniger bewusst wahr, als die Nachteile, die uns passieren. Deshalb kann sich deine Wahrnehmung hinsichtlich deiner "Vergünstigungen" sehr von der Wahrnehmung deiner Kollegen unterscheiden.

Und auch die Art und Weise, wie man damit umgeht. Ich sage jetzt nicht, dass du das so machst... Ich weiß es nicht und unterstelle im Zweifel, dass du dich absolut korrekt verhälst.

Aber es gibt Mütter, für die es beispielsweise ganz selbstverständlich ist, dass sie das Kind irgendwo abholen müssen und daher früher weg müssen. Sie arbeiten aber vertraglich nicht halbtags oder auf einer 0,75 Stelle, sondern ganztags, genauso wie die andern. Die anderen müssen dann aber eventuell 20 Minuten länger arbeiten, weil sie das Pensum der Kollegin/Mutter miterledigen müssen. Jetzt sagt diese Mutter eventuell "20 Minuten sind gar nichts, ich habe Kinder!!". Für die Kollegin, die 20 Min länger arbeitet, heißt es aber u. U., dass sie die ersten 20 Min. ihrer Lieblingssendung verpasst... Und diese Sendung ist ihr eben auch wichtig, in ihrem Leben. Und so entsteht Abneigung...

E0hemaliger~ Nutzerj (#x115906)


Hinzu kommt aber, dass man dieser Abneigung keinen freien Lauf lassen kann. Weil es ja "Mutter" ist.

Ich bring mal als Beispiel: wir dürfen uns alle über Raucher aufregen, die ständig Pausen einlegen (hypothetisch). Da kann man offen seine Missgunst zeigen oder die Hilfe auch mal verweigern. Das ist gesellschaftlich akzeptabel, wenn ein Raucher, der 5-8 Pausen gemacht hat mich abends fragt "Hey, kannst du länger bleiben und mir helfen?", dass ich dann sagen "Ne, sorry... du hättest ja weniger Pausen machen können".

Es ist aber kaum akzeptabel einer Mutter, die fragt "Hey, kannst du das fertig machen? Ich muss das Kind aus der Kita holen" zu antworten "Ne, sorry... hättest ja kein Kind kriegen müssen".

Jetzt sagen viele: das sind doch völlig unterschiedliche Dinge! Aber für mich nicht. Für mich ist das Ergebnis das Gleiche: ich muss länger arbeiten für jemand anderen. Es fühlt sich nicht besser an (für mich), dass ich es für ein fremdes Kind mache und nicht für fremde Sucht... Es mag blöd klingen, aber ich mag mein Leben und meine Freizeit und ich möchte das wegen fremder Kinder einfach nicht opfern. Wenn ich das aber tun muss und dann auch noch so tun muss, als wäre das absolut in Ordnung, keiner Klage wert und für mich ein selbstverständliches Vergnügen, dann werd ich noch ärgerlicher. Man frisst es halt in sich hinein und traut sich nicht seinem Ärger in solchen Sekunden Luft zu machen... Und das hat subtile Auswirkungen ;-D

LMiaRn-JVilxl


Wie gut, dass du selbst die Raucherdiskussion ins Spiel bringst, striptease ;-) . Denn das hier

Man denkt sich dann einwenig schon: Kinder kriegen ist ja super, aber was hab ich damit zu tun?

Und es kommt auch nicht darauf an, dass es nicht immer so ist, dass man "eingebunden" wird. Es reicht, wenn es nur 1-2 Mal ist. Für die Schwangere/Mutter ist es quasi unmerklich. Für denjenigen, der dadurch aber Nachteile hat, ist es sehr wohl bemerkbar.

wollte ich mir gerade, umgemünzt auf die Raucher/Nichtraucherdiskussion und aufs Angequalmt werden, für drüben ausleihen 8-) .

aG.fixsh


Ich kann striptease Beitrag nur unterschreiben.

Nochmal zum Thema, wie die Diskussion gelaufen ist. India, ich glaube, das Problem ist, dass Du kinderlose Frauen als defizitär bezeichnest. Das kannst Du in noch so liebe, sanfte Worte fassen, dem aufmerksamen Leser wird diese Abwertung nicht entgehen. Du kannst natürlich sagen, dass das Deine ehrliche Meinung ist und die wird man ja wohl äußern dürfen – darf man, aber manche Meinungen sind einfach beleidigend und daher gibt es natürlich Reaktionen (dass diese teils sehr unsachlich und mit viel Phantasie aufplustert von vielen Seiten auf nur eine Person einhageln, das ist in der Tat sehr ermüdend und unschön).

Deine Meinung beleidigt mich. Ich hatte meinen ersten und bisher einzigen Beitrag im ersten Affekt sehr – ähem – anders formuliert. ;-D Aber da waren schon x Andere schneller als ich und ich hatte mich dann auch schon wieder abgeregt. Das nur als Rückmeldung zum Verlauf dieses Threads – ansonsten: striptease.

