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Wie komm ich aus der Messie-Falle?

C5orneZlia5x9


Wahrscheinlich gehst du relativ planlos an die Sache heran, mal an der Stelle und mal an einer anderen. Nimm dir ein Zimmer vor, nur eines, und ignoriere erstmal die anderen. Und dann mach es so, wie Niobe30 es empfohlen hat, 2-3 Müllsäcke pro Tag, und immer nur eine bestimmte Ecke vorknöpfen, bis die frei ist, egal, wie lange das dauert. Die Müllsäcke sammelst du, bis das nächste Mal die Müllabfuhr kommt und stellst sie dann alle auf einmal raus. Wenn du mit dem ersten Zimmer fertig bist, nimm dir das nächste vor.

Eventuell kannst du nach einiger Zeit auch einfach mal den örtlichen Sperrmüllservice bestellen und dann größere Teile rausstellen, sobald du etwas mehr Luft in deiner Wohnung hast.

Lneben Fim Mülxl


Über die Gründe habe ich schon relativ viel geschrieben, das sollte ausreichen. Und nein, es sind keine Ausreden. Ich bitte um Verständnis, dass ich dies meinen Freunden nicht zumuten kann und will. Container und entsprechende Entrümpelungsdienste sind wirklich viel zu teuer, da habe ich mich informiert, mit meinem Gehalt kann ich mir das nicht leisten.

Eine Therapie lehne ich ab, weil sich in meinem Leben viel geändert hat. Die depressiven Phasen, den Trauer- und Trennungsschmerz und die daraus resultierende Antriebslosigkeit habe ich mittlerweile überwunden.

Jeden Tag einen Müllsack? Ja klar, das hört sich in der Theorie gut an. Ihr macht euch wahrscheinlich kein Bild vom Ausmaß des Ganzen. Damit die Müllabfur die Säcke überhaupt mitnimmt, muss das alles sortiert sein. Was aber zum großen Teil rein durch die Struktur des Mülls nicht möglich ist. Ich hab das bereits versucht. Dann bleiben die Säcke bzw. die Tonne ungeleert mit einem Vermerk dran, dass der Müll getrennt sein muss.

Und nein, das sind keine Ausreden, sondern Gründe. Ausreden zeichnen sich dadurch aus, dass es Lügen sind, vorgeschobene Dinge, die nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Ich habe hier nur Fakten und wahre Gründe auf den Tisch gelegt. Ich verbitte mir diese Unterstellungen.

Ich glaube auch, dass es bei mir weniger in Richtung Sammelmessie geht, eher in Richtung Vermüllungssyndrom. Deswegen habe ich auch kein Problem mit dem Wegwerfen als solches.

Der Wille zur Veränderung ist da. An den Strukturen arbeite ich. Was ich brauche, ist tatkräftige Hilfe und Beratung. Was ich hier will, ist Erfahrungsaustausch und hilfreiche Stellen. Was mir herzlich wenig bringt, sind Sachen wie "mach ne Therapie" oder "räum doch jeden Tag ein wenig weg". Mein größtes Problem neben der reinen Müllmasse, die ich kaum allein bewältigen kann, sind Angst und Scham.

Ich werde mich mit dem sozialpsychiatrischen Dienst in Verbindung setzen. Beim Gesundheitsamt ist der angegliedert? Weiß jemand, ob man dort die erste Anfrage anonym stellen kann? Weil ich möchte zuerst abklären, wie die vorgehen. Bei der Diakonie bin ich skeptisch, da das eine kirchliche Einrichtung ist. Zur Kirche habe ich ein etwas angespanntes Verhältnis...

Bitte beachtet bei euren Antworten den kursiv geschriebenen Text. Ich wäre euch dankbar dafür. Und sorry, dass es schon wieder so lang geworden ist. Aber ich glaube, das musste gesagt werden.

Ngio9be3x0


Damit die Müllabfur die Säcke überhaupt mitnimmt, muss das alles sortiert sein. Was aber zum großen Teil rein durch die Struktur des Mülls nicht möglich ist.

