» »

Macht Kinderlosigkeit unglücklich?

Mwoni;ka65


Mal allgemein gesprochen, Neid kann doch in allen möglichen Zusammenhängen auftreten und ich meine Neid, nicht unbedingt Missgunst, obwohl das natürlich auch noch dazu kommen kann. Wäre es denn so eine Ausnahmeerscheinung, wenn diese Kollegin schlicht neidisch wäre? Für mich ist das absolut vorstelllbar.

Seltsam finde ich allerdings manche Reaktion hier, die ich als überempfindlich wahrnehme. Mir ist nicht klar, wieso einen die These, jemandem könnte etwas fehlen, wenn man keine Kinder hat, als beleidigend empfindet. ":/

IZndiaj_Ind>ixa


DANKE Monika65, das verstehe ich nämlich auch nicht. Es sollte niemals beleidigend sein und es tut mir leid, wenn das so verstanden wurde.

Evhemal3iger Nutzer i(#115x906)


Monika

Ich fand sie schon angreifend bzw. herabsetzend. Man hörte halt einwenig heraus, dass für India das feststeht. Für sie war es ja auch so. Wenn sie zurückblickt und sich ein Leben ohne Kinder vorstellt, ist es kein vollwertiges Leben.

Aber eine solche Unterstellung ist irgendwie immer beleidigend. Es ist so ähnlich, als würde ich sagen, dass alle Molligen subtil feindlich gegenüber Schlanken und frustriert sind, weil sie spüren, dass in ihrem Leben etwas fehlt - nämlich ein schöner Körper hier ist wirklich jedes Wort als Übertreibung gemeint, auch das mit der allgemeinen Aussage über den schönen Körper

Man hatte irgendwie das Gefühl sich und den eigenen Lebensstil verteidigen zu müssen und India zu beweisen, dass es um einen doch nicht so schlimm steht ;-D

India

Die Traurigkeit verstehe ich ja auch. Wobei zu diesem "so tun als ob", kann ich auch sagen - ich tu auch oft "als ob". Aber aus dem Grund, dass mich Kinder im Moment null interessieren. Wenn ich putzige Kinder sehe, dann hab ich sogar echt Fun :-D, aber ich hab eine gute Freundin (die nicht hier im Forum unterwegs ist ;-D), das Kind ist echt nicht süß... Und jedes Mal, wenn sie davon erzählt, versuch ich das Thema zu wechseln oder reagiere abweisend, einfach weil es langweilig ist... Vielleicht meint sie dann auch, ich hätte einen unerfüllten Kinderwunsch ;-D

dGanaJe87


India_india

Ich möchte nochmal etwas wiederholen was ich einige Seiten vorher schonmal geschrieben habe.

Ich glaube es hat etwas damit zu tun ob man sich bewusst für kinderlosigkeit entscheidet, kein Kind bekommen kann oder einfach so in die Kinderlosigkeit hineinschlidert. Die lezten beiden Fälle bergen meiner Meinung nach großes Frustpotential. Ungewollt Kinderlsoe Menschen leiden tatsächlich ziemlich beim Anblick werdender Mütter oder kleiner Kinder. Das lässt sich in den hibbelfäden bei den Damen nachlesen lässt die schon lange Zeit kämpfen. Etwa so wie Menschen mit Liebekummer den wunsch verspüren können jedes frisch verliebte Pärchen im Park zu ertränken.

Frauen die einfach aufgrund der Umstände (meist fehlender Partner) in die Kinderlosigkeit gerutscht sind leiden sicher unterschiedlich, abhängig von der Stärke des Kinderwunsches.

Frauen die sich sorgfältig Gedanken gemacht haben und bewusst keine Kinder bekommen haben weil ihnen andere Sachen wichtig sind laufen meiner Meinung nach viel seltener Gefahr es zu bereuen.

