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Depression, Hypochondrie und ein drückendes Auge

exnd hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumsmitglieder,

meine genauen Beweggründe hier zu schreiben weiss ich eigentlich selbst nicht genau. Möglicherweise kann mich jemand beruhigen oder mir Tipps geben. Aber hier erst einmal meine Geschichte:

Vor ca. 5 Wochen bemerkte ich Sprachprobleme bei mir selbst. Daraufhin achtete ich sehr auf mein eigen Gesprochenes. Dies hatte zur Folge, dass mich das Sprechen anstrengte und weitere Sprachaussetzter hatte (ein Teufelskreis).

Ich erzählte meiner Freundin von meinen Sprachaussetztern. Sie meinte, dass bei einer Freundin von ihr auch einmal solche Aussetzer da waren und man hatte dann bei ihr einen Hirntumor diagnostiziert. Schock. Ich war wie gelähmt vor Angst.

Ich gleich am nächsten Tag Termin ausgemacht beim Neurologen. Bis zu diesem Termin immer wieder im Internet gegoogelt was es sein konnte. Ergebnis u.a.: Hirntumor, Schlaganfall, ALS, MS. Das verschlechterte meine Stimmung, dennoch verschwieg ich meine Angst vor diesen Krankheiten der Neurologin. Sie machte Tests mit mir und alle waren sehr gut (Sie meinte u.a. ich hätte starke Reflexe), dennoch nahm Sie mich ernst und sagte wir könnten noch CT machen, dem ich zustimmte (Termin leider erst am 13.08.12).

In der Folgezeit verschwanden meine Sprachprobleme irgendwie (Sie waren übrigens nie jemandem aufgefallen). Das googeln ging aber weiter. so das ich immer ein bissel ängstlich war. Manchmal sogar ziemlich schlimm.

Vor ca. 2 Wochen fühlte ich mich dann benebelt, so als ob ich nicht alles richtig wahrnehmen könnte. Hab dann gleich wieder Panik bekommen und auch gegoogelt und dann zu Doktor. Er machte EKG, Blutbild und weitere kleine Tests -> alles in Ordnung.

Das benebelt sein verging dann. Doch dann hatte ich eine körperliche Schwäche. Vor allem in Armen und Beinen. Nach 20 Minuten joggen ging es mir sehr schlecht. Wieder gegoogelt und ALS wurde ausgepuckt. Dieser Verdacht wurde für mich noch bestätigt, als ich daran dachte, dass die Neurologin von starken Refelexen gesprochen hatte (Auch ein Symptom für ALS nach google). Ich fühlte mich nun sehr schlecht und körperlich am Ende (Sogar Treppensteigen strengte mich an).

Aber nun fasste ich meinen ganzen Mut zusammen und schilderte meinem Hausarzt die ganze Geschichte so wie hier dokumentiert. Für ihn war der Fall klar: Hypochondrie mit leichter Depression -> Überweisung an den Physio. Dazu verschrieb er mir ein Medikament gegen die Angst. Ich fühlte mich nun etwas besser, wahrscheinlich auch weil ich es ihm erzählt hatte. Er meinte aber, dass sie Schwäche noch bis zu ein paar Wochen anhalten kann.

Nachdem ich mich aufgerafft hatte, ging ich vor drei Tagen ins Fussballtraining. Nach einer Viertelstunde hatte ich das Gefühl abbrechen zu müssen, weil ich mich so schwach fühlte. Doch ich machte weiter. Und wie ein Wunder verliess mich die körperliche Schwäche. Ich trainierte volle zwei Stunden mit.

Vorgestern unterhielt ich mich mit meinem Arbeitskollegen. Er meinte, dass seine Frau auch immer körperlich so schwach ist. Und ein unsensibler Doktor meinte zu ihr: "Kann MS sein".

Das ging natürlich auch nicht an mir spurlos vorbei. Ich googelte und meine körperliche Schwäche passte irgendwie und der Schwindel von vor ein paar Wochen auch.

Hinzu kommt noch, dass ich seit gestern Abend einen Druck von hinten aufs Auge habe. Bei Google komm ich auf Sehnenscheidentzündung (Sehr wahrscheinliches Symptom für MS nach google). Nun bin ich auf dem MS-Angsttripp. Habe nachher noch Termin beim Augenarzt.

Ein Problem für mich ist aber auch noch, dass die Psychotherapeuten in der Umgebung alle sehr lange Wartezeiten haben. So das ich nicht so schnell therapierbar bin.

Nun meine Fragen:

Sollte ich MS in Betracht ziehen?

Was kann mir gegen die Angst gegen MS helfen?

Wie kann ich zunächst mit der Hypochondrie umgehen (Bis zum Psyochtherapeutentermin)?

Tut mir leid, dass es so lange geworden ist.

Vielleicht kann ja jemand antworten. Würde mich sehr freuen :-)

Gruss

End

Antworten
EXquilixzer


Ich würde an deiner Stelle damit aufhören, immer wieder irgendetwas in betracht zu ziehen. Dass macht deine Ängste nur nochj schlimmer. Auch solltest du damit aufhören nach Krankheitsbildern im Internet zu suchen. Versuche dich irgendwie abzulenken bis du den Termin beim Psyochtherapeuten hast.

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