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Macht Kinderlosigkeit unglücklich?

cLapox7


Hallo,

ich bin mit dem 3. Kind schwanger und muss aber sagen, dass ich Deine Position sehr schwer nachvollziehen kann bzw kaum verstehe, was Du von Deinen Kolleginnen eigentlich erwartest. Natürlich ist man (eher frau) mit kleinen Kindern nicht so 100% einsatzfähig wie eventuell Kinderlose, weil die Kinder nun mal krank werden können oder die Kita zu ist. Wenn andere dafür gar kein Verständnis haben ist es traurig. Andererseits geht es aber auch nicht, dass das dann auf dem Rücken der Anderen ausgetragen wird, und die nur die blöden Schichten bekommen, z.b. Da sollte dann auch unterschieden werden, ob es sich um eine Alleinerziehende handelt oder ob nicht auch der Vater mal einspringen kann. Das ist dann aber wohl eher Sache des Arbeitgebers, da für alle eine gute Lösung zu finden.

Der andere Punkt ist, und das finde ich bei dir sehr fragwürdig, dass da sowas Missionarisches rüberkommt in Hinsicht Erfüllung und Aufgehen der Frau im Mutterglück, das finde ich sehr problematisch, aber das scheint zu dir auch nicht so richtig durchzudringen. Diese ganzen Unterstellungen, dass jede Frau irgendwann Kinderlosigkeit als Mangel empfinden müsse und (mindestens subtil) neidisch sei und das aber nicht zugeben könne usw. Vielleicht ist das bei manchen so. Als pauschale Unterstellung macht es eine Diskussion schwierig und wenn Du das Deinen Kolleginnen gegenüber so ausstrahlst wundert es mich nicht, dass sie sich Dir gegenüber komisch verhalten.

Ckhancxe007


Und wie gesagt, unflexibel bin ich seit 2 Jahren. Niemanden hat das bis jetzt gestört. WARUM also gerade jetzt?

Vielleicht haben die Kollegen ohne Kinder zurückgesteckt, um teilweise arbeitsmäßig oder auch zeitmäßig Deine nicht so große Flexibilität auszugleichen und haben gedacht, dass es ja jetzt langsam besser wird, wenn Dein Kind älter wird. Nun erwartest Du das nächste Kind und sie wissen, es wird so weiter gehen. Ich weiß ja nicht, inwieweit es dann auf dem Rücken anderer läuft. Dass gleich mehrere Kolleginnen neidisch sind, nur weil Du ein zweites Mal schwanger bist, kann ich mir weniger vorstellen.

Bitte nicht falsch verstehen. Bin selbst alleinerziehend und es gibt nun mal Einschränkungen. Ich versuche wo immer es geht, keine Extrabehandlung zu bekommen bzw. nötig zu haben. Wichtig ist dafür jedoch auch, dass das Kinderthema nicht ständig im Vordergrund steht. Ich möchte mich auf der Arbeit über arbeitsrelevante Themen austauschen, weniger über Kinder. Und es würde selbst mich als Mutter nerven, wenn das nicht geht.

Wenn wegen irgendwelchen Terminen etwas zu klären ist, tue ich das unter vier Augen mit dem Chef und biete direkt einen Ausgleich an für die Zeit, die ich dann fehle. Ohne großes Gewese.

Wie es bei Dir ist, weiß ich ja nicht so genau. Könnte mir aber vorstellen, dass es vielleicht zu oft vordergründig Thema ist und dadurch anstrengend wird.

nSiema1ndsPl/axnd


Wenn sich ein Kollege ein neues Auto zulegt, bin ich ganz sicher nicht neidisch, wenn ich selbst kein neues/überhaupt eins möchte. Wird dieses neue Auto dann allerdings Thema sämtlicher Kaffepausen und Kollege schwärmt immer wieder von den supertollen Eigenschaften des Autos, werde ich auch nicht neidisch, aber irgendwann sicher generft. Und sollte ich dann noch die Arbeit des Kollegen miterledigen müssen, weil der Kollege sein Auto nicht im Regen stehen lassen will und es daher wegfahren muss, finde ich das sicher nicht toll.

Hätte ich aber selbst gern ein neues Auto, kann es mir aber nicht leisten, ja, dann kann es sein, dass ich neidisch auf den Kollegen werde.

I*nd[iaS_Indxia


So was beispielsweise: Da kann man schon fragen, warum ihr keinen habt. Ist ja keine Frage des persönlichen Schicksals, sondern eine Entscheidung, die man selbst trifft.

Und so etwas beispielsweise finde ich wiederum recht anmaßend, also wenn man erwartet, dass jede Familie einen Babysitter hat. Soll ich mal vorrechnen, was ein Babysitter erhält, wenn er für einen Arbeitstag die Betreuung meiner Tochter übernähme. Das ist schlichtweg recht teuer. Unsere Tochter geht in die Krabbelstube und wenn man Mann und ich abends mal weggehen wollen, kommen meistens Freunde, kein bezahlter Babysitter. Krabbelstuben haben aber auch Schließtage und Ferien, rufen an, wenn das Kind dreimal hintereinander Durchfall hatte und nehmen es erst wieder auf, wenn es einen Tag Symtomfrei zu Hause blieb.

