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Mein Therapeut stellt mich als komplett soz. inkompetent hin...

Abprikowsen,maKrmeladxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie ja manche von euch wissen, bin ich bei meinem Nebenjob (Riesen-Discounter) wegen ein paar Gründen rausgeflogen (z.B. wegen Kassenfehlern) und ich schilderte meinem Therapeuten das heute mal.

Er tut jetzt irgendwie so, als ob ich mich überall "unangepasst" verhalten würde und somit das negative Licht auf mich lenke. (dass das nicht mal in sozialen Situationen passiert, will ich gar nicht bestreiten; aber beim Discounter war das ja schon noch mal ne andere Schiene).

Für die, die das nicht weiter mitbekommen haben: die eine Chefin mochte mich nicht und hat sich das auch anmerken lassen, wohingegen die beiden anderen Chefs mir sehr wohlgesinnt waren. Tja, dann sind mir 3 Fehler unterlaufen und es haben mich noch Kollegen wegen einer Sache denunziert und ein Kunde hat wg einer Sache "übertrieben" und prompt habe ich die Kündigung bekommen.

Aber ich war bei denen weder renitent, noch habe ich Kritik angesprochen, noch bin ich bei den Kunden unfreundlich gewesen usw. Bei der Fortbildung für Kundenfreundlichkeit und soziales Verhalten hatte ich sogar volle Punktzahl und habe so auch alles umgesetzt.

Es kamen dann leider dennoch Situationen, denen ich nicht gewachsen war, denn ich habe diese Tätigkeit vorher nie verrichtet und war wohl auch etwas hilflos. Deshalb habe ich Kollegen oder auch die Chefs dann auch gefragt. Es wurde ja vorher auch von Seiten der Chefs erwähnt, dass ich bei Unstimmigkeiten Rücksprache halten solle. Haben alle anderen Kollegen, die ich erlebt habe, auch gemacht. Da braucht ja schon die EAN-Nr. zu fehlen und man muss nachfragen.

Jedenfalls bezieht sich mein Therapeut bei seinem Urteil auf meine Begrüßungsfloskel von heute Morgen. Ich habe nur mal "huhu" zu ihm gesagt, da er normalerweise über Humor verfügt. Er sagt ja an sich selbst, dass ihn diese Begrüßung nicht störe, nur abstrahiert er das auf andere Sítuationen. Mir würde niemals einfallen, so etwas auf Arbeit zu sagen oder wenn dann höchstens um jemandes Aufmerksamkeit kurz zu bekommen; aber das mache ich dann auch i.d.R. anders. Zum unaufmerksamen Schüler mal "huhu" zu sagen, finde ich nicht weiter schlimm...

Also ich habe auch gesagt, dass ich mit Floskeln oder Gepflogenheiten auf der Arbeit keine Probleme hatte bisher.

Was ich eher kritisch sehe, ist die Tatsache, dass ich eben öfter mal gesundheitliche Probleme habe und man das durchaus merken kann. --- oder weil ich eben auch des Öfteren zum Arzt schon gehen musste. In dem Zusammenhang habe ich den Fehler begangen, Leuten zu viel über Krankheiten zu erzählen. Habe ich mir im realen Miteinander abgewöhnt.

Aber mein Therapeut hat sich das überhaupt nicht weiter angehört. Die anderen beiden Chefs wollten mich doch gar nicht raus haben; sondern das war ja bloß die eine, die aber eben noch mehr zu sagen hatte.

Ich finde das einfach daneben, mich jetzt komplett als sozial inkompetent oder als zwanghaft "alle müssen mich akzeptieren" hinzustellen. Der Tatsache dass einen nicht alle toll finden, bin ich mir bewusst... und ich bin mir auch im Klaren darüber, dass die Tätigkeit für mich nicht langfristig was gewesen wäre.

Nee, er hat dann wirklich gemeint, dass ich mir soziale Handlungsräume jederzeit erschließen könnte und wenn es bloß beim Einkaufen wäre --- ähm... oberflächlich betrachtet haben ja die Leute erst mal keine Probleme mit mir. Die hatten auch beim Discounter mit meiner sozialen Kompetenz kein arges Problem. Wie gesagt, die fanden mich doch herausragend in der Hinsicht. Nur sind mir bei der Kasse paar dumme Sachen passiert und auch mit einigen prozeduralen Angelegenheiten. Die Chefin kam doch gleich bei mir an: "Mehr als 1 Fehler pro Monat und Sie fliegen!"

