» »

Währenddessen erregt es mich, danach fühle ich mich schlecht

l)eox70 hat die Diskussion gestartet


Ich gerate immer wieder in Situationen, die ich als demütigend oder erniedrigend empfinde. Um ehrlich zu sein, muss ich wohl sagen, dass ich diese Erfahrungen sogar aktiv suche. In der Situation selbst empfinde ich dabei oft sexuelle Erregung, danach fühle ich mich aber oft schlecht. Trotzdem mache ich es immer wieder.

Versteht das jemand? Kann jemand mir erklären, warum ich so bin? Und wie ich das ändern kann, um mit mir ins Reine zu kommen?

Antworten
.CX.


Situationen, die ich nur in Erregung angenehm empfinde und mich deswegen scheinbar "unbewußt" dahin manövriere, kenne ich auch. Danach merkt man sofort, daß so eine Situation es eigentlich gar nicht hergibt, erregend empfunden zu werden. Ist schon blöd. Da muß man schon einen starken Willen haben. Vorher :-)

l3exo70


@ .X.:

Das ist eben das Problem, dass es sich vorher / währenddessen ganz anders anfühlt als danach! :-(

a#.vfisxh


leo70, mit der Problematik bist Du ja nicht allein. Manche devote/masochistische Menschen haben Probleme damit, ihre Moral und Erziehung mit ihren Neigungen in Einklang zu bringen. Letztendlich ist das Gedankenarbeit, die kann Dir keiner abnehmen. Sammel vielleicht die "Gegenargumente" mal ganz bewusst – 'Sowas macht man nicht' oder 'Das ist pervers' oder was auch immer. Und dann widerlegst Du sie, mit eigenen Argumenten oder anfangs vielleicht auch mit Aussagen anderer. Z.B. der Aussage, dass erlaubt ist, was gefällt, solange kein Unfreiwilliger dabei zu schaden kommt, nachzulesen bei med1. ;-)

Wenn Du Dir häufiger bewusst machst, das Du kein schlechtes Gewissen zu haben brauchst, weil Du Dir diese Dinge erlaubst und weil Du weißt, dass sie in Ordnung sind, dann wird eventuell mit der Zeit Dein Gefühl dem folgen und aus dem Behelfskonstrukt wird eine Überzeugung.

a .fxish


Achso, die andere bzw, ergänzende Idee wäre, Deine Neigung nur noch im geschützten Rahmen auszuleben. Mit Menschen, die verstehen, was da bei Dir passiert und die Dich hinterher wieder auf ihre "Ebene" holen, indem sie Dir danach wieder als gleichberechtigten Menschen in die Augen sehen. Falls Dir das dann immer noch etwas gibt.

lReo7x0


@ a.fish:

Ja, das ist mein Problem: Ich weiß, dass es sich so nicht gut anfühlt, aber ich weiß nicht, wie ich es ändern soll:

- Soll ich versuchen, mein negatives Gefühl nachher zu ändern und zu meinem positiven Gefühl währenddessen stehen?

- Oder soll ich versuchen der Perspektive, die ich nachher habe, die Oberhand gewinnen zu lassen und solche Situationen dementsprechend vermeiden?

Dein zweiter Vorschlag klingt sehr attraktiv, so ein wenig nach sowohl als auch... Leider sind das nicht dieselben Menschen, die von denen ich mich verstanden fühle und die, die mir diese (zweifelhafte?) Erregung verschaffen...

G~eorg^e_Byroxn


Ich gerate immer wieder in Situationen, die ich als demütigend oder erniedrigend empfinde. Um ehrlich zu sein, muss ich wohl sagen, dass ich diese Erfahrungen sogar aktiv suche. In der Situation selbst empfinde ich dabei oft sexuelle Erregung, danach fühle ich mich aber oft schlecht. Trotzdem mache ich es immer wieder.

Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber was spricht dagegen, Dir für diese Situationen und diese Phantasien einen rein sexuellen Schauplatz zu suchen? Also diese Gefühle nicht mehr ungut im Alltag auszuagieren, sondern in einem geschützten Rahmen und ohne Gefahr der Eskalation?

WCeindenfxee


Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber was spricht dagegen, Dir für diese Situationen und diese Phantasien einen rein sexuellen Schauplatz zu suchen?

So sehe ich das auch. In welchen Situationen fühlst du dich denn durch Erniedrigung erregt? Sind das sexuelle Situationen? Oder passiert dir das eher im Alltag, unabhängig davon? Du musst natürlich nicht Antworten, wenn dir das zu persönlich ist.

Es gibt ja ganz ganz viele Menschen, die im sexuellen devot veranlagt sind. Das ist in meinen Augen keine Störung. Und viele Menschen haben sich nach einer hemmungslosen Nacht wohl auch schonmal mit hochrotem Kopf gefragt, ob man xyz da letzte Nacht wohl wirklich getan hat ;-D

Stöbern doch mal ein wenig im Netz, auch hier auf med1, und du wirst sehen, wie normal das in der Sexualität

ist. Nur weil in Hollywood am liebsten Blümchensex angedeutet wird, heißt das nicht, dass in echten Schlafzimmern nichts anderes passiert ;-D ;-)

MMadame' Chmarent'on


Ich gerate immer wieder in Situationen, die ich als demütigend oder erniedrigend empfinde.

ich frage mich gerade was das für Situationen sind und mit wem?? könntest du mal ein wenig genauer werden bitte? *:)

a1.fxish


– Soll ich versuchen, mein negatives Gefühl nachher zu ändern und zu meinem positiven Gefühl währenddessen stehen?

