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Depersonalisation: Hoffnungsschimmer

k erteknkehlxe hat die Diskussion gestartet


Das ist ein Beitrag für alle die an Depersonalisation/Derealisation leiden und ihre Situation als auswegslos betrachten.

Während meiner schlimmsten Zeit habe ich das Forum auf diverse Hinweise für eine mögliche "Heilung" dieses verfluchten Zustandes gesucht. Jedoch gibt es kaum positive Berichte.

Stattdessen findet man sofort Artikel wie "10 Jahre Depersonalisation" genau das, was man wenn man ganz frisch in diesem Zustand ist nicht hören möchte

Also bei mir wurde diese Depersonalisation akut "ausgelöst" nach exzessivem Kiffen und den darauf folgenden Panikattacken.

Außerdem hatte ich eine jahrelang unbehandelte Angststörung und im 20ten Lebensjahr, als sich alles änderte, Abi geschmissen, Auszug von zu Hause 700km entfernt in die Ausbildung, wenig Schlaf, Stress durch das Drängen von meinen Familienmitgliedern die Fahrschule weiterzumachen u.a. (es kam noch einiges dazu hier nur ein paar Beispiele), hat es schließlich geknallt. Ab August 2011 steckte ich in diesem Zustand, hatte jeden Tag Panikattacken, extreme Kopfschmerzen, hypochondrische Ängste, welche sich von Schizophrenie bis Borreliose oder Zwangsgedanken erstreckten.

Aber zurück zur Depersonalisation. Sie ist weg. Seit 2 Wochen. Ich habe sie also ungefähr 1 Jahr mit mir rumgetragen.

Ich denke, dass es besonders wichtig ist immer zu wissen dass die DP der Teil einer Gesamtsymptomatik ist. Außerdem sollte man in dem Fall nicht wie ich manchmal 4 Stunden oder länger am Stück recherchieren und recherchieren um das, was mit dem Kopf abgeht irgendwie zu verstehen. Am wichtigsten ist es sein Leben irgendwie zu Leben. Mir ist es sehr schwer gefallen.

Außerdem sollte man sich einen relativ gesunden Schlafrythmus zulegen. Jedes Mal, wenn man wieder nach einer durchzechten Nacht aufwacht ist man nach meiner Erfahrung gefühlsmäßig Krankenhausreif.

Aber am allerwichtigsten ist es sich selbst und seinem Kopf zu vertrauen, dass er von selbst wieder rausfindet. Manche haben geschrieben, dass der Kopf sich irgendwann dran gewöhnt und es nach drei Monaten chronisch ist und man nur noch lernen kann damit umzugehen.

Das halte ich für Quatsch. Viele Psychologen sind meiner Erfahrung nach sehr wenig mit dem Thema vertraut Die Sache an der Dp ist, dass sie so lange bleibt, wie der Kopf es für nötig befindet geschützt werden zu müssen.

Da rauszukommen gibt es verschiedene Wege ( wie ich sagte je nach Ursache). Die DP/DR kann Symptom für Borderline, Depression, Angstörung, Traumata und vieles anderes sein. Das heißt beim Trauma empfiehlt sich eine Traumatherapie. Bei Angststörungen die prophylaktische Behandlung mit Antidepressiva kombiniert mit einer Therapie usw.

Was sich auch als sehr wirksam erwiesen hat sind sogenannte Aufmerksamkeitsübungen. Eine davon ist z.B. sich mit einem technischen Buch in ein viel besuchtes Café zu setzen und ganz genau darauf zu achten alles zuverstehen. Dann gibt es die Übung beim Sitzen oder liegen einen Punkt an der Wand zu suchen und den fixieren. Dann die Gedanken einfach kommen lassen und drehen und wenden und betrachten, aber nicht formen. Wichtig ist, dass alle Gedanken so genommen werden wie sie sind.

Wie gesagt nur Mut, und haltet euch immer vor den Augen, dass das eine vorrübergehende Sache ist.

Und vor allen Dingen dachte ich immer, dass ich ein glücklicherer Mensch sein werde, wenn raus bin, das ist leider nicht so. Auch ist die Hypchondrie noch da, und so bin ich gerade 100% davon überzeug Borderliner zu sein. Dazu hat sich eine mittlere Depression eingeschlichen. Aber wie gesagt dieser Zustand ist überwindbar

Sollte ich aus dem Forum inaktiv sein, und irgendjemand dringend Hilfe oder Ratschläge braucht, so kann er/sie mich gerne auch unter meine E-mailadresse anschreiben

nonb_griot@yahoo.com

Ich wünsche euch alles Gute

Antworten
IKllu^min5ato


Schön sowas zu hören. Ich leide jetzt seit ca. 6 Monaten ununterbrochen daran und habe etliche Symptome und auch noch zu den Unwirklichkeitsgefühlen so Fäden und Punkte die ich auf beiden Augen sehe.

Danke für deinen Beitrag, der macht mir Hoffnung.

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