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Verkümmern Begabung und Intelligenz durch Faulheit ?

sl0l<rac hat die Diskussion gestartet


Ich bin oder war zumindest mal mit einem IQ von 144 hochbegabt und leide unter ADS. Ich hatte in meiner etwas früheren Kindheit einen unstillbaren Wissensdurst, und informierte mich stehts in meiner Freizeit über wissenschaftliche Themen und lernte Sprachen einfach aus Spaß, oder dachte mir Theorien aus und komponierte beispielsweise Klavierstücke und malte aber auch gerne, was mir alles äußerst leicht viel. Mittlerweile bin Ich 16 Jahre alt und extrem Faul. Mir ist seit einiger Zeit die Wissenslust komplett ausgegangen, ich sitze ziemlich häufig (fast den ganzen Tag) vor dem PC und beschäftige mich nur noch mit langweiligen, belanglosen Themen. Zudem lassen meine Noten seit Ich vor einem Jahr von meinem halbjährigen Auslandsaufenthalt zurrückkam immer mehr nach und meine Faulheit nimmt kontinuirlich zu, was ich mir hauptsächlich bei diesem Aufenthalt angewöhnte. Ich habe das Gefühl, dass meine Denkleistung unwiederkehrbar immer weiter nachlässt und meine Begabungen nun während der Pubertät verkümmern, da sie nicht genutzt werden. Zu dem war ich in letzter zeit viel mit Freunden (regelmässig) unterwegs und habe exzessiv Alkohol konsumiert. Spielt das alles eine große Rolle? Sind die Schäden reperabel, werde Ich meine Denkleistung regenerieren können ? Wie stark verkümmern nicht geförderte Talente ? Ich leide seid Ich klein bin unter Depressionen, welche mir auch diese Angst vor dem Verblöden einflösst, und weshalb Ich meines erachtens auch eine Blockade habe überhaupt etwas dagegen zu unternehmen und wieder Wissenschaftliche Texte zu lesen oder etwas für die Schule zu tun. Jedes mal wenn ich versuche etwas dergleichen zu tun, verfalle Ich wieder in jene Angst was alles verkümmert sein könnte, und unwiederkehrbar verschollen ist oder dabei ist zu verkümmern. Sorry, dass Ich euch so vollabere, aber Ich würde mich rein gefühlsmässig am liebsten vor den nächsten LKW werfen, was ich zum Glück nicht tuhe. Aber Ich habe innerlich solche Angst. Meine Frage an euch ist, wie viel kann man an Begabung durch nichts Tun verlieren? Was kann Ich tun um meinen IQ nicht sinken zu lassen? Wie stark kann mein IQ gesunken sein und kann Ich ihn wieder herstellen, durch beispielsweise Denkübungen? Und wie soll das mit meinen Depressionen weitergehen. Ich will nicht mehr. Ich weiss nicht mehr weiter. Ich versuche etwas zu Wollen, zu dem mir komplett die Motivation fehlt. Wo nehme Ich Motivation her? Wie kann ich mich auf etwas Konzentrieren ? HILFE

mfg

(entschuldigung für die vielen doppel-s anstelle von ß und all die fielen Kleinschreibfehler)

Antworten
sC0 lraxc


und vorallem "fiel" :|N

F7ritxzP


Also die Frage ist natürlich erstmal mit was für einer Intelligenz du dich befasst. Intelligenztest die einen IQ ausgeben unterscheiden teilweise zwischen fluider und kristalliner Intelligenz, müsstest schreiben welchen du gemacht hast und insbesondere ob er auch von einem Experten durchgeführt wurde.

Die fluide Intelligenz ist nach Definition eher die, die durch die Gene vorgegeben ist. Sie beschreibt die Fähigkeit sich mit unbekannten Dingen zu befassen (z. B. ein kniffliges Rätsel oder Matrizenaufgaben, falls du die noch aus deinem IQ-Test kennen solltest). Die fluide Intelligenz nimmt im Alter immer weiter ab, was später durch Training verlangsamt werden kann.

Die kristalline Intelligenz ist allgemein formuliert das Weltwissen, also alles was du dir über die Jahre hinweg aneignest. Ich denke das ist für dich eher der springende Punkt.

Ich persönlich habe auch das Gefühl mich im Gegensatz zu meinem Umfeld eher wenig zu informieren und stattdessen oftmals meine Zeit im Internet zu vergeuden. Was immer hilft ist sonst aktiv zu werden, z. B. durch Sport, dadurch kann ich meine Motivation oft wiederfinden und mich hinsetzen, um für mein Studium zu lernen.

Bei vielen helfen auch Pläne (bei mir überhaupt nicht), also vielleicht einfach mal einen Lernplan aufstellen und versuchen sich an den zu halten. Ist allerdings immer schwer falls keine Kontrolle/Belohnungen/Strafen folgen.

Deine bereits erlernten Talente werden vielleicht zunächst schlechter (Beispiel: Klavier), aber wenn du dich wieder ausgiebig damit befasst sollte es klappen.

