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Burnout oder Depression?

b7lueevy.e2254 hat die Diskussion gestartet


hallo leute,

wollte mal fragen ob hier jemand schon erfahrung mit burnout gemacht hat oder jemanden kennt. mich hats an silvester zusammen gehauen und nach langer ärzteodisee und einem ebv befund wurde nichts weiteres organisches festgestellt.

nun äusserte meine neurologin den verdacht auf eine psychische erkrankung. also burnout bzw depression/psychosomatische störungen.

ich fühle mich ehrlich gesagt vom kopf her und den gedanken nicht depressiv aber habe verschiedene körperliche symptome die aber aus organischer sicht nicht existieren können.

meine hauptproblem war oder ist:

permanenter schwindel und benommenheit. besonders bei anstrengung. ist aber auch schon teilweise besser geworden über die vielen monate daheim beim relaxen und ausruhen.

reizdarm. hin und wieder kopfweh und kopfdruck.

muskelschmerzen (nacken, waden, unterer rücken).

sehstörungen (schlierensehen).

totale kraftlosigkeit nach langem gutem schlaf (nicht täglich).

keine kraft mehr, wenig belastbar und schwach. könnte an manchen tagen den ganzen tag im bett liegen bleiben.

innere unruhe, so ne art leichte panikattacken in stresssituationen (bei einkaufen in der warteschlange).

hin und wieder starkes herzklopfen und manchmal das gefühl als ob ich nicht richtig luft bekomme bzw atme.

meine symptome haben sich schon alle samt über die lange zeit gebessert. bekomme aber erst jetzt seit ein paar tagen opipramol 50mg. leider scheiterte ein versuch mit sertralin. hatt üble nebenwirkungen.

hab in der zeit zuvor mich komplett überlastet. von beruf bis privatleben. gym bis zum umfallen und immer voll unter strom.

ich wollte immer nichts davon wissen mit der psyche aber ich bin aus medizinischer sicht gesund. es gibt also keine andere möglichkeit mehr.

was meint ihr dazu? könnte sowas möglich sein? hoffe ich habe jetzt die richtige behandlung bzw den richtigen weg eingeschlagen.

lg blueeye

Antworten
b<lueenye2x254


Keiner? Schade. Hier werden wohl nur noch alle anderen sachen gepostet die nichts mit der seite hier zu tun haben.

Schade!!!!

pBhil0xmena


hab in der zeit zuvor mich komplett überlastet. von beruf bis privatleben. gym bis zum umfallen und immer voll unter strom.

Meines Wissens nach wird Burn-Out auch als Erschöpfungsdepression beschrieben. Und ja, wenn man Raubbau mit seinen Kräften betreibt, dann macht der Körper irgendwann dicht. Ich bin zwar selbst nicht betroffen, aber eine gute Freundin.

Hier im Forum wird dir niemand eine Diagnose stellen.

Tatsächlich klingen deine Symptome sehr psychosomatisch. Ob sie das wirklich sind, kann nur ein Arzt klären. Bist du denn schon in Therapie?

n'ajaQnagkuxt


Hallo blueeye,

ich hatte vor vier Jahren selbst eine Erschöpfungsdepression, kann also leider mitreden.

h

ab in der zeit zuvor mich komplett überlastet. von beruf bis privatleben. gym bis zum umfallen und immer voll unter strom.

Das klingt nach Stress als Dauerzustand. Mit einem folgenden Zusammenbruch ist das schon ein starker Hinweis auf nen Burnout. Diagnostizieren kann das aber nur ein Arzt.

ist aber auch schon teilweise besser geworden über die vielen monate daheim beim relaxen und ausruhen.

Das heißt, du bist seit Sylvester zuhause?

ich bin aus medizinischer sicht gesund.

Das ist doch was Positives.

Ob du jetzt unter den Spätfolgen von EBV oder eine Erschöpfungsdepression leidest, wird aus der Ferne niemand sagen können. Ketzerisch gefragt: spielt es eine Rolle? Bei beiden kommst du nur weiter, wenn du deinem Körper und deiner Psyche erstmal Ruhe gönnst und danach dein Leben so umorganisiert, dass du nicht mehr unter Dauerstrom stehst.

Das funktioniert, ich habs auch hinbekommen.

w0ohlf+or_mulixert


keine kraft mehr, wenig belastbar und schwach. könnte an manchen tagen den ganzen tag im bett liegen bleiben.

Das klingt für mich schon recht deutlich nach einer Depression. "Burnout" und "Depression" sind ohnehin schwer abzugrenzen. I.d.R spricht man von Burnout, wenn es durch (berufliche) Überlastung entstanden ist. Klingt halt etwas schicker als "Erschöpfungsdepression".

Was manchen auch nicht klar ist: Nicht jede Depression geht mit massiv gesenkter Stimmung einher. Manchmal ist vor allem der Antrieb gemindert, man kann sich zu nichts mehr aufraffen und fühlt sich erschöpft.

Also, ohne Dich näher zu kennen vermute ich, dass Deine Ärztin Recht hat. Jetzt bist Du immerhin schonmal in medikamentöser Behandlung, und eventuell ist ja auch eine Psychotherapie sinnvoll?

Am Besten versuchst Du, von dem Gedanken wegzukommen, dass Du wegen psychischer Probleme irgendwie "nicht normal" oder "nicht okay" sein könntest. Eine Therapie kann vieles positiv verändern – vorausgesetzt, Du übernimmst auch selbst Verantwortung für Dein Leben und erwartest nicht, dass nur der Therapeut Deine Probleme löst.

Denn: Eine Therapie ist keine Pille, die man nur einwirft. Das ist der Vorteil von Medikamenten. Dafür bringen die Dir aber auch keine neue Perspektive ins Leben – was bei einer guten Therapie durchaus sein kann! :-)

P%iMa]050x9


Da organisch schon alles abgeklärt ist und die Beschwerden sehr darauf hindeuten wirst du wohl deiner Ärztin glauben müssen.

Ich persönlich bin kein Fan von Antidepressiva. Klar macht das Opipramol vielleicht alles erst mal ein wenig leichter, aber grundsätzlich solltest du etwas unternehmen, daß diese Beschwerden besser werden. Sonst geht nach absetzen des Opipramol alles wieder los. Sprich entweder eine Verhaltenstherapie oder Entspannung.

brlueVeye22x54


Danke für eure beiträge. Wie gesagt ein teil meiner ärzte sagen es ist eine erschöpfungsdepression und die anderen sagen es könne vom ebv sein. Naja. Ich denke schon dass es eine depression ist. Sowie ich es mir im letzten jahr gegeben habe, habe ich meine batterien damit komplett leer gefahren.

wie ist es wenn die wirkung von dem opipramol einsetzt und ich mich echt besser und wieder fitter fühle. Ist es dann ein klares indiz auf eine depression? Leider habe ich noch keine therapie. Alles belegt. Bei einer muss ich warten und wenn ich glück hab kann ich vll noch vor weihnachten dahin.

NUovemberr78


Ich hatte alle deine Symptome und habe auch erstmal alle organischen/körperlichen Optionen abgeklappert, weil ich dachte: mein Körper spielt mir doch nichts vor. Ich hab mir lange nicht eingestanden, das ich absolut überm Energielevel gelaufen bin. Ich mach mittlerweile seit 1,5 Jahren ein tiefenpsycholgosche Gesprächstherapie bei einem Arzt, der auf psychosmomatische und somatofome Störungen spezialisiert ist und meine Symptome habe ich unter Kontrolle. Dennoch bin ich immer noch erschöpft und antriebslos und werde entweder demnächst eine psychosomatische Kur beantragen oder mich eine zeitlang stationär aufnehmen lassen. Ohne Hilfe kommst du da nicht raus! Alle Ärzte sagen erstmal Sie seien voll!Ruf an und versuche den/die Ärztin zu einem Erstgespräch zu überreden. So hab ich es damals gemacht und nach dem Erstgespräch hatte mein Therapeut dann plötzlich doch n Platz frei! Hartnäckig bleiben!!!Und alles Gute!

bhluee,yeX22Y5x4


Ja ich habe bis jetzt immer noch keinen theraphieplatz. Die ads wirken leider auch noch nicht so ganz aber es geht schon besser irgendwie. Wie lange dauert es denn bis die oprapamol wirken? Nehme sie jetzt genau 14 tage aber bis jetzt warte ich noch auf die wirkung. Merkt man da was? Ich meine fühlt man sich da anders oder bemerkt esdadurch dass man sich anders fühlt?

N~ovembser78


Da kann ich dir leider nichts zu sagen. Ich habe keine Medikamente genommen bisher. Kann dir nur wirklich den Tipp geben, ruf nochmal bei n paar Therapeuten an und bitte um ein unverbindliches Erstgespräch!Ich hab damals gesagt ich sei ziemlich am Ende (war auch so) bin mir aber gar nicht sicher ob ich ne Therapie brauche und dann hat der Therapeut mir doch zumindest n Termin für ein Erstgespräch gegeben und danach war dann "überraschend" doch recht schnell n Platz frei.

Bsarn6ey09x03


Hi! Erkenne mich in deinen Symptomen und der Diagnose direkt wieder!

Ich warte auch noch auf einen Theraplatz und nehme jetzt seit 6 Wochen Opipramol und seit 2 Wochen Citalopram. Von den Opipramol habe ich erst nach 3 Wochen eine "Wirkung" bemerkt. War dann nicht mehr ganz so antriebslos wie vorher. ADs brauchen leider manchmal bis zu 6 Wochen bis sie wirken.

Schönen Abend!

bRlueeye22x254


Hast du auch nur so körperliche beschwerden oder auch so depressive stimmung? Mir gehts sonst gut soweit vom kopf her. Aber diese körperlichen symptome sind echt der wahnsinn. Als würde man voll auf der bremse stehen.

Bbarneoy090x3


Ziemlich ähnliche sogar, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Kraftlosigkeit, muskelzucken, Kribbeln, Brennen auf der Haut, Schluckbeschwerden und die Depression noch dabei, Gefühl nicht genug geleistet zu haben, nicht gut zu sein, keine Motivation, trotzdem rastlos und schlafe schlecht, Angst ernsthaft krank zu sein, Panikattacken

Habe die letzten Wochen viel Sport gemacht und habe mir jetzt noch ne CD für autogenes Training bestellt (tip von einer Userin hier) und die Tabletteb noch für'n Anfang. Insgesamt gehts mir besser aber zwischendurch ist immer mal noch ein Tief drin!

bQluejeyeZ22x54


Ja bei mir gehts bisher auch ohne tablettenwirkung ganz gut aber habe auch noch die tiefs drin und die kraftlosigkeit in den muskeln und im körper sind echt furchtbar. Die panikattacken sind schon fast ganz weg bzw noch ganz minimal da. Hoffe dass des mit wirkung schon ganz weg geht dann damit der alltag noch etwas leichter wird. Naja theraphie brauch ich glaub net so wirklich. Ich hab mein fehlverhalten eingesehen und mich auch schon sehr umgestellt mit meiner lebensweise. Klappt ganz gut.

F@lyi6ngtgurtle


Hallo,

ja, Deine Symptome passen zur Erschöpfungsdepression, die meines Wissens neudeutsch als "Burnout" beizeichnet wird. Ich habe ganz ähnliche Symptome und kann Dir nur Mut machen, dass Opipramol noch eine Weile zu nehmen.

Ich selber nehme Mirtazapin, dass bei mir auch ganz gut wirkt. Vor allem mit dem Reizdarm ist Sertralin das Allerletzte (habe damit leider auch meine Erfahrung machen müssen). Vermutlich gibt es natürlich Leute, die gut damit klarkommen...

Hast Du es schon einmal mit PMR (progressiver Muskelrelaxation) versucht?

Die Diagnose "das ist psychisch bedingt" wollte ich zunächst auch nicht glauben. Aber es gibt viele gute Möglichkeiten, damit umzugehen und es gibt so viel mehr Betroffene, als man zunächst annimmt. Meine Erfahrung mit Psychotherapie, Yoga, PMR und Medikamenten in der Kombination sind gut. Die Medikamente zu verteufeln ist sicher nicht produktiv. Man kann Sie alle wieder absetzen, bei manchen braucht es eine Weile. *:)

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