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Zittern beim Trinken – soziale Phobie?

Y%rixs hat die Diskussion gestartet


Hab da mal ne komische Frage, weil ich mich durchs WWW habe verunsichern lassen. Seit geraumer Zeit beobachte ich bei mir ein Phänomen, das ich mir nicht so recht erklären kann. Wenn ich in einem Café oder Restaurant sitze und etwas trinken möchte, zum Glas greife, fängt plötzlich meine Hand an zu zittern. Das geht teilweise so weit, dass ich fürchte, das Glas fallen zu lassen, während ich es zum Mund führe. Ich spüre eine richtig körperliche Schwäche, als ob mich plötzlich die Kraft verlässt, sobald ich ein Glas greife.

Nun dachte ich, dass es vielleicht von der HWS kommen könnte, auf jeden Fall sah ich darin eine physische Ursache, denn ANGST oder PANIK oder was auch immer in psychischer Hinsicht, verspürte ich dabei nicht. Habe also gegoogelt und geschaut, was das WWW so ausspuckt zum Thema "Zittern beim Trinken (in der Öffentlichkeit)" und zu meinem Erstaunen geht es fast ausschließlich um das Thema soziale Phobie, Panikattacken etc.

Wenn ich darüber nachdenke, dann ist es in der Tat seltsam, dass es nur beim Trinken in der Öffentlichkeit auftritt und zu Hause nicht. Auch kann ich die Bewegung im Moment gerade wiederholen, ohne dass meine Hand zu zittern beginnt. Bei einer rein körperlichen Ursache müsste das Problem ja eigentlich immer auftreten :-/

Leide ich also womöglich unter einer sozialen Phobie, ohne es zu wissen? ??? :-o Gibt es sowas? Lacht mich bitte nicht aus wegen dieser Frage, finde ich selbst sehr merkwürdig, weil ich bis vor 10 Minuten nicht ansatzweise daran dachte, in der Hinsicht irgendwelche Schwierigkeiten zu haben. Ich fühle mich in den Situationen auch nicht unwohl, gehe gerne in Restaurants und Bars mit Freunden und Bekannten.

Was ist da los?

Antworten
Szheloby T.


Nunja, soweit würde ich nicht gehen.....aber etwas psychisches scheint es schon zu sein ;-)

Bei mir war das so, dass ich auf einem berufl. Meeting war. Ganz neu, das erste Mal.

War ganz schön aufgeregt. Meine Hand hat so gezittert, dass ich mir gar nicht getraut habe Kaffe zu trinken. (Man könnte ja denken ich bin ein Alkoholiker auf Entzug %-| )

Und jetzt ist es so, dass ich in solchen Situationen (zum Glück nur manchmal) daran denke, und prompt kommt das wieder.

Y0r2is


Bei mir war das so, dass ich auf einem berufl. Meeting war. Ganz neu, das erste Mal.

War ganz schön aufgeregt. Meine Hand hat so gezittert, dass ich mir gar nicht getraut habe Kaffe zu trinken.

Wenn es bei mir ein derartiges Schlüsselerlebnis gegeben hätte, würde ich mich auch nicht wundern. Die Situationen sind aber immer total entspannt, ich hatte bisher auch nicht bewusst "Angst vor der Angst", also keine Angst davor, dass ich wieder zittern könnte. Mir ist es auch nicht peinlich, ich finde es nur seltsam, aber nicht irgendwie so, dass ich deshalb rot anlaufen würde oder die Situation meide. Nur einfach seltsam im Sinne von "Hä, woher kommt denn das".

Habe nur gegoogelt, weil ich dachte, es könnte eben eine ernste körperliche Ursache haben (Bandscheibenvorfall) oder so.

AJzuc(enau1


Hallo Yris,

wenn es ein Bandscheibenvorfall wäre, würde dir das auch zu Hause passieren und nicht nur in der Öffentlichkeit.

Vielleicht ist dir das einmal passiert, als du wegen etwas sehr gestresst oder nervös warst und du hast dann beim nächsten "öffentlichen Trinken" gehofft, dass es nicht wieder passieren würde und das hat dich unter Druck gesetzt und seit dem ist es immer so. So ähnlich wie, wenn jemand Angst hat rot zu werden.

Ich hatte das auch aber mir ging es zu der Zeit psychisch schlecht. Mir wurde auch eine Angststörung zu der Zeit diagnostiziert. Ich konnte auch kaum mehr unterschreiben.

LG, Azu :)*

Sgcshlictza~uge6x7


Ich kenne 4 Leute, die das auch haben. Sie wurden wegen der Phobie in einer psychosomatischen Klinik behandelt (und waren dann in der Lage, ohne Zittern in der Öffentlichkeit Getränke zu trinken).

Ein Bandscheibenvorfall würde das nicht auf die Öffentlichkeit beschränken.

Ywrbis


wenn es ein Bandscheibenvorfall wäre, würde dir das auch zu Hause passieren und nicht nur in der Öffentlichkeit.

War ja auch mein Gedanke, bei einem physischen Problem wäre es nicht vom Ort abhängig. Andererseits habe ich überlegt, ob ich in Lokalen aber vielleicht irgendwie anders dasitze, als zu Hause. Muss ich mal testen, indem ich mich möglichst so bewege, wie an einem Tisch im Cafe sitzend.

Vielleicht ist dir das einmal passiert, als du wegen etwas sehr gestresst oder nervös warst und du hast dann beim nächsten "öffentlichen Trinken" gehofft, dass es nicht wieder passieren würde und das hat dich unter Druck gesetzt und seit dem ist es immer so. So ähnlich wie, wenn jemand Angst hat rot zu werden.

Das hat ja Shelby T. auch angesprochen, aber ich kann mich an nichts derartiges erinnern. Es passierte zum ersten Mal in einer sehr entspannten Situation mit Freunden, von Stress oder Nervosität keine Spur. Ich war einfach nur sehr durstig und als ich das Glas ansetzte, zitterte meine Hand. Damals dachte ich, ich sei vielleicht extrem unterzuckert, mehr aber auch nicht. Darüber nachgedacht habe ich erst, als es sich wiederholte, wobei ich auch gar nicht sagen kann, ob es seitdem immer passiert ist, ich glaube nicht :-/

Ich hatte das auch aber mir ging es zu der Zeit psychisch schlecht. Mir wurde auch eine Angststörung zu der Zeit diagnostiziert. Ich konnte auch kaum mehr unterschreiben.

War dir das bewusst? Oder hast du erst durch diese Symptome sozusagen erfahren, dass du eine Angststörung hast? Mich wundert halt, weil ich vor dem Googeln überhaupt keinen Gedanken daran verschwendet habe, dass es etwas mit "Angst" zu tun haben könnte. Ich meine, kann man an einer Angst oder Panikerkrankung leiden, ohne sich dessen bewusst zu sein? ??? Ohne Angst, Panik, Unwohlsein zu verspüren?

Ich finde es ja auch gar nicht weiter schlimm, gehe morgen Abend auch wieder aus und mache mir keine Gedanken, ob ich wieder zittern werde. Ich habe keine Angst "davor", sondern wundere mich nur, wenn es (wieder) passiert, weil ich halt den Grund nicht verstehe.

Y$rixs


Weiß nicht, ob deutlich wird, was ich meine. Wenn ich zu dem Thema im Netz recherchiere, dann geht es darum, Angst vor dem Zittern zu haben, nervös zu sein, besonders wenn es um Geschäftsessen oder besondere Anlässe geht, dass man sich eben "verrückt macht" und so weiter. Das alles ist bei mir jedoch nicht gegeben. Ich hatte bisher keinen Gedanken daran verschwendet, nur jetzt nach dem 5. mal gedacht, hoppla, was ist das denn, nicht dass du was mit der HWS hast, erkundige dich mal. Ich sitze also ganz entspannt mit Freunden und Bekannten da, denke an alles andere, nur nicht ans Zittern oder so, habe keinerlei Angst vor nichts dabei, greife zum Glas und merke, huch, zitterst ja wieder, seltsam. Setze es ab und rede weiter, vergesse es sogar wieder bis zum nächsten Schluck und es ist mir auch nicht peinlich oder so.

SUc>hl\itzaFuge6x7


Auch wenn es entspannt zuging bei Freunden. Die Psyche kann da schon verrückt spielen, weil unbewußt vielleicht allgemein ein Gedanke da ist, der sich vielleicht um Anerkennung dreht, ob man gut genug ist, ob man mitreden kann, ob man gut ankommt usw.

Viele Dinge werden eben getriggert, die aus einer Unsicherheit aus der Kindheit rühren können. Eben weil es unbewußt ist, sieht man erst einmal keinen Zusammenhang.

Das stellt sich erst in einer guten Therapie heraus und dann kann man das natürlich auch behandeln.

Ich würde das erst einmal weiter beobachten. Es gibt überhaupt auch ein homöopathisches Mittel, dass genau bei diesem Symptom helfen kann, ein versierter Homöopath kann das Mittel geben.

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