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Glück durch Leid anderer?

ruannd-omixn hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

ich hoffe ich verstoße mit meinem "Problem" hier gegen keine Regeln. Ich bin seit sehr langer Zeit mit meinem Leben sehr unglücklich. Mehrfach habe ich versucht Dinge zu ändern, was aber alles eher schlechter als besser gemacht hat. Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen. Fakt ist: Ich hasse mein Leben, meine Arbeit und alle Menschen um mich herum. Ich merke, dass mich eigentlich fast nichts mehr glücklich macht bis auf das "Leid" anderer Menschen.

Ich denke fast jeden Tag daran anderen Menschen (wahllos egal ob Frau, Mann, Kind, Herkunft – (immerhin bin ich kein Rassist) etc.) massiv physisch zu Schaden (näher kann ich darauf hier nicht eingehen ohne zensiert oder gelöscht zu werden). Bei diesen Gedanken empfinde ich sowas wie freude. Ich weis das hört sich sehr "krank" an aber das ist wie ich mich fühle.

Das einzige was mich davon abhält ist aktuell die Angst vor rechtlichen Konsequenzen bzw. erwischt zu werden und mich dadurch in eine Lage zu bringen in der ich für mich nur noch einen Ausweg sehe. Ich habe vor einiger Zeit auch schon über Suizid nachgedacht, habe aber zuviel Angst davor und verspüre auch nicht den Wunsch zu sterben. Es ist wie oben geschildert mehr das Leiden anderer.

Vor ca. 10 Jahren war ich wegen einer anderen Sache in einer Therapie die mir aber überhaupt nichts gebracht hat, da nur ich alles mögliche erzählen sollte, aber mir keine Hilfe angeboten wurde. Ich hätte genauso gut einer Wand meine Geschichte erzählen können.

Gibt es hier Leute denen es genauso geht/ging? Wie würdet ihr damit umgehen?

Danke &

Grüße

Antworten
fblaQtwhixte


Wie ist es denn wenn du dir vorstellst, dass du jemanden glücklich machst, der unglücklich ist? Hast du dir das schonmal so intensiv vorgestellt wie wenn du jemanden unglücklich machst?

Sichnupopib4uwb


Also was ich glaube viele Leute nachvollziehen können, ist folgendes:

Mir geht es schlecht, ich blicke auf Menschen denen es noch viel schlechter geht -> Und schon geht es mir besser. Vorallem auch, wenn einen selbst etwas belastet und andere Menschen teilen das gleiche Leid, dann lindert das den Schmerz ungemein.

Ich habe auch ein paar Sachen die mich psychisch oft belasten und wenn ich dann Vergleiche mit anderen Menschen anstelle, die diese Probleme nicht haben dann kommt innerliche ein Hass auf (auf diese Leute). Dann schalte ich mein Kopf ein und sage mir, dass die nichts dafür können, dass ich meine Probleme habe. Außerdem weiß ich gar nicht, ob die nicht viel schlimmere haben ":/

Anderen Menschen physisch zu Schaden? Das kann nicht dein Ernst sein :(v . Es bringt dir nichts, selbst wenn es nicht verboten wäre. Die vielleich positiven Gefühle die du in dem Moment hast, werden durch die "natürlich" Schuldgefühle schnell wieder eingeholt. Hast du keine Schuldgefühle, dann steht es schlecht um dich, denn das zeigt deine Seele ist ruiniert.

Selbstmord ja ist eine Alternative, steht jedem frei was er mit seinem Leben macht. Aber generell sollte man dabei im Kopf haben, dass ein Großteil der Selbstmörder wohl aus Affekt heraus handeln und die Zukunft das Leben auch wieder lebenswert machen hätte können. Für mich ist Selbstmord nur eine Alternative, wenn es sonst keine Hoffnung mehr gibt.

rZando;min


Ich habe viele Jahre damit verschwendet andere glücklich zu machen und zu helfen. Am Ende war ich immer der "Idiot" bzw. wurde verraten. Ich möchte niemanden mehr glücklich machen, ich möchte Verzweiflung, Angst und Schmerzen in den Augen von Menschen sehen.

_vTsunaxmi_


Kurze Antwort auf die Fadenfrage:

Glück durch das Leid anderer ist Selbstvernichtung.

reandnom9ixn


@ Schnuppibub

"Mir geht es schlecht, ich blicke auf Menschen denen es noch viel schlechter geht -> Und schon geht es mir besser."

Das ist bei mir etwas anderes. Mich interessiert das Leid anderer nur wenn ich es verursachen kann. Ich möchte der Auslöser sein.

"dass die nichts dafür können, dass ich meine Probleme habe."

Das ist richtig, aber ändert nichts daran was ich tun möchte bzw. an meiner Einstellung.

"Die vielleich positiven Gefühle die du in dem Moment hast, werden durch die "natürlich" Schuldgefühle schnell wieder eingeholt. Hast du keine Schuldgefühle, dann steht es schlecht um dich, denn das zeigt deine Seele ist ruiniert."

Ich habe es noch nicht getan, aber ich glaube nicht, dass ich Schuldgefühle hätte. Vielleicht ist meine "Seele" ruiniert wobei ich nicht gläubig bin und eher von einer Schädigung des Gehirns ausgehen würde. Vielleicht habe ich also eine Schädigung des Gehirns, aber an meinem Bewusstsein ändert das nichts. Bzw. wenn es so wäre würde mir diese Erkenntnis auch nicht wirklich helfen.

"Selbstmord ja ist eine Alternative, steht jedem frei was er mit seinem Leben macht."

Ich bin ehrlich, ich wäre viel zu feige mich selbst zu töten. Ich habe zwar keinen Spaß am Leben, aber da wie oben geschrieben nicht gläubig bin und davon träume in den Himmel zu kommen, habe ich doch Angst vor dem Tod.

_cTysun]aomix_


[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/601624/ Cool bleiben.]] 8-)

fWlaCtwJhite


Mhh, das klingt als hättest du das Gefühl, dein Leben steht auf der Stelle, nichts geht vorwärts, und du hast keine Kontrolle über Geschehnisse, fühlst dich hilflos und überdrüssig, auf gewisse Art auch gelangweilt.

Du möchtest sehen dass dein Handeln irgendwas bewirkt, hab ich das richtig interpretiert?

Wie ist denn deine Situation momentan, dein Leben? Vom Arbeitsleben bis zum Sozialleben wäre wichtig um irgendwie weiteres zu verstehen, eine VOrstellung zu bekommen.

Da brauch man schon mehr die Hintergründe um dir da irgendwie rauszuhelfen, dir neuen Input zu geben.

Finde es übrigens sehr gut, dass du da wenigstens soviel Selbstreflektion besitzt und hier schreibst!

fGlatwhxite


Und wie würdest du dein Leben gerne haben, was fehlt dir damit du glücklich bist?

m`oSlli2


Die Menschen sind doch nicht ständig glücklich,jeder hat ein gewisses Päckchen zu tragen, ich kenne keine Leute die nicht irgendwie immer mal Probleme haben.

Also muß man doch nicht noch draufhauen!!!

Warum magst du dein Leben nicht ???

Ich denke man sollte sich selbst Fragen stellen und diese dann auch beantworten, möglichst alles schriftlich, oftmals ergeben sich dann Lösungen.

r/abn&doxmin


"Wie ist denn deine Situation momentan, dein Leben?"

Wie bereits erwähnt habe ich nichts im Leben was mich glücklich macht. Ich habe einen Job den ich hasse, ich habe um mich herum fast nur Menschen die ich hasse, ich habe keine Beziehung, ich habe keine richtigen Freunde sondern nur "Bekannte". Außerdem noch sehr viel aus meiner Kindheit das nicht "aufgearbeitet" ist. Ok es gibt vllt. doch etwas das mir etwas "Spaß" macht, ich mache seit kurzem Sport allerdings geht das wieder in die Richtung Menschen zu schaden. (eine Art Kampfsport)

"Mhh, das klingt als hättest du das Gefühl, dein Leben steht auf der Stelle, nichts geht vorwärts, und du hast keine Kontrolle über Geschehnisse, fühlst dich hilflos und überdrüssig, auf gewisse Art auch gelangweilt."

Ja, darin erkenne ich mich teilweise wieder.

"Und wie würdest du dein Leben gerne haben, was fehlt dir damit du glücklich bist?"

Die Frage überfordert mich im Augenblick. :(

C]hiQEuitaa


randomin

Ich habe viele Jahre damit verschwendet andere glücklich zu machen und zu helfen. Am Ende war ich immer der "Idiot" bzw. wurde verraten.

In dieser Situation sehe ich mich im Moment auch.

Ich möchte niemanden mehr glücklich machen, ich möchte Verzweiflung, Angst und Schmerzen in den Augen von Menschen sehen.

Ganz so krass ist es jedoch nicht bei mir. Aber ich hab auch ziemlich oft ganz schlimme Gedanken, was ich gerne mal mit wildfremden Leuten anstellen würde. Es aber niemals tun würde. Trotzdem wüsste ich, dass mich die Sachen zum Lachen bringen würden. Mal ein paar Beispiele. Ich würde gerne mal einem Kind das an mir vorbei rennt, ein Beinchen stellen, dass es richtig an mir vorbei schliddert. Wenn jemand gegenüber mir in der Bahn ein Brot oder sonstiges ist, hätte ich richtige Lust im dieses ganz dreist aus der Hand zu schlagen. Hab noch mehr solcher verrückter Gedanken.

Bin ich jetzt ein schlechter Mensch? ;-D

K.lei;o


randomin

Ich möchte niemanden mehr glücklich machen, ich möchte Verzweiflung, Angst und Schmerzen in den Augen von Menschen sehen.

Meiner Meinung nach kann niemand einen anderen glücklich noch unglücklich machen. Es ist schon jeder für sein eigenes Befinden verantwortlich. Jemand, der meint das Glück/Unglück anderer kontrollieren zu können, hat meiner Ansicht nach so gar kein Selbstbewusstsein. Aber natürlich steht es Dir frei, Dein Befinden von anderen abhängig zu machen.

Wie würdet ihr damit umgehen?

Ich würde meine Minderwertigkeitskomplexe mit Hilefe einer Therapie ablegen. Das ist allerdings nicht die Aufgabe des Therapeuten etwas zu ändern. Ändern könntest nur Du etwas.

Cbhi=Quixtaa


Meiner Meinung nach kann niemand einen anderen glücklich noch unglücklich machen.

Das halte ich für Schwachsinn. Hast du dich noch nie beispielsweise über ein Geburtstagsgeschenk gefreut oder darüber, dass dein Chef dir früher frei gibt? Bist du in einer Beziehung zu einem Mann nie glücklich gewesen? ":/

C7hiQubitaa


Oder unglücklich weil etwas schönes sein Ende hatte?

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