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Ständiges Hyperventilieren und Angst vorm Einschlafen

S.leepxFear hat die Diskussion gestartet


Hallo Community,

ich weiß nicht, ob mich manche für total durchgeknallt erklären werden, aber ich schilder euch hier mal mein Problem:

Vor ca. 2 Wochen hatte ich einen Tag, an dem ich mich über mehrere Sachsen sehr geärgert habe.

Ich will jetzt nicht sagen, dass dies die Ursache für meine Krankheit ist, aber es könnte ja sein.

Am nächsten Tag hatte ich irgendwann plötzlich das Gefühl, nicht mehr richtig einatmen zu können,

praktisch, als ob meine Lunge etwas geschrumpft wäre. :-o

Nunja, seitdem atme ich sehr oft kontrolliert. D.h. ich konzentriere mich nicht auf etwas und überlasse

meinem Körper das automatische Atmen, sondern ich atme bewusst selber.

Ich vermute, dass dies vom seltsamen Gefühl in meiner Lunge kommt.

Es fühlt sich beim Einatmen in die Brust so an, als ob mir das Brustbein im Weg sei, während ich beim

Einatmen in den Bauch das Gefühl bekomme, mein Zwerchfell o.ä. enge mich ein.

Nunja, vorgestern habe ich nun im Internet nach verschiedenen Krankheiten gesucht, die ich haben könnte.

Leider bin ich dabei darauf gestoßen, dass ich Lungenkrebs haben könnte und dies brannte sich in mein Gedächtnis ein.

Ich versuchte ab dann natürlich die ganze Zeit, diesen Gedanken zu vergessen, weil er absolut irrational für mein Alter (20) ist.

An diesem Abend legte ich mich ins Bett und ich war so nervös, dass es mich minutenlang am ganzen Körper schüttelte,

bis ich es endlich schaffte, mich von dem Gedanken zu befreien und einschlief.

Nunja, seit gestern hyperventiliere ich nun immer öfter. Dabei hab ich ständig ein Kribbeln in den Fingern,

teilweise sogar ein Ziehen in den Schultern und bei besonders starkem Hyperventilieren wird mir schwindlig,

sodass ich keinen vernünftigen Gedanken mehr fassen kann.

Heute Nachmittag war ich nun bei meinem Hausarzt.

Er befragte mich, ob ich in letzer Zeit Stress hätte. Ich sagte ihm, dass dies nur an dem Tag vor 2 Wochen der Fall war.

Auch schilderte ich ihm alles genau so, wie euch gerade.

Er hörte meine Lunge ab und befand sie für normal. Auch ich spüre nichts von Schleim oder einer Reizung,

ich habe auch keine Atemnot, aber ständig dieses bedrückende Gefühl in der Brust oder im Zwerchfell(?).

Desweiteren wurde mir Blut abgenommen, hab natürlich noch kein Ergebnis, sowie ein EKG gemacht,

der auch makellos ausfiel.

Mein Arzt verschrieb mir leichte Benzodiazepine, die ich bei übermäßigem Hyperventilieren einnehmen soll.

Dieses habe ich seit meinem Arztbesuch aber ziemlich im Griff.

Morgen früh steht nun zur Sicherheit ein Besuch beim Lungenspezialisten (Pneumologe, oder wie man das nennt) an.

Mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich immer selbst atme und mein Körper nicht

die Funktion übernehmen lassen kann, keine Ahnung weshalb... :-(

Ich kann es meinen Körper zwar einige Sekunden übernehmen lassen, doch irgendwann greife ich wieder ein! :-o

Was mich nun am allermeisten beklemmt ist, dass ich vorhin versucht hab, mich mit dem Oberkörper auf

den Schreibtisch zu legen, als ob ich schlafen wolle. Dabei ging meine Atmung natürlich immer weiter zurück.