Du siehst, es ist einfach schwierig, alles zu organisieren und mich nervt es, ganz ehrlich gesagt, wenn ich mich als Mutter rechtfertigen muss, WARUM wir KEINEN Babysitter haben.

H9irtxin


MsEinsam Bei mir auf der Arbeit sind auch einige Mütter, manche fehlen permanent wegen Kind hier, Kind da und gehen immer überpünktlich, sind unfähig nur etwas Flexibilität zu zeigen und man muss laufend (natürlich unbezahlt) deren Kram mitmachen. Oder haben beschlossen gleich mehrere Jahre zu stillen und verweigern jegliche Reisetätigkeit. Andere Frauen haben ihr häusliches Umfeld anscheinend besser organisiert und kriegen trotz mehrer Kinder alles gewuppt.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Privatleben in keiner Weise Arbeitsleben beeinflussen sollte. Bei denjenigen, die das nicht gebacken bekommen, reagiert man eben schon mal genervt.

Wenn du Mehrarbeit machen musst, dann können die Mütter nichts dafür, die aufgrund ihrer persönlichen Umstände, nicht immer voll einsatzfähig sind.

Das kann man doch nicht an den Müttern auslassen.

Shojo Kann es sein, dass du empfindlicher bist?

Jede Schwangere ist empfindlicher. Das weiß man eigentlich. Deshalb sollte man Schwangere nicht gleichbehandeln, sondern besonders fürsorglich, sensibel und liebevoll.

Was nützt es, wenn sich bewahrheitet, dass das Verhalten der Kollegen dem Neid auf Schwangerschaft, Mutterschaft, besondere Rechte der Schwangeren usw. geschuldet ist?

Das würde nichts an der persönlichen Verletzung durch dieses Verhalten (von dem wir nicht wissen, was genau es ist) ändern.

Ich finde, das klingt alles ziemlich rauh. Ausgeschlossen werden ist für ziemlich jeden Menschen das Schmerzhafteste, was es gibt.

csl#a3irxet


Nach meiner Theorie sind Frauen neidisch auf Mütter, weil sie etwas "Unbeschreibbares" haben (also eben dieses Gefühl für das kind, bedingungslose Liebe??) und weil Mütter häufig im Mittelpunkt stehen (übrigens oft unfreiwillig).

Wie soll man denn auf etwas neidisch sein, was man überhaupt nicht mitbekommt? Als Kollegin sieht man dich ja wohl selten mit dem Kind interagieren und in dich hineinschauen kann man auch nicht. Ganz ehrlich, als Nicht-Mutter hat man keine Ahnung wie es sich anfühlt ein Kind zu haben.

Ich verstehe nicht ganz, warum die die simpelste und einleuchtendste Erklärung nicht akzeptieren willst:

Mir wurde von den zwei anfeindenen Kolleginnen auch direkt gesagt, dass sie es ziemlich satt haben, dass das gesamte Team auf mich Rücksicht nimmt, nur weil ich schwanger bin und ein Kleinkind zu hause habe.

Warum braucht es eine esoterische Theorie über Neid auf das Unbeschreibbare? ":/

IHndiRa_I$ndixa


capo 7

Als pauschale Unterstellung

Es ist KEINE pauschale UNterstellung, sondern wurde im Fadenstitel mit drei Fragezeichen gekennzeichnet. Es ist schlichtweg MEINE persönliche Erfahrung, die ich hier zur Diskussion gestellt habe. Nicht mehr und nicht weniger

c$apox7


Achso, zum Titel Deines Fadens wollte ich mich noch äußern: habe mal irgendwo gelesen, dass Kinder glücksneutral sind. Also, die Menschen sind nicht glücklicher, wenn sie Kinder haben. Andere Faktoren wie erfüllte Partnerschaft, genug Geld, zufriedenstellender Job und Gesundheit sind da entscheidender. Andererseits kann ein unerfüllter Kinderwunsch schon unglücklich machen, zumindest für die Zeit, bis man sich damit arrangiert hat. Aber nicht alle Kinderlosen haben einen unerfüllten Kinderwunsch. Und andersrum können Kinder ja auch Quell von großen Sorgen und Unglück sein.

I$ndiVa_Ixndia


Bitte nicht falsch verstehen. Bin selbst alleinerziehend und es gibt nun mal Einschränkungen. Ich versuche wo immer es geht, keine Extrabehandlung zu bekommen bzw. nötig zu haben. Wichtig ist dafür jedoch auch, dass das Kinderthema nicht ständig im Vordergrund steht. Ich möchte mich auf der Arbeit über arbeitsrelevante Themen austauschen, weniger über Kinder. Und es würde selbst mich als Mutter nerven, wenn das nicht geht.

Wie es bei Dir ist, weiß ich ja nicht so genau. Könnte mir aber vorstellen, dass es vielleicht zu oft vordergründig Thema ist und dadurch anstrengend wird.

Genau das habe ich ein paar Beiträger vorher geschrieben.

H\ir/tixn


niemandsland Wenn sich ein Kollege ein neues Auto zulegt, bin ich ganz sicher nicht neidisch, wenn ich selbst kein neues/überhaupt eins möchte. Wird dieses neue Auto dann allerdings Thema sämtlicher Kaffepausen und Kollege schwärmt immer wieder von den supertollen Eigenschaften des Autos, werde ich auch nicht neidisch, aber irgendwann sicher generft.

Ein Auto ist ein ersetzbarer Gebrauchsgegenstand. Kinder sind Teil seiner Persönlichkeit. Man trägt sie jeden Tag und jede Stunde im Herzen. Man ist nie wieder ohne Sorgen. Man ist nie wieder nur Frau, man bleibt für immer Mutter.

I1ndia_qIndia


capo 7

Aber nicht alle Kinderlosen haben einen unerfüllten Kinderwunsch.

Dan lies doch bitte die Beschreibungen, die ich über meine Kolleginnen (ca. auf S. 2) abgegeben habe. Von der einen weiß ich definitiv, dass sie einen kinderwunsch hat/hatte. Die andere spricht auch in regelmäßigen Abständen davon.

Deshalb halte ich meine Theorie in diesem speziellen Fall für nicht allzu abwegig

Crhancex007


Genau das habe ich ein paar Beiträger vorher geschrieben.

Echt? Dann habe ich es wohl nicht gefunden. Oder meinst Du jetzt das Beispiel mit der Dienstreise? Falls ja, dann sagt dies ja noch nichts darüber aus, wie sonst so der Arbeitsalltag MIT den Kolleginnen aussieht. Oder meintest Du etwas anderes?

Cbhan6cPe007


Ich habe jetzt noch mal gezielt gesucht. Meintest Du das hier?

Ich gehöre übrigens keinesfalls zu den Müttern, die permanent mit kinderlosen Kolleginnen über ihren Nachwuchs oder zur Zeit über meine Schwangerschaft spricht. Ganz im Gegenteil.

Das ist schon mal gut. Denn es kann tatsächlich nerven, wenn sich Gespräche immer um die Kinder drehen.

Wie oft müssen denn Deine Kolleginnen auf Dich Rücksicht nehmen, zeitlich betrachtet? Wirkt es sich sehr auf die anderen aus?

YAvi7


Also ich bin auch gerade schwanger und kenne beide Seiten. Als ich ungewollt kinderlos war, fiel es mir auch oft schwer das "Mutterglück" von den Schwangeren zu ertragen, die sich permanent den Bauch gerieben haben und mit diesem ewig breiten Grinsen durch die Gegend gelaufen sind. Es gab auch nur nur das eine Thema und selbst wenn es um Autos ging, war das Gespräch innerhalb weniger Sekunden beim passenden Kindersitz. Das war jetzt nur ein Beispiel. Manche merken gar nicht, wie sehr sie sich selbst und dieses Thema in Szene setzen. Es kommt auch immer darauf an, was man selbst daraus macht. Klar fragen die Kollegen, aber man kann sich in einem Satz für die Nachfrage bedanken und eine Auskunft geben, oder das Spotlight auf sich richten. Als ich selbst schwanger wurde, habe ich versucht, dezent damit umzugehen. Ich laufe zum Beispiel nie (auch nicht beim Einkaufen oder so) mit diesem Grinsen durch die Gegend und streichel permanent meine Kugel. Dennoch habe ich mich bei der Arbeit oftmals dabei erwischt, wie sehr ich diese Aufmerksamkeit genossen habe und somit auch oft in den Mittelpunkt gestellt wurde, mich aber auch selbst dorthin gestellt habe. Ich habe es aber oft selbst gemerkt und war dann echt sauer auf mich selbst. Genauso war es mir unangenehm, wenn Kollegen mehr arbeiten mussten, weil ich geschont wurde. Ich finde es nicht okay, wenn man da bedingungsloses Verständnis erwartet. Ich denke das Verhalten deiner Kollegen ist wahrscheinlich eine Mischung aus Neid und Genervtheit. Ich habe damals auch Neid empfunden, aber wenn mir jemand sympathisch war und sein Mutterglück nicht ganz so hat raushängen lassen oder permanent auf seine "Rechte" als Mutter gepocht hat, wäre ich nie auf die Idee gekommen, denjenigen zu schneiden. Also solltest du vielleicht doch noch einmal dein eigenes Verhalten reflektieren.

S_upe)rkröPte


India_India

Klar kann es sein das wenn deine Kolleginnen gerne selbst Kinder hätten, aber es leider nicht klappt, es dir mißgönnen nun das zweite zu bekommen.

Auch wenn viele sagen sie wären nie neidisch, mal ehrlich wir kennen alle das Gefühl von Neid. Mal in minimaler Form und mal in größerer.

Es könnte auch einfach sein das sie "angezickt" sind weil du bals wieder für gewisse Zeit ausfällst.

Das wissen nur die beiden.

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