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Kind mit Adhs, habe keine Nerven mehr

fveeOfexlice


Einen lieben Grüss an alle tapferen Frauen, die jeden morgen früh auf den Beinen sind um Tag für Tag und Jahr für Jahr für ihre Kindern da zu sein, und abends spät ins Bett fallen oft erledigt und müde... um die Kräfte für nächsten Tag zu haben. Das ist Liebe. Und davor habe ich tiefe Achtung – unabhängig von den Ausrütschern die uns allen ja passieren... Für all die Mamis: :)* :)* :)*

mbarika; s txern


liebe bedeutet aber auch, sich hilfe zu holen, wenn man überfordert ist.

jgaOde8x0


ich finde den letzten satz von marika wirklich toll!!!

ein kind mit adhs ist eine absolute herausforderung für die ganze familie und oft geht man an seine grenzen.

Mir fehlt langsam das Verständnis... für´s eigene Kind... wie erbärmlich!

nein, es ist nicht erbärmlich. der alltag ist einfach zermürbend, dazu kommt der druck von außen. irgendwann fehlt einem dann auch einfach die kraft. und manchmal reagiert man in solchen extremsituationen auch so, wie man es eigentlich nie wollte.

schade, dass dir die familienberatung nicht helfen konnte, es ist leider auch immer eine glückssache, an wen man da gerät. was habt ihr denn sonst für möglichkeiten? was laufen neben der medikation für therapieversuche? hast du auch möglichkeiten, etwas für dich zu tun?

es gibt zum beispiel ein eltertraining für eltern von adhs-kindern oder auch selbsthilfegruppen. vielleicht hilft es dir das. hast du unterstützung durch familie?

dTas_Dgor*eencHhen


Hallo und ein liebes Drückerchen für die Mom,

Eine Ohrfeige ist nicht der Weltuntergang. Ich (mittlerweile 40 und selber Kinder) hab auch welche bekommen und liebe meine Mutti trotzdem noch. Nur schlechte Muttis machen sich keine Gedanken.

Ich weiß jetzt nicht ob es ein guter Rat ist aber es hört sich für mich so an, als wäre der Kleine unterfordert. In der Schulzeit ist er still, demnach ist er sehr wissensdurstig. Er baut die interessanten Dinge aus seinem Spielzeug aus? -hat mein Bruder auch gemacht (zu meinem Ärger immer aus meinen Spielsachen) und dann aber die tollsten Erfindungen daraus gebaut. Gib ihm vielleicht mal ein altes Radio zum reparieren oder andere alte Sachen und äußere einen Wunsch was er daraus bauen soll. Vielleicht mag er auch schneidern und macht deshalb seine Sachen kaputt. Vielleicht mag er Nähen lernen.

Mag er Sport? Sportvereine sind toll. Kind ist beschäftigt und Mom hat Pause.

Viel Kraft und nimm Dir auf jedenfall auch mal das Recht auf Freizeit :)*

S"hukCix87


Ich weiß jetzt nicht ob es ein guter Rat ist aber es hört sich für mich so an, als wäre der Kleine unterfordert

Der Gedanke kam mir gerade auch, beim Lesen des Fadens.. Kannst ja mal versuchen, gerade am Morgen, ihn in die Sachen mit ein zu beziehen: "Kannst du deiner Mami einen lieben Gefallen tun und helfen? Holst du mir bitte die Schüssel..", oder "streichst mir bitte ganz toll die Brote" oder was möglich ist(das Alter konnte ich grad nicht raus lesen, sorry!), natürlich unter Anleitung (mit dem Ziel, dass er es mal selbstständig macht und kann). Wenn es klappt wer es natürlich toll, aber muss nicht heissen das es klappt, aber ein Versuch schadet ja nicht ;-) .

