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Macht Kinderlosigkeit unglücklich?

EuhemaUliger WNutzer (@#11x5906)


India

Hört sich jetzt vielleicht blöd an, ist vielleicht auch am Thema vorbei aber ich wollte damit darstellen, dass eine Lebenssituation sich zum Negativen verändern kann, die Liebe zum Kind jedoch ein konstant bleibendes und erfüllendes (für mich) Gefühl ist.

Ich verstehe dich. Aber ich denke, du verkennst da was wichtiges: du fühlst so und weisst um dieses Gefühl erst seit du Kinder hast.

Wenn ich aber nicht weiß, wie es sich anfühlt, weiß ich auch nicht, ob (dass) ich was verpasse. Also bin ich auch nicht frustriert.

Ich lese deine Gedanken und ich glaube dir. Ich kann mir sogar vorstellen, dass all meine Ängste, Wünsche usw sich ändern werden, sobald ich Kinder habe. Dass Entbehrungen usw dann Sinn machen und ich glücklich bin.

Aber... ich fühle es nicht. Also vermisse ich es nicht. Umgekehrt... wenn ich an Kinder denke, denke ich so zu 20% an etwas Gutes... und sonst denke ich an die Figur, ans Geld, an den Spaß des Lebens. Und da es ja nicht so ist, als hätte ich mal ein Kind gehabt und es dann verloren, weiß ich überhaupt nicht, was mir entgeht. Ich sehe eher nur das, was mir mit Kind entgehen würde. Ich bin jetzt keine 35... Aber soooooooooo weit entfernt davon auch wieder nicht ;-D

Verstehst du? Du reflektierst von dir auf andere... Einwenig... Nach dem Motto: wenn du (mit all deinen Erfahrungen und deinen bisher gelebten Gefühlen) jetzt kinderlos wärest... Man, das würde dich im Kern umhauen. Das wäre die Hölle. Aber dieses Gefühl muss eine Frau, die niemals Kinder hatte, absolut nicht haben. Umgekehrt... Der Gedanke an Kinder kann auch sehr viele Ängste ausrufen. Mir tun immer die Paare leid, die zum Grillen oder irgenwelchen Trinkabenden mit Kindern kommen. Für sie ist es Glück (die sehen auch glücklich aus und brauchen mein Mitleid nicht), aber wenn sie dann 22 Uhr aufbrechen mit eingeschlafenem Kind aufm Arm, bin ich heil froh, dass meine Nacht jetzt anders weitergeht, völlig ohne Verantwortung und Verpflichtung...

E(hemalGiger2 NDutz_er (#1e15906x)


Da hat einer in kurz das geschrieben, was ich in lang versucht hab ;-D

Das habe ich schon desöfteren gehört, aber als "Nicht-Mama, kann man das nicht soooo gut nachvollziehen. Ich denke man kennt diese Gefühle einfach nicht und vermisst sie somit auch nicht. Meine Meinung.

:)^

IIndiSa._Indixa


Ich denke man kennt diese Gefühle einfach nicht und vermisst sie somit auch nicht. Meine Meinung

Okay, dann möchte ich nochmal eine gewagte und äußerst provokative These aufstellen:

"Deprivation erzeugt Gier" (also der Mangel an etwas, erzeugt Gier danach)

Allerdings möchte ich gleich hinzufügen, dass diese Aussage sicher nicht auf alle Bereiche (ich kenne das eher aus dem Bereich des Mangels an finanziellen Mitteln, der die Gier danach auslöst) zutrifft. Ich möchte betonen, dass ich dies nicht als allgemeingültige Aussage hinstelle, sondern eher IN DIESEM FALL als flapsige Bemerkung zu werten ist. Bitte als solche verstehen.

ax.f8is)h


Du reflektierst von dir auf andere... Einwenig... Nach dem Motto: wenn du (mit all deinen Erfahrungen und deinen bisher gelebten Gefühlen) jetzt kinderlos wärest... Man, das würde dich im Kern umhauen. Das wäre die Hölle. Aber dieses Gefühl muss eine Frau, die niemals Kinder hatte, absolut nicht haben.

Ja.

In diesem Sinne ist Kinder haben, also dieses Erlebnis, nichts besonderes. Weil es genauso "besonders" ist, wie all die anderen Erlebnisse, die man im Leben macht oder nicht. Etwas tun bedeutet immer etwas anderes nicht tun. Unser Leben ist immer das Ergebnis von Ausschlüssen – und in nur ganz wenigen Fällen fehlt einem, was man nie hatte.

ITndia!_India


Ich verstehe dich. Aber ich denke, du verkennst da was wichtiges: du fühlst so und weisst um dieses Gefühl erst seit du Kinder hast.

Wenn ich aber nicht weiß, wie es sich anfühlt, weiß ich auch nicht, ob (dass) ich was verpasse. Also bin ich auch nicht frustriert.

Ich lese deine Gedanken und ich glaube dir. Ich kann mir sogar vorstellen, dass all meine Ängste, Wünsche usw sich ändern werden, sobald ich Kinder habe. Dass Entbehrungen usw dann Sinn machen und ich glücklich bin.

