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Soziale Phobie: Lasst uns üben

MioMllienc2hen


Bei mir waren bisher auch alle Verkäufer freundlich. Das Problem findet ja eher in meinem Kopf statt als in der Realität...

EAl@laga0nt


Ja ich hatte auch noch nie Probleme beim Zurückgeben. Und ich mach es ja auch jedesmal, zwar ungerne, aber ich mach es. Einmal war es doppelt schwer: ich kaufte etwas, ging zum Auto, schaute es nochmal an und dachte "nee, das ist doch die falsche Farbe" und bin direkt wieder in den Laden. Also keine 2Minuten nach dem Bezahlen ging ich wieder zur Kasse, zur gleichen Verkäuferin, und tauschte die Sachen um. Fand ich für mich eben doppelt schwer, weil ich es bei der gleichen Verkäuferin zurück geben musste.

ESlloagaint


Habe heute erfolgreich Sachen zurück gegeben 8-) Bin wie geplant direkt zur Kasse und habs zurück gegeben. In dem anderen Laden nicht direkt, weil ich es umtauschen wollte gegen eine andere Größe und auf dem Weg hab ich ein paar Sachen gesehen, die ich anprobieren musste. Aber grundsätzlich hat es mir nix ausgemacht :)^ Auch durch den Tipp von Mollienchen: ich hab mir gedacht, ich mache hier was ganz normales, was täglich bestimmt x-Mal in dem Laden vorkommt.

Geübt hab ich auch. Aber bei dem Wetter grad ist es etwas schwierig. In den Außenbereichen der Cafés sitzt natürlich keiner und drinnen war auch nicht wirklich was los. Hab aber trotzdem 3 gefunden. Bei zweien dacht ich mir vorher: Oh Gott oh Gott nein ich will nicht :-( – bin dann aber trotzdem rein. Drinnen war's okay. Rein, geschaut, stehen geblieben und geschaut, andere Richtung, stehen geblieben und geschaut, wieder raus. Die Leute kucken gar nicht wirklich oder wenn dann nur kurz. Und wenn sie länger schauen, schau ich zumindest zurück. Sie sollen sehen, dass ich sehe wie sie schauen ;-D Beim letzten Café war's aber vorher wieder so: Nein nein, ich will nicht rein, was tu ich hier eigentlich? Und drinnen war's dann wieder okay. Es ist schwieriger als bei bei den Außenbereichen der Cafés, denn ich muss ja reingehen und dann muss ich quasi auch schauen. Bei den Außenbereichen kann ich kurzfristig entscheiden, dass ich jetzt doch nicht stehen bleibe. Mein Therapeut wollte ja auch wissen, was in mir vorgeht, während ich stehe und schaue. Aber ich krieg es nicht mit. Zum einen weil ja nicht viele schauen und zum anderen bin ich so mit meiner Aufgabe beschäftigt. Gehen, schauen, stehen bleiben, schauen, 1-2-3-4-5, weiter gehen.

M4ollgienLchexn


@ Ellagant

Habe heute erfolgreich Sachen zurück gegeben 8-) Bin wie geplant direkt zur Kasse und habs zurück gegeben. In dem anderen Laden nicht direkt, weil ich es umtauschen wollte gegen eine andere Größe und auf dem Weg hab ich ein paar Sachen gesehen, die ich anprobieren musste. Aber grundsätzlich hat es mir nix ausgemacht :)^ Auch durch den Tipp von Mollienchen: ich hab mir gedacht, ich mache hier was ganz normales, was täglich bestimmt x-Mal in dem Laden vorkommt.

Schön. :-D

Ja, was geht in einem vor in diesen Café-Situationen?

Es gibt auch immer noch eine Situation, der ich ausweiche, ähnlicher Art…

Ich habe zwei Möglichkeiten, morgens zur U-Bahn zu gehen. Eine davon führt über das Marktgelände. Normalerweise leer. Aber am Markttag sind die dann morgens schon am Aufbauen. Also wuseln die dann da halt schon rum. Ich nehme dann immer den anderen (etwas längeren) Weg… Vielleicht sollte ich das nächstes Mal üben. Und dann mal darauf hören, wieso mir das so widerstrebt.

