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Selbstschädigendes Verhalten

b_a%bbe>lsabbexl hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich leide seit einiger Zeit an einer Depression und nehme deswegen auch ein Antidepressivum, ich will das es mir endlich besser geht, aber in letzter Zeit neige ich verstärkt zu einem selbstzerstörerischen Verhalten.

Ich habe Momente in denen ich einen extrem inneren Druck verspüre, den ich nur abbauen kann, wenn ich mich selbst verletze/ schlage/ mir den Finger in den Hals stecke. Danach geht es mir sofort viel besser, als ob eine riesen Last von mir gefallen wäre.

Solche Verhaltensweisen hatte ich sonst nicht (früher in der Pubertät hin und wieder aber nicht regelmäßig), aber nun habe ich diese Gedanken fast jeden Tag, kann ihnen aber nicht immer standhalten.

Ich wollte mit meinem Arzt darüber reden, weil ich glaube, dass es auch mit dem AD zusammenhängt, aber ich traue mich nicht es anzusprechen.

Ich habe Angst, dass er mich vielleicht einweisen will oder so, wenn er denkt ich bin eine Gefahr für mich, das will ich auf keinen Fall, ich überlege die ganze Zeit, ob ich das AD einfach absetzen soll...

Gestern habe ich mich wieder selbstverletzt, ich habe solche Angst, dass das wer sieht, ich weiß nicht, wie ich die Wunden erklären soll.

Geht es jemandem ähnlich? *:)

Antworten
b=abbels2abbxel


Niemand, dem es ähnlich ging oder geht? :°(

S6ara/h887


Hallo liebes Babbelsabbel

Wegen Svv oder Bulimie wird man nicht sofort eingewiesen.

Seit wann nimmst du das AD schon?

Manchmal verstärken ADs solche Sachen am Anfang, weil erst die Antriebssteigerung eintritt und erst später eine Stimmungsverbesserung.

Wenn du es deinem Arzt nicht sagen möchtest, dann sag doch einfach erstmal dass du den starken Drang und Druck danach verspürst und nicht mehr weißt wie lange du das noch aushalten kannst.

Allerdings wie gesagt, ist sowas niemals ein Einweisungsgrund. Sowas könnte erst passieren, wenn du sagst dass du planst dich umzubringen – dh nicht mal theoretische Selbstmordgedanken ohne konkreten Plan sind ein Einweisungsgrund.

Sag es deinem Arzt auf jeden Fall.

Solche bleibenden Narben sind nicht schön und werden vermutlich immer da bleiben.

Einfach Absetzen solltest du das AD auf keinen Fall, vermutlich sollte fast jedes AD ausgeschlichen werden.

[[http://web4health.info/de/answers/bipolar-ad-nodrug.htm]]

Bist du eigentlich auch in Psychotherapie?

b+ab(belsahbbel


Hallo Sarah87,

ich nehme das AD seit 6 Wochen ungefähr, aber dass es nun so ausartet hat vielleicht vor 2 Wochen angefangen.

Ja, das mit der Antriebssteigerung habe ich auch gelesen, aber bevor ich das Medikament genommen habe, hatte ich solches Verhalten ja nicht oder ist das jetzt als Minderung von Suizidgedanken zu verstehen, also diese Handlungen zerstören mich zwar auch irgendwie aber eben nicht komplett.

Ich weiß auch nicht so recht, das kommt mir irgendwie so zwanghaft vor und unkontrollierbar.

Ich mache sonst keine Psychotherapie, ich bin aber z.Zt. auch im Ausland und bin mir nicht so sicher wie das hier laufen könnte, kann natürlich auch sein, dass hier ein Einweisungsgrund total anders als in D. ist.

Ich habe einfach nur Angst, dass mein Arzt denkt, dass wenn ich mich selbst verletzen will, es nicht mehr weit mit einem Selbstmordversuch sein könnte (was nicht so ist).

S9ar|axh87


In welchem Land bist du denn, warum bist du dort und wie lange noch?

Eventuell machen so Beratungsstellen wie die Caritas oder die Diakonie Sinn, die bieten oftmals kostenlose psychologische Beratung an, wenn nicht gleich eine ganze Therapie. Aber besser als gar nichts.

Ich denke kaum, dass irgendein Arzt auf der Welt bei SVV direkt an eine Einweisung denkt.

Es ist eigentlich weltweit bekannt, dass SVV und Selbstmordgedanken/-versuche nicht direkt zusammenhängen.

Im Gegenteil dient SVV eigentlich sogar parasuizidal – also als Schutzmaßnahme, um den Druck abzubauen und gar nicht erst zum Selbstmord zu kommen.

Du solltest wirklich dringend zu deinem Arzt gehen und mit ihm reden. SVV ist eine Sucht und wenn du erstmal drinhängst, kann es sein dass es auch ohne AD bleibt. Das wäre nicht so schön, vor allem ja auch weil du vor dem AD ohne ausgekommen bist. @:)

Wie gesagt wenn du es nicht sagen möchtest, sag halt dass du Gedanken daran hast, von mir aus auch zwanghafte Gedanken, an nichts anderes mehr denken kannst.