Doch oh Schreck: Ich atmete einfach nicht weiter! :°( Nach ein paar Sekunden dann konnte ich eine Atembewegung

vernehmen. Allerdings weiß ich jetzt nicht mehr, ob ich diese selbst kontrolliert ausführe, was ich im Schlaf ja nicht kann,

oder ob mein vegetatives Nervensystem diesen Vorgang übernimmt. Ich kann es einfach nicht mehr unterscheiden.

Natürlich habe ich jetzt große Angst vorm Einschlafen! Ich weiß, dass es nicht sehr vernünftig klingt!

Gestern bin ich auch normal eingeschlafen und hab's überlebt! Doch der Gedanke lässt meinen Kopf nicht mehr los.

Ich hab schon so Panik teilweise, dass ich überlege, in's Krankenhaus zu fahren und mich dort beim Einschlafen

beobachten lasse, damit man mich notfalls aufwecken oder Fremdbeatmen könne... :|N

Hat jemand einen Tipp für mich? Wie kann ich mich wieder beruhigen? :°(

Antworten
Ssle.epxFear


Ergänzung: Kann es sein, dass ich durch gelegentlichen Tabakkonsum (ca. alle 2 Wochen 1x) oder zweimaligem Kratomkonsum diese, ich nenne es mal Störung, eingefangen habe? ???

ShlemepnFeaxr


Kann mir denn niemand helfen? Nicht mal eine kleine Aufmunterung?

Ich hab wahnsinnig Angst. :°(

I7oriemth


Mir ging es mal ähnlich und mein Arzt hat sofort erkannt, was los war: wer seine Atmung kontrolliert, atmet eigentlich immer falsch, meistens zu tief und zu viel. Deshalb hyperventiliert man fast ständig leicht, was zu komischen Gefühlen führt und das meist zur Panik und dann wirds richtig schlimm.

Und er sagte mir auch, dass man sich ohne Hilfsmittel nicht selbst ersticken kann. Du kannst nicht einfach aufhören zu atmen, irgendwann greift da das Überlebenssystem deines Körpers ein, du kannst dich also nicht im Schlaf ersticken.

Wichtig ist, dass du dir das bewusst machst, dass dein ganzes Problem von deiner Psyche kommt, du atmest falsch, weil eben bewusst. Versuch dich abzulenken und absichtlich an andere Sachen zu denken als an deine ATmung. Entspann dich und mach dir klar: du stirbst nicht daran, es ist halb so wild und du allein hast es in der Hand, das zu ändern.

Heute hab ich das nur selten und wenn es auftaucht, dann lenke ich mich aktiv ab und enke nicht über meine Atmung nach. Und wenn es doch mal passiert und ich leicht hyperventiliere und mich komisch fühle, dann breche ich nicht mehr in Panik aus, weil mir das schon zig Mal passiert ist und es geht immer vorbei und mir passiert nichts. der Gedanke hilft mir sehr.

lass dich von deiner Angst und Panik nicht unterkriegen!!

IGorexth


Und das Beklemmungsgefühl im Brustbereich kann auch gut vom Rücken kommen!

S5leepF;ear


Vielen Dank für deine Antwort und Aufmunterung! :)* :-)

Das mit dem Ablenken funktioniert bei einigen Dingen, aber beim Einschlafen ist das so ne Sache.

Musstest du denn zur Bewältigung eine Psychotherapie machen?

Ich hab nämlich keine Lust auf Antidepressiva, da ein guter Freund von mir sehr heftige Erfahrungen damit machen musste (Nachwirkungen).

Iiorxeth


Nein, musste ich nicht. Mir hat es gereicht, dass ich wusste, mir fehlt körperlich nichts und dass ich das allein auslöse. Da fand ich mich selbst irgendwie so albern, dass ich mir solche Angst gemacht habe und sozusagen Opfer meiner PSyche war, dass ich mich sozusagen ab dann immer innerlich über mich selbst lustig gemacht hab, wenns wieder losging. Das hat geholfen :-)

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