Ansonsten geht es mir so wie Shojo das mal in einem anderen Thread beschrieben hat: In meiner Brist wohnt mehr als eine Seele. Ich liebe mein Kind, aber ich weiß auch das ich, wäew sie nie geboren worden, wohl einfach einen anderen Aspekt meiner Persönlichkeit ausgelebt hätte. Das hätte mich nicht zwingend weniger erfüllt. Und nun kommt die Aussage die einigen Müttern die Farbe aus dem Gesicht weichen lässt: Manchmal bedauere ich es auch jetzt das ich diese Aspekte aufgrund der momentanen Situation nicht ausleben kann.

Deinen Eingangsposting hatte ich, obwohl Mutter, auch so verstanden das du kinderlosen Frauen irgendwie als defizitär, als Mägelexemplare wahrnimmst.

Striptease

Ich will noch keine und habe Angst davor, bin aber irrationalerweise davon überzeugt, dass sobald das Kind da ist, ich psychische Überkräfte entwickle und einfach glücklich bin, sobald ich das Kind ansehe, egal, was für Probleme ich dadurch hätte.

Angst haben wir alle, dass zeugt meiner Meinung nach von Verstand. ;-D ;-D Und glücklich wird man überwiegend in den Momenten in denen es einen nicht anschreit. So ein aus vollem Hals brüllendes Kind kann einen schonmal zweifeln lassen. ]:D 8-) ;-D

EghemaWli$ger Nut/zer( (#115x906)


Angst haben wir alle, dass zeugt meiner Meinung nach von Verstand

;-D

MPoni,ka6x5


striptease

Aber so eine These kann einen doch, wenn man von seinem eigenen Lebensstil überzeugt ist, überhaupt gar nicht angreifen. Ich würde vermuten, dass dieser Lebensstil dann doch nicht so gefestigt ist, wenn man sich deshalb beleidigt fühlt. Von mir gesprochen, als Beispiel, wenn jemand sagt – das fiel neulich hier im Forum – sie bedauert jeden, der es nicht kennt, wie befriedigend und glückbringend ihre Arbeit ist, dann gibt mir das einen Stich. Aber nur deshalb, weil ich eher blöde Erfahrungen in der Arbeit gemacht habe. Sagt mir allerdings jemand, er bedauere jeden, der noch nie in Südamerika war oder der kein Haus in der Algarve hat, dann zucke ich mit den Schultern.. ist mir egal, das kratzt mich nicht. Verstehst du was ich meine?

Das Beispiel mit den Molligen greift ja auch nur deshalb, weil sie in unserer Gesellschft wirklich ständig der Kritik ausgesetzt sind, wären wir im Mittelalter könntest du dieses Beispiel gar nicht anführen.

lWa/bxe/mi


Seltsam finde ich allerdings manche Reaktion hier, die ich als überempfindlich wahrnehme. Mir ist nicht klar, wieso einen die These, jemandem könnte etwas fehlen, wenn man keine Kinder hat, als beleidigend empfindet.

von meiner seite aus war es vor allem als eine möglichkeit gedacht, wieso die beiden kolleginnen eventuell empfindlich reagieren könnten, gerade, wenn sie einen kinderwunsch verspüren. ich selber mag lieber mütter, die meinen lebensweg nicht von vornherein als potentiell unglücklich erachten (siehe fragenstellung). wie will mir jemand so auf augenhöhe begegnen? ich mag es auch nicht, wenn jemand mit einer extrem religiösen einstellung mein leben ohne gott als defizitär empfindet.

wobei die te ihre eher absolut klingenden aussagen inzwischen doch auch stark relativiert hat. wahrscheinlich würde ich ihr auf arbeit doch nicht an die gurgel springen ;-D

Erhemali/ger NZuitze^r d(#8y7546)


Seltsam finde ich allerdings manche Reaktion hier, die ich als überempfindlich wahrnehme. Mir ist nicht klar, wieso einen die These, jemandem könnte etwas fehlen, wenn man keine Kinder hat, als beleidigend empfindet.

