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Wahnsinnige Narkoseangst

_nN~ixe_


austicken...........hm.......

Auf Trauma folgt immer Flucht /Kampf /Erstarren.......das ist gesetzmäßig.....wir können es nicht beeinflussen

Die erforderliche Kunst in unserem Fall – läge darin die Angelegenheit nicht als (Re-)Trauma zu realisieren.

Ergo liegt unsere einzige Chance in der Vorbereitung....eben im Erhalt der Kontrolle........

EChemawligerq NutzerT (#3251731x)


Tatsache ist das du dringend etwas dagegen tun musst. Denn irgendwann passiert wirklich mal was und dann hängt da ggf dein Leben von ab wenn du das nicht operieren lässt.

Ich weiß nicht wie dringend die OP jetzt ist, aber meistens kann man das ja noch etwas schieben, daher solltest du zusehen ob du ggf. eine Therapie beginnen kannst und der Therapeut dich unterstützen kann bis dahin.

Wegzaubern kann man das alles nicht, aber langfristig muss da was geschehen ...und ich denke ein Therapeut wäre da schon ganz gut. Hast du mal deinen HA um Hilfe gebeten?

Sdun@flow3er_x73


Du hast ein Ängste, die ein normales und gesundes Leben behindern. Das ist auf jeden Fall behandlungsbedürftig. Wobei es nicht gleich eine Traumaambulanz sein muss. Denn die sind auf Posttraumatische Belastungsstörungen spezialisiert; bei Dir liegt aber eher eine relativ spezifische Phobie vor, die einen klaren Auslöser hat. Das ist eine andere Symptomatik... Und da würde ein guter Verhaltenstherapeut auch reichen.

Ansonsten:

Du musst trennen zwischen Narkose und Grunderkrankung. Was Du erlebt hast, ist ohne Zweifel absolut heftig. Das hinterlässt Spuren (ich würde mir eher Sorgen machen, wenn Du KEINE Probleme dadurch bekommen hättest!).

Eine geplante Narkose bei nicht superakuter Erkrankung ist ziemlich harmlos. Und in den letzten Jahren haben sich die Mittel zudem weiterentwickelt.

Ich hatte in den letzten 15 Jahren ebenso viele Vollnarkosen. Oder sogar mehr, ich zähle nicht mehr. Bei den letzten 3 waren es ambulante OP's – und ich war direkt nach dem Aufwachen total wach, habe nachmittags nicht mal mehr geschlafen. Moderne Narkose halt.

Wenn man mit den Ärzten spricht, sind gute Ärzte auch hilfreich. Ich habe eigentlich keine Angst vor OP's/Narkosen. Aber da ich schon so viele OP's hatte und meine grundlegenden Probleme nicht besser werden, haben OP's einen blöden Beigeschmack. Kurzum: Ich fange dann bei der Vorbereitung doch irgendwann an zu zittern – und bekomme dann immer ein Beruhigungsmittel. Dann geht's gleich besser.

Und eine Narkose ist wirklich nicht schlimm. Die Medikamente werden gespritzt, nach 1-2 Atemzügen ist man weg. Und wacht dann wieder auf, wenn alles vorbei ist.

Kümmere Dich um therapeutische Begleitung. Und sprich' v.a. auch offen mit den Ärzten, damit die OP gemeinsam, als Team, angegangen werden kann!

S^chli"tzaSugex67


sondern so austicke dass ich mich und wahrscheinlich auch andere gefährde.

Und auch das klingt dann wahrscheinlich zickig: Du meinst auszuticken, das klingt für mich so, als würdest Du genau diesen Gedanken schon so pflegen, dass Du gar nicht anders kannst, als dem Gedanken zu folgen.

Es bleibt ein Abkommen mit sich selbst. Man kann sich entscheiden.

1. Ich steh das ruhig durch und sehe die Vorteile, die mir eine Narkose bringt oder:

2. ich schrei alle zusammen und spring jeden an, der mir in die Quere kommt.

Es bleibt eine Kopfentscheidung, die nur Du allein triffst.

Ich bin schon oft an Hernien operiert worden. Das Operieren ist ein Klacks, die Zeit hinterher erfordert schon mehr Zusammenreißen, bis man sich wieder so bewegen kann wie vorher.

ARbelmaxnn


Hallo,

darf man erfahren wie das damals mit dem Blinddarm abgelaufen ist ? Normal hat man doch schmerzen.

_XNixex_


Es bleibt eine Kopfentscheidung, die nur Du allein triffst.

Nein – ist es nicht.

Bei Traumapatienten ist es ein automatischer Ablauf, der ohne langwierige spezielle Traumatherapie nicht beeinflußbar ist. Es handelt sich um Urzeitliche, instinktive Reaktionen.

SVunfclowe5r_7x3


Schreien und "austicken" ist eine nicht kontrollierbare Reaktion im Falle starker Ängste.

Wobei da die Befürchtungen, es zu tun, zu 99% stärker sind als das tatsächliche "Austicken". Das werden bspw. auch viele Panikpatienten bestätigen können.

Aber Fakt ist auch, dass man es selber als deutlich stärker erlebt, als es die Umwelt wahrnimt. Weil die nur das "Außen" mitbekommen, aber nicht das, was in einem passiert.

Aber DASS man deutliche Angstsymptome zeigt, ist mehr als realistisch.

Aber: DAS ist auch nicht schlimm!

Zbekena


Natürlich hatte ich damals üble Schmerzen, aber aus Gründen, die nie geklärt wurden, waren die Leukozyten nie erhöht, sodass ich wochenlang auf einen hartnäckigen Darm-Infekt behandelt wurde. Das ist passiert und nicht zu ändern, damit hab ich sogar einigermaßen Frieden gemacht. Ich vermute ehrlich gesagt die 3. Op als Auslöser, als ich schon älter war. Sie war ohne Frage notwendig, aber das über meinen Kopf entscheiden hat es für mich nochmal schlimmer gemacht. Um das vlt. nochmal klar zu machen, was da passiert ist, ich hab also meine Dosis Tavor auf dem Zimmer bekommen und war schon in Panik, konnte mich aber bis zum Op noch am Riemen reißen. Beim Umlegen vom Bett auf den Tisch isses dann heftig geworden, und als der erste Gurt am Arm war isses dann passiert -ich hab mich rum gerissen, den Zugang aus dem Arm und einen Pfleger umgehauen. Halb vom Tisch runter hat mir dann vermutlich der Anästhesist ne Spritze mit milchiger Flüssigkeit (Propofol?) in den Oberschenkel gedonnert. Da war dann Schicht im Schacht. Ich denke schon dass das etwas spezieller als die normale Angst ist.

Z9e{en{a


Achso, rumschreien passiert eher nicht, sondern es brodelt dann in mir und der Ausbruch kommt für Außenstehende eher überraschend

SLchliatza,uge6x7


Trotzdem bleibt es doch bei der städnig wiederholten Vorstellung des Austickens. Das wird auch ständig wieder ausgemalt.

Und das Ausmalen einer friedlichen Situation (bereits vorher) wird gar nicht / wenig /als nicht möglich in Erwägung gezogen.

Die Gewichtung im Gehirn erschließt dauernd neue Synapsen für das Austicken – somit wird die Angst verstärkt und das Verhalten dazu ebenso.

Das müßte ein Psychologe mit EMDR abschwächen können und im Gegenzug andere (bessere) Vorstellungen müßten eingeübt werden, damit sich neue Synapsen bilden für eine entspanntere Vorstellung.

Eine weitere Vorstellung mit entsprechenden Synapsen wird gebildet, weil hier die Forderung nach bestimmten Medikamenten existiert, ohne die man nicht glaubt nicht auskmmen zu können.

Wenn man versteht, was im Gehirn vor sich geht, könnte man mit Hilfe eines Therapeuten – ob Psychologe oder Psychiater neue Verhaltensmuster trainieren. Notfalls in einer Klinik für Psychosomatik, die auf spezielle Ängste programmiert ist, zum Bsp. die Christian Dornier Klinik.

Z"eexnxa


Ich gehe morgen früh zum HA und lasse mich ins KH einweisen. Ich weiß nicht mit welchem Ausgang, aber dieser banale Thread hat etwas ausgelöst, was ich nicht mehr kontrollieren kann.

Searuaht87


Soweit ich weiß ist EMDR eine Kassenleistung, wenn sie bei einer PTBS eingesetzt wird. Bei anderen Krankheitsbildern jedoch nicht.

Ich finde es gut, dass du dich ins KH einweisen lässt. Auch weil ich mir Sorgen gemacht habe, bei der Beschreibung von dem medizinischen Problem.

Ich drück dir die Daumen. Ich weiß wie es ist mit soner scheißangst trotzdem was zu machen, was die scheißangst auslöst. :/

liebe grüße und kraftsternchen da lass :)*

Z(eMenxa


Hallo, ich wollte euch nochmal berichten, wie das ganze ausgegangen ist. Ich wurde gestern tatsächlich operiert-unter Spinalanästhesie.Es war genau das richtige, mir gehts körperlich schon wieder ganz gut und der psychische Stress hielt sich bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten wegen Bettenmangel in der Chirurgie in Grenzen. Leider muss ich aber dazu sagen, dass ein etwas hysterischer Auftritt notwendig war, um die Ausmaße meiner Angst zu verdeutlichen. Vorab wurde ich übrigens mit Haldol behandelt, was bei mit glücklicherweise sehr nebenwirkungsarm war. Unschön war die letztliche Diagnose, dass es kein eigentlicher Narbenbruch war, sondern auf einer Fläche von 8x10 cm keine Bauchdecke mehr vorhanden war, der Schnitt ist natürlich entsprechend groß

Syuen+nelix78


Hallo Zeena

Super, das es einigermassen geklappt hat. Ich würde dir aber raten , das Problem anzugehen, hört sich für mich nach einem starken Trauma an.

Es wäre doch schön nicht mehr solche Angst zu haben ;-)

Lg

Sünneli

_]Nixxe_


Willkommen zurück in unserer Mitte!!

Ich bin stolz auf Dich! Da hast Du prima für Dich gesorgt! Weiter so....unbedingt!

Nun drück ich Dir alle Daumen für eine gute Heilung!

Hast Du ein Netz bekommen??

LG

*:)

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

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