Aber... ich fühle es nicht. Also vermisse ich es nicht. Umgekehrt... wenn ich an Kinder denke, denke ich so zu 20% an etwas Gutes... und sonst denke ich an die Figur, ans Geld, an den Spaß des Lebens. Und da es ja nicht so ist, als hätte ich mal ein Kind gehabt und es dann verloren, weiß ich überhaupt nicht, was mir entgeht. Ich sehe eher nur das, was mir mit Kind entgehen würde. Ich bin jetzt keine 35... Aber soooooooooo weit entfernt davon auch wieder nicht

Verstehst du? Du reflektierst von dir auf andere... Einwenig... Nach dem Motto: wenn du (mit all deinen Erfahrungen und deinen bisher gelebten Gefühlen) jetzt kinderlos wärest... Man, das würde dich im Kern umhauen. Das wäre die Hölle. Aber dieses Gefühl muss eine Frau, die niemals Kinder hatte, absolut nicht haben. Umgekehrt... Der Gedanke an Kinder kann auch sehr viele Ängste ausrufen. Mir tun immer die Paare leid, die zum Grillen oder irgenwelchen Trinkabenden mit Kindern kommen. Für sie ist es Glück (die sehen auch glücklich aus und brauchen mein Mitleid nicht), aber wenn sie dann 22 Uhr aufbrechen mit eingeschlafenem Kind aufm Arm, bin ich heil froh, dass meine Nacht jetzt anders weitergeht, völlig ohne Verantwortung und Verpflichtung...

Ja, das leuchtet mir ein :)^

Ich empfinde das oben beschriebene eben mit dem Paket, was ich mit mir trage. Also mit all meinen Erfahrungen, die ich gemacht habe. ICH selbst habe jedoch mich in der kinderlosen Zeit ab einem bestimmten Alter nach einem Kind gesehnt (obwohl ich nicht wusste, wie sich all das tatsächlich anfühlt). Aber du hast recht. Es gibt sicher Menschen, die nichts vermissen, weil sie es nicht kennen.

Ich schrieb übrigens gefühlte 100 Beiträge vorher, dass ich auch erst in der RÜCKSCHAU es als "Mangel" (wenn man es tatsächlich so bezeichnen möchte --> ich zitiere nur, hätte den Begriff nicht gewählt. ) empfinde, kinderlos zu sein.

Ibndi2a_In+dixa


Ergänzung........

....., weil ich inzwischen weiß, wie es sich anfühlt, selbst Mutter zu sein (mit allem was dazu gehört)

E$hemaliger[ NDutzer ,(#115906)


:)*

lQa/bex/mi


Dennoch (Ich möchte betonen, dass ich im Folgenden MEINE persönliche Erfahrung, mein ganz persönliches Empfinden schildere) ist die Liebe, die man für sein eigen Fleisch und Blut empfindet etwas ganz besonderes. E

aber wieso glaubst du, dass andern zwangsläufig etwas fehlt, wenn du genau weisst, dass es deine erfahrung und deine empfindung ist? es gibt erwiesenermassen unglückliche mütter, es gibt sogar mütter, die können diese unerschütterliche liebe zu ihrem nachwuchs nicht fühlen. es gibt menschen, die kinder mögen und die trotzdem was was anderes antreibt im leben, als sich fortzupflanzen. und frauen, die ungewollt kinderlos sind, sich aber trotzdem arrangieren können und ein glückliches leben führen.

EVhemaVliger ^NutSzer (#1&15x906)


labemi

aber wieso glaubst du, dass andern zwangsläufig etwas fehlt, wenn du genau weisst, dass es deine erfahrung und deine empfindung ist?

Hier muss ich mal für India eintreten :-)

Zunächst sind offen unglückliche Mütter eine gefühlte Minderzahl. Sei es, weil es wirklich eine sehr kleine Zahl ist, sei es, weil sie sich nicht trauen das zu sagen (denn mit "unglückliche Mutter", meine ich jetzt eine Mutter, deren Grund fürs Unglücklichsein darin liegt das Kind bekommen zu haben und nicht darin, dass sie keinen Job hat um das Kind zu ernähren oder so...).

Also stellt sich automatisch das Denken ein: Kinder machen glücklich. Selbst ich hab das ;-D. Ich will noch keine und habe Angst davor, bin aber irrationalerweise davon überzeugt, dass sobald das Kind da ist, ich psychische Überkräfte entwickle und einfach glücklich bin, sobald ich das Kind ansehe, egal, was für Probleme ich dadurch hätte.

Ich hab irgendwo gelesen, dass es auch was mit Eltern-Hormonen zu tun hat ;-D.

Jedenfalls ist dieses Empfinden aber echt verbreitet und man kann einer Mutter echt nicht zum Vorwurf machen, dass sie rückblickend meint, allen Frauen wird es mit Mutterschaft besser gehen, als ohne.