Alkohol hat natürlich auch einen Einfluss, allerdings müsste der Konsum über einen langen Zeitraum hinweg stattfinden, interessant wäre hier auch was/wieviel/und wie häufig du trinkst.

Das wichtigste zum Schluss: du schreibst von Depressionen und

Ich würde mich rein gefühlsmässig am liebsten vor den nächsten LKW werfen, was ich zum Glück nicht tuhe.

Das hört sich sehr bedrohlich an. Nimmst du psychologische Betreuung in Anspruch? Sonst würde ich dir aufs Wärmste empfehlen dich Mal bei einem Therapeuten oder einer Ambulanz zu melden.

Liebe Grüße,

Fritz

s|0/lraxc


Erstmal danke für deine schnelle Antwort, Ich habe auf dem Gebiet nur sehr wenig über Internetrecherchen herausfinden können.

Dass man zwischen diesen zwei Arten von Intelligenz unterscheidet war mir bisher unbekannt :-) . Als ich 6 war wurde meine fluide Intelligenz getestet. Ich habe das gefühl, dass beides nachgelassen hat. Fluide und Kristalline. Wobei ich mir eher Sorgen um meine Fluide mache :{ Für meine Kristalline, werde Ich nun versuchen wieder anzufangen mehr wissenschaftliche Bücher und Zeitschrieften zu lesen und weniger vor dem PC zu verbringen.

Was die Motivation angeht: Das mit dem Sport werde Ich mal ausprobieren, Ich spiele zwar ab und zu mal Tennis und gehe ins Fitness Center, aber wahrscheinlich ist das nicht genug (und nicht genug an der frischen Luft). Ich habe auch etwas über chinesische Qigong-Übungen gelesen, mittels welcher Ich angeblich auch meine Motivation stärken und erzeugen kann. Hilft sowas wirklich ? Und ist es deiner Meinung nach mögloch auch seine Fluide Intelligenz wieder zu Regenerieren, soweit diese nachgelassen hat ?

Was die Gefahr, dass Ich Selbstmord begehe anbelangt, denke ich dass diese momentan zumindest noch ziemlich gering ist, da Ich meinen nahestenden Mitmenschen auf keinen Fall so etwas antuhen würde. Die Depressionen sind zwar übel zu ertragen, fallen aber in sozialem Umfeld schwächer aus als wenn ich alleine bin. Ich habe früher in der Grundschule bereits eine Therapie gegen meine Depressionen durchlaufen, diese zeigte aber kaum erfolg. Ich habe mich eigentlich fast schon dran gewöhnt und habe gelernt es größtenteils zu ignorieren (größtenteils). Hoffentlich wird es nicht irgendwann mal doch zu viel ...

Zum Alkohol: Ich habe in etwa die letzten 5 – 6 Monate fast jedes Wochenende ( Freitag und/oder Samstag ) in etwa umgerechnet 3 – 6 Bier (0,5 l) konsumiert. Habe aber seit einiger zeit den Konsum runtergeschraubt ( etwa 1 Monat ).

lg

s0lraC

F4r0itzP


Was solche Techniken wie die Qigong-Übungen anbetrifft solltest du ruhig experimentierfreudig sein. Wie gesagt wenn es um Motivation geht musst du für dich selbst ein Mittel finden, da hat jeder seine eigenen vorlieben (auch schon von vielen gehört das Yoga oder Meditationsübungen ihnen helfen ihre Konzentration und Motivation wieder zu erlangen).

Deine fluide Intelligenz sollte eigentlich nicht direkt beeinträchtigt sein. Habe leider weniger Ahnung von den psychiatrischen, direkt das Hirn betreffenden Auswirkungen von Depressionen. Dein Alkoholkonsum erscheint mir nicht sonderlich bedenklich, ich denke da gibt es in deinem Alter viele, die sich weitaus mehr und auch hochprozentiges reinpfeiffen.

Hab auf keinenfall Scheu dir gegebenenfalls dennoch psychologische Hilfe einzuholen. Ich kann verstehen, dass du durch deine erste, wenig erfolgreiche Therapie nicht unbedingt begeistert davon bist, aber sonst vielleicht eine andere Therapieform ausprobieren (es gibt tiefenpsychologisch fundierte Therapie, (Kognitive) Verhaltenstherapie und Psychoanalyse. Da findet man auch einigermaßen viele Informationen im Internet zu). Man geht ja nicht nur in Therapie wenn man akut Suizitgefährdet ist. Leider ist die Psychotherapie, ich denke auch besonders in deinem Alter, noch nicht so akzeptiert wie sie es seien sollte. Auf jedenfall schön zu lesen, dass du ein gesundes soziales Umfeld zu haben scheinst.

Tiefpunkte werden immer wieder im Leben kommen, das lässt sich nicht vermeiden. Ob nun bedingt durch Schule/Freundeskreis/Familie oder sonstiges. Ich kann mich nur nochmal wiederholen: Scheue dich gegebenenfalls nicht davor dir Hilfe zu suchen.

Liebe Grüße,

Fritz

sK0lrxac


danke nochmal :)^

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