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Warum mobben Menschen ?

LFiichtJKr?istJalxlxX hat die Diskussion gestartet


Hallo Forum *:)

Ich lese hier derzeit oft nur mit, aber angeregt durch einen anderen Faden, möchte ich an dieser Stelle mal eine Frage in den Raum werfen und zwar :

Warum mobben Menschen eigentlich andere Menschen ?

Paradebeispiel dafür ist natürlich die Schule, es gibt immer die "coole Gang" und die Aussenseiter. Diese werde oft von den Coolen gemobbt, im Sinne von beleidigt, gedemütigt, gehänselt, nicht selten artet es auch in körperliche Gewalt aus.

Auch ich wurde in der Schule oft gemobbt, vor Allem in der 5 – 7 Klasse, damals noch die sogenannte "Orientierungsstufe" . Gründe waren wohl typisch : dick, immer irgendwie anders, zu der Zeit noch sehr schüchtern.

Doch ich verstehe nicht, warum das sein muss. Ich für mich verspüre keinerlei Bedürfnis, einen Menschen wegen körperlicher oder geistiger Schwächen ( was ja auch immer relativ ist) Beschimpfungen an den Kopf zu werfen, ihn deswegen zu schlagen oder zu meiden.

Oft spielt wohl ein sogenannter Gruppenzwang eine Rolle.

Dennoch würde ich gerne mal den tieferen Sinn dahinter verstehen – wenn es den überhaupt gibt.

Ich würde mich freuen, wenn sich auf der Suche nach dieser Antwort nicht nur gemobbte Leute melden ( aber die natürlich auch gerne @:) ) sondern es wäre auch toll, wenn sich Menschen melden, die selbst gemobbt haben und berichten würden, warum sie es gemacht haben, was sie dabei fühlten, etc.

Freue mich auf regen Austausch @:)

LG

Lichti

Antworten
Hua'pp8y B`ananna


Also zu meiner Schulzeit (95-2005) gab es ab und an mal ein bissel lecihtes mobben, aber nie wirklich schlimm. Und es war auch nie so das es immer nur eine Gruppe gab und der Rest waren dann Außenseiter. Irgendwie war jeder mal dran mit gemobbt werden auch die "Coolen". Auch in meiner Ausbildung gab es keinerlei Mobbing-Probleme. Nur in so einem Vorbereitungsjahr wo ich auch mal war wurde gemobbt vom Feinsten. Da wurde dann aber ne Klassenkonferenz abgehalten und die Hauptmobberin vor der kompletten Klasse bloß gestellt. War nicht die schönste Art, aber sie hatte verstanden was sie getan hat.

Was heute bei den Mobbern abgeht verstehe ich nicht. Das ist jedenfalls nicht mehr normal.

A{qua;lixa


gab es ab und an mal ein bissel lecihtes mobben, aber nie wirklich schlimm. Und es war auch nie so das es immer nur eine Gruppe gab und der Rest waren dann Außenseiter.

Das war laut Definition kein Mobben!

L\iZchtKr}istaNlJlxxX


Meine übrigens diesen Faden :

[[http://www.med1.de/Forum/Erziehung/625923/]]

RReneezssAance


Meine kurze Antwort wäre, um sich – auf sehr fiese Weise – anderen überlegen zu fühlen.

Mrartihenc)hen


Hmmmm...ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es schon eine Handvoll Menschen gibt, denen ich mich richtig abgeneigt fühle. Die mich kribbelig und aggressiv machen und deren Gegenwart ich einfach nicht aushalte. Vielleicht sind solche Leute wie ich dann diejenigen, die als Kinder den Anführer einer Mobbergguppe stellen. Als Kind ist man noch so ungefiltert und begreift gar nicht, dass man dem "Opfer" damit wirklich schadet. Wenn man dann sieht, dass andere Kinder das auch noch lustig finden, haut man erst recht auf den Putz. Dann gibt es Leute, die ihr eigenes Standing daraus ziehen, andere fertig zu machen. Ein Kind, das eigentlich nicht besonders selbstbewusst ist, Angst vor Ausgrenzung hat, merkt, dass es aber die Lacher auf seiner Seite hat, wenn es Witze über ein "Opferkind" macht, und so endlich die Anerkennung der Gruppe bekommt, die es sich immer gewünscht hat. Und dann eben der Haufen Mitläufer, der Angst davor hat, zu den Außenseitern zu gehören und weiß, dass die Stimmung jederzeit zum eigenen Nachteil kippen kann und deshalb fleißig mitmobbt, um innerhalb der Mobbergruppe die eigene soziale Stellung zu festigen. Hmmm...

am.fisxh


Aus der verlinkten Publikation:

"Neben der Gruppe der aktiven Täter gibt es Schüler, die bei Gewalttätigkeiten mitmachen, selbst jedoch nicht die Initiative ergreifen. Sie können als "Mitläufer" bezeichnet werden.

Hier stellt sich die Frage, warum andere Schüler nicht spontan dem Opfer zu Hilfe eilen, sondern sich sogar auf die Seite der Täter stellen. Die Studienergebnisse zeigen: Auch wenn Gewalttäter grundsätzlich nur durchschnittlich oder unterdurchschnittlich beliebt sind, so sind sie doch immer noch beliebter als Gewaltopfer!

Schüler unterstützen lieber den vermeintlich erfolgreichen Täter, als das Risiko einzugehen, mit dem Opfer auf der Verliererseite zu stehen. Das gilt jedenfalls solange, wie Erwachsene (z. B. Lehrer) und die Mehrheit sich dem Opfer gegenüber passiv verhalten und das aggressive Verhalten des Täters dulden oder wegsehen."

Ich würde also sagen: weil einige wenige Menschen asozial sind und recht viele Menschen aoszial sind, wenn es ihnen zum Vorteil gereicht. Oder ist man im Grunde wieder sozial, wenn man sich einer Gruppe anschließt?

_=Tsuknhamix_


Meine kurze Antwort wäre, um sich – auf sehr fiese Weise – anderen überlegen zu fühlen.

Stimmt. Auch wenn sich "Mobber" oftmals nicht darüber bewusst sind, geht es um Stärke und Schwäche, und letzten Endes um die eigene Angst und Unzulänglichkeit.

RdenewessaJnce


Auch wenn sich "Mobber" oftmals nicht darüber bewusst sind, geht es um Stärke und Schwäche, und letzten Endes um die eigene Angst und Unzulänglichkeit.

Gut beobachtet, Tsunami.

guw}endodlynxn


und so endlich die Anerkennung der Gruppe bekommt,

Das betrifft aber wiederum auch nur Menschen, denen es wichtig ist, von irgeiner Gruppe anerkannt zu werden.

Mir war das schon immer egal, auch als Kind. Damals gab es auch eine Situation in der Schule, ich war eine der wenigen, die nicht mitgemacht haben beim Mobben - weil es erstens gegen meine Natur war, zweitens war mir die Gruppe egal.

Und aus den Opfern hab ich mir damals eigentlich noch noch nicht mal was gemacht - die waren mir genauso egal wie die Mobber. Zum Mitmachen war ich mir aber trotzdem zu schade.

g:wenSdoolynxn


Und warum Mobber sowas tun: Als Antwort fällt mir persönlich nur ein, dass es A........ :-X aäh arme Würstchen sind.

Mzartixenchen


@ gwendolynn

und so endlich die Anerkennung der Gruppe bekommt,

Das betrifft aber wiederum auch nur Menschen, denen es wichtig ist, von irgeiner Gruppe anerkannt zu werden.

Mir war das schon immer egal [..]

Ja klar. Du hast mein Zitat ja auch aus dem Zusammenhang gerissen. Ich hatte geschrieben:

Ein Kind, das eigentlich nicht besonders selbstbewusst ist, Angst vor Ausgrenzung hat, merkt, dass es aber die Lacher auf seiner Seite hat, wenn es Witze über ein "Opferkind" macht, und so endlich die Anerkennung der Gruppe bekommt,

Es geht in meinem Beispiel also gerade nicht um Menschen, denen es nicht wichtig ist, von einer Gruppe anerkannt zu werden.

g*wend;oOlynn


@ Martienchen

Also ich finde an deiner Aussage jetzt gar nichts Widersprüchliches

Ich schrieb

Das betrifft aber wiederum auch nur Menschen, denen es wichtig ist, von irgeiner Gruppe anerkannt zu werden.

Du schriebst

Es geht in meinem Beispiel also gerade nicht um Menschen, denen es nicht wichtig ist, von einer Gruppe anerkannt zu werden.

So what? Meinen wir doch dasselbe: Wenn es nicht um Menschen geht, denen es nicht wichtig ist, von einer Gruppe anerkannt zu werden, geht es doch um Menschen, denen es wichtig ist, von einer Gruppe anerkannt zu werden.

Und ich bin nicht der Meinung, dass das was mit Selbstbewusstsein zu tun hat, Selbstbewusstsein hatte ich als Kind überhaupt nicht, das kam erst als Teenager. Gemobbt hab ich aber auch dann nicht.

MDartZiencxhen


Nein, wir meinen dasselbe. Ich war ja nur erstaunt, dass Du mein Zitat verhackstückt hast, um dann quasi mit korrigierendem Unterton zu sagen: "Das gilt aber nur für" ... Aber is ja auch egal. *:)

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