Wenn du das Land sagst, könnte man ja mal im Internet schauen, was sich dazu finden lässt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das in fast allen Ländern der Welt fast genauso wie in Deutschland abläuft was die Zwangseinweisung angeht!

b*abbFe&lsabjbexl


In welchem Land ich bin, möchte ich hier nicht sagen, bin beruflich hier und noch mindestens 2 Jahre, ich habe schon versucht etwas über google zu finden, aber das ist nicht so einfach.

Ja, wahrscheinlich hast du recht und kein Arzt würde SVV mit Suizidgefahr in Verbindung bringen, das Problem ist halt nur, dass ich wegen Suizidgedanken zu ihm gegangen bin und ihm davon auch berichtet habe (nichts konkretes), ich habe einfach die Befürchtung, dass falsche Schlüsse gezogen werden, aber wahrscheinlich mache ich mir selber nur total Panik.

Sdara8h8x7


Aber selbst wenn er falsche Schlüsse ziehen sollte, ist es für ihn ja noch wichtiger das AD für dich abzusetzen oder es zu wechseln.

Für eine Zwangseinweisung – und die wäre es ja wenn du nicht freiwillig gehen möchtest – braucht es einiges und das ist denke ich in vielen Ländern so. Sonst lies doch mal über Google oder Wikipedia die Gesetze zur Zwangseinweisung durch die in dem Land herrschen in dem du bist.

Ich finde es schon schwerwiegend, wenn du durch ein AD anfängst dich selbst zu verletzen.

Wenn es gar nicht anders geht: AD absetzen – so ausschleichen wie du es eingeschlichen hast nur rückwärts – Psychiater wechseln und den um ein AD bitten und dem kannste ja dann sonstwas erzählen (zb. AD X hab ich vor x Monaten schonmal genommen, hat nichts gebracht, habe angefangen mich selbstzuverletzen, habe es abgesetzt, dann kein SVV mehr, bitte ein anderes AD).

Aber in erster Linie würde ich zu dem jetztigen Arzt gehen und einfach mit ihm darüber reden.

Swarahh8x7


Btw: auch eine verstärkte Suizidalität ist am Anfang der Einnahme von AD nicht ungewöhnlich und sicher auch deinem Arzt bekannt!

bXabbe^lsabxbel


Ok,

danke für deine Antworten! @:)

bZabzbels)abbxel


Eingeschlichen habe ich das AD gar nicht, nehme es von Anfang an in der Dosis wie jetzt auch, die ich denke eher gering ist....

S"aldxo


babbelsabbel

ein Arzt kann nichts gegen Deinen Willen machen, es sei denn, Du bist nachweisbar eine akute Gefahr für andere.andere.und Du bist ja eher eine Gefahr für dich selbst, das zählt nicht

Ansonsten ist er zum Schweigen verpflichtet.

Hast Du auch Angst vor einem Therapeuten? Ich hätte ja viel mehr Angst vor den Selbstverletzungen und dass ich das irgendwann nicht mehr im Griff hätte.

b`abbedl$sabbxel


Hallo Saldo,

nee, für andere bin ich definitiv keine Gefahr.

Ich habe keine Angst vor einem Therapeuten, denke ich, bin mir nicht so sicher, aber zum einen verstehe ich die Sprache hier nicht, geschweige denn, kann ich sie sprechen, mit meinem Arzt habe ich großes Glück, dass er perfekt Englisch spricht, obwohl es mir selber sehr schwer fällt, das zu formulieren, wie ich es auf deutsch sagen würde.

Natürlich habe ich selber Angst vor den Selbstverletzungen, ich schäme mich jetzt schon dafür und wie ich auf blöde Fragen reagieren soll, weiß ich auch noch nicht so recht, aber ich fühle mich irgendwie so hilflos und manchmal ist es mir einfach alles egal...

GGeorgEe_Byrxon


Saldo

der TE befindet sich nicht in Deutschland, wir wissen nicht wo. Deine Aussage stimmt selbst für Deutschland nicht:

ein Arzt kann nichts gegen Deinen Willen machen, es sei denn, Du bist nachweisbar eine akute Gefahr für andere (und du bist ja eher eine Gefahr für dich selbst und das zählt nicht)

In Deutschland wäre genau das – also Selbstgefährdung – ein Grund für eine zwangweise Einweisung. Der TE müsste hier trotzdem keine Angst vor Handlungen gegen seinen Willen haben, da seine "Selbstgefährdung" nicht akut lebensgefährlich und unkontrolliert stattfindet.

TE

wenn Du Dich innerhalb der europäischen Union befindest, hast Du nichts zu befürchten, wenn Du Dich (d)einem Arzt vorstellst und ihm von dem berichtest, was in Dir vorgeht! Es ist hilfreich für den Arzt, wenn Du ihm genau schilderst, was Du fühlst und getan hast.

Wenn Du Dich außerhalb der westlichen Hemisphäre, etwa in nordostasiatischen oder arabischen Ländern befindest, würde ich Dir raten, das hier (oder anderswo) erst abzuklären, gerne auch an mich per PN, bevor Du Dich mit selbstverletzerischen oder suizidalen Themen an lokale Ärzte wendest.

b7abb#elsa^bbxel


Guten Morgen.

Ja, ich bin in der EU, werde versuchen mit meinem Arzt darüber zu reden...

Danke nochmal!

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