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Unfall- habt ihr immer noch Angst?

aX.ftish


Ich saß im Auto und bekam eine Angstattacke nach der anderen. Ständig ging es in meinem Kopf: Er fährt zu schnell, da ist die Straße nass, da ist Schmutz auf der Straße, da könnte jetzt ein Reh aus dem Maisfeld kommen.... Ich dachte ich dreh durch. Zitternd stieg ich dann aus dem Auto, bin total fertig. Ständig jault der Motor in meinen Ohren, ständig läuft mir dieser Film..

Kontraproduktiv. Solche Gedanken musst Du abwürgen. Sag Dir einmal, dass Deine Angst verständlich, aber fehl am Platze ist. Und dabei bleibst Du. Keine Diskussionen im Kopf, da muss man mal streng mit sich sein. ;-)

Und dann machen, machen, machen – als wäre es ganz selbstverständlich. Ist es ja auch. Hast Du eine Maschine, mit der Du gerade fahren kannst? Das wäre wichtig. Nicht warten. Nicht einnisten lassen.

Am besten wärs, wärst Du durch äußere Umstände zum Fahren gezwungen, aber das wird sich wohl nicht einrichten lassen. ":/

Hyelia /80


Ja, hab meine Maschine da. Die Bremse ist repariert und sie ist fahrbereit. Gezwungen werd ich nicht zum fahren, hab ja noch das Auto. Und das ist gut in Schuß, da geht jetzt auch nichts kaputt ausser ein Marder würd sich wo durchbeissen oder so...

Ich hab gestern die Maschine angelassen. Hab sie eine Zeitlang laufen lassen wegen der Batterie. Und ja, als ich dann so dastand und die Hände auf den vibrierenden Lenker legte da dachte ich echt: WER bist du denn dass du jetzt so nen Schiss hast??

Und morgen fahr ich. Punkt. Heute komm ich nicht mehr dazu, muss auf eine Beerdigung. Habe mir jetzt vorgenommen mit kleinen, einfachen Strecken anzufangen.

So kann das echt nicht weitergehen. Auch schon wegen meinem Freund, kann ja auch nicht angehen dass ich jedesmal in Panik verfalle sobald er aufsteigt. :|N

H0eli a 8x0


Hab mich auch heute vormittag lange mit einer Freundin am Telefon darüber unterhalten. Die fährt selber, ihr Mann ist auch im Club dabei und hat mein Bike repariert. Je mehr ich drüber rede, desto leichter wirds. Dachte erst die stempeln mich jetzt alle als Feigling ab. Aber überhaupt nicht. Die Mädels haben mir alle angeboten mit mir eine Runde zu drehen damit ich nicht allein bin. Wobei, das muß ich mit mir selber ausmachen. Aber das Angebot freut mich.

Je öfter ich es durchkaue, je mehr wir von anderen reden die ebenfalls Angst hatte desto besser wird es.

Hoffe das es morgen gut läuft. @:)

a[.fixsh


Die Mädels haben mir alle angeboten mit mir eine Runde zu drehen damit ich nicht allein bin. Wobei, das muß ich mit mir selber ausmachen.

Das fände ich wiederum völlig ok, dass Du Dir erstmal jemanden mitnimmst.

Je öfter ich es durchkaue, je mehr wir von anderen reden die ebenfalls Angst hatte desto besser wird es.

:)^

Viel Spaß morgen!

Hvelika x80


Das fände ich wiederum völlig ok, dass Du Dir erstmal jemanden mitnimmst.

Ich fühl mich beim alleine fahren wohler. Das war schon immer so. Darum erstmal alleine.

Danke! @:)

aP.fisxh


Achso, na dann ist allein natürlich besser. Ich bin übrigens total neidisch. Ich würd nämlich auch so gerne Motorrad fahren lernen, aber ich hab schon zu viel Angst vor der Fahrprüfung. ;-D Also genieß das morgen gefälligst, Motorrad fahren ist toll. ;-)

M,ollien"cxhen


Ich hatte nur mal einen Fast-Unfall. Mit 180 auf der Überholspur, wollte an zwei hintereinander her fahrenden LKW, die auf der rechten Spur fuhren, vorbei, plötzlich schert der hintere aus, ohne Blinken, ohne alles. Ich in die Eisen, auf den Bremsen gestanden, Auto zieht nach rechts, ich sah mich schon im Graben. Bin dort zum Glück nicht gelandet. Den Rest der Strecke dann aber mit 80 weitergezuckelt.

Seitdem kriege ich Herzrasen, wenn ich an mindestens zwei hintereinander her fahrenden LKW vorbei soll. In der Innenstadt krieg ich sogar Schiss, wenn ich neben 'nem Bus fahren soll.