EBhMema}lige[r N~ut`zer[ (#115906x)


Lian,

sehr gern. Wenn wir für beide Situationen gleiche Toleranz-Maßstäbe ansetzen :-)

KSadhTidxya


ich glaube auch – und ich hoffe, ich werde für diese Aussage hier nicht virtuell gesteinigt – dass kinderlose Frauen auf die mit Kindern insofern neidisch sind, weil sie nicht leibhaftig erleben, wie es ist, diese kleinen Wesen bedingungslos zu lieben. Diese tiefe Verbundenheit, die man im Idealfall zum eigenen Kind verspürt selbst zu erleben.

Auf den ersten Beiträgen von Dir ist nichts von "viele" oder "manche" oder deinem Bekanntenkreis zu lesen. Du formulierst da einen sehr absoluten Eindruck.

I7ndia_I;ndixa


Das war sachlich :-) Danke dafür

Und es kommt auch nicht darauf an, dass es nicht immer so ist, dass man "eingebunden" wird. Es reicht, wenn es nur 1-2 Mal ist. Für die Schwangere/Mutter ist es quasi unmerklich. Für denjenigen, der dadurch aber Nachteile hat, ist es sehr wohl bemerkbar.

Das stimmt schon und es ist auch keineswegs so, dass ich dafür kein Verständnis hätte aber andererseits hat jeder mal irgendetwas. Mal ist es ein unaufschiebbarer Arzttermin, Unfall, Erkrankung von Angehörigen, die Verpflichtung von Ämterbesuchen, die nur zu bestimmten Öffnungszeiten möglich ist, Burnout von Kollegen, Krankheit oder eben Kinder. Und in vielen Arbeitsbereichen fällt dann für die übrig gebliebenen Kollegen mehr Arbeit an. Aber einem Kranken, Verunfallten oder Burn-Out Erkrankten wird üblicherweise auch sehr viel Wohlwollen und Verständnis entgegengebracht und eine enorme Toleranz gezeigt, wenn Arbeitzeiten reduziert werden oder die entsprechenden Kollegen kurzfristig ausfallen.

Ist das bei Müttern anders, weil dies sozusagen ein "hausgemachtes Problem" der Mutter ist, also selbstgewähltes Schicksal durch die Entscheidung zur Mutterschaft? Krank wird man natürlich nicht freiwillig. Für Kinder entscheidet man sich üblicherweise schon freiwillig.

Aber es gibt Mütter, für die es beispielsweise ganz selbstverständlich ist, dass sie das Kind irgendwo abholen müssen und daher früher weg müssen. Sie arbeiten aber vertraglich nicht halbtags oder auf einer 0,75 Stelle, sondern ganztags, genauso wie die andern. Die anderen müssen dann aber eventuell 20 Minuten länger arbeiten, weil sie das Pensum der Kollegin/Mutter miterledigen müssen. Jetzt sagt diese Mutter eventuell "20 Minuten sind gar nichts, ich habe Kinder!!". Für die Kollegin, die 20 Min länger arbeitet, heißt es aber u. U., dass sie die ersten 20 Min. ihrer Lieblingssendung verpasst... Und diese Sendung ist ihr eben auch wichtig, in ihrem Leben. Und so entsteht Abneigung...

Das mag es sicher geben. In meinem persönlichen Fall ist es überhaupt nicht so. Wir haben ein Zeiterfassungssystem und ich muss jede nicht gearbeitete Minute nachholen oder es ist eben Fehlzeit. In meinem ganz persönlichen Arbeitsbereich ist es auch so, dass meine Arbeit - sollte ich sie wegen kurzfristigen Ausfalls an diesem Tag nicht erledigen können - unbearbeitet liegen bleibt. Es sei denn es handelt sich um einen Notfall/Krisenfall. Dann muss auch mal ein Kollege einspringen. Üblicherweise ist das nicht so.

Aber natürlich mag es auch Mütter geben, die sich auf ihrem Mutterdasein "ausruhen" und dies nutzen um möglichst wenig Arbeitsbelastung mitzutragen. Aber es gibt sicher auch vermeintlich Kranke, die nicht immer krank sind.

Es hat mich am Verlauf dieser Diskussion einfach sehr gestört, dass hier häufig genannt wurde, dass Mütter (also auch ich, war nämlich sehr allgemein formuliert) ihre Arbeit gern "sorglos" anderen überlassen.

IEndia_tI'ndia


Auf den ersten Beiträgen von Dir ist nichts von "viele" oder "manche" oder deinem Bekanntenkreis zu lesen. Du formulierst da einen sehr absoluten Eindruck.

Gut, dann möchte ich es anders formulieren.