Darüber hinaus meinte mein Therapeut, dass ich durchs Referendariat fliege, wenn ich weiterhin mich so "unangepasst" verhalte. Das würde mir von meinen bisherigen Mentoren so keiner bestätigen, bis auf ein einziges Mal, wo das aber an der Gesundheitskomponente lag und die auch bissl diskriminierendes Zeug dazu gemeint haben; weswegen ich aber auch Arzttermine immer außerhalb von Job-Terminen jetzt habe.

Er kann sich das anscheinend nicht vorstellen, dass es bei mir universitär und mit anderen beruflichen Tätigkeiten durchaus sehr gut läuft.

Fand das schon frustrierend heute und weiß auch nicht, wie ich damit umgehen soll. Weil er im Prinzip mich auf nichts mehr hat argumentativ eingehen lassen. So als ob seine Sichtweise jetzt die einzige wäre...

Das kam wirklich so rüber, als ob ich wirklich an allem alleine schuld bin.

Ich habe meine Kritikbereitschaft, meinen Sarkasmus, meine dummen Sprüche so gut wie komplett runtergefahren... innerhalb von nem halben Jahr. Außerdem spreche ich das, was mich dann mal stört, auch viel klarer an, als früher und säbele nicht mehr alles ab, ohne es zu klären.

Nee ehrlich, es hat sich bei mir einiges gebessert – kaum noch Panikattacken, kaum depressive Verstimmungen, bei den anderen Nebenjobs, die ich bis vor kurzem noch hatte, lief es auch dann deutlich besser, Nachhilfeinstitut läuft gut... mit den Leuten im Wohnheim gibt es auch keine nennenswerten Probleme mehr... und wahrscheinlich kriege ich für einen Teil meines Examens ne Auszeichnung.

ich finde das einfach nicht fair, das so darzustellen, als ob ich mir alles selbst gegen die Wand fahre. bzw. als ob ich so ungefähr ne gescheiterte Existenz wäre.

Bin echt am Boden darüber gerade.

Und dass bei mir sozial momentan nicht ganz so viel läuft, liegt ja auch daran, dass ich nicht mehr aktiv zur Uni gegangen bin, mich auf Examensarbeit und Nebenjob konzentriert habe und auf die Therapie... dann sind einige aus dem Wohnheim ja ausgezogen. Ich hatte außerhalb der Uni und des Wohnheims ja fast keine Kontakte sonst. (und ich bin in den letzten 2 Jahren 5x umgezogen, inklusive sogar einem Auslandsaufenthalt).

Dass bei so einem unsteten Leben nicht mehr so viele Kontakte übrig sind, ist ja selbst redend. Für viele kommt das einfach nicht so in Frage, wenn jemand dauernd umzieht. Habe ich doch selbst gesehen. Für manche isses ja schon ein Problem, wenn man von Nord- nach Südhamburg zieht.

Es gab natürlich mit einigen Leuten auch Konflikte, aber die sind dann von beiderseiten forciert worden und nicht bloß von meiner asozialen Ader.

LG

LVchen

Antworten
a}ug23x3


Was ist der Kern der Beschwerde?

Drei Fakten zu sozial integriert!

Drei Fakten zu Kompetenz!

Wir alle helfen wenig, wenn wir bedauern und bemitleiden.

Es soll sich doch etwas zum Positiven hin ändern?

AZprikosePnmaromeladxe


Ja, aber was soll sich da ändern, wenn man so demotiviert und für die Kündigung noch komplett alleine verantwortlich gemacht wird. In diesem Discounter gehen wöchentlich die Mitarbeiter. Das ist da die reine Fluktuation. ;-) Die braucht man dort ja anscheinend auch bloß mal schräge anzugucken und man ist schon draußen.

T4ho|mas7cat


Die schlechte Behandlung der Mitarbeiter bei Discountern sind ja hinlänglich bekannt. Deshalb wird dort auch jeder Fehler über Gebühr verurteilt. Versuch den Discounterjob möglichst schnell hinter dir und loszu lassen.

e1str(ellxe


Du hast Dich über ein paar Menschen geärgert, von denen Du zum Teil abhängig bist. Wer lässt sich schon gern kritisieren? Wir hören alle lieber ein Lob und wie toll wir doch sind. Leider läuft es im Leben nicht immer nach gerechten Spielregeln. Chefs sind auch nur Menschen mit Fehlern und stehen genau so unter Druck wie ihre Mitarbeiter. Sie können zickig sein und regelrecht gemein. Das ist besonders schlimm, wenn sie die Macht haben, einem das Leben schwer zu machen und sogar die Existenzgrundlage zu gefährden. Dein Therapeut könnte Dich bemitleiden, das würde Deine Seele streicheln und gut tun. Aber vielleicht hatte auch er einen schlechten Tag, obwohl man das bei einem Therapeuten nicht so leicht durchgehen lassen sollte. Es ist sein Job, Geduld aufzubringen und zu akzeptieren, dass sich sein Patient mal für eine Weile nicht so verhält, wie es sein Therapieplan und die Lehrbücher vorsehen. Er kann aber auch versucht haben, Dich nicht in Selbstmitleid versinken zu lassen, weil Du damit auch nicht ein Stück weiter kommst. Manchmal braucht man Wut, damit danach die Einsicht in die richtigen Relationen und Prioritäten kommt. Manchmal muss man erkennen, dass man gegen eine Mauer rennt, die dick genug ist, einem am Weiterkommen zu hindern. Dann kommt der Moment, wo man nachdenken muss, dass man eine Mauer überwinden kann, mit geeigneten Mitteln. Das heißt nicht Selbstaufgabe aber die Erkenntnis, dass man mit den täglichen Ungerechtigkeiten (die man manchmal nur selbst als ungerecht sieht und nicht erkennen will, dass alle anderen das zu Recht ganz anders sehen) lockerer umgehen kann bzw. sich bemüht beim nächsten Mal gar nicht erst in so eine Falle zu tappen.

Nein, nicht jeder muss Dich so akzeptieren, wie Du bist. Den Luxus kannst Du Dir bei der Partnersuche leisten, wenn Du Dir soviel Zeit nehmen willst. Im professionellen Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten, Untergebenen, Schülern usw. muss man sich um ein Verhalten bemühen, dass den Umgang miteinander für alle erträglich macht und die Arbeit nicht unter Übermpfindlichkeit einerseits und zu viel Saloppheit andererseits leidet. Ein Chef ist kein Despot, er steht aber in der Hierachie so, dass er das Sagen hat. Möchte man seine Anerkennung, muss man die Leistung zeigen, die er erwartet und für die er wiederum seinen Kopf an der nächsthöheren Stelle hinhalten muss. Sonst funktioniert es nicht. Er leitet schließlich keinen Kindergarten. Das klingt jetzt hart für Dich. Aber so ist das Leben. Wenn man es begriffen hat, und fast jeder holt sich auf dem Weg dahin seine Beulen, dann kann man auch mal kleinere Ungerechtigkeiten wegstecken. Aus den großen Pleiten muss man lernen. Wenn man fällt, muss man wieder aufstehen. Das gehört auch zur sozialen Kompetenz. Du musst Dir nicht alles gefallen lassen, es kommt aber immer auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel an. Und seinen Therapeuten, mit dem man nicht im Handarbeitszirkel sitzt, kann man nicht mit "huhu" begrüßen. Er hat Dir das jetzt gesagt und Dir gezeigt, dass er eine gewisse Distanz gehalten haben möchte. Das ist sein Recht. Du musst es schlucken. Ich hätte mich entschuldigt. Vielleicht kannst Du es noch tun.

Noch ist nichts verloren. Versuch jetzt erst mal, die Kritiken zu verdauen. Du kannst lernen, damit umzugehen, auch wenn Du immer mal wütend und frustriert sein wirst. So wie Dir geht es jeden Tag vielen Menschen. Es gibt Tage, da ist man froh wenn sie vorbei sind. Es gibt aber auch Tage, da kann man sich abends auf die Schulter klopfen, wenn es nicht schon andere getan haben. Die werden einem aber nie geschenkt.

GkehwegsRchä]den


Hallo,

zu allererst würde ich grundsätzlich die Kritik, du seist "sozial inkompetent" annehmen. Ob sie sich dann bewahrheitet, soll sich am Ende herausstellen.

Ich würde an deiner Stelle nun nicht so verzweifelt die Situationen, an denen der Therapeut festmachen will, dass du so seist, zerpflücken und widerlegen.

Verlasse dich darauf, auch wenn der Therapeut dein "Huhu" und deine aktuelle Kündigung als Beispiele herangezogen hat, dass sich seine Kritik sicherlich auf das Gesamtbild bezieht, das er von dir hat und dass er eben auch nach gewissen Fortschritten noch immer gewisse Defizite sieht, die er dir nun versucht näherzubringen.

Diesen kleinen Kampf, den du mit deinem Therapeuten führst, kannst du vermutlich auf dein Handeln im Alltag übertragen.

Du scheinst durch dein "Huhu", deinen Sarkasmus, deine Flapsigkeit (die du selbst benennst) eben cool und selbstsicher daherzukommen. Jetzt übt der Mann Kritik an dir und zieht gewisse Beispiele heran und du fängst prompt an, dich zu verteidigen, zu rechtfertigen und versuchst, die Beispiele argumentativ zu entkräften. Du zeigst dahingehend eine gewisse Resistenz oder tatsächlich auch Renitenz.

Ich denke, dass du dieses Muster auch in sonstigen Begegnungen ausführst. Basierend auf Unsicherheit und mangelndem Selbstbewusstsein. Du kannst dich noch so nett, zuvorkommend und vordergründig verständnisvoll und reflektiert zeigen, aber du scheinst diese nachgiebigen, passiven Verhaltensweisen deshalb zu pflegen, damit dich keiner angreifen kann. Genau diese Motivation bietet aber umso mehr Angriffsfläche, weil Menschen vermutlich größtenteils mit einer "Gummiwand" nicht umgehen können und gerne konstruktiv über Kritik oder auch Komplimente reden wollen.

Was deine soziale Inkompetenz ausmacht, ist vermutlich wohl Folgendes:

Ob freundlich, sarkastisch, flapsig, nett, hilfsbereit, reflexiv, offen, humorvoll... du kannst ja durchaus alles davon sein, mal mehr und mal weniger – sozial inkompetent wird es dann, wenn diese Charakterzüge nicht zu den sozialen Situationen passen.

Du wirkst dadurch nicht authentisch, sondern unsicher und anstrengend. Daraus resultieren Aggressionen, Missverständnisse und ja, solche Menschen werden leicht Mobbingopfer oder gehen anderen Menschen tierisch auf den Senkel.

Deswegen wäre der erste Schritt: Hör auf, deinen Therapeuten widerlegen zu wollen und setze dich mit der Kritik ernsthaft auseinander. Ganz egal, was für Fortschritte du in deiner Vergangenheit gemacht hast, es soll schließlich weitergehen.

A-prikosenTmarmelxade


Hey,

vielen Dank für eure Beiträge. :)

So wie Ihr das alles so geschrieben habt, finde ich es definitiv gut und annehmbar... obwohl Ihr mich ja jetzt auch nicht gehuschelt habt. Will ich auch gar nicht. :)= :)_

Eigentlich ist bei dem Discounter, bis auf die Kassenfehler, sonst in sozialer Hinsicht nicht soooo viel passiert. ":/ --- also es gab ja kaum eine direkte Auseinandersetzung. Man hat mich quasi mal gefragt, woher die Fehler kommen... da habe ich mich dann lediglich entschuldigt. Und ich habe eben gemeint, dass das mein 1. Mal an der Kasse sei usw. |-o Die anderen beiden Chefs hätten mir ja weitere Chancen gegeben, aber die dritte Chefin, die erst an meinem 3. Tag aufkreuzte, kam eben direkt mit der Keule. ":/ Ich weiß einfach nicht, was ich zu der Aussage "Mehr als 1 Fehler pro Monat und Sie fliegen" hätte sagen sollen. Ich habe das praktisch so hingenommen und bin meine Schicht angetreten. Ehrlich, ich habe so gut wie keine Erfahrung in der freien Wirtschaft. Bin ja Lehramtsstudi und hatte bisher immer soziale Berufe, Praktika nebenher. Dabei bleibe ich jetzt auch, da ich mich in diesem Bereich für kompetenter halte. Das hat mir auch die Chefin vom Discounter nahe gelegt: "Ich sehe Sie mehr irgendwo am Empfang, in anderen sozialen Berufen!" usw. ;-)

@ Gehwegschäden:

wie meinst du das genau? Wodurch wird man deines Erachtens zum Mobbingopfer?

Ich war früher in der Schule praktisch fast immer Mobbingopfer. ;-) Gerade wegen solcher Passivität, die aber heute nicht mehr so ausgeprägt ist.

Lange Zeit habe ich Kritik immer deutlich geäußert. Mein Therapeut hat mir ja nahe gelegt, es nicht mehr zu tun...

Ich kann mich sozialen Situationen durchaus anpassen. Keine Ahnung, wieso ich zum Therapeuten heute Morgen "huhu" gesagt habe. Vielleicht einfach bloß aus Spaß... ich habe mir da eigentlich gar nichts bei gedacht.

@ estrelle;

Na ja, Bemitleidung will ich auch gar nicht mal unbedingt. Ich wollte ja schon von ihm Handlungsstrategien aufgezeigt bekommen, wie man mit so was möglicherweise besser umgehen kann. Da hat er eben gemeint: vorsichtiger sein, mehr beobachten und weniger persönliches Zeug anschneiden (das bezieht er aber auf alle Bereiche).

Ich finde das jetzt übrigens auch nicht soooo krass, wenn mal mal scheitert. Gehört doch zum Leben dazu. Wegen der Sache mit dem Discounter liege ich jetzt psych. nicht völlig am Boden. Ich wusste ja auch vorher, dass ich das wohl nicht lange machen werde, allerdings bin ich auch nicht von so kurzer Verweildauer ausgegangen.

Grundsätzlich habe ich den Job als Überbrückung betrachtet, bis ich eben wieder eine Förderstelle oder möglicherweise einen Lehrauftrag bekomme. Vielleicht bin ich von vornherein nicht mit der besten Motivation herangegangen; aber mir ist andererseits auch klar, dass das Leben kein Wunschkonzert ist. Vor allem dann nicht, wenn einem BAföG ausgelaufen ist. Habe mich jetzt vorerst dazu entschieden, den Rest des Studiums (ca. 11 Mon.) über Kredit zu finanzieren... mit bissl Nebenjobbing. (das ist zumindest eine Lösung). Mein Therapeut findet es mit dem Kredit richtig, da er ja auch meinte, dass ich mich besser mal auf mein Studium konzentrieren sollte.

Was ich nur eben blöde finde ist, wie der von der Discounterstelle zu meinem späteren Beruf derartig überleiten kann. Es gibt nun mal einfach Jobs, für die man nicht so geeignet ist. ;-) Ich habe ja von dem Kassenjob schon nach 8 Tagen Rücken gehabt (ohne Witz jetzt). Das ist ein Faktor dabei. Und auch im anderen Thread habe ich ja durchaus zugegeben, dass diese Schnelligkeit, die dort erwartet wird, auch nicht ganz meines ist.

Ich bin schon mit der neuen Arbeitssituation überfordert gewesen und mit Sicherheit hat man mir das auch angemerkt. ;-) Leider bin ich so ein Mensch, der immer mehr Zeit braucht, um sich irgendwo zu akklimatisieren. Keine tollen Voraussetzungen... :-/

Ich habe, wenn ich im Unterrichtsbereich irgendwas gemacht habe, nicht ständig Probleme mit den Mentoren oder Schülern gehabt. Gab zwar auch mal was, aber das war wenig. :-)

Nee, ich fand das einfach seltsam, dass er mir direkt nahe gelegt hat, als Sachbearbeiter tätig zu sein. :-X

LG

Apri

A<p}rikosenm/armelaxde


@ all:

na ja, es ging jetzt eigentlich gar nicht mal nur um den Aspekt mit der soz. Inkompetenz, sondern dass er so ungefähr der Meinung ist, ich würde ja alles nur gegen die Wand fahren. Das stimmt aber so jetzt auch nicht. ":/

M)olli#enc?heHn


Klingt für mich, als fühltest Du Dich sehr gekränkt, dass dein Therapeut es trotz Verbesserungen noch wagt, Kritik zu äußern, statt Deine Erfolge zu würdigen.

Wie hier schon gesagt wurde, rate ich Dir auch, die Wut und das Beleidigtsein erstmal verrauchen zu lassen und nochmal mit Abstand über alles nachzudenken.

Vielleicht kommt dabei ja auch heraus, dass Dein Therapeut sich irrt oder bei seinen Annahmen noch auf einen veralteten Stand (vor den Verbesserungen) zurückgreift. (Er ist ja auch nur ein Mensch.) Vielleicht kommt aber auch dabei heraus, dass Du unbewusst immer noch Verhaltensweisen an den Tag legst, die kritikwürdig sind, derer Du Dir gar nicht so bewusst bist. Lass das alles erstmal sacken.

Im übrigen ist es von außen schwer zu beurteilen, ob Dein Therapeut wirklich Dir die "Schuld" an der Kündigung gegeben hat oder ob Du das so in seine Worte hineininterpretiert hast; den genauen Wortlaut dessen, was er gesagt hat, kennen wir ja nicht.

A#prikosBenmarmexlade


Ja, mir geht es auch schon wieder etwas besser jetzt. Danke, Mollienchen. @:) :)*

Mir kam es so vor, als ob er tierisch sauer ist. :-|

MRollBienchexn


Vielleicht hat Dein "huhu" irgendeinen empfindlichen Punkt bei ihm getroffen, so einen "die hat ja gar nix dazugelernt"-Punkt, obwohl es vielleicht gar nix bedeutet hat. Wie gesagt, er ist ja auch nur ein Mensch. Vielleicht kannst Du ihn in der nächsten Stunde ja mal darauf ansprechen, wie das für Dich rübergekommen ist. Er hatte dann ja auch Zeit, das ganze sacken zu lassen. Einfach so stehen lassen würde ich das jedenfalls nicht, schließlich beschäftigt es Dich ja.

M"olelinenc6hen


Übrigens, meine Therapeutin hat mich auch mal "zur Sau" gemacht – also, nicht wirklich, aber sie ist emotional geworden, ich war in dem Moment etwas schockiert, und in der nächsten Stunde und auch noch viele Stunden später hat sie sich tausendmal dafür entschuldigt.

Im ersten Moment war ich ähnlich erschrocken und gekränkt wie Du, aber nach einer Woche nachdenken hatte ich raus, warum sie so ausgeklinkt war, und ihre Erklärung (als sie sich entschuldigte) bestätigte mir dies dann auch.

MyollLie+ncXhen


(Die Gründe lagen übrigens sowohl einerseits in meinen Wesenszügen, von denen einer sie halt tierisch aufgeregt hat, als auch andererseits in einem Bild, das sie vor Augen hatte, von einer anderen Patientin, von der ich gar nichts wissen konnte, an die ich sie wohl irgendwie erinnert habe.)

ADprikose&nmaWrmeladxe


Verstehe. Ja, ich spreche das in jedem Fall in 2 Wochen an. :)

Es war das erste Mal, dass er wirklich so abgegangen ist. :-|

M`oll1ienchexn


Meiner Therapeutin ist das auch nur einmal passiert, nach ziemlich langer Zeit, gegen Ende der Therapie schon.

Wenn es das erste Mal war und er sonst nie so war, kannst Du schon davon ausgehen, dass es bestimmt nicht seine Absicht war, Dich "fertig zu machen" oder als komplett inkompetent hinzustellen. Das hätte er dann schon viel eher gemacht. ;-)

Tief durchatmen und ein paar Nächte drüber schlafen. zzz :)*

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