Was mir hilft, trotzdem vorbei zu fahren, ist, zu mir selbst sagen: "Ich hab jetzt Mordsschiss, aber ich fahre einfach trotzdem vorbei." Macht das Gefühl dabei nicht unbedingt besser, aber ich muss wenigstens nicht die ganze Strecke lang hinter denen bleiben. 'Ne Garantie, dass es nicht wieder passiert, hat man ja nie...

H%el}ija Q80


So, ich bin gefahren. 20 km und nicht schneller als 80 km/h. Schöne gerade Strecke, gut ausgebaut. Was soll ich sagen? Ich hatte den ganzen Tag eine Scheißangst, hab gezittert wie Espenlaub und kurz bevor ich los bin hatte ich das Gefühl als müsste ich mich gleich übergeben. Aber ich bin gefahren. Erst dachte ich ich schmeiß sie schon auf dem Parkplatz um weil meine Beine so zittrig waren. Als ich dann auf der Straße war gings. Aber das schlechte Gefühl bleibt.

Wie es nun weitergeht weiß ich ehrlich nicht. Verkaufen oder nicht verkaufen?? Weiterfahren oder nicht? Auf alle Fälle will ich sie jetzt nicht in die Garage stellen/verkaufen und vor meiner Angst kapitulieren. :|N Ne, SO nicht. Wenn ich sie verkaufe dann erst nachdem die Angst weg ist. Sonst kann ich mich selber nicht mehr im Spiegel angucken. Sturschädel eben.

Ich danke euch allen für eure Berichte und wünsche euch alles gute! @:) :)_

bGrNight&Bshxiny


interessanter Faden.

Ich hatte als Beifahrer einen Autounfall mit dreifachem Überschlag, nach dem die relativ leichten Verletzungen wieder in Ordnung waren bin ich problemlos wieder gefahren. Als ich nach Wochen das erste mal als Beifahrer wieder im Auto saß bemerkte ich, so schnell hat mein Herz noch nie gerast, ich habe gezittert und die Fahrerin gezwungen entweder total langsam zu fahren oder mich auf der Stelle raus zu lassen, es war wirkliche Panik. Was du da zur Zeit fühlst kann man nachvollziehen wenn man selber mal so einen Kontrollverlust hatte.

Es ist eine totale Zwickmühle. Ich liebe dieses Motorrad und habe Angst sie zu fahren.

Angst ist ja nicht unbedingt ein schlechter Begleiter, aber gegen die Angst vor dem Kontrollverlust kann man sicher mit ein paar Therapiestunden was regeln, Atemübungen, Konzentration auf das Wesentliche legen usw. da gibt es bestimmt gute Ansätze und Tipps beim Fachmann.

Ich habe nichts gemacht, die Panik ist bis heute geblieben sobald ich Autos sehe die nicht in der Spur bleiben, wackelnde Lkws oder wenn ich Beifahrer bin.

Danach lief sie zwar ruhiger aber ich hab immer das Scheißgefühl dass sie plötzlich wieder aufjault und es mir die Kiste unterm Arsch wegzieht.

Solche Sätze kann nur eine richtige Bikerlady formulieren ;-D ich glaub wenn man da wirklich freude dran hat ist es besser was zu unternehmen, ehe man sich den Fahrspaß auf Dauer mit Panik ruiniert :)*

b!ia(nd&bi


Ich hatte mal einen Autounfall auf der Autobahn (ich Beifahrer). Seitdem konnte ich nirgendwo mehr mitfahren. Nach 6 Jahren bin ich dann doch mal zur Psychotherapie. Seitdem fahre ich wieder mit, zwar immernoch ungern, aber ohne diese Panikattacken....

LCouisYiFana


Schwerer Verkehrsunfall, unverschuldet. Wir wurden abgedrängt und sind mit geschätzten 80 - 90km/h in den Graben geschleudert, zweieinhalb Mal überschlagen, Unfallverursacher nie gefaßt. Wir drei hatten diverse Knochenbrüche, Hirnschleudertrauma und teilweise Wirbelkompressionsbrüche. Ich bin als Einzige aus dem Auto-Wrack gekommen, wie, weiß ich nicht mehr, hab wohl die Scheibe eingetreten oder sie war schon kaputt, ich dachte nur, wir sind wer weiß wohin geflogen und keiner hats gesehen, wir werden hier alle verrecken, wenn ich keine Hilfe hole. Als ich draußen war, sah ich aber schon Leute anrennen kommen. Ein paar Minuten später war ich nicht mehr in der Lage, mich zu bewegen.

Auch wenn ich nicht am Steuer gesessen habe sondern auf der Rückbank, hatte ich, als ich aus dem Krankenhaus kam, ein mulmiges Gefühl. Hab mir dann gesagt, wenn ich JETZT nicht sofort wieder in ein Auto steige und fahre, tue ich es vielleicht nie wieder. Bin also wieder hinters Steuer mit übelst Schmerzen (hatte eine serielle Rippenfraktur, und davon hat man noch monatelang was), eigentlich war ich nicht fahrtauglich, aber es war trotzdem gut, dass ich es nicht vor mir hergeschoben habe.