Aber auch hier habe ich "nur" meine ganz persönlichen Beobachtungen dargestellt. Ich habe es eben NICHT als allgemeingültige Tatsache formuliert. Es handelt sich um MEINE Beobachtungen, die ich zur Diskussion (nicht zum in der Luft zerreissen) gestellt habe. Nicht mehr und nicht weniger.

Deshalb habe ich noch niemanden versucht zu missionieren, habe jemandem meine Arbeit "aufgedrückt" oder sonstwas (was mir eben noch so vorgeworfen wurde).

Es wurde hier von einigen Schreibern völlig verkannt, dass ich hier KEINE allgemeingültige Aussage getroffen habe. NUR meine ganz persönliche Erfahrung, meine Beobachtungen und daraus resultierend meine Haltung. Denn ich kenne leider wirklich keine Frau um die 35+, die kinderlos glücklich und ausgeglichen wirkt. Mag ja sein, dass es das gibt aber ICH kenne eben keine.

lwa/bSe/mxi


india_india

Eine Meinung jedoch so auseinander zu nehmen, nur weil jemand anderer Meinung ist, finde ich nicht okay.

ich finde, die diskussion ist im grossen und ganzen sehr anständig verlaufen. du hast eine provokative these gestellt, da ist es doch klar, dass die diskussion erhitzt verläuft (übrigens seltsam, dass der faden überhaupt diesen titel trägt, nachdem es sich herausgestellt hat, dass gerade mal 2 frauen in deinem umfeld seltsam reagieren).

ich finde es schade, dass du jegliche kritik weit von dich weist und auf konkrete und sachliche fragen nicht eingehst. wenn du ja sowieso der meinung bist, dass der fehler allein bei den beiden frauen liegt, wieso suchst du dann hier nach meinungen?

Es wurde hier ein paarmal genannt, dass ich andere mit meiner Haltung missonieren will oder dass meine Aussagen missionarisch daherkommen. Nein, um Gottes Willen. Ich möchte niemanden missionieren. Wer keine Kinder will, kriegt keine. Das ist völlig okay und etwas anderes habe ich NIE behauptet.

ich glaube, ich habe den begriff "missionierung" ins spiel gebracht. vielleicht war er nicht 100% passend, weil dir anscheinend nicht klar ist, wie deine haltung wirken kann, und ich auch nicht sagen wollte, dass du andere bewusst vom kinderkriegen überzeugen willst. vielleicht hast du in der aufregung auch überlesen, dass ich nie geschrieben habe dass du missionieren willst (von wegen fehlernder ich-botschaft ;-) ). ich habe geschrieben, dass deine missionarische ausstrahlung (und ja: auf mich wirkt deine ausstrahlung missionarisch ;-) ) mich abschreckt.

Es wurde weiterhin von euch kritisiert, dass vermutlich durch Non-verbale Signale, die ich aussende, meine Haltung auch anderen gegenüber deutlich wird. Halte ich auch für fragwürdig, da es ja "nur" diese beiden Kolleginnen betrifft. Alle anderen kinderlosen Kolleginnen und Freundinnen kommen wunderbar mit mir klar.

wer sagt denn, dass deine haltung alle kolleginnen ärgern muss. ich wollte nur sagen, dass ich persönlich es nachvollziehen könnte, wenn die beiden aus den von mir genannten gründen einen bogen um dich machen. weil ich es selbst auch tue und mich lieber mit den vielen müttern austausche, die mich nicht als mängelexemplar wahrnehmen. damit habe ich aber noch nicht gesagt, dass du deine meinung unbedingt ändern musst. es steht dir absolut frei, zu glauben, dass kinderlosigkeit unglücklich macht.

l a/b.e/xmi


India, ich glaube, das Problem ist, dass Du kinderlose Frauen als defizitär bezeichnest. Das kannst Du in noch so liebe, sanfte Worte fassen, dem aufmerksamen Leser wird diese Abwertung nicht entgehen. Du kannst natürlich sagen, dass das Deine ehrliche Meinung ist und die wird man ja wohl äußern dürfen – darf man, aber manche Meinungen sind einfach beleidigend und daher gibt es natürlich Reaktionen (dass diese teils sehr unsachlich und mit viel Phantasie aufplustert von vielen Seiten auf nur eine Person einhageln, das ist in der Tat sehr ermüdend und unschön).

:)^

EXhemaliCger NutQzer (#x115906)


India

Ist das bei Müttern anders, weil dies sozusagen ein "hausgemachtes Problem" der Mutter ist, also selbstgewähltes Schicksal durch die Entscheidung zur Mutterschaft? Krank wird man natürlich nicht freiwillig. Für Kinder entscheidet man sich üblicherweise schon freiwillig.