Mein Bruder, absoluter ADHSler, Dauerhüpfer und "Problemkind in der Schule, war so im nachhinein auch unterfordert. Er ist 5 Jahre jünger als ich und wo ich die Oberstufe (9. Klasse Realschule) besuchte und bei meinen Hausaufgaben (Mathe) nicht weiterkam, wusste er mir immer zu helfen.. obwohl er es noch nie in der Schule hatte :-) Später bekam er dann Medikamente und seither ist er ruhiger geworden, kann sich besser konzentrieren und beucht die Kanti (ist ne Schule nach der Sekundarschule, in der Schweiz, ich denke vergleichsmässig sowas wie Uni/ oder College). Natürlich hat er immer noch da und dort Schwierigkeiten (vor allem in sozialen Dingen oder selbständig sein). Aber der Umgang mit ihm ganz allgemein geht viel leichter und im vergleich zu früher nicht zu topen :)^

Vielleicht hat dein Kind ja auch noch nicht das passende Medikament/ Therapie (?) oder nicht die passende Dosis. Gibt ja verschiedene Medis und nicht jeder reagiert gleich oder auch auf die Dosis die empfohlen wird. :)_ Lass dich drücken, bist eine liebevolle Mutter, nur im Moment hast du es sehr schwer, aber mit Hilfe für dich und dein Kind, kannst du das packen! :)*

maarika6 stxern


ich finde es erschreckend, wie hier körperliche gewalt gegenüber einem kind relativiert wird. doch, eine ohrfeige ist ein weltunterang und ja, sie macht einem erstmal zu einer schlechten mutter, da anzunehmen ist, dass sie nur die spitze des eisberges ist. ich finde nicht, dass man da irgendwas schönreden sollte. natürlich kann so etwas passieren, das heißt aber nicht, dass es passieren darf, sondern das es sich um den absoluten eltern-supergau handelt und man es auch genaus so behandeln sollte.

m{arikaB Usterxn


und weil ich nicht nur draufschlagen will, sondern auch konstruktiv sein, würde ich zu einer verhaltenstherapie raten - und zwar der mutter. einfach, damit du lernst, wie du mit situationen umgehst und die nicht so nah an dich heran kommen lässt.

d&ajs_0Dore*enchen


@ marika stern

erzähl doch mal, ob Du auch Kinder (mind.2) hast. Auch ein Kind mit ADHS? Kinder schon groß?

Dann würde mich nochmal interessieren ob Dir noch nie im Leben aus Verzweifelung die Hand ausgerutscht ist.

Sie ist keine schlechte Mom und muss auch nicht zur Verhaltenstherapie!

Gib doch lieber mal hilfreiche Tipps, wie man ein Kind welches spuckt, tritt und völlig abgedreht ist, beruhigt und wieder glücklich macht. Denn nur damit hilfst Du.

mbarikwa seterxn


bestimmt nicht, indem man ihm eine knallt %-|

sondern damit, dass man selber stabil bleibt und in der lage ist, dem kind, das wie rumpelstilzchen um einen rumhüpft den nötigen ruhepol zu geben ohne selber auch das hüpfen anzufangen.

und ja, ich habe kinder und ich denke nicht, dass sich der umgang mit einem adhs-kind wesentlich von dem mit einem normalen kind unterscheidet - es ist nur um etliches anstrengender und bedarf somit bedeutend mehr innerer festigkeit.

und richtig die hand ausgerutscht im sinne von ohrfeigen ist mir noch nie, als ich aber kurz davor war habe ich unter anderem deswegen eine verhaltenstherapie gemacht. das ist nichts schlimmes, zu dem man hin muß, sondern eine wichtige hilfestellung, um mit sich selber wieder so weit ins reine zu kommen, dass man im leben nicht nur noch am strampeln ist.

s:chni$eki


ich würde auch mal nach selbsthilfegruppen suchen und ob es vielleicht eine familienhilfe gibt, die sich auch mit adslern auskennt.. dass so jemand allgemeines vom JA da null nutzen hat, kann ich schon verstehen.

macht der junge denn irgendeinen sport? vielleicht muss er sich auch einfach mehr körperlich auspowern.

m1arika qsterxn


das problem ist doch ein teufelskreis zwischen mütterlichem und kindlichem verhalten. ich denke, dass es immer einfacher ist, bei der mutter anzusetzen als beim kind

Iln-Kiog Nixto


und ja, ich habe kinder und ich denke nicht, dass sich der umgang mit einem adhs-kind wesentlich von dem mit einem normalen kind unterscheidet – es ist nur um etliches anstrengender und bedarf somit bedeutend mehr innerer festigkeit.

Das stimmt einfach nicht.

Ich habe gestern auch noch darüber nach gedacht und das mit der Unterforderung ist mir auch gekommen :)

mein Sohn ist mit 7 als hochbegabt diagnostiziert worden und sein ganzes Verhalten wurde immer darauf geschoben.