Weil Du von DEINER Erfahrung ausgehend verallgemeinerst. Weil Du sagst "Ach ja früher wollte ich ja auch nicht und ich wusste erst, als ich Kinder hatte, dass ich mir das eigentlich gewünscht habe" – und somit sprichst Du den Leuten, die sagen, dass sie WIRKLICH keine Kinder wollen, ihre Enlfindungen ab – sie wissens halt noch nicht, dass sie eigentlich unglücklich sind, weil sie so verdrängen

Ich finde es sehr befremdlich, wenn man von sich auf alle andere schließt.

Liegt es in jeder Frau begründet, bei Liebesfilmen ein Tränchen im Auge zu haben – weil es BEI DIR vllt so ist?

Hat jede Frau den Wunsch, an ihrem Heimatort / einem Ort Wurzeln zu schlagen – weil es BEI DIR so ist?


Wir haben hier ein Sprichwort: jeder Jeck ist anders.

An das sollte man sich manchmal erinnern, auch wenn man in anderen Gegenden Deutschlands wohnt.

IXndia _9I:ndxia


Deinen Eingangsposting hatte ich, obwohl Mutter, auch so verstanden das du kinderlosen Frauen irgendwie als defizitär, als Mägelexemplare wahrnimmst.

Das war keinesfalls beabsichtigt

Ich freu mich, dass sich die Diskussion jetzt noch verändert hat.

Allerdings muss ich mich für heute erstmal verabschieden. Ich muss nämlich schnell in die Kita rennen um mein Kind abzuholen.

Auch nur mal so nebenbei bemerkt, die meisten Mütter sind immer im Stress und rennen (jedenfalls vermute ich, dass alle berufstätigen Mütter) von der Kita zum Arbeitsplatz, dann nach Hause, evtl. noch in den Supermarkt ;-D

Da denke ich auch manchmal: Wäre schön, wenn ich jetzt einfach nur mal in Ruhe in die Stadt shoppen gehen könnte ;-D Oder wenn meine Tochter einen Trotzanfall bekommt, denke ich auch gern mal: "Ich lass dich jetzt einfach hier stehen oder tausche dich gegen einen Hund" Solche Gedanken kommen auch bei mir nicht selten vor aber sie ändern nichts an meinem Grundgefühl, dass mich dieses kleine Wesen glücklich macht. Mit allem was dazu gehört.

Euch noch einen schönen Nachmittag

Echemalviger Nut@zer (#x87546)


wobei die te ihre eher absolut klingenden aussagen inzwischen doch auch stark relativiert hat.

Inzwischen, aber der erste Eindruck war anders.

Daher war ja auch meine Überlegung, dass sie evt bei "fremden" kinderlosen Frauen (also nicht im privaten, sondern im beruflichen Umfeld) eine ähnliche Haltung ausstrahlt – und solange man nicht drüber spricht und India_India das relativieren kann, haben vllt einige Arbeitskolleginnen einen solchen Eindruck...

lwa/b#e/m]i


Sagt mir allerdings jemand, er bedauere jeden, der noch nie in Südamerika war oder der kein Haus in der Algarve hat, dann zucke ich mit den Schultern.. ist mir egal, das kratzt mich nicht. Verstehst du was ich meine?

kinderkriegen oder nicht ist nun mal eine existentielle entscheidung, die irgendwann nicht rückgängig gemacht werden kann. ist doch irgendwie auch verständlich, wenn man vielleicht nicht zu 100% gefestigt ist, was den eigenen lebensweg anbelangt. ja, ich gebe es zu, die frage, ob kinder oder nicht, setzt in mir gefühle frei, die manchmal ambivalent sind. ich kann mir selber nicht versprechen, dass ich mit 45 zufrieden bin mit meiner entscheidung. egal, wie sie ausfallen wird.

Das Beispiel mit den Molligen greift ja auch nur deshalb, weil sie in unserer Gesellschft wirklich ständig der Kritik ausgesetzt sind, wären wir im Mittelalter könntest du dieses Beispiel gar nicht anführen.

vielleicht kannst du dir das schlecht vorstellen, aber in unserer gesellschaft ist man auch als kinderlose frau in einem gewissen alter einem gewissen druck ausgeliefert... :-|

EKhemali*ger N.utzer (b#11x5906)


Monika

Aber so eine These kann einen doch, wenn man von seinem eigenen Lebensstil überzeugt ist, überhaupt gar nicht angreifen. Ich würde vermuten, dass dieser Lebensstil dann doch nicht so gefestigt ist, wenn man sich deshalb beleidigt fühlt.