- Oder soll ich versuchen der Perspektive, die ich nachher habe, die Oberhand gewinnen zu lassen und solche Situationen dementsprechend vermeiden?

Das kann Dir keiner sagen. Ich persönlich sehe in solchen Neigungen keine Gefahr und keinen Grund, sie abzuschaffen. Ich finde es geradezu schade, wenn Menschen sich selbst in irgendeine gesellschaftliche Konvention einnorden, weil sie das Gefühl haben, das tun zu müssen. Gerade die eigene Sexualität mit all ihren Eigenheiten ist etwas so persönliches, das sollte man sich nicht verweigern.

Leider sind das nicht dieselben Menschen, die von denen ich mich verstanden fühle und die, die mir diese (zweifelhafte?) Erregung verschaffen...

Aber das könnte man ja vielleicht ändern? :-)

l^eox70


ich frage mich gerade was das für Situationen sind und mit wem?? könntest du mal ein wenig genauer werden bitte?

Also ich weiß nicht, wie genau ich das hier beschreiben kann, ohne dass das gelöscht wird oder die Diskussion beendet wird...

Mit wem? Mit meiner Ex und Leuten aus ihrem Freundeskreis, mit einer Kollegin, mit Zufallsbekanntschaften...

Was für Situationen: Beleidigungen, Beschimpfungen, Verspottungen, Befehle, Schläge, körperliche Überwältugung, bestimmte sexuelle Praktiken (z.B. aus den Bereichen Natursekt, Golden Showers), sexuelle Benutzung, Erniedrigung vor anderen...

l'eox70


was spricht dagegen, Dir für diese Situationen und diese Phantasien einen rein sexuellen Schauplatz zu suchen?

Was genau meinst du mit dem rein sexuellen Schauplatz?

Also diese Gefühle nicht mehr ungut im Alltag auszuagieren, sondern in einem geschützten Rahmen und ohne Gefahr der Eskalation?

Das Problem ist halt, dass ich das im Alltag nicht so einfach ausschalten kann...

l2eo7x0


Ich persönlich sehe in solchen Neigungen keine Gefahr und keinen Grund, sie abzuschaffen. Ich finde es geradezu schade, wenn Menschen sich selbst in irgendeine gesellschaftliche Konvention einnorden, weil sie das Gefühl haben, das tun zu müssen. Gerade die eigene Sexualität mit all ihren Eigenheiten ist etwas so persönliches, das sollte man sich nicht verweigern.

Das klingt gut. Aber ich ecke eben auch an deswegen. Bekomme Probleme. Werde nicht mehr respektiert. Und fühle mich dann auch selber nicht mehr gut...

Mmadame ACmharsentoxn


das ist doch keine außergewöhnliche Neigung ;-)

nur solltest du das Ganze vielleicht eher privat ausleben, wenn du ansonsten dadurch Probleme bekommst (inwiefern bekommst du überhaupt Probleme?)

vl. solltest du dich über deine Neigung auch in BDSM-Foren austauschen, um besser damit klarzukommen - ich denke nämlich auch dass es sich nach dem ausleben deiner Neigung schlecht anfühlt, weil du Gewissensbisse hast....dazu gibt es aber keinen Grund *:)

GyeorgeZ_By*ron


Was genau meinst du mit dem rein sexuellen Schauplatz?

- Sexualität in einer Beziehung mit einer Partnerin, die ebensolche Neigungen leben will

- Sexualität außerhalb einer Beziehung, mit einem Anderen.

- schließlich gibt es auch halbkommerzielle oder kommerzielle Angebote; hier fehlen mir aber die Erfahrungen. Schlussendlich gilt für alle diese Lebensformen: Du musst Dich wohl damit fühlen (oder halt auf eine erregende Art nicht ]:D ) , weiter das wichtige Motto Safe, Sane, Consensual (Sicher, gesund, auf Gegenseitigen Wünschen beruhend).

Mir persönlich ist beispielsweise sehr fruchtbare und schöne Dreier-Situationen bekannt, in denen eine Frau mit devoter Sexualität sehr liebevoll mit ihrem (Ehe)Mann zusammen lebt, aber parallel eine offene, rein sexuelle Beziehung zu einem anderen Mann aufgebaut hat, mit dem sie ihre Neigungen ausleben kann.

Das Problem ist halt, dass ich das im Alltag nicht so einfach ausschalten kann...

Das ist kein Problem. Andere können auch nicht einfach weggucken, wenn ein Minirockmädchen vorbeiläuft. Sexualität funktioniert weder auf Knopfdruck noch lässt sie sich einfach "wegdrücken." Wenn Du es aber schaffst, Deine Neigungen befriedigend und ohne Gefahr für Dich auszuleben, wird sich dieser Druck im Alltag vielleicht verringern oder verschwinden.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH