» »

Macht Kinderlosigkeit unglücklich?

gOatjo


Wie groß ist denn das Kollegenteam? Du sagst, dass viele sich eigentlich nicht anders verhalten, interessiert sind und deine Schwangerschaft unproblematisch sehen. Im Grunde geht es also nur um zwei Kolleginnen.

Das nicht alle gleich reagieren ist doch nur menschlich.

MZollie[nxchen


Kinderlosigkeit macht nicht zwingend unglücklich, genauso wenig wie Kinder haben zwingend glücklich macht. Für letzteres kenne ich einige Beispiele.

@ vanillasky03

ic glaube, dass viele leute ohne kinder nicht die geringste ahnung haben, was für eine krasse belastung das ist.

Doch, Ahnung habe ich. Und daher auch keine Kinder. Und kein Neid auf die mit Kindern.

und die kinderlosen kennen den stress, die verzweiflung, die ungeheure anstrengung nicht, die die eltern vollbringen müssen.

Wieso müssen? Sie wollten die Kinder doch. Und wer nicht völlig behämmert ist, weiß doch, was da mit dran hängt. Ich mag es nicht, wenn Mütter sich als Opfer des Mutterseins hinstellen. Sie haben die Entscheidung dafür doch mal freiwillig getroffen. Und da zu erwarten, dass die anderen diese Entscheidung, die mit deren Leben nichts zu tun hat, mittragen, kann schon mal den einen oder anderen Unmut hervorrufen.

@ India_India

Ich denke, in Deiner Situation gibt es nur einen Weg: Die betreffende Kollegin direkt fragen, was sie für ein Problem hat. Alles Spekulieren bringt doch nix. Und Deine Theorie, dass Kinderlosigkeit unglücklich macht, kann ich absolut nicht unterschreiben. (Ich stelle mir da insgeheim die Frage: Hättest du das gern – dass alle neidisch sind?)

Wenn irgendein Kollege oder Kollegin wiederholt fehlt – und dafür kann es viele Gründe geben, wie eigene Krankheit, Krankheit des Partners etc. – ist man halt einfach, bei allem Verständnis für die Situation, irgendwann genervt, wenn dann Arbeit von dem anderen bei einem selbst hängen bleibt, und sei es nur das Telefon, das dann mitbedient werden muss.

g7ato


Noch eine Frage: Du sagst, dass niemand deine Arbeit machen muss. Ist auch niemand auf deine Arbeitsergebnisse angewiesen? Bleibt andere Arbeit liegen, weil von dir kein Input kommt?

IKndLi{a_InWdia


Oha, jetzt beginnt also das "Hacken und Stechen".

[Bezieht sich auf zwischenzeitlich gelöschte Beiträge]

Schade, dass die Diskussion ausartet, also Beleidigungen statt sachlicher Austausch. Ich weiß auch wirklich nicht, ob Arroganz der treffende Ausdruck ist ":/

Von einigen fühle ich mich falsch verstanden bzw wurden meine Aussagen falsch wieder gegeben und falsch interpretiert.

Und dass Kollegen Arbeit übernehmen müssen, wenn ich in Elternzeit gehe (übrigens nicht jahrelang) ist der normale Lauf der Dinge.

CFhan0ce0x07


@ India_India

Um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen:

Mir wurde von den zwei anfeindenen Kolleginnen auch direkt gesagt, dass sie es ziemlich satt haben, dass das gesamte Team auf mich Rücksicht nimmt, nur weil ich schwanger bin und ein Kleinkind zu hause habe. Sie hätten schließlich auch ihre Probleme und fänden es nicht in Ordnung, wenn es sich nur um mich drehe.

Nur letztens kam es zu einer Situation, wo die eine Kollegin Fakten auf den Tisch gebracht hat und das bereits genannte ausgesprochen hat.

Was hast Du eigentlich darauf erwidert? Wie ging das Gespräch weiter und wie wurde es beendet?

BkerndK187


Zum Topic "Macht Kinderlosigkeit unglücklich ???"

Definitiv NEIN!!!

Ich und meine Partnerin können machen was wir wollen,wann und wo wir wollen.

Wir müssen nicht unbedingt früh raus,können spontan lang ausgehen,in Urlaub fahren ohne groß zu planen usw....

MIR fehlt NICHTS!!!!

Mich nervts aber das die Kinderlosen Paare/Singels immer weniger werden im Bekanntenkreis.

Man bekommt dann wenn man mal was fürs Wochenende planen will immer zu hören:

"Kind ist krank,kein Babysitter,wir gehn in den Zoo,Schulfest" usw...

Wir sind bestimmt die Kinderfreundlichsten Nichteltern die man sich vorstellen kann(wir ham auch massig Spielzeug,Fläschen,Notfallwindeln usw..) aber irgendwann nervts halt auch mal.

as.fisxh


@ India_India

Du sagst, Du bedauerst Deine Kolleginnen. Bedauern ist ein Gefühl, das von oben herab verabreicht wird. Damit gibst Du Deinen Kolleginnen mit Sicherheit kein gutes Gefühl, vor allem, wenn sie sich tatsächlich Kinder wünschen. Ich weiß nicht, ob Du die Situation retten kannst – wenn, dann nur dadurch, dass Du ein Gespräch anstrebst und nicht darauf wartest, dass sie Dich ansprechen. Und wenn ihr miteinander redet.. bitte, verkneif Dir im Sinne der Deeskalation solche Aussagen wie die, dass Kinderlose niemals die bedingungslose Liebe erfahren können und so.. glaub mir, das würde nicht helfen.

Y!ang<Yin


ich kenne genug mütter die ihr absolutes wunschkind haben und die sind nicht unbedingt glücklich da sie sich "mutterschaft" anders vorgestellt haben.

