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Soziale Phobie: Lasst uns üben

M0ollKiencxhen


@ StetsWissbegierig

Ich weiß von diesen Forschungen mit den Babys, die nur materiell versorgt wurden, emotional aber nicht.

Natürlich kann niemand unabhängig von sozialer Interaktion bestehen. Aber die Chance, es im Großen und Ganzen allein hinzukriegen und nicht so abhängig von Anerkennung zu sein, steigt mit der emotionalen Zuwendung, die man als Kind erhalten hat. Fehlt diese als Kind, bleibt die Gefahr, als Erwachsener von jemandem emotional abhängig zu werden, der das "Loch" in einem selbst vermeintlich stopfen kann. Und dieses Loch, so sagte es mir meine Therapeutin, kann eben niemand von außen füllen. Das kann man entweder selbst oder niemand. Und da mein Loch alles andere als gestopft ist, habe ich Angst, mich emotional auf andere Menschen einzulassen. Ich schwanke dann von einem Extrem ins andere: Entweder ganz abblocken – aus Angst – oder mich gleich viel zu sehr öffnen, vor lauter Sehnsucht nach Stopfen des Lochs. Ich hasse es.

S/tetRsWis-sbdegieWrig


@ Mollienchen

ich versteh was du meinst, ich denke dieser "Gefahr" ist man immer ausgesetzt, ich finde es aber nicht verwerflich, vielleicht diese Lücke auch so ausfüllen, indem man Menschen darum bittet, einen zu helfen, weil man von alleine es grad nicht schafft

ich finde es nicht schlimm, diese Sachen auch im Erwachsenenalter nachzuholen, natürlich dann, wenn man auf die richtigen Menschen trifft, ich habe erst kürzlich zwei menschen denen ich sehr vertraue und von denen ich weiß das sie mich lieben, zugegeben, dass ich grad emotional oft wie ein kind reagiere und das mir das bitte nicht übel nehmen und mir vielleicht trotzdem immer bewusst zeigen, das sie mich lieben, ich weiß das ist viel verlangt, aber es war ganz ehrlich und authentisch von mir und ich muss sagen, nach den Reaktionen ihrerseits, habe ich auch das vertrauen, das sie mir ehrlich gegenüberstehen und mir helfen wollen, damit meine wunden heilen können, dadurch hab ich einfach das Gefühl mich fallen lassen zu können und mehr zu heilen....und ich glaube ihnen einfach auch, das sie mich wirklich lieben und das hier keine Abhängigkeit oder coabhängigkeit besteht, weil die Reaktion wirklich sehr authentisch waren....

M6olQlAienfcqhexn


Natürlich kann man Glück haben und an die richtigen Menschen geraten.

Für mich ist die Suche nach solchen Menschen aber die Suche nach der Nadel im Heuhaufen… Was aber mehr an mir selbst liegt als an den Menschen. Ich sehe einfach nicht in so vielen Menschen solche, die mir gut tun könnten. Die, die mich besonders faszinieren, sind meist die, die eigentlich gaaaar nix für mich sind. In die ich nur ein Idealbild hineinprojiziere und diesem Bild nachlaufe, bis ich (mal wieder) merke, dass es eben nur ein Bild war. Und die, die was für mich wären, "bemerke" ich nicht oder will sie nicht bemerken, wie auch immer… Haach… %:|

SNteztsWiPsspbeg:ierxig


@ Mollienchen

ich kenne das eigentlich nur allzu gut

hast du generell niemand, den du dich anvertrauen kannst (wie zb jemand in der Familie)?

Die für dich was wären, bemerkst du nicht (oder willst du nicht bemerken)? Wie meinst du das?

