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Wie schafft man es, ein guter Mensch zu sein?

G!uteF=rauVo4nSTezuaxn hat die Diskussion gestartet


Eigentlich ist das Unterforum immer noch falsch gewählt. Gehört eigentlich in Philosophie. Dennoch meine obige Frage bzw. wie schafft Ihr es, euch gut zu verhalten Euren Mitmenschen gegenüber, wenn Ihr es denn schafft? Ich z. B. schaffe es meistens nicht. Der Wunsch, wie ich gerne handeln würde und wie ich dann letztendlich handele, gehen sehr weit auseinander, was mich sehr traurig macht und ich würde es so gerne ändern um mit mir tatsächlich im Einklang zu leben. Wer tut es?

Antworten
pIhiol0mexna


Wer tut es?

Niemand, nach meiner Auffassung.

Was ist für dich "ein guter Mensch"? Was macht ihn aus? Was tut er, was andere nicht tun? Was tut er nicht?

G)uteFrSauVon$Sxezuan


Was ist für dich "ein guter Mensch"? Was macht ihn aus? Was tut er, was andere nicht tun? Was tut er nicht?

@ Philomena

Ein guter Mensch surft nicht im Internet sondern geht mit seiner Tochter an die frische Luft. Ein guter Mensch schaut sich keine DVDs tagsüber an sondern kocht seinem Mann das Abendessen. Ein guter Mensch handelt vernünftig in Diskussionen und ruft keine Dramen herauf durch künstliche Übertreibung. Er hat das gar nicht nötig weil er ja die richtigen Dinge tut und damit mit sich selbst im Reinen ist. Nur Beispiele...Sachen, die mir schlechte Gefühle bereiten.

LRewixan


GuteFrauvonSezuan

Bist du dir im Klaren darueber, warum du die Dinge tust, die du fuer "nicht gut" haeltst bzw. die Dinge nicht, die du fuer "gut" haeltst?

Was passiert da in dir?

Was ist gut fuer dich an den Dingen, die du tust, ohne sie fuer "gut" zu halten?

a6.fixsh


Ich glaub, man muss entweder ein guter Mensch sein, dann ist man einfach einer. Oder man muss sich mit Selbstdisziplin zu richtigem Handeln anhalten und das konsequent. Dann handelt man zumindest gut.

Rqonnazld 60


Sei stets ehrlich, benachteilige und übervorteile niemanden. Dann bist Du schon ein guter Mensch.

a..f,ixsh


Gerade Ehrlichkeit ist ja so ein Knackpunkt. Wenn man ungute Gedanken und Gefühle hat – z.B. in den von GuteFrauvonSezuan geschilderten Diskussionssituationen – bringt Ehrlichkeit vermutlich Verletzungen des Gegenübers mit sich.

REonavldx 60


Damit sollte "der Gegenüber" dann halt leben müssen. Es wurde Ihm halt nichts vorgemacht.

a<.fixsh


Find ich jetzt eher nicht so "gut". ;-)

RHonalrd 60


Bei sehr sensiblen Seelen ist es sicher empfehlenswert zu umschreiben, wenn es um eine Negativbewertung geht.

pshil0mxena


Ein guter Mensch surft nicht im Internet sondern geht mit seiner Tochter an die frische Luft. Ein guter Mensch schaut sich keine DVDs tagsüber an sondern kocht seinem Mann das Abendessen. Ein guter Mensch handelt vernünftig in Diskussionen und ruft keine Dramen herauf durch künstliche Übertreibung. Er hat das gar nicht nötig weil er ja die richtigen Dinge tut und damit mit sich selbst im Reinen ist. Nur Beispiele...Sachen, die mir schlechte Gefühle bereiten.

Irgendwie hat das, was du beschreibst, für mich wenig damit zu tun, ein "guter Mensch zu sein". Was konkret bereitet sir schlechte Gefühle an deinem Verhalten?

Oder konkret, was hält dich davon ab mit deiner Tochter an die frische Luft zu gehen, Abendessen zu kochen?

Ich finde es absolut normal, nicht immer das zu tun, was von einem automatisch erwartet wird. Man darf sich auch mal überfordert fühlen und sich das auch eingestehen. Das finde ich "gut".

pZhil$ipp10x0


Anderen Menschen zu helfen, macht einem zu einem "guten" Menschen, nach einfachster Definition von "gut". Wenn man an einem Tag auch nur einen anderen Menschen glücklich gemacht hat, so kann man sich als guter Mensch bezeichnen (Natürlich kann man auch dieses statement auseinandernehmen und definieren....).

Ich z.B mache ein Freiwilliges Soziales Jahr und arbeite mit Behinderten zusammen. Oftmals ist es einfach schon zu sehen, mit wie wenig Menschen glücklich sein können und wie gut es uns eigentlich geht. Es gibt dabei oftmals Kleinigkeiten, die für uns zwar kleine, aber für die "Behinderten" große Momemte sind und sie dabei voller Glück strahlen, diese Momente kann einem keiner mehr nehmen und machen einen finde ich zu einem guten Menschen.

_yT`suRnamix_


Anderen Menschen zu helfen, ist eine gute Strategie, ein guter Mensch zu sein. Gleichfalls halte ich es allerdings aus Gleichbehandlungs- und Effizienzgründen für gleichermaßen wichtig, nicht zu vergessen, sich selbst zu helfen.

d)ista&nce 1


Anderen Menschen zu helfen, ist eine gute Strategie, ein guter Mensch zu sein. Gleichfalls halte ich es allerdings aus Gleichbehandlungs- und Effizienzgründen für gleichermaßen wichtig, nicht zu vergessen, sich selbst zu helfen.

Diese Stategie versuche ich zu leben und anderen in meiner ehrenamtlichen Funktion zu helfen.

Doch bedeutet das doch für mich – als ehrenamtliche Person – dass ich auch immer DAS für mich auch tue. D.h., dass ich auch Erfolgserlebnisse brauche. Wie jeder.

Ich selbst bin ehrenamtlich seit vielen Jahren täitg. Uneigennützig, oder nicht? Stellt sich jetzt hier die Frage?....

Ich mache das, weil ich berufsmäßíg nicht mehr attraktiv bin und eigentlich noch in der Lage bin, Leistungen zu bringen. Somit bietet das Ehrenamt für mich eine Plattform.

M|i@mPiJko


Ich kenne das Problem, das du, GuteFrauvonSezuan, schilderst, nur zu Genüge.

Ich möchte mal definieren, was für mich ein guter Mensch ist, und glaube auch, mit dieser Definition nicht alleine zu stehen.

Ein guter Mensch ist zunächst einmal ehrlich. Das bedeutet: Er lügt nicht, um sich Vorteile zu schaffen, er lügt auch nicht aus Bequemlichkeit. Ehrlichkeit heißt allerdings auch nicht grenzenlose Offenheit. Man sollte sich schon gewählt ausdrücken können. Beim Geschichten erzählen hat ein guter Mensch es nicht nötig, groß auszuschmücken oder zu übertreiben, er erzählt das, was vorgefallen ist. Wie es war. Er möchte schließlich nicht prahlen, um sich besser darstellen zu wollen.

Er ist freundlich und hilfsbereit, und das von sich aus. Wenn er Menschen sieht, die fragend umher schauen, dann spricht ein guter Mensch sie an, auch auf die Gefahr hinaus, dass diese überhaupt keine Hilfe in Anspruch nehmen wollen oder gar abweisend reagieren. Er kümmert sich vor Allem um andere Menschen, aber vernachlässigt sich dennoch nicht selbst.

Ein guter Mensch hat ein Leben, das er mag, weil er es selbst weitgehend so versucht zu gestalten, dass er glücklich wird. Er ist fleißig und versucht, seine Ziele zu erreichen. Wenn er schlechte Zeiten erlebt, so steht er wieder auf und versucht es nochmal – oder schlägt einen anderen Weg ein.

Ebenso – und nun wird es wirklich (!) unrealistisch – hegt er kaum schlechte Gedanken. Er sieht immer das Positive in jedem Menschen, lebt die Nächstenliebe und kann verzeihen. Egal, was ihm angetan wurde.

Diesem Bild würde ich gerne entsprechen. Ich weiß, dass es solche Menschen von Natur aus, so denke ich, eher nicht gibt. Oder sehr, sehr selten. Eine Freundin lebt dieses Bild, nicht, weil sie so geboren wurde, sondern durch ihre Religion. Die hat von mir aus gesehen auch ihre Nachteile, aber in dieser Hinsicht bewundere ich das. Ich wäre gerne so motiviert, Religion funktioniert bei mir aber nicht als Motivator. Also muss Selbstdiziplin ran.

Leider erwische ich mich beim Gegenteil meines idealen Bildes. Nein, ich bin so oft unehrlich. Ich übertreibe gerne, weil ich Angst habe, sonst kein Gehör bei anderen zu finden. Das klappt ja auch, deswegen mache ich es weiter und weiter. Ich bin überhaupt nicht fleißig, sondern faul. Ich habe den Luxus, ich habe die Zeit und das Geld, trotzdem bin ich zu bequem um mehr zu machen, als nötig ist. Und das schlimmste sind die Gedanken. An manchen Tagen funktioniert das "Denke positiv!" Bild in meinem Kopf, aber zu oft auch gar nicht. Es muss nur ein unfreundlicher Mensch in der Nähe sein, der sich z.B. beim Bus einsteigen vordrängelt, dass es mir weh tut, und schon bin ich für den Tag "bedient". Ich erlebe mich manchmal sogar ohne äußere Vorfälle, dass ich die Menschen negativ wahrnehme. Ich denke mir dann überaus garstige achen wie "Die alten Schrullen" oder "diese blöden Jugendlichen, die sich so cool vorkommen" oder "diese blöden Tussis, die nichts außer schminken im Kopf haben". dabei kenne ich doch die Personen gar nicht! Ich weiß doch gar nicht, was sich hinteer der Hülle und ihrem Auftreten verbirgt! Wieso meine ich also als kleines, eigentlich bedeutungsloses Individuum in dieser Welt solche grausamen gedanken anmaßen zu müssen? Ja, das nimmt mich schon mit. Ich würde schon sagen, dass ich kein guter Mensch bin. Ich kann nur so handeln. Wenn ich mich dazu zwinge. (Ich bin z.B. immerhin sehr hilfsbereit, aber das ist eine von vielen Facetten, die für mich noch lange keinen guten Menschen ausmacht)

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