MJsEisnsam


Und dass Kollegen Arbeit übernehmen müssen, wenn ich in Elternzeit gehe (übrigens nicht jahrelang) ist der normale Lauf der Dinge.

Und dass bei der Einstellung Kolleginnen genervt reagieren dann auch. Und Du wunderst Dich? Wieso kommt keine Schwangerschaftsvertretung?

aGnderps_nqormaxl


Ich kehre auch zu der Startfrage zurück und kann sagen:

JA! Mich macht es sehr unglücklich kinderlos zu sein und es aus gesundheitlichen Gründen wohl auch zu bleiben.

Bin gerade in dem Alter wo ringsrum sehr viele Gleichaltrige schwanger sind, Kinderwägen schieben, nen kleinen Zwerg an der Hand haben.

Ich war letztes Jahr schwanger und habe mein Baby leider verloren. Diese Zeit mit dem Kind im Bauch war eine Bereicherung fürs Leben wie ich es vorher nie für möglich hielt und ich beneide alle die Kinder in die Welt setzen können und es lieben!

Kann nur erahnen wie toll das Leben mit eigenen Kindern sein muss!

NPanXnxi77


Von einigen fühle ich mich falsch verstanden bzw wurden meine Aussagen falsch wieder gegeben und falsch interpretiert.

Ja das kommt vor im Leben. Genau deshalb hab ich meinen Beitrag auch leicht überspitzt geschrieben. Dir den Spielgel vorgehalten wie deine Aussagen hier bei mir ankommen. ;-) Vielleicht bemerkst du selber gar nicht wie du auf die anderen wirkst. Vielleicht verstehen deine Kolleginen auch was falsch oder interpretieren Aussagen von Dir nicht richtig.

Und dass Kollegen Arbeit übernehmen müssen, wenn ich in Elternzeit gehe (übrigens nicht jahrelang) ist der normale Lauf der Dinge.

Ich finde übrigens nicht das sowas der normale Lauf der Dinge ist, das andere ständig deine Arbeit mit machen müßen. Da ist es auch egal ob es sich um Elternzeit oder eine längere Krankheit handelt. Ich empfinde Deine Aussage als sehr herablassend. Egal das Du zu deinem Vergnügen in Elternzeit gehst, da können die anderen ruhig deine Arbeit mitmachen, ist doch völlig normal. %-|

Ich sags nochmal, wenn du bei der Arbeit auch solche Aussagen triffst wundert mich gar nichts!

aKvajnti


Also, wenn während der elternzeit die Kollegen Indias Arbeit machen müssen, kann sie da aber wirklich nichts für. Das ist doch Sache vom AG jemanden einzustellen...

Ypvni7


Es geht ja auch nicht darum wer Schuld hat. Es geht ja darum, Gründe zu finnden, warum die Kolleginnen so abweisennd sind. Ich bin jetzt auch im Mutterschutz. Da das Land (ich bin Beamtin) kein Geld hat und es keine Vertretung für mich gibt, müssen meine Kollegen für mich mitarbeiten. Das ist ein blödes Gefühl :(v . Ich habe auch bis zum letzten Tag geackert, weil ich wusste, dass es sonst meine Kollegen machen müssen. Es ist wirklich schwierig, auf der einen Seite heißt es immer, dass wir Kinder brauchen, aber dann wird es einem als Frau und Mutter oft schwer gemacht, dies mit einem guten Gefühl durchzuziehen.

BOarcrelouneta


Und dass Kollegen Arbeit übernehmen müssen, wenn ich in Elternzeit gehe (übrigens nicht jahrelang) ist der normale Lauf der Dinge.

Das ist es, was ich vorhin gemeint habe. Ich finde es gut und wichtig, dass es heute so etwas wie den Mutterschutz gibt, das ist wirklich eine Errungenschaft unserer Zeit. Aber dass es scheinbar nur eine Umverteilung gibt und keine Vertretung, das ist schon Schade für die Kollegen. Das einfach mit dem Lauf der Dinge, einer Art "Friss oder Stirb", abzutun, finde ich wenig sensibel. Klar ist das nunmal so und du kannst ja auch nichts machen. Aber etwas Verständnis für deren Situation aufzubringen, finde ich nicht zu viel verlangt. Dazu brauchst du nicht Buckeln oder Kuchen bringen, aber Verständnis zu vermitteln, fände ich schon nett. Das ist ein Geben und Nehmen.

KUadh`idya


Ich mache öffentlich (also im Team) keine große Sache daraus, dass das natürlich alles sehr anstrengend wird mit zwei Kindern. Ich fordere das nicht aktiv ein.

Und passiv?

Vielleicht reagierst Du auf Verhaltensweisen von Mitarbeitern, so dass andere Mitarbeiter sich unter Zugzwang fühlen, Dich ebenso umsehend zu behandeln.


Im Übrigen ist Eigen- und Fremdwahrnehmung immer sehr schwieirig zu trennen. Es gab schon diverse Fäden (jetzt mal rein auf dieses Forum bezogen), in denen der Fragesteller irgendwann merkte, dass er durchaus doch auf eine bestimmte Weise rüberkommt.

DU denkst, dass Du nicht fordernd wirkst, oder raushängen lässt, dass Du schwanger bist; oder die anderen nicht spüren lässt, dass Du sie bemitleidest, weil sie die einzig wahre und reine Liebe zwischen Mutter und Kind nicht erleben können...

... aber Du kannst nicht wissen, ob Du nicht doch so rüberkommst. Du strahlst es Deiner Ansicht nach nicht raus oder versuchst extra, es zu verbergen – genauso gut kann es aber sein, dass Du dennoch so rüberkommst.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH