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Fühle kein Mitgefühl... mir ist einfach alles egal.

RlanZi8x0


Hi. In ähnlicher Weise kenne ich diese Gefühls...-starre bei mir auch. Es hat sich schon um einiges gebessert, mittlerweile sind auch Jahre vergangen. Ich denke das Wort "Mitgefühl" drückt noch nicht richtig das aus, was es in uns macht, was es mit unseren Gefühlen macht. Mitleid- mit jemanden mit-leiden. Warum auch leiden wollen? Sich mit jemanden freuen wird oft durch Neid oder eigene Minderwertigkeitsgefühle verhindert.

Ich denke der Schlüssel ist, sich bewußt zu machen, welche Gefühle sind aus längst vergessenen Erlebnissen und verseuchen uns innerlich.

Als meine Schwester starb, ging es mir so ähnlich. Ich dachte es würde von mir jetzt genau das selbe Verhalten erwartet wie von den anderen,- hemmungsloses Heulen. Doch ich konnte erst mal kein Leid und keinen Schmerz finden- und dann dieser Erwartungsdruck. Etappenweise ließ ich die Realität/Verlust an mich ran zu einem für mich passenden Zeitpunkt.

Oft wird von uns ein bestimmtes Verhalten, eine bestimmte Gefühlsregung erwartet und oftmals müßen wir mitspielen. Sei es, um sich auf Komando zu freuen, zu ärgern usw. Wir sind noch nicht mal der Herr unserer eigenen Gefühle. Auch diese kann man sich vorschreiben lassen,- oder eben in entgegengesetzter Richtung der Umwelt klar machen, dieses Spiel spiel ich nicht mit. Nur dann sind es auch wieder nicht meine Gefühle.

Könnte es bei dir daran liegen, daß du denkst du hast den Erwartungen anderer zu entsprechen?

Bei mir war und ist es die Freude die ich als Gefühl mag. Jede Situation locker und so angenehm wie möglich zu gestalten und zu betrachten. Harmonie zu erschaffen wenn es die Umstände zulassen. Und Lachen.

Mit welchen Gefühlen würdest du dich am wohlsten fühlen? Was strebst du an?

p-opez$igOer


Da geht es mir so ähnlich wie dir. Es sollten immer alles fröhlich sein und ich mag schlechte Stimmung nicht. Ich selbstache auch sehr viel und kann diese Gefühlsduselei gar nicht richtig an mich heranlassen. Vor allem bei einer Beerdigung. Da habe ich eher an die positiven Momente gedacht und ich musste beinahe lachen, was in dieser Situation bei den Meisten wohl sehr schlecht angekommen wäre. Daher hast du wohl Recht, man wird teilweise zu Gefühlen "gezwungen" Vielleicht legt sich das bei mir ja auch mit der Zeit.

PS: Sorry für die Späte Antwort. Ich war im Urlaub.

Khleixo


popeziger

Wie ist es generell mit Gefühlen. Freude, Schmerz, etc. - Du selbst hast schon Gefühle, oder?

Mit dem Mitleid sehe ich es auch so. Mit einem anderen mitleiden, das tue ich auch nicht. Das bringt niemandem etwas. Mitgefühl ist, dass ich mich in die Situation eines Gegenübers einfühle und mich davon wieder distanziere. Einfach nur soweit, dass ich mir vorstelle, wie sich dieser jemand gerade fühlt. Das entscheide ich aber auch bewusst, jenachdem in wieweit das gerade für mich okay ist oder nicht. Es kann also durchaus vorkommen, dass jemand mir sein Leid mitteilt und ich die Fakten aufnehme und nicht mitfühle.

khe rGenz<eIrsbxerg


Hallo popeziger

dein Beitrag ist schon über ein Jahr alt – wahrscheinlich hat sich dein Problem erledigt. Ich hoffe, es hat sich so erledigt, dass du mit deinem "fehlenden Mitgefühl" gut zurechtgekommen bist und dir von niemandem hast einreden lassen, dass das krankhaft oder sonst wie nicht in Ordnung ist.

Jede/r ist nun mal alleine auf dieser Welt. Ja, jede/r ist auf sich alleine gestellt. Und Mitleid, Mitgefühl und Hilfe ist nichts, was man selbstverständlich einfordern kann. Es ist schön, wenn es sie gibt, aber man soll sich nicht darauf verlassen. Du bist damals gerade 18 geworden, und da ist es nichts als richtig, sich selbst und auch den anderen zu signalisieren, dass es einem nicht unbedingt etwas angeht, was andere bewegt. Das ist der "Normalzustand" sozusagen, und wenn man sich entscheidet oder die Kraft hat, jemandem beizustehen, ist das die "Ausnahme" und auch eine Würdigung wert.

Ja, und was geht uns Fukushima denn wirklich an? Nichts, wir können nichts dagegen tun. Passiert ist passiert. Das heisst: man kann von niemandem Anteilnahme und Mitleid einfordern.

Warum gerade der Hund dir als einziger leid getan hat? Weil der nichts von dir wollte. Im Gegensatz zu den Menschen. Der war sich selber genug.

Na, ich wünsch dir alles Gute!

pOhi;lTip10


Ich denke mal, daß du sehr gut verdrängen kannst. Unbewußt läßt du nichts an dich heran, damit traurige Ereignisse nicht verletzen oder weh tun können. Daß du aggressiv wirst zeigt ja, daß du Gefühle hast. Aggression ist ein Gefühl. Eines, das du zeigen magst. Mitgefühl und andere Gefühle willst du vermutlich nicht zeigen, also werden sie nicht aktiviert. Du hast Gefühle und auch Mitgefühl, aber tief in dir verborgen. Autismus würde ich da nicht vermuten, eher Borderline. Da werden auch Gefühle geblockt.

Ich finde es super toll an dir, daß du Tiere liebst. Sie erkennen, wie du wirklich bist und erreichen dich auch. Zu Menschen hast du vielleicht auch nicht das nötige Vertrauen, oder siehst sensible Gefühle unbewußt als Schwäche. ???

p]hilipx10


Sch...., hab nicht auf das Datum geachtet. |-o |-o Vielleicht hast du das Problem noch ein bißchen... ;-D

W{eltosckhanchtexl


Mmmh aber ich weiss nicht ob ich extra zu nem Experten gehen soll...

- ist halt die Frage, ob du unter dem Zustand der Gleichgültigkeit leidest und es abklären möchtest oder nicht..

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