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Es ist besser zu lieben und zu verlieren

S'arah: Jon!es hat die Diskussion gestartet


... als nie geliebt zu haben.

Diesen Satz hab ich gestern beiläufig im Fernsehen mitbekommen. Es war irgendne doofe Serie und es wurde dann anhand vieler kitschiger Szenen (Küsse, Händchenhalten, Kino etc.) gezeigt wie toll doch die Liebe ist, und dass sie allein das Leben lebenswert macht.

Seitdem bin ich wirklich am Boden. Ich hätte nie gedacht dass mir das soviel ausmacht, aber ich hab fast 24h nur geheult oder mich betäubt seitdem.

Kann denn irgendwer auch meinem Leben einen Sinn geben oder es lebenswert machen, auch wenn da keine Liebe drin ist? Ich bin echt fertig.

Antworten
S}ara*h Jonxes


Ich merk grad, ich glaub ich hab das in die falsche Kategorie gepostet. Es geht eigentlich mehr um Lebenssinn oder -mut als um Beziehungen. Ich hab echt keine Lust auf nix mehr, weil ich in den kapitalen Punkten des Lebens versagt habe. Ist doch egal, was ich da für ne Ausbildung mache, arbeite oder wo ich wohne. Mir ist auch meine Freizeit egal. Letztendlich habe ich einfach nur versagt. Ich frag mich grad wozu die ganze Anstrengung gut sein soll. Ich bin schon so alt.

T rinaity1\983


wieso sollte in deinem leben kein platz für die liebe sein?

magst du denn etwas mehr von dir erzählen?

L?ouisBi4ana


Liebe hat viele Facetten. Damit ist ja nicht nur die romantische Liebe gemeint. Liebe ist viel mehr. Die Liebe zwischen Eltern und Kindern, Geschwistern, ja, auch zwischen Freunden. In meinen Augen ist auch Freundschaft eine Form der Liebe, brüderlich, schwesterlich.

Ich denke schon, dass da was dran ist: Lieber Lieben und Liebe erfahren, auch mit dem Risiko, irgendwann mal enttäuscht/verletzt zu werden als überhaupt nie Liebe zu erfahren.

Daher ist es auch für Menschen schwierig, die wegen einer Enttäuschung niemanden mehr an sich ranlassen und meinen, sich damit einen Gefallen zu tun. Wer Mauern um sich baut, schließt nicht nur das Schlechte aus sondern auch das Gute. Und wie immer im Leben hat alles zwei Seiten, Liebe und Leid gehören zusammen. Vermeidet man das eine, bleibt auch das andere aus.

S:arah~ Joxnes


Ich bin ca. 30, hatte noch nie einen Freund, habe noch nie einen Mann geküsst, meine komplette Familie ist in einer Sekte in der Gehorsam über Liebe steht (es gibt dort keine bedingungslose Liebe), habe meine Berufsausbildung hingeschmissen weil ich mir nix zutraue, und arbeite Deppenjobs um mein absolut übeflüssiges Leben zu finanzieren. Natürlich kann ich mir von dem Geld nichts leisten, nicht am Wochenende weggehen und auch nichts aufbauen.

Mehr gibts über mich eigentlich nicht zu sagen. Ich hasse mich echt. Ich bin sogar noch neidisch auf Verwandte weil sie alle Familie und Kinder haben, obwohl sie in der Sekte sind. Ich bin lebensunwertes Leben und eine Schande für meine Familie.

A@urorxa


Kann denn irgendwer auch meinem Leben einen Sinn geben oder es lebenswert machen, auch wenn da keine Liebe drin ist?

Man darf nicht von jemand anderem erwarten, dass er einem das Leben sinnvoll und lebenswert macht. Solch eine Verantwortung wird sich kaum einer freiwillig aufbürden. Genausowenig sollte man seinen Sinn in einem einzigen anderen Menschen suchen, denn damit macht man sich abhängig und letztendlich unglücklich.

Man kann versuchen sein Leben selbst lebenswert zu gestalten und irgendwann kommt auch die Liebe hinzu.

Sjar]ah qJo^nes


So meinte ich das auch eigentlich gar nicht. Mir ist vollkommen klar dass man keine hilfe von außen bekommt, sondern selbst was tun muss. Ich meinte eher, kann irgendwer etwas sinnvolles an meiner existenz finden oder mir helfen wie ich sie sinnvoll machen kann. Mir fällt echt nichts mehr ein.

Was meinst du mit Leben lebenswert machen?

TzrinitYy1x983


zuerst solltest du dich wohl an eine beraterin richten die dir dabei hilft und dich auch psachologisch unterstützt aus der sekte auszutreten

zudem solltest du dich auch bezüglich deines selbstwertgefühls in behandlung begeben

dir hobbies suchen in denen du menschen kennenlernst und freundschaften aufbauen kannst

deine sozialkompetenz stärkst und festigst

mit freunden weggehen,etwas unternehmen,leute kennenlernen und so auch einen partner

30 ist kein alter wo man die flinte ins korn werfen sollte

S*a8ra+h Jonxes


ich hab keine freunde und auch keine zeit für Beratung, Therapie oder sowas. Ich arbeite ja Schichtdienst. Ich wüsste auch nicht wegen was ich ne Therapie machen soll. Ich hab ja alles was ich zum Leben brauch an und für sich. Ich weiss nur nicht wofür.

AJur"ora


Ich meinte eher, kann irgendwer etwas sinnvolles an meiner existenz finden oder mir helfen wie ich sie sinnvoll machen kann. Mir fällt echt nichts mehr ein.

Ich weiß nicht, was sind denn deine Träume, was wünschst du dir für die Zukunft? Eine Existenz an sich ist immer sinnvoll, aber glücklich kannst du dich nur selbst machen. Es ist einfach die Frage für welchen Weg du dich entscheidest. Es gibt den sicheren Weg und du weißt wie deine Zukunft die nächsten Jahre aussehen wird. Und es gibt den unsicheren Weg, womit du ein Risiko eingehst und dein bisheriges Leben aufgibst/änderst.

SharaXh Joxnes


Ich hab mir immer eine eigene Familie und Kinder gewünscht. Aber daraus wird ja nichts.

Ansonsten ist mir alles egal.

M~ada+meu Cbhare1ntoxn


Ich hab mir immer eine eigene Familie und Kinder gewünscht. Aber daraus wird ja nichts.

Ansonsten ist mir alles egal.

tja, das zeugt von dringendem Therapiebedarf! auch wenn du alles hast um zu überleben - zu einem GLÜCKLICHEN Leben gehört mehr. auch dass man lernt sich mehr zuzutrauen und einen Job ausübt der einen halbwegs Spaß macht!

fühlst du dich in dieser Sekte eigentlich wohl, bzw. bist du sehr gläubig? (ich weiß ja nicht um welche Sekte es sich handelt, aber wie wärs mit einem Austritt und einem Neuanfang?)

mit 30 ist noch lange nicht alles verloren!

A*urorxa


Alles egal ist ja scheinbar auch nicht das was dich glücklich macht. Ich würde da nochmal genauer drüber nachdenken ;-) Und Familie und Kinder klingt doch ganz gut. Was hast du denn bisher versucht um dir diesen Wunsch zu erfüllen?

Searah cJonexs


Ich glaube an gar nichts. Schon gar nicht an Gott.

Bin nur dem Schein nach noch in der Sekte um den Kontakt zur Familie nicht zu verlieren.

Ich hab über Flirtportale versucht Datingerfahrung zu sammeln, aber mir fehlen die Grundlagen. Fühl mich da wie ein Alien, muss mich vorher betrinken und heule meistens stundenlang vorher und nachher weil es so verdammt anstrengend ist Zeit mit einer Person zu verbringen. Ausserdem seh ich nicht so den Sinn drin, Männer übers Internet kennenzulernen, da weiss man nicht ob sie körperlich anziehend sind. Ich kann auch nicht unterscheiden zwischen Höflichkeit und Schleimigkeit. Beides stößt mich irgendwie ab. Ich fänds ehrlicher über Internet einfach Leute für Sex zu suchen, aber da ist es auch nicht grade leicht Leute kennenzulernen. Und vor allem möchte man die meisten dieser Leute gar nicht kennen lol.

Alle anderen in meiner Familie die über 18 sind sind verheiratet und haben Kinder. Ich sitz immer am Kindertisch weil ich die einzige bin die allein ist. Ich will inzwischen meine Schwestern eigentlich gar nicht mehr sehen mich zieht das zu sehr runter zu sehen was ich alles nicht geschafft habe.

Siaraih Jxones


das einzige was ich mochte war die Schule. Lernen ist schön. Da ist mein Hirn aufgeräumt und ich muss nichts fühlen. Aber man kann nicht ewig lernen. Das bringt einen im Leben überhaupt nicht weiter.

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