Des Pudels Kern ;-D

Das ist ziemlich OT und sehr interessant. Weil ich diese grundsätzliche Frage "fühlt man sich auch angegriffen, wenn es nicht zutrifft?" oft durchdacht habe. Und ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich auch dann angegriffen fühle, wenn es nicht zutrifft. Einfach durch das Aufstellen einer These, die durch mein Leben widerlegt wird. Es greift mich tatsächlich an, wenn mein Lebensstil nicht in einen Blickwinkel einbezogen wird. Das muss man jetzt nicht allzu persönlich nehmen... Es greift mich nicht so an, dass ich weine oder töte, aber es ärgert. Ich kann mir vorstellen, dass es bei anderen anders ist.

Aber das mit den Molligen spricht m. E. für mich. Auch wenn sie der breiten Kritik ausgesetzt sind: wenn sie wirklich der Meinung sind, sie fühlen sich wohl, sind schön, ihnen geht es gut (und davon wird es genug, wenn nicht gar eine Mehrheit geben), dann dürften sie sich nicht aufregen... Breite Kritik hin oder her. Sie regen sich aber meistens dennoch auf, aus eben diesem Grund: ihre Lebenseinstellung, ihr Befinden wird nicht berücksichtigt, wenn eine (mehr oder wenige Allgemeingültigkeit beanspruchende) These aufgestellt wird.

M\onGika6x5


la/be/mi

Ja, das kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Insofern ist es vielleicht nicht so sehr empathisch, wenn man diese These in den Raum stellt, du hast Recht, vermutlich sind viele Frauen ambivalent oder die Entscheidung gegen Kinder beruht auf Problemen.

vielleicht kannst du dir das schlecht vorstellen, aber in unserer gesellschaft ist man auch als kinderlose frau in einem gewissen alter einem gewissen druck ausgeliefert..

Doch, allerdings glaube ich, dass das in jeder Gesellschaft so ist und in unseren heutigen Gesellschaften eher viel geringer als früher.

E@hemali~ger Nutzeer (#875q46)


Das ist ziemlich OT und sehr interessant. Weil ich diese grundsätzliche Frage "fühlt man sich auch angegriffen, wenn es nicht zutrifft?" oft durchdacht habe. Und ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich auch dann angegriffen fühle, wenn es nicht zutrifft. Einfach durch das Aufstellen einer These, die durch mein Leben widerlegt wird.

Ich habe mich davon nicht angegriffen gefühlt (und auch nicht dementprechend reagiert ;-) ), aber ich empfinde es trotzdem als übergriffig.

Warum? Weil in der These direkt gesagt wird, dass man es ja gar nicht wissen kann, wenn man noch keine Kinder hat. Wir verdrängen ja alle nur. Ahso. :-/

MZonixka65


striptease

Das ist mir tatsächlich fremd, mich greift es wirklich null an, wenn jemand etwas kritisiert, wozu ich problemlos stehen kann.

Einfach durch das Aufstellen einer These, die durch mein Leben widerlegt wird

Das finde ich meistens eher witzig. :)z ABer ehrlich gesagt, striptease, ich meine das jetzt echt wohlwollend, diese Einstellung passt irgendwie zu dir. ;-)

Aber das mit den Molligen spricht m. E. für mich.

Da bin ich nicht deiner Meinung. Ich denke, es ist sehr schwer, sich einer gesellschaftlichen Norm zu entziehen. Und vielleicht ist das Beispiel wirklich sehr passend, denn Kinder oder nicht ist auch so eine Norm, mit der man sich auseinandersetzen muss und die eben doch häufig eher ambivalente Gefühle hinterlässt, wie eben diskutiert.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH