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Ich bin zu hässlich für die Welt

BFärCentaXtze


Ich glaube mal, das es mit mir zutun hat, da er eigentlich genau das selbe Problem hat wie ich.

Allerdings habe ich mich auch durchgebissen und habe trotz der Hänseleien Schule und Ausbildung gemacht.

CrorneVlixa59


Von außen ist es immer leicht, klug daherzureden.

Ich stehe nicht außen, ich habe auch Mobbing erlebt.

Also euch wär das alles egal gewesen, keine Komplexe, Depressionen etc.

Habe ich alles hinter mir. Mobbing, Minderwertigkeitskomplexe, der ganze Mist. Ich habe mir den Weg da heraus erkämpft, ich habe nicht einfach gesagt "Ach, macht doch alles keinen Sinn" und aufgegeben! Ich weiß genau, wovon du redest! Und es war und ist mir nicht egal!

Ihr hättet wahrscheinlich mit denen mitgelacht, wenn sie euch beleidigt hätten.

Nein, ich habe nicht mitgelacht. Ich habe versucht, das ganze irgendwie auszusitzen und habe im stillen Kämmerlein oft genug dagesessen wie ein Häufchen Elend und mir die Seele aus dem Leib geheult! Ich weiß noch sehr gut, wie dreckig es mir damals ging!

Das kauf ich euch nicht ab.

Klar doch, du bist der einzige auf der Welt, dem es jemals so ergangen ist, und bei dir war es natürlich VIEL schlimmer als bei jedem anderen! Sag mal, geht´s noch??!?

Man bekommt halt nur die Triumphgeschichten mit.

Meinst du damit Leute, die trotz einer solchen Vergangenheit heute z. B. Hollywoodstars oder Medienmogule sind. Das ist die winzige Gruppe der Leute, die tatsächlich von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Aber interessant sind viel mehr die kleinen Alltagsgeschichten, die jeder von uns über solchen selbst erlebten Dinge oder ihm von anderen zugetragene Lebensgeschichten erzählen kann. Ich kenne eine ganze Menge dieser Geschichten, die eben nicht nur Geschichten sind, sondern hinter denen sehr reale Menschen stehen. Menschen, die sich ihren Weg aus der Sch****e heraus erkämpft haben, die nie aufgegeben haben, auf eine stille Art, die nie den Weg in die Medien finden wird. Und du siehst nur diese hohle Scheinwelt von RTL 2 und ähnlichen Müll? Traurig!

Die anderen, in der Anzahl sicher überwiegenden, Fälle, die schlecht ausgegangen sind, werden nicht so von den Medien gepusht.

Es ist nicht die überwiegende Anzahl. Die meisten der Opfer von solchen Mobbingattacken finden ihren Weg ins Leben. Und unter denen, die damals auf der Seite der Mobber standen oder auch auf der Seite der Gleichgültigen und Mitläufer finden sich häufig mehr Versager, die später im Leben untergehen. Und vergiß nicht, ich spreche aus eigener Erfahrung.

Dein Hauptproblem ist nicht dein Aussehen. Es ist auch nicht (mehr) das Mobbing.

Es ist das Bild von dir selber, das du im Kopf hast und das du nach außen ausstrahlst, ob du willst oder nicht. Mit deiner Grundhaltung "es ist alles negativ und ihr werdet es nicht schaffen, mich von etwas anderem zu überzeugen" stellst du dir selber immer wieder ein Bein. Geh mit einer anderen Grundhaltung auf Menschen zu und du wirst erleben, das es eben so aus dem Wald herausschallt, wie man hineinruft!

Ist dir mal aufgefallen, wieviel man mit einem Lächeln erreichen kann? Ich grüße auch die Kassiererin im Supermarkt freundlich und mit einem Lächeln, und, o Wunder, ich kriege ein Lächeln zurück! Wenn die Kassiererin das dann ein paar Mal von mir erlebt hat, dann wird sie mich schon anlächeln, bevor ich überhaupt grüße. So läuft das, nur mal an einem ganz einfachen Beispiel aufgezogen.

