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Macht Kinderlosigkeit unglücklich?

M\oniZka65


Weil in der These direkt gesagt wird, dass man es ja gar nicht wissen kann, wenn man noch keine Kinder hat.

Diese These stimmt, einfach weil es so ist, man kann nie genau wissen, was ist, wenn man es nicht erlebt hat. Das trifft aber auf Mütter genauso zu, es sind durchaus nicht alle Mütter so glücklich wie so vorher glaubten, dass sie es sein würden.

Aber im Prinzip weiß ich, was du sagen willst, denn es kann auch als eine Art Totschlagargument eingesetzt werden.

Insbesondere wenn man noch "unbewusste" Gefühle ins Spiel bringt.

EThemal5igesr &Nu tzer (f#115x906)


Monika

mich greift es wirklich null an, wenn jemand etwas kritisiert, wozu ich problemlos stehen kann.

Neeeeeeee ;-D

Dazu kann ich auch stehen... Kritisieren ist ja halb so wild. Wenn jemand sagt "Kinderlos ist scheiße" regt mich das auch null auf.

Aber, wenn jemand sagt "Kinderlos fühlst du dich blöd" oder "Du reagierst gerade so und so, weil du kinderlos bist", dann regt mich das auf. Weil das ja nicht so ist, als würde man meine Haltung zur Kenntnis nehmen (so, wie ich es darstelle und bin) und sagen "das finde ich schlecht". Sondern es ist dann eher so, als würde man mir eine Haltung aufzwängen, die ich gar nicht habe. Ich weiß nicht, ob klar wird, was ich meine... ist irgendwie schwer zu erklären...

also...

Wenn ich sage "ich esse gern grüne Äpfel" und der andere sagt "wer grüne Äpfel mag, ist Mörder", dann ist es für mich ok ;-D.

Aber wenn man darauf sagt "ja, aber du magst grüne Äpfel nur, weil du keine roten Äpfel hast und eigentlich magst du grüne Äpfel gar nicht und deshalb hast du gerade auch keinen Hunger", dann ists was anderes.

Kjadhigdya


Genauso gut kann man sagen: Kadi, Du weisst gar nicht ob Krankenschwester nicht der richtige Beruf ist, denn Du hast es noch nicht ausprobiert.

Ähem – nein – habe ich nicht – aber gewisse Grundgegebenheiten finde ich schrecklich, insofern finde ich es legitim zu sagen: "Ich könnte niemals als Krankenschwester arbeiten."


Genauso gibt es gewisse Grundgegebenheiten bei Kindern, und wenn ich genau weiß, dass ich diese keiensfalls erfüllen kann z.B. generell verfügbarer Ansprechpartner für die nächsten 18-25 Jahre kann ich ja wohl auch sagen: "Ich will keine Kinder. Niemals." ohne das mir das direkt abgesprochen wird, weil ich unterbewusste Wünsche hätte. :-X


Ich meine, genauso könnte man argumentieren, dass ich nur keine Drogen nehme, weil ich unterbewusst weiß, dass ich niemals aufhören könnte und eine absolute Suchtmemtalität habe.

Komischerweise werden die unterbewussten Wünsche nur bei Dingen gebracht, die vom Diskutierpartner/Thesenersteller als positiv gewertet werden. Bei negativen Dingen darf ich gerne wissen, dass ich da nicht der Typ dafür bin. Aber Dinge, die der Diskussionspartner als positiv und essentiell erachtet, die müssen auch unterbewusst in mir angelegt sein weil sie ja soooo schön sind?

Verzeihung, da sind wir von anderen Vorraussetzungen ausgegangen. Das letzte Mal, als ich nachgesehen habe, war die Menschheit noch eine heterogene Gruppe.

M\onikax65


striptease

:)= Super Beispiele, ich habe jetzt echt kapiert, worums dir geht. Und da muss ich sagen, ja, da empfinde ich dann doch ähnlich wie du.

lba/be3/mxi


monika

Doch, allerdings glaube ich, dass das in jeder Gesellschaft so ist und in unseren heutigen Gesellschaften eher viel geringer als früher.

da hast du natürlich recht, die gesellschaft lässt zum glück inzwischen auch viele andere wege für frauen zu. wobei ich die erfahrung gemacht habe, dass bei vielen kinderlosen frauen der druck aus der eigenen familie ensteht. mütter und väter wünschen sich lieber heute als morgen ins grossmutterdasein. gerade wenn reih um alle freunde und freundinnen das grosse grosseltern erleben. ich glaube, unter den frauen 60+ ist der wunsch nach nachwuchs oft grösser als bei frauen um 30+... zumindest haben das diskussionen im freundeskreis ergeben... und es ist, je nach dynamik der beziehung, schwierig, sich diesen sehnsüchten zu entziehen. es würde mich glücklich machen, meine mutter als glückliche grossmutter zu sehen. weil sie keine besonders glückliche mutter war. da sie aber keine besonders glückliche mutter war, weiss ich nicht, ob ich mutter sein will. das mal sehr vereinfacht und abgekürzt, und es spielen bei mir natürlich noch wichtigere faktoren eine rolle, wieso ich bislang kinderlos geblieben bin.

MMonika465


Kadhidya

Du hast Recht, das sind alles Beispiele für die Totschlagargumentation.

Passiert hier auch im Forum öfter, zum Beispiel in diesen immer wieder beliebten "Frauen, wie hättet ihr den Mann gern"-Fäden, in denen dann behauptet wird, dass es ganz egal ist, was Frauen sagen, weil sowieso alles unbewusst abläuft und ihnen das alles selbst nicht klar ist..