E{lla;gant


In meiner Vorstellung sieht es so aus: igitt die schauen alle und beurteilen mich dann vielleicht negativ. "Was hat DIE denn an?" etc.

In den Situationen war es aber bisher immer okay. Manchmal hat niemand hergeschaut. Und wenn doch einer gekuckt hat, war es nicht schlimm. Aber vielleicht, weil ich so in meiner Aufgabe war und es gar nicht wahr genommen habe, dass da etwas in mir vorgeht.

MAoll_ienc^hen


Ich denke eigenartigerweise gar nicht, dass die mich negativ beurteilen. Eher: Die gucken mir hinterher, beobachten jeden Schritt, finden, dass ich grimmig drein schaue… Also okay, doch negativ. Aber weniger was mein konkretes Aussehen (Klamotten, Frisur) betrifft, sondern eher wie ich so rüberkomme (muffelig, grimmig, unausgeschlafen, mies drauf). Am Ende grüßt noch einer und ich muss zurück grüßen. (Auch schon passiert.) Und wenn einer grüßt, denke ich: Billige Anmache. Oder der will mich verarschen. Oder so. Dabei will der am Ende wirklich nur freundlich grüßen… ":/

M&oll_ienc>hexn


Ich habe gestern eine mir sympathische Person angesprochen. ;-D

Mit Stammeln und Stottern und roter Birne... Kein wirklich langes Gespräch... aber immerhin. ;-D *selbst auf die Schulter klopf*

E.l]l~ag+aknt


Oh toll :)^

Was hast du gesagt?

Ich hab vorgestern noch eine neue Facette entdeckt: Mir ging es am Abend aus heiterem Himmel sehr schlecht. Schmerzen und der Kreislauf. Lag im Bad auf dem Boden, Beine auf der Badewanne und war am hardern, ob ich einen Krankenwagen rufe oder meine Mutter oder gar nichts tue. Ich entschied mich dann für gar nichts. Denn wenn meine Mutter da gewesen wäre, hätte es mir nicht in Ruhe schlecht gehen können. Es hätte mich gestresst, wenn jemand da gewesen wäre. Dann hätte ich das "schlecht gehen" nicht so zulassen können. Es soll mich keiner so sehen. Gleiches galt für den Krankenwagen. Ich lag da quasi in Unterwäsche, vermutlich stinkend, weil mir heiß wurde und ich wie verrückt zu schwitzen begann. Selbst da kommt dann durch "oh nein, ich darf doch nicht scheiße aussehen". Und die Vorstellung in einem Krankenwagen zu sein, während mein Kreislauf spinnt und ich mich vielleicht gleich übergeben muss... das fühlt sich an wie "gefangen", ich kann nicht weg um allein zu sein mit dem Stress.

MSolBlie\n*chen


Oh je, ich hoffe, es geht Dir wieder besser.

Zu Deiner neuen Facette kann ich jetzt gar nicht so viel sagen… Auf jeden Fall scheint "wie wirke ich (äußerlich)" bei Dir ja eine ziemlich große Rolle zu spielen. Viel mehr als bei mir. Bei mir ist es ja eher: "Blamiere ich mich auch nicht?" (Im Sinn von: Blödsinn reden)

Was hast du gesagt?

PN.

E,llagcanxt


Ja danke mir geht es wieder gut. Hoffe, das war ne einmalige Sache. Eigentlich ist es ja keine neue Facette, das Grundproblem bleibt ja bestehen. Aber scheinbar kann ich mein Muster selbst in "gefährlichen" Situationen nicht abstellen. Hab das heute mit meinem Therapeuten besprochen und er meinte, ich hätte die ganze Situation gut gelöst, weil ich einfach gewartet hab, bis es mir wieder besser ging. Ich meinte, es wäre ja aber naiv gewesen, denn es hätte ja sein können, dass tatsächlich irgendwas los war (zB Blinddarmdurchbruch etc) und ich hätte wohl weiter ausgeharrt, nur um nicht in eine unangenehme Situation (Krankenwagen, Sanitäter etc) zu begeben. Er meinte, er glaubt dass ich intuitiv richtig handeln würde, wenn es mir wirklich schlecht ginge. Also dass ich bei einem echten Notfall wirklich den Krankenwagen rufen würde. Er fand es eher gut, dass ich gemerkt habe, dass es wieder besser wurde. Weil es bei einer Panikattacke ja auch so abläuft. Man bekommt die fiesen Symptome (eine Panikattacke läuft ziemlich so ab, wie ein Kreislaufzusammenbruch) und lässt sie über sich ergehen, bis sie wieder abklingen. Ich hab mich aber nicht so darüber gefreut, wie er ;-D

Und wie du das Gespräch begonnen hast find ich gut. Du hast dich getraut. Klar kann man an der Art und Weise arbeiten, aber du konntest dich überwinden :)^

M+olLliexnchen


Ich habe mich überwunden, weil ich wusste, wenn ich es nicht tun würde, wäre ich den Rest des Tages richtig schlecht drauf. Und das wollte ich nicht sein. :-)

Deinem Therapeuten stimme ich übrigens zu; ich denke, Du kannst allen merkwürdigen Gedanken zum Trotz eine unangenehme, aber eher harmlose Situation von einer ernsten unterscheiden und würdest entsprechend handeln. :)z

EvllagaFnxt


Ich war die letzten Wochen nicht so fleißig was das Üben angeht. Bzw ich hab es versucht, aber entweder war das Wetter schlecht oder scheinbar zu gut ":/ Keine Menschen in den Cafés, vermutlich zu heiß. Heute wollte ich nach meiner Therapiesitzung üben gehen, aber schon beim ersten Café saß eine Bekannte von mir :-/ Beim zweiten Café war nichts los. Und als ich zum dritten Café wollte, kam die Bekannte wieder mit ihrer Begleitung auf mich zu, also schnell in die andere Richtung und weg ;-D

Die Hausaufgabe bis nächste Woche: 3 mal vor Menschen stehen und angeschaut werden. Zum Beispiel Café. Ich bin dann auch in diesen Laden, wo die Spiegel außerhalb der Umkleidekabine sind. Es war Überwindung, aber ich bin raus. Dafür aber keine 10 Sekunden lang ;-D Ich sah aus wie eine schlecht gekleidete Griechin der Antike. Beim zweiten Kleid blieb ich länger draußen, das hat mir auch gefallen. Hab auch kurz mit der Verkäuferin und mit einer anderen Kundin geredet.

Nächsten Montag werde ich mit meinem Therapeuten in ein Einkaufszentrum gehen. Ich muss mit Verkäufern interagieren. Zum Beispiel was zurück geben, mich beraten lassen, in einen teuren Laden gehen oder in einen sehr kleinen Laden. Danach geht mein Therapeut rein und befragt die Verkäufer zu mir. Unter einem Vorwand. Wissenschaftliche Studie. Das wird hart....

A-pfUelkucxhen007


schon mal daumen drück :)^ :)^ , du packst das, wird sehr sehr wahrscheinlich so sein, dass es nich so schlimm wird wie du es dir vorstellst, vorallem die Eindrücke der Verkäufer von dir. Die Fantasie ist meistens das Schlimmste, es könnte dies und das passieren und dann ist es doch nicht so . :)^

Clhris~tie xRose


Hallo! Ich würde mich gerne zu euch gesellen, wenn das okay ist. @:)

M/olli4enchexn


Ich habe immerhin das

Es gibt auch immer noch eine Situation, der ich ausweiche, ähnlicher Art…

Ich habe zwei Möglichkeiten, morgens zur U-Bahn zu gehen. Eine davon führt über das Marktgelände. Normalerweise leer. Aber am Markttag sind die dann morgens schon am Aufbauen. Also wuseln die dann da halt schon rum. Ich nehme dann immer den anderen (etwas längeren) Weg… Vielleicht sollte ich das nächstes Mal üben.

inzwischen zweimal gemacht. Ist gar nicht schlimm. Beim dritten Mal bin ich doch wieder den anderen Weg gegangen, da war ich aber auch miesester Stimmung, und dann klappen solche Sachen bei mir nicht. %-|

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