Hä? Unsere Müllabfuhr kontrolliert den Inhalt der Müllsäcke nicht. Welche Struktur hat denn dein Müll?

wJhite 7magic


Du könntest auch beim ROTEN KReuz anfragen. Die haben auch diverse Stellen die Hilfe anbieten.

Ansonsten könntest du auch dich an die diversen einschlägigen Fernsehsender wenden, die solche Aktionen durchführen.

Wenn du NUR Hilfe beim Entrümpeln brauchst, wirst du ohne Geld nicht wirklich weit kommen. Evtl. vielleicht auch in einem Zeitungsblatt um Hilfe bitten. Aber auch das wäre öffentlich.

Oder du gehst selbst zu einem Entrümpelungsdienst und fragst nach Ratenzahlung oder um einen Rabatt da es sich bei dir ja um eine Extremsituation handelt.

L*ebenk im Mxüll


Bei uns wird ganz pingelig auf die Trennung geachtet. Das Entsorgungsunternehmen kontrolliert in unserer Region wirklich den Inhalt. Wenn die auf den ersten Blick sehen, dass was falsches im entsprechenden Behälter ist, hängen sie einen Zettel dran und nehmen ihn nicht mit.

Der "Bodensatz" ist halt ein "Sumpf" aus Papier, Verpackungen, ab und an ein heruntergefallenes Kleidungsstück, das mittlerweile unbrauchbar ist sowie Katzenexkremente. Das ist in meinen Augen das Schlimmste und verursacht die meiste Scham. Bitte keine Vorwürfe, ich weiß, wie schlimm das ist. Für Restmüll zu viell Papier und Plastik, für die anderen Müllarten lassen sich die Wertstoffe zu schlecht vom Restmüll trennen.

ag.fixsh


Ich werde mich mit dem sozialpsychiatrischen Dienst in Verbindung setzen.

:)^ Anonym weiß ich nicht, aber wenn Du da anrufst, werden sie schon nicht einfach auflegen, nur weil Du Deinen Namen nicht sagst.

Hä? Unsere Müllabfuhr kontrolliert den Inhalt der Müllsäcke nicht.

Schätz Dich glücklich. Unsere Müllabfuhr hier pupt auch ständig rum, wenn ihnen der Inhalt der Tonnen komisch vorkommt. %-| Lose Säcke werden aufgrund irgendeines Abrechnungssystems gar nicht mitgenommen.

Container kosten schweineviel Geld, vor allem, wenn man gemischten Abfall hat. Einzelne für Elektroschrott, Bauschrott etc. gibts günstiger (D.h. immer noch niedriger dreistelliger Betrag).

Wollte ich nur mal geschrieben haben, bevor noch weitere Vorwürfe kommen.

az.fi>sxh


Ansonsten könntest du auch dich an die diversen einschlägigen Fernsehsender wenden, die solche Aktionen durchführen.

Ich nehmen nicht an, dass Du, Leben im Müll, das in Betracht ziehst, aber wenn doch: tus nicht! Diese Sendungen sind auf Unterhaltung durch Bloßstellung ausgelegt und nicht auf Hilfe.

aY.fdis{h


Darf ich fragen, wie es Deinen Katzen sonst so geht?

(und sorry für den Dreifach-Post)

N<iobxe30


Schätz Dich glücklich. Unsere Müllabfuhr hier pupt auch ständig rum, wenn ihnen der Inhalt der Tonnen komisch vorkommt. %-| Lose Säcke werden aufgrund irgendeines Abrechnungssystems gar nicht mitgenommen.

Echt! Ich seh die immer auf dem Weg zur Arbeit und da hat noch nie jemand einen Blick in die Tonne geworfen. Der Inhalt besteht ausschließlich aus losen Säcken. Wie soll Müll auch sonst in die Tonne befördert werden?

Dann ist es wirklich ein Problem und du musst wohl doch Geld investieren um den Müll zu entsorgen.

NRiovbex30


Wie muss der Müll denn aufbereitet sein um mitgenommen zu werden?

Njicksma*ma


Gerne würde ich dir helfen, aber es ist nicht einfach.

Den Müll möchtest/kannst du nicht beseitigen. Eine Firma zu beauftragen kostet zuviel Geld. Freunde/Verwandte dürfen auch nicht helfen.

Eine Therapie lehnst du auch ab.

Was bleibt da noch? ":/

Fange doch so an, dass du die alten Kleidungsstücke in die graue Tonne wirfst, ebenso die Katzen..., Papier und Verpackungen in die grüne Tonne bzw. gelben Sack.

Eine Bekannte hatte auch so ein Problem wie du. Zusammen haben wir es angepackt.

An einem Tag alles für die grüne Tonne, am nächsten Tag war der gelbe Sack dran usw. So war alles gleich sortiert. Natürlich dauert es lange, aber jeden Tag wird es besser.

Wende dich mal an die Caritas, ob diese dir weiterhelfen können. Sie haben auch einen sozialpsychatrischen Dienst. Kannst du fremde Personen in die Wohnung lassen?

aa.fYixsh


Der Inhalt besteht ausschließlich aus losen Säcken. Wie soll Müll auch sonst in die Tonne befördert werden?

Nee, ich meinte, lose Säcke, die man neben die Tonne stellt. Ich nehme mal an, dass Leben im Müll ja auch "normalen" Hausmüll hat, der Platz in der Tonne beansprucht. Da kriegt man dann u.U. nicht mehr viel Restmüll dazu.

Ich kenn das Problem, weil wir vor einiger Zeit einen Haushalt ausgemistet haben und uns auch dachten: Ach, das entsorgen wir ganz locker Stück für Stück über die Restmülltonne. Pustekuchen, das hätte ewig gedauert und ich nehme an, da ging es um weniger Mengen als bei Leben im Müll.

Wie muss der Müll denn aufbereitet sein um mitgenommen zu werden?

Nicht zu schwer, nicht komisch riechend, darf nix aus der Tonne ragen – was weiß ich, was die noch für Probleme haben.

HGypatxia


Ich versuche zusammenzufassen:

* Du lebst in einem Haus, das zugemüllt ist und in dem Arbeiten gemacht werden müssten.

* Aus finanziellen Gründen kannst du das Haus nicht entrümpeln und in Stand setzen.

* Das Haus gehört dir.

* Du hast seit 4 Jahren einen Freund, den du öfter besuchst.

Fragen und Vorschläge:

* Du bist Besitzerin eines Hauses, so ganz mittellos bist du also auch nicht. Möchtest du in diesem Haus bleiben? Hängst du so stark an dem Haus, dass du es behalten möchtest?

* Gibt es vielleicht Pläne, mit deinem Freund zusammenzuziehen?

* Könnte die Lösung vielleicht so aussehen, dass du dir im Hinblick eines Neuanfangs das nötige Geld leihst, um alles in Ordnung zu bringen?

* Für den Neuanfang wären verschiedene Szenarien möglich:

- du verkaufst das Haus und ziehst zu deinem Freund (bzw. mit ihm in eine andere Wohnung);

- dein Freund zieht zu dir in das renovierte Haus: mit seiner Miete kannst du den Kredit abbezahlen.

RKeneesDsaxnce


Gerne würde ich dir helfen, aber es ist nicht einfach.

Den Müll möchtest/kannst du nicht beseitigen. Eine Firma zu beauftragen kostet zuviel Geld. Freunde/Verwandte dürfen auch nicht helfen.

Eine Therapie lehnst du auch ab.

Was bleibt da noch?

Du brauchst mindestens eine – möglichst erfahrene! – Person, die Dir es mit Dir gemeinsam anpackt. Die richtige Adresse wäre eine Messie-Selbsthilfegruppe; die gibt es schon in vielen Orten, und die Mitglieder helfen sich gegenseitig.

Fange doch so an, dass du die alten Kleidungsstücke in die graue Tonne wirfst, ebenso die Katzen...,

Oha! ":/ Ich hoffe, nur ein Verschreiber ... ]:D

K/aqraqtelaxdy


Fange doch so an, dass du die alten Kleidungsstücke in die graue Tonne wirfst, ebenso die Katzen...,

Ich war auch ernsthaft irritiert. Ich glaube, sie meint wegen der ... die Katzenscheiße, wenn ich das mal so aussprechen darf ;-)

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