Und das Allgemeine... India hat ja schon gesagt, dass sie das nicht für alle meint. Und sie hat auch gesagt, dass sie das irgendwie verdrängt hat, dass sie nicht immer wegen der Kinder so glücklich war, sondern es eben auch eine Zeit gab, wo sie keine Kinder hatte und genauso glücklich war.

I9ndi,a_DIn;dzia


la/be/mi

Hm, vielleicht fehlt ihnen nicht zwangsläufig etwas. Ich glaube zum Einen aber, dass es ein verdammt harter und langer Prozess ist, bis sich die Gefühle, die ein unerfüllter Kinderwunsch nach sich ziehen, in etwas Positives umwandeln lassen. Ich glaube bzw. mache tatsächlich die Erfahrung in meinem Bekanntenkreis, dass es eben nicht mal so einfach ist, sich auf andere Dinge des Lebens zu konzentrieren, wenn man den starken Wunsch nach einer Familie verspürt, sich dieser Wunsch aber nicht erfüllt.

Ich bin Mitte 30 und kenne eben viele Frauen in diesem Alter. Deshalb habe ich vermutlich mich vorwiegend auf diese Altersgruppe konzentriert.

Jüngere Frauen machen sich vermutlich um diese Thematik einfach weniger Gedanken, gehen sorgloser damit um, wollen erstmal leben, bevor sie eine Familie gründen. Wesentlich ältere Frauen haben vielleicht diesen Prozeß des sich mit ungewollter Kinderlosigkeit arrangierens schon abgeschlossen und sind deshalb auch sehr entspannt.

Und gewollt Kinderlose kenne ich im Moment nicht bzw. kenne ich ´ne Menge Frauen, von denen ich überhaupt nicht weiß, ob sie nun gewollt oder ungewollt kinderlos sind. Aber ich kenne eben einige, die ungewollt (noch) kinderlos sind und damit verdammt unglücklich sind. (selbt so formuliert)

I0ndaia_Iwndia


Ich hab irgendwo gelesen, dass es auch was mit Eltern-Hormonen zu tun hat

;-D ;-D Davon habe ich wohl ´ne ordentliche Portion abbekommen ;-D

EmhemaliLgger N/utzern (#115x906)


Aber ich kenne eben einige, die ungewollt (noch) kinderlos sind und damit verdammt unglücklich sind. (selbt so formuliert)

Ja, aber sind konkret diese Frauen subtil feindlich gegenüber Schwangeren?

MBon0ik`a65


striptease

Auf deine Frage, ich würde sagen, ja, das kommt vor, wie häufig weiß ich nicht, weil ich aus eigener Erfahrung nun doch nicht so viele ungewollte Kinderlose kenne. Aber eine in meiner Familie, eine Frau, die daraufhin so unausstehlich wurde, dass wir als Familie den Kontakt zu ihr praktisch kappen mussten, mit anderen Worten, sie kam uns nicht mehr ins Haus. Sehr schade, das Ganze, weil ihr Mann ein uns wichtiger Verwandter ist, aber als die Kinder noch Kinder waren, war ein Wochenende mit dieser Frau ein einziger Nervernkrieg. Und das erst, nachdem klar war, dass sie keine Kinder mehr bekommen konnte.

IHndiaW_Indxia


Hm, subtil feindlich ":/ :-/ Ich weiß nicht. Ich empfinde das so. Vielleicht nicht feindlich aber auch nicht offen interessiert, nicht authentisch in den Aussagen, sondern eher inkongruent (also Worte stimmen z.B. nicht mit Mimik überein, Beispiel: Ich freu mich für dich mit einem traurigen, auf mich "neidisch" wirkenden Blick). Ist ja auch nachvollziehbar. Ich kann das wirklich verstehen aber das macht den Umgang eben nicht so leicht. Eine Freundin von mir hatte eine Fehlgeburt unter der sie sehr gelitten hat während eine andere Freundin von ihr gerade schwanger war. Sie hat ihr offen gesagt, dass sie im Moment nicht imstande wäre, den Kontakt zu ihr fortzuführen, weil sie traurig ist, dass sie den wachsenden Bauch der Freundin sieht während sie ihr Kind verloren hat.

Ich verstehe das aber ich bin hilflos im Umgang, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Schwangerschaft irgendwie einem offenen Kontakt "hinderlich" ist.

Hm, schwer zu beschreiben....

lva/bxe/mi


striptease

Also stellt sich automatisch das Denken ein: Kinder machen glücklich. Selbst ich hab das ;-D.

passiert bei mir nicht. liegt vielleicht daran, dass ich unglückliche mütter kenne und selbst eine unglückliche mutter hatte. vielleicht ist "unglücklich" auch ein zu starkes wort. unzufriedenheit ist aber für eine mutter schon heftig genug. das tabu "unglückliche mutter" ist riesig. keine mutter hängt es an die grosse glocke, dass sie das kinderkriegen schöner vorgestellt hatte. vielleicht haben sich mir vermehrt solche frauen geöffnet, weil ich selbst den müttern nicht mit diesem denken, dass kinderkriegen automatisch glücklich macht, entgegenkomme.

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