Teilweise empfinde ich es so, ja. Wobei bei den Kleinigkeiten - Unfall usw... Es passiert ja nicht einem Menschen immer wieder. Ich meine, es gibt sicherlich Pechvögel, die eine Woche einen Unfall haben, dann Todesfall, dann Brille kaputt, dann irgendwas noch... Aber selten ;-D

Bei Schwangeren/Müttern ist es ja ein Dauerzustand für einige Jahre... Bei Leuten mit Burnout merkt man es auch nur eine Zeit lang... dann gehen die weg und werden ersetzt. Dann läuft alles wieder. Diese spezielle Situation der arbeitenden Eltern ist schon sehr kompliziert. Hinzu kommt, Unfälle oder Burnouts sind ja wirklich traurig und da tut der Mensch einem sehr leid.

Ich muss einfach aus persönlichem Gefühl heraus sagen: wenn ich gerade so aufgebrezelt mit Highheels und langen Fingernägeln herumstolziere und sehe eine alte Person, die den Gehwagen nicht die Treppe hochkriegt, dann helfe ich immer. Ich hab dann Mitleid und das Aufgebrezelte ist erstmal vergessen, die Tussi hält die Schnauze.

Aber bei Müttern mit Kinderwagen muss ich mir tatsächlich sehr rational meine Pflicht als sozialer Bürger ins Bewusstsein rufen ;-D. Diese Situation ist irgendwie so überhaupt nicht nachteilig... Die haben ja genau das bekommen, was die wollten und sind damit glücklich. Und das ist super. Aber all diese "Kleinigkeiten", die von den sozialen Bürgern erwartet werden, nimmt man dann selbstverständlich. Einmal hatte eine Mutter mich sehr lieb gebeten ihr mit dem Wagen aus der Bahn zu helfen und sagte dabei sowas, wie dass es ihr leid tut, dass sie Unnanehmlichkeiten bereitet... Das war nett und es fühlte sich richtig an, dass sie sich entschuldigt. Auch wenn ich rational natürlich weiß: Hey!! Sie hat ein Kind!! Sie darf das :-D

In meinem persönlichen Fall ist es überhaupt nicht so. Wir haben ein Zeiterfassungssystem und ich muss jede nicht gearbeitete Minute nachholen oder es ist eben Fehlzeit.

Das glaube ich dir. Frage ist nur: ist es in jedem Arbeitsbereich so? Und welche Konsequenzen hat es, wenn es unerledigt bleibt?

Du hast selbst geschrieben, dass du manche Dienstreisen (oder so ähnlich), nicht wahrnehmen kannst... Wer muss die dann machen? Ich meine, es gibt auf der anderen Seite mit Sicherheit Leute, die sich unsinnig aufregen. Warum auch immer... Aber von den Schwangeren ist irgendwo schon eine Grundhaltung da, die mir persönlich einfach auffällt.

Ich kenne eine seit kurzem Schwangere und ich lieb die Frau. Sie kann sich von mir aus auch alles erlauben, einfach, weil sie sie ist x:).

Aber (und ich hoffe, sie killt mich nicht dafür oder findet es hier nicht ;-D), wir hatten mal so ein Szenario "Fütterung im Restaurant". Und sie hat es top gemacht, mit Tuch drüber usw... Da konnte keiner was sagen. Das machen viele aber zum Beispiel anders. Sie füttern offen los - weil ja Mutter und Kind. Und natürlich kann keiner was sagen: Rücksichtnahme, Natürlichkeit usw. Wenn es jemanden dennoch stört, hält er den Mund. Aber diese innere Störung ist dann da. Und manchmal überträgt man seine gesammelten Erfahrungen mit Schwangeren und Müttern auf diejenige, die mit einem zusammenarbeitet - dich (in deinem Fall). Das ist nicht fair, aber es ist irgendwo verständlich.

Was den Verlauf des Fadens angeht... Dein erster Beitrag war wirklich unklug formuliert. Ich las ihn und war sofort sauer ;-D. Hab mich aber abgeregt, weil ich gesehen habe, wie man auf dich drauf gehauen hat ]:D. a.fish hat das auch so gemacht ;-D. Manchmal sind die ersten Zeilen entscheidend für den emotionalen Verlaufen der nächsten 12 Seiten :)*

lQa/'be/xmi


Es wurde hier von einigen Schreibern völlig verkannt, dass ich hier KEINE allgemeingültige Aussage getroffen habe.

siehst du, schon wieder suchst du den fehler nur bei den andern. vielleicht hast du deine ersten paar einträge auch unglücklich formuliert? wenn missverständnisse entstehen, ist selten einer allein schuld. das wird wahrscheinlich auch bei den differenzen zwischen deinen beiden kolleginnen und dir der fall sein. vielleicht suchst du wirklich mal das gespräch mit den beiden, so wie es hier im faden öfters vorgeschlagen wurde? @:)

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