MZonPika6x5


la/bi/mi

Ja, kann ich mir lebhaft vorstellen. Ich habe allerdings Söhne, mein Bedürfnis nach Enkeln hält sich schwer in Grenzen. Vielleicht wäre es anders, wenn ich eine Tochter hätte, da greift nun auch die vorherige These. Ich habe keine Ahnung, wie ich als Tochtermutter empfinden würde. Als Mutter von Striptease vielleicht.. ;-D

Aber ich verstehe auch die Eltern, die es als Verzicht empfinden, wenn sie nicht Großeltern werden. Kann da beiden Seiten nachfühlen, ich persönlich rate meinen Kindern jedenfalls nicht dazu, Kinder zu bekommen..

KKabdhidEya


Das ist doch eine Grundgegebenheit. Sobald einem Wissen oder Gefühle abgesprochen werden, werden die Leute biestig.

Wenn ich also eine glücklich getrennte Frau immer durch die Blume bemitleide, muss ich mich nicht wundern, dass die biestig wird. Und da ich das nicht offen ausspreche, sondern bewusst das Wort "mein Freund" meide und ganz behutsam mit ihr umgehe und sie vllt mal mitleidsvoll anschaue wenn sie nicht guckt – ich es also nicht offen mache, sondern so ein bisschen unbewusst – wird die auch nicht offen erwidern "Mein Freund war ein Arsch und hat von meinem Geld gelebt, ich bin froh dass ich den los bin." (oder abgeschwächter "War net so dolle, ist schon besser so")

Sondern sie wird dann eben auch durch die Blume komisch sein, also unwillig reagieren wenn ich von Arbeitsmittel ausleihe, sie für mich einspringe soll oder sonstwas.

Dpumakl


strip

Es ist ja auch ein Angriff, da es eindeutig ein Übergriff ist.

K awdhildya


Ich halte das noch füe die wahrscheinslichste Möglichkeit :)^ was natürlich vor allem an dem Weltbild der TE liegt.

lpa/b3eu/mxi


Ja, kann ich mir lebhaft vorstellen. Ich habe allerdings Söhne, mein Bedürfnis nach Enkeln hält sich schwer in Grenzen. Vielleicht wäre es anders, wenn ich eine Tochter hätte, da greift nun auch die vorherige These. Ich habe keine Ahnung, wie ich als Tochtermutter empfinden würde. Als Mutter von Striptease vielleicht.. ;-D

wenn 65 dein jahrgang ist, dann bleibt noch eine weile bis zur torschlusspanik ;-D

ich persönlich rate meinen Kindern jedenfalls nicht dazu, Kinder zu bekommen..

hat meine mutter auch nie... aber diese sehnsüchtigen blicke, wenn eine mutter mit kinderwagen kommt, waren eine zeitlang sehr auffällig. inzwischen hat sich das wieder gelegt, ich glaube, sie beginnt, sich zu arrangieren.

E5he+mal{igerB Nutz8er (#115j90x6)


Dumal...

ähm... hä? ;-D

Ich bin gerade extrem blöd also noch blöder als sonst

Ich versteh das iwi nicht :)_

KWadhcidyxa


Dumal interpretiert übergriffige Bemerkungen als Angriff.

dxanaxe87


la/be/mi

Total OT:

Ich verstehe dich gut und bin mir auch nicht sicher ob ich Kinder bekommen hätte wenn ich nicht von meiner Tochter überrumpelt worden wäre. Allerdings hatte/habe auch ich Angst das ich den Fehler meiner Mutter wiederhole und meinem Kind das Gefühl gebe/ geben werde das es die Verantwortung für meinen Verzicht trägt.

Ich denke das ist das Hauptproblem. Der Verzicht ist nicht zu leugnen und gehört dazu, aber man darf nicht vergessen das man selbst diese Entscheidung getroffen hat und somit alleine die Verantwortung dafür trägt. Meine Mutter sagte immer "DEINETWEGEN habe ich nicht Medizin studiert. Du warst unterwegs, daher habe ich eben deinen Vater geheiratet." und so weiter. Bis ich mich aus dieser Verantwortung lösen konnte dauerte es. Hoffentlich bekomme ich das besser hin. ":/

lla/bUe/mxi


danae

so eine liebe ot-nachricht erfordert eine ot-antwort :-D ich kann deine bedenken nachvollziehen, ich hätt grosse angst, gewisse fehler zu wiederholen. oder aber neue, unverzeihliche, zu machen. es ist schon erstaunlich, wie tief gewisse dinge sitzen. meine mutter hat sich vor jahren bei mir entschuldigt, und trotzdem bin ich hin und wieder so richtig wütend auf sie. ich bring das einfach nicht weg, ich kann mir tausend mal sagen, dass ich erwachsen bin und selbstverantwortlich für mein glück. %-| ich glaube, das wäre meine hauptangst, dass mein kind mir genau so grollt, wie ich meiner mutter grollt, wie meine mutter ihrem vater grollt. ich denk mir manchmal, meine familie sollte nicht fortgepflanzt werden. kein schöner gedanke, aber er ist da.

ich denke, du bist auf gutem weg. du hast dich gelöst, machst dir gedanken, bist dir sehr vielem bewusst. du schaukelst das schon @:)


so, ich muss los. wünsch euch allen eine (entspannte) diskussion! *:)

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