MPollUienchxen


@ Helia 80

Weiterfahren oder nicht?

Auf jeden Fall weiterfahren.

Erlaube Dir, die Angst zu haben, und versuch nicht, sie zu unterdrücken, das macht die Sache um einiges leichter. Und dann fahr trotz Angst.

J,uliXanxia


Puh, ich hatte schon diverse Fahrradunfälle. Einer führte zu einem Krankenhausaufenthalt wegen Verdacht auf Milzriß; ein anderer zu mehreren Monaten Spaß mit einer geprellten Rippe; ein weiterer zu einem Halbpanda-Look für einige Wochen wegen eines fetten Veilchens.

Ich passe seitdem deutlich mehr auf, was genau vor meinem Lenkrad passiert oder herumsteht. Ich bin zögerlich und bremse ab, wenn mir jemand zu dicht entgegenkommt oder zu dicht überholt. Bei Straßenbahnschienen-Überquerungen passe ich extremst auf. Vor den bekloppten Autofahrern, die die Türen einfach so auf den Fahrradweg aufmachen ohne sich umzuschauen, fürchte ich mich auch, bzw werde stinksauer, wenn mal wieder so ein Depp am Werk ist.

Trotzdem fahre ich weiterhin Fahrrad. Ich bevorzuge es aber, leichte Umwege mit weniger bekloppten Autofahrern und Bussen zu nehmen statt der näheren Strecke.

Ccoylib/ri_


Ich bin ein paar Mal vom Pferd geflogen – kein Problem nachher. Verschiedene Stürze – kein Problem. Im letzten November hatte ich einen Autounfall – auf trockener, sauberer Strasse mit 30 km/h ins Schleudern geraten. Unverletzt, aber das Gefühl, als der Hintern des Autos so völlig unerwartet und aus nicht ersichtlichem Grund abschmierte, war echt widerlich.

Ich bin am selben Tag schon wieder gefahren (tägliche Fahrten sind beruflich unumgänglich). Anfangs bin ich oft zusammengezuckt und hab' Panik geschoben, weil ich meinte, das Auto abschmieren zu fühlen. Innert ca. 6 Monaten hat sich die Angst dann nach und nach abgebaut. Das Auto gegen ein anderes – sicherheitstechnisch besseres – auszutauschen, hat dabei geholfen, ebenso wie bewusstes Unterdrücken der Angst. Heute ist selber fahren wieder unproblematisch, beifahren zeitweise in Abhängigkeit des Fahrers; Taxifahrten sind der Horror, mit einem vertrauten Fahrer geht's einigermassen noch schwierig, aber viel besser als am Anfang.

Also: Maschine austauschen (andere ausleihen?) und regelmässig fahren, wenn es Dir wichtig ist, weiterhin zu fahren! @:)

HYeli*ax 80


aber das Gefühl, als der Hintern des Autos so völlig unerwartet und aus nicht ersichtlichem Grund abschmierte, war echt widerlich.

Genau dieses Gefühl meine ich, wenn man dabei noch auf dem Asphalt landet ists noch wiederlicher. %:|

Also: Maschine austauschen (andere ausleihen?) und regelmässig fahren, wenn es Dir wichtig ist, weiterhin zu fahren!

Ne andere ausleihen wird schwer, mein Freund würd mir die seine zwar geben, die ist aber um einiges schwerer, größer und schärfer als die meinige. Und auch ein ganz anderer Typ. Ich habe eine Chopper seine ist ein Tourer. Nach 11 Jahren Chopper und dann auch noch mit Angst wird das schwierig mit dem umgewöhnen. Die ist auch höher und ich kann sie nicht so leicht händeln wie die meinige. Hat auch nen ganz anderen Schwerpunkt.

Austauschen- mal sehen. Ich häng halt so an meinem Schätzchen, will gar keine andere. Sie fährt sich wirklich toll. Aber ich werde jetzt täglich wieder üben. Erstmal kurze Strecken und dann sehen wir weiter. Ich kann noch gar nicht sagen ob ich sie dann nächstes Jahr verkaufe oder nicht. Wie gesagt, es kommen noch ein paar kostspielige Reperaturen dazu die sie eigentlich mit ihren 23 Jahren gar nicht mehr wert ist.

Ach ich weiß auch nicht, hab mir schon so den Kopf drüber zerbrochen. War auch schon soweit dass ich gesagt habe ich verkauf sie und fahre nie wieder. Und dann hab ich sie kurz angelassen, dann war ich wieder soweit dass ich sagte: Ne, ich fahr wieder und zwar mit ihr.

Verwirrend, ich weiß. %:|

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