Es gibt in diesem Faden reihenweise positive Äußerungen über dich, aber eben auch Kritik an deiner grundsätzlich negativen Einstellung. Bitte pick dir nicht nur die negativen Sachen heraus, das ist doch gerade dein Problem, daß du partout nichts positiv sehen willst!

Oder, noch einfacher gesagt: wenn du dich nicht in Bewegung setzt, wird sich nichts für dich verändern. Die Welt wird nicht anhalten und sich nach dir richten. Es ist an dir, dein Leben in die Hand zu nehmen und positiv zu lenken. Wir können dir guten Rat mit auf den Weg geben, aber verantwortlich bist du alleine. Und wenn du unbedingt in deinem Mustopf hocken bleiben willst und vor dich hin jammern willst, weil das ja alles so negativ ist und alle sooo böse zu dir sind.... Entschuldigung, aber sowas erwarte ich von einem zwölfjährigen pubertierenden Gör, aber nicht von einem erwachsenen Mann von Mitte 20!

So, Ende des Vortrages. :-X

Fylamix79


Dennoch gibt es jetzt eine interessante Konstellation hier im Thread, Insider wissen vielleicht, was ich meine.

ich verstehs auch nicht |-o :-/

Lyo$uisi`axna


Diese Aussage hast du wohl missverstanden. Ich meinte damit, ihr hättet wahrscheinlich mit den Leuten mitgelacht die euch persönlich gedemütigt haben. Das war nicht so ernst gemeint. Mir kam es so vor, als wäre euch das alles egal gewesen und ihr deswegen überhaupt keinen Kummer hättet

Weisst Du, viele Leute verbergen ihren Kummer. Einerseits als Selbstschutz, denn ein Mensch, der in der Seele verletzt ist und es zeigt, zieht nicht nur die wenigen Samariter an sondern auch allerlei Kroppzeugs, das gerne noch mal nachtritt um sich selbst etwas besser zu fühlen. Andererseits schämen sich Leute auch für ihr Leid, weil sie glauben, dass sie selbst schuld sind oder zumindest dazu beigetragen zu haben. Dass Scham keine Lösung ist sondern einen dort hält, wo man ist, oder noch weiter runterzieht, ist dann noch so eine Sache.

Wenn Du aber genauer hinschaust, den Leuten ins Gesicht, dann siehst Du es. Schau Dich mal z.B. in den Öffis um und studiere die Gesichter. Da steckt unglaublich viel Kummer drin.

Cornelia hat Recht: Ein Lächeln bewirkt viel. Nicht immer, ok. Aber sehr oft. Schenke Leute ein Lächeln und schau, was passiert. Wenn Du das ausstrahlst, was Du in Dir fühlst, musst Du Dich nicht wundern, dass Leute entsprechend darauf reagieren. Menschen brauchen Menschen, die optimistisch sind, die Kraft haben, die sich dem Leben stellen und auch ein Auge für andere haben. Wenn Du das irgendwann verinnerlichen kannst und auch ausstrahlst, wirst Du auf eine sehr spezielle Art und Weise attraktiv sein. Attraktiv ist nicht gleich schön, attraktiv heißt anziehend. Und sicherlich ist Dir das wichtiger als schön zu sein.

R~ednee6ssaxnce


ihr hättet wahrscheinlich mit den Leuten mitgelacht die euch persönlich gedemütigt haben. Das war nicht so ernst gemeint. Mir kam es so vor, als wäre euch das alles egal gewesen und ihr deswegen überhaupt keinen Kummer hättet

Mitgelacht wäre immer noch besser gewesen, als sich von denjenigen in die Zange nehmen zu lassen, bis man innerlich total am Boden ist.

Aber wenn Du mal genau nachliest, wirst Du wohl eher feststellen, dass die meisten, die hier "besserwissend" in Deinen Augen schreiben, selbst schon einen Weg gegangen sind, der vielleicht Deinem nicht mal so unähnlich ist.

Sie kenne es selbst, mehr oder weniger, und haben sich heraus gebuddelt. Und dass es geht, haben sie (sich selbst) bewiesen.

Deshalb ist es ziemlich beleidigend, wie Du hier teilweise rüberkommst, mach Dir das mal bitte klar. Ansonsten ist es doch Deine Sache, wie Du mit dem umgehst, was hier geantwortet wird.

Du hast immer noch nicht die Frage beantwortet, was Du Dir hier denn erwartet hast. Zustimmung, wie arm Du dran bist? Würde Dir das wirklich helfen?

Crorn:elia5x9


Weisst Du, viele Leute verbergen ihren Kummer. Einerseits als Selbstschutz, denn ein Mensch, der in der Seele verletzt ist und es zeigt, zieht nicht nur die wenigen Samariter an sondern auch allerlei Kroppzeugs, das gerne noch mal nachtritt um sich selbst etwas besser zu fühlen. Andererseits schämen sich Leute auch für ihr Leid, weil sie glauben, dass sie selbst schuld sind oder zumindest dazu beigetragen zu haben. Dass Scham keine Lösung ist sondern einen dort hält, wo man ist, oder noch weiter runterzieht, ist dann noch so eine Sache.

Wenn Du aber genauer hinschaust, den Leuten ins Gesicht, dann siehst Du es. Schau Dich mal z.B. in den Öffis um und studiere die Gesichter. Da steckt unglaublich viel Kummer drin.

:)=

Reeneess6ancxe


Richtig, Lou: "attraktiv" ist das Zauberwort. Attraktiv im Sinne von "anziehend, charmant" kann jeder sein, ausnahmslos, sogar ein im landläufigen Sinne hässlicher Mensch.

Es gibt viele Märchen, die das bestätigen, z. B. "Die Schöne und das Biest", oder "Der Froschkönig": Ein äußerlich gehandycapter Mensch hat die Möglichkeit, dies mit seinem Wesen zu kompensieren. Er hat die Wahl.

BAärentJatze


Ich glaube, eine Stationäre Therapie könnte dir helfen.

i#nvin+cib_lex08


Ein wenig Verständnis hätte ich mir schon erwartet.

Märchen spiegeln nicht das wahre Leben.

Bur=aun>esSledxersoxfa


Hast du ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern? Was sagen deine Eltern dazu?

a!lbaInnnac~h


PS: Weiter oben hat jemand geschrieben, dass Du Dich komischerweise nur von negativen Äusserungen über Dich beeinflussen lässt – warum lässt Du Dich hier nicht von Leuten beeinflussen, die sich positiv über Dich äussern? Darauf hätte ich gerne eine Antwort, ganz im Ernst. Weil ich es nicht verstehe.

Das liegt in der Natur der Krankheit. Der TE ist, vermutlich ausgelöst durch die Dysmorphophobie, stark depressiv. Depressive Menschen beziehen jegliche negative Äußerungen auf sich selbst, scheitern aber gleichzeitig daran positives zu erkennen. Das ist einer der Mechanismen dieser Erkrankung. Der Betroffene ist krankheitsbedingt außerstande sich positiv beeinflussen zu lassen!

Darum ist es auch wenig hilfreich wenn hier einige Schreiben, daß es teilweise an ihm läge und er im Selbstmitleid versinke... ich weiß es ist nicht böse gemeint, aber solche Äußerungen führen bei einem depressiv Erkankten zu einem Negativ-Feedback, also man bestätigt ihm sein negatives Selbstbild und sein Unvermögen zu irgendwas fähig zu sein, was wie Öl in's Feuer ist. Das hilft ihm nicht und kann in einigen wenigen Fällen sogar gefährlich sein.

Es ist aber durchaus normal daß nicht depressive Menschen ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr weiter wissen und so reagieren. Wie bereits gesagt hilft das aber nicht. Helfen kann hier nur ein guter Therapeut. Ihr habt hier bereits alles getan was ein Mensch nur tun kann. Ihr habt zugehört, ihr habt ihm Verständnis entgegengebracht.

@ invincible08:

Du hast erwähnt daß Du seit wenigen Wochen in einer Therapie bist. Bekommst Du da vielleicht schon Medikamente? Zb selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer? Wie zb Zoloft oder Citalopram? Von diesen Medikamenten ist bekannt, daß sie bei jüngeren Patienten die Suizidalität erhöhen können, speziell in den ersten Wochen der Therapie. Wenn Du solche Gedanken tatsächlich haben solltest, dann sprich bitte mit Deinem behandelnden Therapeuten darüber, vermutlich müßt ihr euch dann in Bezug auf die Medikation was anderes einfallen lassen, aber das wird der Therapeut schon wissen.

Ich drücke Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen. Es wird auch wieder aufwärts gehen, garantiert. Auch wenn Du Dir das jetzt absolut nicht vorstellen kannst. Es geht wahrscheinlich nicht weg, aber es wird besser werden. :)*

L6ouTisxiana


Märchen spiegeln nicht das wahre Leben.

Oh doch! Es geht in Märchen nicht um die Realität sondern um eine tiefere Form einer Wahrheit.

Kennst Du zufällig Eugen Drewermann? Theologe, Psychologe, Therapeut und Schriftsteller. Er hat einige sehr lesenswerte Bücher über die Deutung von Märchen geschrieben und legt genau den Finger auf wunde Punkte. Schau mal in Google oder auf amazon. Ich kann Dir seine Bücher generell sehr ans Herz legen.

L\ouis#iUana


@ albannach:

Also, soweit ich das gelesen habe, steht eine solche Diagnose ja (noch) nicht. Aber vielleicht kann sich der TE ja mal mit dieser Frage an den Therapeuten wenden. Wenn es das tatsächlich sein könnte, kann man gezielt daran arbeiten, was sicherlich ein großes Stück weiterhilft.

Roenees`sa7n/cxe


Solche Äußerungen führen bei einem depressiv Erkankten zu einem Negativ-Feedback, also man bestätigt ihm sein negatives Selbstbild und sein Unvermögen zu irgendwas fähig zu sein, was wie Öl in's Feuer ist. Das hilft ihm nicht und kann in einigen wenigen Fällen sogar gefährlich sein.

Ja, da haben wir dasselbe wieder, was schon im Falle von Magersucht und Hypochondrie hier häufig anklang: Liegt definitiv eine solche Störung vor, hast Du sicherlich absolut Recht. Dann kann man mit Engelszungen reden – es wird denjenigen immer nur in seiner jeweiligen Sicht festhalten. Leider können wir das hier nicht immer (sofort) erkennen.

Ein wenig Verständnis hätte ich mir schon erwartet.

Märchen spiegeln nicht das wahre Leben.

Ich denke doch. Zwar SIND sie nicht das wahre Leben, jedoch, wie Louisiana das schon schreibt, spiegeln Märchen eine tiefere Wahrheit, das sogenannte Archetypische im Menschen, wider.

Verständnis hast Du hier aber auch erhalten, finde ich. Nur: Was nützt es Dir wirklich, Deine negative Sicht bestätigt zu bekommen?

s*chn4ieki


wir sind hier aber kein therapeutenforum, sondern ein laienforum, dann darf er hier halt nicht posten.

zum thema märchen

es gibt, glaub in amerika einen mann, der keine arme und beine hat, der ist sogar motivationscoach und hat geheiratet. hätte er nicht geschafft, wenn mit seinem schicksal hadern würde, sondern weil er sich nicht hat ausbremsen lassen.

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