E`llaMgant


Ich hab jetzt grad die Ampel-Challenge gemacht. Bin 2x über alle Ampeln gelaufen. Aber schon beim ersten Durchgang wusste ich, dass das nix wird. Es hat mir nix ausgemacht. Also hab ich mich ne Weile an die Straße gestellt und so getan, als würd ich auf wen warten. Hat mir aber auch nix ausgemacht :-/ Im Sommer macht mir das aber glaub ich schon was aus. Weil ich wenig Klamotten an hab, so viel mehr Fläche die angeschaut werden kann und grundsätzlich schaut man vermutlich eher auf wen knapp bekleideten. Dann hab ich ne Alternative überlegt: was kann ich anziehen, mit dem ich, subjektiv, mehr auffalle? Aber im Winter? Fällt mir nicht viel ein. Die andere Alternative wäre gewesen, den Weg über die Ampel 3/4 fertig zu gehen und dann umzudrehen. Dann wär ich aber nur noch bis zur Straßenmitte gekommen und hätte da warten müssen. Aber das hab ich mich heute nicht getraut.

FQix 'und Foxixe


@ Ella:

habe jetzt nicht alle Seiten gelesen. Du hattest Probleme, über Ampeln zu laufen? Ich habe das auch immer wieder mal! Habe bei mir noch nicht herausgefunden, woran es liegt. ":/ Im Moment geht es aber wieder gut. Vll. stimmt deine Theorie ja mit den "luftigeren" Sachen im Sommer. Habe das "Ampelproblem" aber auch in Angst-/Panikphasen, wenn die Straßenbahn (in meinen Augen) zu lange an den Ampeln hält. Aber auch da habe ich jetzt keine Probleme mehr. Ich habe generell (oft) im Sommer stärkere Probleme mit Angst u. Panik.

Wie geht es dir jetzt mit weniger AD? Kommst du gut zurecht? Ich wünsche dir sehr, dass du in naher Zeit ganz ohne AD' s auskommst! :)* :)* :)* :)* :)*

LG! @:)

Eullaagant


Huhu Foxie *:) Ich mag es nicht gern. Ich steh dann da, weiß nicht wo hin mit meinen Händen!? Aber jetzt im Winter ist es viel einfacher. Allein die Hände, die kann man ja in der Jackentasche verstecken oder in die Jacke einziehen.

Im Moment komm ich mit der geringeren Dosis noch gut zurecht :-) Ich dosiere ganz ganz langsam runter. Hab Retard Kapseln mit 12 Kügelchen drin. Die mach ich auf und nehme ein paar Kugeln raus, den Rest schluck ich mit der Kapsel. Im Moment bin ich bei 8 Kugeln, 6 sollens werden vorerst.

M$oleliencbhen


@ StetsWissbegierig

hast du generell niemand, den du dich anvertrauen kannst (wie zb jemand in der Familie)?

Doch. Mein Partner und meine Schwester. Und einen Freund (Kumpel). Und partiell noch die eine oder andere Kollegin. Partiell heißt, es gibt Gebiete, da vertraue ich mich an und andere, die behalte ich lieber für mich.

Die für dich was wären, bemerkst du nicht (oder willst du nicht bemerken)? Wie meinst du das?

Wie soll ich das beschreiben? Hm… Ich laufe generell eher Menschen nach, deren (manchmal extrem) anziehende Wirkung für mich eher schädlich ist, und lasse die, die mich nicht so in den Bann ziehen, die aber viel netter und besser für mich wären, links liegen, weil sie langweilig erscheinen. Letztere sind aber eher die, denen ich vertrauen könnte. So in der Art.

SntetsWi9s_sbe'gierxig


@ Mollienchen

weil du geschrieben hast

Natürlich kann man Glück haben und an die richtigen Menschen geraten.

Für mich ist die Suche nach solchen Menschen aber die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

also wie gesagt ich kenne das nur allzu gut von mir...und dann bringen mich auch immer wieder die menschen denen ich vertraue, auf den Punkt, den ich eigentlich selber vertrete, in Phasen wo es mir aber nicht so gut geht, kann ich den "Punkt" aber nicht sehen.....ich bin nämlich gar nicht der typ der 100 freunde hat und 100 Bekanntschaften, sicherlich ich hab eine Arbeitskollegin mit der verstehe ich mich sehr gut und ab und an treffe ich mich mit den freunden meiner besten Freundin und geh mal einen Punsch trinken, wenn ich natürlich in der Verfassung bin...aber ich habe ganz ehrlich erkannt, ich bin gar nicht der typ der 100 Freundschaften pflegen könnte, weder das ich mich so sehr das herz öffnen könnte bei allen, ich brauche dafür nur ganz wenige menschen und wumms dann kommt immer wieder diese Erkenntnis, die habe ich ja...

die meisten die ich kenne sind sogar der Ansicht, einen sehr guten freund hat man meistens nur einen, wenn vielleicht zwei, darüber hinaus, sind die wenigsten bereit, sich ganz zu öffnen, die die 100 freunde haben, haben diese meist nur für andere "zwecke", das hört sich jetzt gemeiner an, als ich es meine, aber da ist der eine mit den sie gern bummeln gehen, der andere mit dem sich so gut über sein Studium diskutieren kann usw usf., die wenigsten die ich kenne, haben einen ganz besondern freund, dem sie alles anvertrauen können und sind todunglücklich, nach der suche danach....

aber du hast auch zwei menschen denen du vertraust, das ist doch wunderbar, was will man mehr...ich weiß das hört sich vielleicht doof, an wen man darunter leidet, ich kenne es ja von mir selbst, aber ich muss immer wieder eingestehen, ich tu mir halt irrsinnig schwer im umgang mit anderen und in den schlechten Phasen denk ich mir immer, was ich für ein Eigenbrötler ich bin, aber wenns mir besser geht, dann weiß ich auch ich kann auf diese menschen denen ich vertraue, zählen, sie sind für mich da....

das mit dem langweilig erscheinen, schön das du das so ehrlich ansprichst, oft denk ich mir sachen, sprich sie aber nicht so aus, weil sie so hart klingen, aber ich kenne diese gedanken, muss aber auch wieder mal ehrlich gestehen, ich habe manchmal von mir selber den Eindruck ich erschein auf die meisten langweilig, weil ich erstens ja so wenig von mir preisgebe und zweitens weil mich oft die hälfte nicht tangiert und das was mich interessiert, das interessiert mitunter die meisten nicht, mit denen ich zu tun habe... ; )

HConeFy91_mSit_DMini13


Kurz reinschleich...

Ich kann guten gewissens "argentum-nitricin"-globulis empfehlen. @:)

Ich hab unter starker agoraphobie gelitten die jetzt nur gaaaaanz selten (so alle 3-4 wochen 1x) auftritt. Dann lass ich 5 davon auf der zunge zergehen und das wird nach 1-2 minuten deutlich besser :)^

M~olxlieWnchexn


@ StetsWissbegierig

ich habe manchmal von mir selber den Eindruck ich erschein auf die meisten langweilig

Joa, kenne ich auch. Ich fühle mich aber meist denen gegenüber langweilig, denen ich "nachlaufe" (die aber nicht gut für mich sind). Die anderen, die ich wiederum langweilig finde, finden mich (vielleicht) gar nicht langweilig, aber mangels Interesse meinerseits kommt halt nix dabei raus.

Daraus schließe ich: Wenn ich nicht so verkrampft einen guten Eindruck machen will (wie gegenüber denen, denen ich nachlaufe), bin ich viel entspannter und wecke dadurch Interesse. Allerdings eben bei denen, die… na ja, Du weißt schon. Tja. Teufelskreis. %:|

AOpfelk*uchxen007


Man denkt sich immer, dass man sich verstellen muss, um irgendwen zu beeindrucken... . Aber besser und wesentlicher entspannter ist es so zu sein wie man ist. Das macht auch mehr Spaß. Ganz schwierig fand ich es, zu schauen mit wem ich mich gerne umgeben würde ( also angepasster Sozi will man doch jedem gefallen und zwar um jeeden preis), da kamen dann wirklich lustige Dinge bei raus ( also z.b. dass mir so manches mal gar nicht nach gesellschaft ist und bei spaßigen Runden, da bin ich irgendwie auch nicht der typ für), irgendwie bin ich voll familiär, am besten wie StetsWissbegierig geschrieben sich mit paar Leutchen treffen, die man gut kennt und das ist dann auch so bereichernd und wesentlich besser als jedes WE von Disco zu Disco zu hoppen und sich dort unter betrunkene Leute zu begeben, die einen angraben wollen.

SYtet/sWiss4begierixg


@ Mollienchen

Vielleicht resultiert ja das ein oder andere mal durch diese Entspanntheit ein Interesse auch von deiner Seite, gegenüber denjenigen, die dir jetzt noch "langweilig" erscheinen.

Was ich schon bei mir erlebt habe, das wenn ich wirklich authentisch bin (und leider bin ich das viel zu selten, lt. einigen "Profis"), dann führen die Wege auch gerade dazu hin, wo sie hinführen müssen. So quasi der Weg ist das Ziel. Schwer zu beschreiben, aber man sagt ja auch und daran glaub ich auch eigentlich, das man immer das anzieht, was einem im Bewusstsein ist, wenn ich jetzt bewusst die Sache angehe, das man zb authentischer werden will, dann führt das in Folge wieder dazu, das ich Menschen begegne, die mir auch "liegen", weil grad durch das authentisch sein, gestehe ich mir ja ein, das mir der eine und andere nicht liegt und das ich vielleicht dem einen und anderen Vorurteile habe (wie zb. langeweile) womit der andere durch diese Authentizität die Möglichkeit hat, gewisse Vorurteile aufzulösen.

Hach das klingt verwirrend. Vielleicht kürzer gesagt, man strahlt dann auch wieder was anderes aus, wodurch sich wieder neue Türen öffnen : )

@ Apfelkuchen007

also mir geht es oft so würd ich jetzt sagen und ich bin wie gesagt ziemlich sicher nicht der typ für 100 Freundschaften, das will ich nämlich auch gar nicht...und trotzdem fehlt es mir manchmal an ganz ungebunden, freien "Freundschaften" bei denen ich jetzt nicht meine Seele ausbreiten muss, sondern mit denen ich vielleicht nur ein Hobby teile, das ich mit den Menschen denen ich so vertraue, halt nicht teilen kann, weil sie dieses Hobby nicht haben...an und für sich lässt sich das ganz eh oft ganz gut lösen, ich gehe unheimlich gerne singen...nicht immer hat jemand zeit, dann ging ich auch schon manchmal alleine....

ich bin sowieso ein mensch der unheimlich gern in die tiefe geht und gern und lange stundenlang philosophiert und dann es tut auch mal gut seine sorgen (denen mir anvertrauten) mitzuteilen, nur mitunter hab ich manchmal danach von den ganzen eindrücken einen richtig schweren kopf....nur bin ich zb auch jemand der unglaublich gerne tanzen geht....doch leider gehen, diese menschen denen ich vertraue, halt nicht so gern außer haus...und manchmal würd ich mir halt wünschen, für solche dinge jemand zu finden, der sich meinen Hobby anschließt, alleine fortgehen kann mitunter sehr schön sein, da hab ich eben nicht so eine sozial Phobie, zumindestens war das so in der Vergangenheit, weil die Leute brauche ich nie wieder zu sehen....doch manchmal habe ich einfach das Bedürfnis so jemand zu finden, der mit mir dieses Hobby teilt, dafür müsste ich mich aber wiederum öffnen, Kontakt halten usw usf....

Moolliepnchexn


@ StetsWissbegierig

Finde ich überhaupt nicht, dass das, was Du geschrieben hast, verwirrend klingt. Klingt sogar richtig gut. :)z :)^

SMtetsWAissb[egierixg


@ Mollienchen

leider scheiterts oft an der Umsetzung, weil es so immense Zeit und Kraft in Anspruch nimmt, seinen inneren Quatschautomaten umzuprogrammieren....

ich bin noch nicht einmal annähernd so weit, das ich sagen würde, jetzt bin ich stabil und rundum glücklich, demnächst kommen wieder einige beruflichen Hürden auf mich zu, bei denen ich versuche bewusst gut gegenüber zustehen und trotzdem schleicht sich immer wieder dieses blöde, alter Verhaltensmuster in mir ein, mit meinen ganzen Zweifeln und Sorgen, weil ich immer wieder in Situationen gerate, wo ich denke meine alten Überzeugungen präsentieren meine Gegenwart und muss mich immer wieder selbst rütteln, daran zu glauben, das nur meine gegenwärtigen Gedanken meine Gegenwart ausmachen : )

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