Wir haben uns damals der HB-Diagnose angepasst und er hat viele Kurse von passenden Vereinigungen besucht – und im Gym 5. Klasse z.B. auch Wahlkurse für größere Klassen.

In allen Kursen und Wahlkursen der Schule, die ihn gefordert und die ihm Spaß gemacht haben, hatte er ein tadelloses Verhalten.

Im normalen Unterricht KANN er das einfach nicht (er dreht nicht auf, er schläft und ist abwesend, also eigentlich auch "ruhig", was im Gym aber nicht so angesagt ist)

Und am schlimmsten ist es dann bei den Hausaufgaben, die ja noch mal Wiederholung bedeuten ....

das mit dem Haushalt ist sehr schwierig, zumindest bei unserem.

Wenn man z.B. sagt:

hol mal das und das und mach mal das und das (Getränke in Keller etc..),

dann trödelt er stundenlang rum, kommt nicht zu Potte....

Diskussionen, Ermahnungen...

nun ist meiner friedlich und läßt sich so lange ermahnen, bis er irgendwann gemacht ist...

aber wenn jemand – wie das Kind der TE – allergisch reagiert, hat man noch mehr Ärger und das ist die Flasche im Keller nicht wert.

Schwierig. :-|

Am besten wäre vielleicht ein ausgleichendes Hobby, mit dem er sich beschäftigen kann, was ihn gedanklich auch bei der Stange hält und ihn vom Alltagskram zu Hause ablenkt?

So haben wir das mit der Grundschule gemacht:

nebenbei eben die anspruchsvollen Kurse, damit er die langweiligen Stunden in der Schule besser aushalten konnte....

so die Theorie :=o

I2n-KLog Nixto


....

habt Ihr schon mal an Sozialtraining gedacht?

Das gibt es über Autismusberatungsstellen...

oder eben über die diagnostizierende Einrichtung.

Sqhukix87


marika stern

und ja, ich habe kinder und ich denke nicht, dass sich der umgang mit einem adhs-kind wesentlich von dem mit einem normalen kind unterscheidet – es ist nur um etliches anstrengender und bedarf somit bedeutend mehr innerer festigkeit.

Wenn du kein ADHS Kind hast, finde ich es gewagt von dir und auch wirklich unpassend, da du keinerlei Erfahrung im Umgang damit hast, das so zu behaupten bzw. "fast" gleich zu stellen. ":/ :|N

Im Gegenteil: Es ist ein wesentlicher Unterschied: Ein AdHs Kind nimmt die Aussen- und Innenwelt (Wahrnehmung!) ganz anders war, geschweige denn Gefühlsmässig und Gedankenmässig. Es wird nie gleich "normal" sein wie andere Kinder ohne diese Beeinträchtigung. Diese Kinder haben viele Defizite, aber wenn ihre besonderen Begabungen (z.B. eben die Hochintelligenz) genutzt bzw. gefördert werden, sind es später mal ganz "besondere" Erwachsene und können durch ihre Feinfühligkeit ganz anders mit Menschen interagieren^^ Und gerade diese Dinge sind es, die dem Kind (jetzt noch) ganz doll den Alltag erschweren (und den Eltern).

Natürlich ist es sinnvoll, wenn die Eltern (die Mutter und in diesem Falle die anderen Familienmitglieder) eine gewisse innere Stabilität haben/erlernen um für ausartende Situationen gestärkt zu sein und Ruhe bewahren zu können, anstatt mit der Hand aus zu fahren..

Aber wenn du kein solches Kind hast, ist deine Vorstellung die du hast, ganz einfach verkehrt.. %-|

Uflmer@ Spaxtz


Ich finde es sowieso falsch, Kinder mit Medikamenten erziehen zu wollen, führe das jedoch lieber nicht näher aus, sonst bringe ich wieder alle "Ritalin-Jünger" gegen mich auf.

Ich würde ihm kein neues Spielzeug kaufen. Dann merkt er irgendwann, dass es nur halb so lustig ist, mit kaputtem Spielzeug zu spielen.

und ich würd's auch mal drauf ankommen lassen, ihn mit seiner kaputtgeschnittenen Kleidung rauszuschicken.

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